Delphi Automotive

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Delphi Corporation
Logo der Delphi Corporation
Rechtsform Public limited company
ISIN JE00B783TY65
Gründung 1998
Sitz Troy, Vereinigte Staaten

Leitung

Mitarbeiter 146.600 (Dezember 2010)
Umsatz 16,041 Mrd. US-Dollar (2011)[1]
Branche Automobilzulieferer
Website www.delphi.com

Die Delphi Corporation ist ein 1998 gegründeter amerikanischer Automobilzulieferer. Der Konzern hatte sich am 28. Mai 1999 von General Motors getrennt und wird seitdem an der New Yorker Börse gehandelt (Tickersymbol DPH). Der Ausgabepreis lag bei 17 US-Dollar.

Da die Delphi Corporation bis zum 28. Mai 1999 als Unternehmensteil von General Motors bestand und damit das neue Unternehmen den General-Motors-Aktionären nach wie vor gehörte, bekam jeder General-Motors-Aktionär für zwei General-Motors-Aktien eine Delphi-Gratisaktie. Gleichzeitig fiel der General-Motors-Aktienkurs am 28. Mai 1999 um 8,50 Dollar.

Die gesamte Abspaltung wurde getroffen, um die Delphi-Beschäftigten anders entlohnen zu können als die sprichwörtlich hochbezahlten "General Motors Worker". Es handelte sich also um eine Art Outsourcing, wie man es auch bei anderen Unternehmen beobachten kann.

Der Jahresumsatz der Delphi Corporation lag 2010 bei 13,817 Milliarden US-Dollar.[2] Der Firmenhauptsitz ist Troy im Bundesstaat Michigan, nahe Detroit. Weltweit arbeiten rund 146.600 Mitarbeiter für die Delphi Corporation.

Delphi betätigt sich als einer der weltweit führenden Zulieferer der Automobilindustrie mit Standorten auf der ganzen Welt. In dem Bereich der Unterhaltungselektronik betätigt sich Delphi mit SDARS-Empfangsgeräten für den mobilen und stationären Empfang.

Auf dem europäischen Markt übernahm Delphi im November 2003 die Grundig Car InterMedia System GmbH.

Am 8. Oktober 2005 beantragte das Unternehmen Gläubigerschutz nach dem amerikanischen Chapter 11. Von dieser Vorstufe zu einer (unter europäischem Verständnis) Insolvenz waren einzig die US-amerikanischen Teile der Firma, nicht aber die außerhalb der USA gemeldeten Geschäftssitze betroffen.

Laut einem am 31. März 2006 veröffentlichtem Reorganisierungsplan konzentrierte Delphi sich auf sein Kerngeschäft und trennte sich von anderen Bereichen. Hierdurch wurden weltweit ca. 8.500 Arbeitsplätze aus dem Delphi-Konzern gelöst und an interessierte Firmen verkauft. Durch diese Maßnahmen sollte das laufende Chapter-11-Verfahren im ersten Halbjahr 2007 beendet werden, was jedoch durch die Probleme der amerikanischen Kreditbanken auf das erste Quartal 2008 verschoben wurde. Aufgrund der Auswirkungen der Wirtschaftskrise des Jahres 2008 auf die Automobil- und Zuliefererindustrie hat es bis zum 7. Oktober 2009 gedauert, dass es vor dem New Yorker Gericht zu einer Einigung gekommen ist, wie das Chapter 11 Verfahren verlassen werden kann. Inzwischen hat Delphi das Chapter 11 Verfahren verlassen.

Dabei gingen Teile der Firma zurück an den früheren Mutterkonzern General Motors. Die neue, deutlich kleinere Firma firmiert als Delphi Holdings.[3]

Ein zuvor im Juni 2009 geplanter Einstieg des Investors Platinum Equity wurde von den Gläubigern abgelehnt.

Delphi Deutschland GmbH[Bearbeiten]

Die Deutschland-Zentrale im Wuppertaler Technologiepark

Die deutschen Werke werden von der Delphi Deutschland GmbH betrieben. Diese hat ihren Sitz im Technologiepark im Süden Wuppertal-Elberfelds, wo sich auch die Deutschland-Zentrale von Delphi Automotive sowie das Kompetenzzentrum für E-Mobilität befindet.

Die Delphi Deutschland GmbH beschäftigt knapp 2900 Mitarbeiter, 700 davon in der Wuppertaler Zentrale. Der Anteil der GmbH am Umsatz des gesamten Unternehmens beträgt mit 1,2 Milliarden Euro knapp 7,5 %.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Delphi - Company Financials bei google.com
  2. Zeitschrift Automobil-Produktion 10/2007
  3. US-Autozulieferer Delphi verlässt Insolvenz (AF) auf swissinfo.ch, Artikel vom 7. Oktober 2009
  4. Serie Bergische Marktführer auf wz-newsline.de, Artikel vom 20. September 2012, aufgerufen am 5. Oktober 2012