Dedekindsche η-Funktion

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Dedekindsche η-Funktion in der komplexen Ebene

Die nach dem deutschen Mathematiker Richard Dedekind benannte η-Funktion ist eine auf der oberen Halbebene \mathbb H=\{\tau\in\mathbb C\mid\mathrm{Im}\,\tau>0\} holomorphe Funktion.

Sie spielt eine wichtige Rolle in der Theorie der elliptischen Funktionen und der Thetafunktionen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Definition

Die η-Funktion wird üblicherweise folgendermaßen als unendliches Produkt definiert:

\eta(\tau):= e^{\pi i\tau/12}\prod_{n=1}^\infty (1-e^{2\pi in\tau}).

Aus der Definition folgt unmittelbar, dass \eta in \mathbb{H} keine Nullstellen hat.

Die η-Funktion ist eng verwandt mit der Diskriminante \Delta, es ist

\Delta (\tau) \,=\, (2\pi)^{12} \eta^{24}(\tau).

Zur Berechnung der η-Funktion kann der Pentagonalzahlensatz verwendet werden.

[Bearbeiten] Transformationsverhalten

Ihre Bedeutung erhält die η-Funktion aus ihrem Transformationsverhalten unter den Substitutionen der Erzeugenden der Modulgruppe

\Gamma :=\mathrm{SL}_2(\mathbb{Z})=\{\bigl(\begin{smallmatrix} a & b \\ c & d \end{smallmatrix}\bigr)\mid a,b,c,d\in\mathbb{Z}, ad-bc=1\},

es gilt nämlich:

\eta(\tau +1)\,=\, e^{\pi i/12}\eta(\tau)

und

\eta\left(\frac{-1}{\tau}\right) = \sqrt{\frac{\tau}{i}}\,\eta(\tau).

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen