Pylorus

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Gray's Anatomy: Magen mit Pylorus (Umriss)
Gray's Anatomy: Magen mit Pylorus (Lithographie)

Der Pylorus (griechisch πυλωρός pylōrós ‚Pförtner‘[1]) oder Magenpförtner ist die ringförmig angeordnete glatte Muskulatur, die sich zwischen dem Antrum des Magens (Antrum pyloricum) und dem Zwölffingerdarm (Duodenum) befindet. Der Pylorus ist in Ruhe geschlossen. Er hat die Aufgabe, den Weitertransport des Nahrungsbreis vom Magen in den Darm zu regulieren.

Funktionsweise[Bearbeiten]

Gelangt Nahrungsbrei in das Antrum des Magens, so erfolgt eine Reizauslösung über den Nervus vagus. Dies löst eine peristaltische Kontraktionswelle aus.

Durch kurzzeitige Öffnung des Pylorus gelangt ein kleiner Anteil (Bolus) des Mageninhaltes Chymus in den Zwölffingerdarm. Der die Öffnung auslösende Pylorusreflex ist ein viszero-viszeraler Reflex, welcher den Muskel bei alkalischem Chymus im Zwölffingerdarm schließt und ihn bei saurem oder fettem Chymus öffnet.[2] Gastrische Motilität bewirkt eine Leerung des Magens, während postprandiale Motilität darauf gerichtet ist, Nahrung zwischen den Mahlzeiten zurückzuhalten, um eine kontinuierliche Abgabe zu gewähren. Die gastrische Motilität spielt eine Schlüsselrolle bei den die Nahrungsaufnahme regulierenden Empfindungen von Sattheit, Hunger und Völlegefühl.[3]

Funktionsstörungen[Bearbeiten]

Eine Verengung mit funktionellem Verschluss wird als Pylorusstenose bezeichnet. Sie ist vorwiegend nerval bedingt und tritt ausschließlich bei Kindern auf.

Öffnet sich der Pylorus nicht regelmäßig, staut sich Mageninhalt im Magen – es kommt zu einer Stase (Stillstand). Durch die nunmehr in höherer Konzentration vorliegende Magensäure kommt es zu einer Schädigung der Magenschleimhaut, was die Entstehung eines Magengeschwürs (Ulcus ventriculi) begünstigt.

Schließt sich der Pylorus nicht, gelangt Inhalt des Zwölffingerdarms in den Magen (Reflux), was ebenfalls zu einer Andauung der Magenschleimhaut und zu Magengeschwüren führen kann.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eigentlich ‚Wächter‘ der πύλη pýlē ‚Tür‘ zum Duodenum (Zwölffingerdarm).
  2. Jürgen Barnert: Schwerpunkt: Motilitätsstörungen im Verdauungstrakt. In: Dtsch Arztebl. 93, Nr. 4, 1996, S. A-176 / B-146 / C-142. Abgerufen am 9. März 2013.
  3. Pieter Janssen, et al.: Review article: the role of gastric motility in the control of food intake. In: Alimentary pharmacology & therapeutics. 33, Nr. 8, 22. Februar 2011, S. 880-894. doi:10.1111/j.1365-2036.2011.04609.x. Abgerufen am 9. März 2013.