Die Puppe des Gangsters

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Filmdaten
Deutscher Titel Die Puppe des Gangsters
Originaltitel La pupa del gangster
Produktionsland Italien, Frankreich
Originalsprache Italienisch
Erscheinungsjahr 1975
Länge 97 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Giorgio Capitani
Drehbuch Ernesto Gastaldi
Cornell Woolrich
Produktion Carlo Ponti
Musik Piero Umiliani
Kamera Alberto Spagnoli
Schnitt Renato Cinquini
Besetzung

Die Puppe des Gangsters (Originaltitel: La pupa del gangster) ist eine italienisch-französische Komödie in Technicolor, in der Sophia Loren und Marcello Mastroianni unter der Regie von Giorgio Capitani die Hauptrollen spielten.

Inhalt[Bearbeiten]

Stehkragen-Charlie, der die für ihn anschaffenden Prostituierten mit dem Hubschrauber überwacht, entdeckt in seinem „Revier“ eine Neue, „Pupa“. Mit seinem Leibwächter Chopin, der Pupa dem Konkurrenten Hamlet zuordnet, räumen dieses aus dem Weg und kidnappen Pupa. Der Polizist Salvatore nimmt die Verfolgung auf und kann die aus dem Auto geworfene Pupa einigermaßen unversehrt auflesen.

Bei einer erneuten Begegnung in einem Nachtclub, wo sie als Tänzerin arbeitet, geht Pupa auf Charlies Avancen ein und lässt sich mit Luxus über die oft gewalttätigen Launen ihres Gangstergeliebten hinwegtrösten, der auch keinerlei Fragen zu seiner Arbeit mag. Als Charlie zum Geburtstag Anna in einer Torte geschenkt bekommt, fährt er mit dieser davon – sie erinnert ihn noch mehr an Rita Hayworth als Pupa.

Als er Wochen später wieder erscheint, drängt er Pupa, ihm ein Alibi zu geben, erzählt aber nur Chopin, was vorgefallen ist: In Wut erschoss er Anna, die wiederum ihren Geliebten nicht seinetwegen verlassen wollte; sein Feuerzeug am Tatort soll nun durch Chopin manipuliert werden. Pupa erlauscht und errät die Geschichte. Sie ergreift die Initiative und nimmt inkognito Kontakt zu Annas Freund auf, in dessen Hotel sich nun die Lage zuspitzt, da dort auch Chopin eintrifft, um ihn hereinzulegen. Pupa hinterlässt derweil in Annas Zimmer viele Spuren, die auf Charlie als Mörde deuten. Nach vielen weiteren Verwicklungen trifft die Polizei ein.

Salvatore übernimmt den Fall und kann sich an die Fersen der mittlerweile flüchtenden Charlie und Chopin heften, die erneut Pupa mitgenommen haben, da sie deren Versuche entdeckt haben, sie loszuwerden. Pupa wird bei einem daraus resultierenden Unfall verletzt. Salvatore und Pupa werden ein Paar; sie wird Chefin der Prostituiertenorganisation, die sich durch Charlies Gefängnisaufenthalt nun selbst organisieren.

Kritik[Bearbeiten]

„Regisseur Giorgio Capitani nimmt hier mit viel grotesken Clownerien und handfester Slapstick-Komik Gangsterfilme der „schwarzen Serie“ aufs Korn.“

daserste.de[1].

„Seit der „Dreigroschenoper“ fungiert die Unterwelt als Spiegelkabinett der großen weiten Welt freier Marktwirtschaft. So dringt die rote Botschaft auch an ein Publikum, das sich nicht an Brecht vergnügt: Die Gangster sind natürlich ein ehrbares Unternehmen mit Aufsichtsrat. Und der Film zeigt. wie die Macht des Kapitals überwunden wird: durch Betriebsbesetzung -- in diesem Fall des Autostrichs -- und kollektive Selbstverwaltung.“

[2].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. bei Daserste.de (Version vom 4. April 2006 im Internet Archive)
  2. Hans-Georg Behr: Flatternde Unterhosen. In: Der Spiegel. 28. April 1975, S. 156

Weblinks[Bearbeiten]