Die Millionärin

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Filmdaten
Deutscher Titel Die Millionärin
Originaltitel The Millionairess
Produktionsland Großbritannien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1960
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Anthony Asquith
Drehbuch Wolf Mankowitz
Riccardo Aragno
Produktion Dimitri de Grunwald
Pierre Reuve
Musik Georges van Parys
Kamera Jack Hildyard
Schnitt Anthony Harvey
Besetzung

Die Millionärin ist eine britische Liebes-Komödie aus dem Jahr 1960, mit Peter Sellers und Sophia Loren in den Hauptrollen. Es ist die Literaturverfilmung des gleichnamigen Theaterstückes Die Millionärin aus dem Jahr 1936 von George Bernard Shaw.

Handlung[Bearbeiten]

Epifania Parerga wird nach dem Tode ihres Vaters als Erbin seiner Firma die reichste Frau der Welt. Im letzten Willen des Verstorbenen ist die Bedingung für eine Heirat Epifanias enthalten, die besagt, dass der künftige Bräutigam 500 Pfund binnen drei Monaten auf 15.000 Pfund vermehren soll. Sie schafft es, den Tennisspieler Alastair zu heiraten, nachdem sie ihm erst 500 Pfund Aktien leiht und diese dann für 15.000 zurückkauft; die Ehe scheitert jedoch nach Alastairs Affäre mit Polly Smith. Daraufhin versucht Epifania, sich in der Themse zu ertränken, wird aber vom gutmütigen Arzt Dr. Ahmed El Kabir gerettet. Epifania fasst nun den Entschluss, den Doktor zu heiraten, dieser jedoch sorgt sich nur um seine Patienten, die er in einer schlecht ausgestatteten und heruntergekommenen Praxis behandeln muss. Nach mehreren gescheiterten Versuchen ihrerseits, den Doktor zu gewinnen, eröffnet dieser Epifania den letzten Willen seiner Mutter: die künftige Ehefrau soll drei Monate mit lediglich 35 Schillingen auskommen. Seien nun beide fähig, den letzten Willen des jeweils anderen Elternteils zu erfüllen, wollen sie heiraten.

Die Millionärin kauft und betreibt eine italienische Küche und macht aus ihr nach drei Monaten tatsächlich ein erfolgreiches Geschäft; Dr. Kabir jedoch ist bestrebt, die 500 Pfund loszuwerden, und schafft dies auch, woraufhin Epifania verzweifelt droht, ihren gesamten Vorstand ihrer Firma zu entlassen und in ein tibetanisches Kloster zu ziehen. Ihr Direktor Juliues Sagamore versucht, seinen Posten zu retten, indem er Dr. Kabir von einer Heirat überzeugt und seine Praxis für 15.000 Pfund aufkauft. Am Ende drücken sich beide gegenseitig ihre Liebe aus und küssen sich.

Rezeption[Bearbeiten]

„Die Millionärin“ erhielt eher durchwachsene Kritiken und erzielte auf Rottentomatoes eine Zuschauer-Bewertung von 51 % positiven Stimmen; seine imdb-Bewertung liegt bei 5.3/10 Punkten. 1961 wurde er beim britischen BAFTA Award für das Beste Drehbuch nominiert.

Bosley Crowther von der New York Times kritisierte, dass dem Witz von Bernard Shaws Buch das eindimensionale Spiel Sophia Lorens und Peter Sellers' gegenüberstehe. [1]

„Die Bemühungen einer sagenhaft reichen Erbin um einen idealistischen Armenarzt, nach Shaws satirischer Komödie als Ausstattungsstück und Modenschau für die Hauptdarstellerin in Szene gesetzt. Da die frechen Dialoge der Vorlage weitgehend erhalten blieben und Peter Sellers seine Rolle beherrscht, entstand immerhin eine Art Multimillionärsrevue von einigem Reiz.“

Lexikon des Internationalen Films[2]

Trivia[Bearbeiten]

Der italienische Regisseur Vittorio de Sica übernahm die Nebenrolle des Joe; 1965 drehte er mit Peter Sellers zusammen die Komödie Jagt den Fuchs!.

Die beiden Hauptdarsteller nahmen zur Bewerbung des Films zusammen den Song „Goodness Gracious Me!“ auf.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bosley Crowther in der New York Times, aufgerufen am 15. März 2012
  2. Die Millionärin im Lexikon des Internationalen Films