Detritus (Geologie)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Detritus (lat. detritus „abgerieben“) ist lockeres Gesteinsmaterial oder anderer Schutt, der bei der Erosion aus Gestein oder Resten von Organismen entsteht und durch geologische Transportmechanismen aus einem Liefergebiet fortgeführt wird.

Detritus entsteht bei der Abtragung von Material der Erdoberfläche, unter anderem bei der Verwitterung und Denudation sowie weiteren Kräften der exogenen Dynamik, die zur äußerlichen Veränderung der Erdoberfläche beitragen. Die Menge von neu gebildetem Detritus in einem Gebiet ist eine Funktion von Klima, Dichte der Vegetationsdecke, Relief und Verwitterbarkeit des Untergrundes.

Detritus in der Geologie entsteht ganz überwiegend aus anorganischem Material (vor allem Gestein). Von Detritus spricht man auch in der Bodenkunde und in der Gewässerkunde, jedoch handelt es sich hier um Reste von Lebewesen, also um zerfallenes organisches Material. Siehe hierzu Detritus (Bodenkunde) und Detritus (Hydrologie).