Die Verschwörung der Idioten

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Die Verschwörung der Idioten (original: A Confederacy of Dunces), teils auch als „Ignaz oder Die Verschwörung der Idioten“ erschienen, ist ein 1963 geschriebener unorthodoxer Schelmenroman des damals 26-jährigen Amerikaners John Kennedy Toole, der erst 1980, 11 Jahre nach seinem Selbstmord, beim obskuren „Louisiana State University Press“-Verlag erscheinen konnte und 1981 den Pulitzer-Preis/Roman erhielt. Der Titel ist ein ironisches Zitat aus Jonathan Swifts Essay „Thoughts on Various Subjects, Moral and Diverting“ aus dem frühen 18. Jahrhundert, nämlich „When a true genius appears in the world, you may know him by this sign, that the dunces are all in confederacy against him“.

Inhalt[Bearbeiten]

Der fette, faule, egozentrische 30-jährige Ignaz J. Reilly (von Walker Percy, der die verspätete Veröffentlichung ermöglichte, im Vorwort als „verrückter Oliver Hardy, fetter Don Quijote, perverser Thomas von Aquin“ beschrieben) lebt in New Orleans bei seiner verwitweten Mutter Irene, die er mit seiner aufgeblasenen Selbstinszenierung und Tiraden gegen alles und jeden terrorisiert. Dabei stopft er sich vor der Glotze ewig über das Programm nörgelnd mit Süßigkeiten voll und sinniert trotz abgeschlossenen Studiums hauptsächlich über seine Verdauungsprobleme (v.a. seinen Pylorus).

Nach einem Autounfall der Mutter muss der lebensuntüchtige Ignaz zu seinem Leidwesen arbeiten, zuerst in der heruntergekommenen Hosenfabrik „Hosen-Levy“, wo er Namensschilder bastelt, als unerschütterlicher Anarchist erst mal die Firmenkorrespondenz wegschmeißt und die mehrheitlich schwarzen Fabrikarbeiter zur Revolte anstachelt. Nach seiner Entlassung verdingt er sich als Hotdogverkäufer bei einem fahrbaren Wurststand, wo er selbst sein bester Kunde wird und über seine aberwitzigen politische Ambitionen sinniert. Dabei trifft er auf Charaktere, die fast genau so eigenartig sind wie er, beispielsweise die politische New Yorkerin Myrna Minkoff, die besseren Sex für Alle durchsetzen will. Die Struktur des Buchs orientiert sich an Ignaz Lieblingswerk Der Trost der Philosophie des christlichen Märtyrers Boethius.

Weiteres[Bearbeiten]

Zu seinen Lebzeiten gab es für die böse Satire durchaus Interesse, aber Toole war von den ständigen Änderungswünschen von Simon & Schuster schwer genervt, so dass es letztlich nichts wurde. Seiner Mutter gelang es mit dem Romancier Walker Percy schließlich, einen mächtigen Fürsprecher zu gewinnen, so dass die Story 17 Jahre nach ihrer Entstehung endlich veröffentlicht wurde. 2011 kam eine gefeierte Neuübersetzung aus der Feder von Alex Capus auf den Markt. Bis heute platzten verschiedene Versuche der Verfilmung.

Steven Soderbergh äußerte sich zu dem Thema der Verfilmung, dass er glaube, ein Fluch läge über dem Roman[1].

Im Spielfilm Sideways erwähnt einer der Hauptdarsteller den Roman gegenüber einem gescheiterten Schriftsteller.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Soderbergh in Vulture. Abgerufen am 30. Januar 2013.