Difluordisulfan

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Strukturformel
Strukturformel von Difluordisulfan
Allgemeines
Name Difluordisulfan
Summenformel F2S2
CAS-Nummer 13709-35-8
PubChem 123323
Kurzbeschreibung

farbloses Gas mit unangenehmem Geruch[1]

Eigenschaften
Molare Masse 102,12 g·mol−1
Aggregatzustand

gasförmig[2]

Dichte

4,3 kg·m−3[1]

Schmelzpunkt

−133 °C[3]

Siedepunkt

−15 °C[3]

Löslichkeit

reagiert mit Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [4]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Difluordisulfan ist eine chemische Verbindung zwischen Fluor und Schwefel und isomer zu Thiothionylfluorid.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Difluordisulfan kann durch Reaktion von Silber(I)-fluorid mit Schwefel bei 125 °C gewonnen werden.[5]

\mathrm{2 \ AgF + 3 \ S \longrightarrow FSSF + Ag_2S}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Difluordisulfan ist ein farbloses Gas mit unangenehmem Geruch.[1][2] Es wandelt sich bei höheren Temperaturen und Drücken in das stabilere Thiothionylfluorid und dann weiter in Schwefeltetrafluorid und Schwefel um. Selbst bei Raumtemperatur wandelt sich die Verbindung bei Anwesenheit von Fluorwasserstoff oder Natriumfluorid in Thiothionylfluorid um. Mit Stickstoffdioxid reagiert Difluordisulfan im Gegensatz zu Thiothionylfluorid zu Nitrosylfluorosulfat.[3]

\mathrm{2 \ S_2F_2 \ \longrightarrow SF_4 + 3 \ S }

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d  Jean d'. Ans, Ellen Lax, Roger Blachnik: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Springer DE, 1998, ISBN 364258842-5, S. 704f (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. a b  Hans Peter Latscha, Helmut Alfons Klein: Anorganische Chemie. Springer DE, 2002, ISBN 354042938-7, S. 341 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. a b c  Arnold F. Holleman, Egon Wiberg, Nils Wiberg: Lehrbuch der anorganischen Chemie. Walter de Gruyter, 1995, ISBN 311012641-9, S. 379, 563 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  5.  Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band I, Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 182.