Defence & Security Equipment International

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Defence & Security Equipment International (DSEI) ist eine Messe für Verteidigungssysteme und Ausrüstungen, welche alle zwei Jahre in London Docklands gehalten wird, mit tausenden von Besuchern aus Handel und Militär. Es ist ein wichtiges Ereignis im internationalen Waffenhandel und wird zusammen mit der staatlichen Defence Export Services Organisation (DESO) organisiert.

Alternierend mit DSEI findet Eurosatory in Paris statt.

Geschichte[Bearbeiten]

Zwischen 1976 und 1991 hielt die Britische Armee und die Britische Royal Navy abwechselnd ihre Ausrüstungsmessen jeweils in Aldershot und Portsmouth. Übersee-Delegationen besuchten die Messe nur auf Einladung, Einladungen bekamen Regierungen, welche nicht so sehr auf die Menschenrechte achten. Trotz des Krieges mit Iran, besuchte auch eine Delegation aus dem Irak die Messe.

Ab dem Jahr 1993 wurden die beiden Messen zusammengelegt und tagte jedes Jahr bis die Britische Regierung entschied die Messe zu privatisieren. Die Firma Spearhead startete die erste DSEI im Jahr 1999 bei Chertsey in Surrey. 2001 wechselte die Messe zum ExCeL Exhibition Centre in London Docklands. Es folgte die Umbenennung von Defence Systems & Equipment international zu Defence & Security Equipment International.

Kritik[Bearbeiten]

Die Staatliche DESO veröffentlichte die offizielle Einladungsliste für die DSEI, mit einer nachträglichen Liste, welches von den Organisatoren abgesegnet wurde. Viele der eingeladenen Länder werden beschuldigt, die Menschenrechte zu missachten.

Proteste[Bearbeiten]

Die Messe zog die Aufmerksamkeit vieler Aktivisten gegen Waffenhandel. Der Bürgermeister von London, Ken Livingstone, ist ein Kritiker der DSEI, die Londoner Polizei bezieht sich vor allem auf die Kosten für die Sicherheitsmaßnahmen, welche die Messe verursacht.

An der Messe im September 2013 in London boten die Aussteller MagForce International (aus Frankreich) und Tian Jin MyWay International Trading (aus Peking, China) in Katalogen Fußeisen und Elektroschlagstöcke an. Solche Gegenstände gelten laut britischen Gesetzen als „nicht erwünscht“. Nachdem die grüne Abgeordnete Caroline Lucas das veröffentlicht hatte, wurden die Stände der beiden Unternehmen im ExCel Centre in den Londoner Docklands geräumt.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://orf.at/stories/2198293/2198308/ Foltergeräte bei Rüstungsmesse - Britische Regierung in der Kritik, ORF.at vom 13. September 2013