Diskussion:Prekariat
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Irgendjemand hat die Seite so manipuliert, das folgender Anfangssatz erschien: "Prekariat ist ein Begriff aus der Soziologie und definiert "ungeschützte Arbeiter" als eine neue dumme soziale Klasse. Der Begriff selbst ist ein Neologismus, der vom Adjektiv prekär (schwierig, nazihaft) analog zu Proletariat abgeleitet wurde." Ich weiß nicht, wie das gemacht wurde, habe es aber erstmal geändert.
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Das Abgehängte Prekariat hat nach dem Artikel 'Gesellschaft im Reformprozess' einen Anteil von 8 Prozent der Wahlbevolkerung. Zur letzten Bundestagswahl, gab es 60,5 Mi Wahlberechtigte (Quelle: http://www.bundestag.de/parlament/wahlen/wahlgl/w/w07.html). Insgesamt wären dies also nur 4,84 Mio Menschen, die dem Prekariat angehören. (Der vorstehende, nicht signierte Beitrag – siehe dazu Hilfe:Signatur – stammt von 88.73.218.86 (Diskussion • Beiträge) Thorsten1 18:29, 23. Okt. 2006 (CEST))
Schlechter Artikel, der einen diffusen Begriff willkürlich und teilweise falsch (d.h. entgegen seiner Bedeutung und Verwendung) konkretisiert. "Prekariat ist ein euphemistischer Neologismus der Soziologie". 1. Was soll daran euphemistisch sein? 2. Wieso der Soziologie? Es handelt sich eher um ein Schlagwort der gehobenen Medien. "Statt "Schicht" wäre der Begriff "Milieu" oder auch "Armutsbevölkerung" treffender." "Prekariat" wird normalerweise auch nicht im Sinne einer "Schicht" verwendet. Es bezeichnet vielmehr eine traditionelle Schichtgrenzen übergreifende neue Gruppe, die dem Begriff "Schicht" nicht adäquat erfasst wird. (Daher ist "abgehängtes Prekariat" als Ersatzformel für "Unterschicht" auch unsinnig.) Erst recht aber stellt das Prekariat kein "Milieu" mit einer bestimmten, gemeinsamen Lebenswelt der Betroffenen dar. Wenn man denn will, könnte man die derzeit diskutierte "Unterschicht" als Milieu definieren, nicht aber das "Prekariat". "Armutsbevölkerung" ist wiederum unsinnig, weil Prekariat nicht unbedingt dauerhafte Armut bedeutet, sondern mindestens ebenso die mehr oder weniger real begründete Befürchtung, arm zu werden bzw. genauer: nicht entsprechend einer berechnebaren Kurve folgend finanziell abgesichert zu bleiben. --Thorsten1 18:29, 23. Okt. 2006 (CEST)
- gebe dir in einigen punkten recht. habe das "euphemistisch" übersehen und raus genommen... -- schwarze feder 22:09, 23. Okt. 2006 (CEST)
- Finde - da kann ich Thorsten1 durchaus zustimmen -, dass der Begriff "neue Unterschicht" nicht wirklich dazu passt - zumindest nicht in der Form, in der es hier beschrieben ist. Das was allgemein als "neue Unterschicht" verstanden wird, hat mehr mit der alten Bedeutung von "Schicht" zu tun, als der Begriff Prekariat. Letzteres ist für mich ein Sammelbegriff für a-typisch beschäftigte; mit allen sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen. Es kann natürlich auch sein, dass durch die oftmals falsche Verwenung gerade ein Bedeutungswandel im Gange ist. Tu mich allerdings schwer das zu beurteilen. lg PaulchenP 20:24, 18. Nov. 2006 (CET)
Habe den Satz mit der umgangsprachlichkeit gekürtzt:
- Verweis auf Schicht / Milieu und so weiter bringt , insbesondere im ersten Abschnitt, nur unötige Diskussionen mit sich.
- Wenn etwas unzulässig vereinfacht wurde ist es automatisch inhaltlich falsch.
- Habe den ganzen Satz auch abgeschwächt weil eingetlich nicht Umgangsprachlich von neuer Unterschicht geredet wird sondern je nach politischer Herkunft. Mir fiel aber auch kein prägnater Ausdruck hierzu ein(vielleicht "abhängig vom Diskurs" ?)
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[Bearbeiten] substanzialisiert
Der folgende Satz im gegenwärtigen Artikel ist mir unverständlich.
- Von konservativer Seite wird das Prekariat mit dem Begriff Neue Unterschicht benannt und substanzialisiert.
1. Das tut nicht nur die konservative Seite.
2. Was ist "substanzialisiert"? In Substanz umwandeln? oder ein spezialisierter Fachbegriff, wie "Interfrikation der Kompromituse"?
3. Es ist andersherum. Das Wort "Unterschicht" wird euphemistisch durch das Wort "Prekariat" ersetzt, in zunehmendem Maße. Hierdurch erhält das Wort "Prekariat" zunehmend die Bedeutung "neue Unterschicht". Der Effekt ist typisch für Euphemismen. --Hutschi 13:59, 26. Okt. 2006 (CEST)
[Bearbeiten] Wortklärung
"″Precarium″ = ein bittweises, auf Widerruf gewährtes Besitzverhältnis" ein WAS? Was soll denn bittweis sein? Stammt das von unseren Nachbarn aus der Schweiz oder von den Ösis? Bitte erhellt mich. -- Oliver H. 12:28, 4. Dez. 2006 (CET)
- bittweise = auf Bitten hin, precario (nl. bedeswyse). Google hilft. :D --Turnbeutel 15:21, 18. Dez. 2006 (CET)
[Bearbeiten] Quellen
Mir ist aufgefallen, dass die Quellenangabe unter Punkt 2 nicht mehr funktioniert. Kann das mal jemand anpassen? MFG145.253.32.3 15:07, 29. Jan. 2007 (CET)
- Ich habe den kompletten Absatz, in dem diese Quelle genannt wurde, entfernt. Er stammte aus der zweitältesten Version des Artikels, ist aber mittlerweile durch die Überarbeitung der Einleitung überflüssig. --Zinnmann d 15:30, 29. Jan. 2007 (CET)
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- ich sehe keine redundanz mit der einleitung und habe daher den abschnitt dort eingefügt. die quelle passt tatsächlich nicht mehr, vielleicht kümmere ich mich drum, wenn ich etwas mehr zeit zum recherchieren habe. -- schwarze feder 07:17, 30. Jan. 2007 (CET)
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- Inwiefern sagt der Satz "Der Begriff fasst Arbeiter, die nur Aussichten auf unsichere Arbeitsverträge haben, zu einer Gruppe zusammen" denn etwas anderes aus als der Einleitungssatz? Wer ist Evelyn Perrin? Wer steht hinter Stop-Précarité? Inwiefern ist sie bzw. der Verein repräsentativ, um hier als definierendes Zitat durchzugehen - noch dazu mitlerweile ohne verlässliche Quelle. Und schließlich: Warum ist die "Internationale Zusammenkunft des Prekariats" ein erwähnenswerter Verein, obwohl von ihm seit zwei Jahren nichts mehr zu hören ist?
- Sorry, ohne klare Antworten auf diese Fragen gibt es keinen Grund, den Abschnitt zu behalten. --Zinnmann d 09:22, 30. Jan. 2007 (CET)
- hab gerade wenig zeit [1] später mehr -- schwarze feder 17:02, 30. Jan. 2007 (CET)
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[Bearbeiten] Harald Schmidt
Dieser Begriff ist einzig und allein durch Harald Schmidt bekannt geworden. In der Zeit bevor er in mehreren Ausgaben seiner Show ausgiebig dieses Wort in seinen, wie üblich zynischen aber durchaus ernst gemeinten Komentaren benutzt hat wusste niemand wie man Prekariat auch nur schreibt. -Marcus
[Bearbeiten] Prekariat im Zusammenhang mit Kreativität
Ich habe den Begriff gegoogelt nach einer Schnelllektüre von "Kritik der Kreativität", herausgegeben von Gerald Raunig und Ulf Wuggenig, in dem der Begriff massiert verwendet wurde. Kernthese bei der dortigen Verwendung im Zusammenhang mit flexibilisierten Arbeitsverhältnissen war, daß in den sogenannten Creative industries Menschen freiwillig Arbeitsverhältnisse eingehen, die soziale Absicherung von selbst abbauen. Jeder ist sein eigenes zu entfaltendes Unternehmen und investiert auf volles Risiko, bildet sich auf eigene Kosten in der Freizeit fort, kennt keinen Urlaub etc: Prozeduren, von denen jeder Arbeitgeber profitiert. Das stimmt insofern nicht mit dem klassischen (historischen)Unterschichtsbegriff überein, als es sich dabei um eine gewissermaßen freiwillig gewählte Lebensform handelt - und nicht eine aus "sozialer" Schwäche. Prekariat hatte in dieser Verwendung für mich den Anschein einer Existenzhaltung, die eventuell in enorm prekäre Lebensverhältnisse münden kann, aber nicht muß - und gleichzeitig bestimmte Arbeits-nicht-Verträge erst möglich macht.
Gerald Raunig/Ulf Wuggenig (Hg.) Kritik der Kreativität Wien 2007 (Verlag Turia + Kant). www.turia.at siehe auch http://www.artmagazine.cc/content.php3?objectid=28115&templateid=69&classid=5
[Bearbeiten] Prekariat im Zusammenhang mit Arbeitszonen
http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Castel .vielleicht kann diesen link ein geschicktes Händchen einbauen um genau obiges Missverständnis aus dem Weg zu raeumen. Castel würde z.B. den oben beschriebenen Typ als der "Unkonventionelle" /"Selbstmanager" beschreiben- und deutlich von Typen aus der Zone der Prekarität abgrenzen.
Ein mir wichtiger Punkt ist, daß oft und oft auch absichtlich diese Zonen vermischt werden, um gesellschaftspolitische Propaganda betreiben zu können, indem aus dem geknechtetem Proletariat ein "freies/selbstgesteuertes Unternehmertum" (=Prekariat) verzeitgeistigt wird. Die Propaganda beweist mit Herzeigehelden, daß das System "vom (endlich selbstständigen) Tellerwäscher zum Millionär" wirklich und viel besser als früher funktioniert - damit die Leute weiter mitspielen (so wie ja auch im Lotto jede Woche einer gewinnt).
[Bearbeiten] "kleine Selbstständige"
Was sind dann große oder riesige Selbständige?
- Große: >185 cm Riesige > 200 cm.
- Bezieht sich wahrscheinlich aber auf den Umsatz: Es gibt Selbständige die mit weniger als 30 Teuro/Jahr auskommen müssen. Richtiger wäre die Frage ab wann ein Selbständiger prekär lebt und ob das nur am Umsatz festzunageln ist. Aber die kann ich Dir leider auch nicht beantworten.
PS: auch als nicht angemeldeter Benutzer bitte mit --~~~~ unterschreiben. Das sieht dann so aus: --Arcudaki 13:41, 14. Mär. 2008 (CET) PPS: hab's auch gerade auf einkommensschwache Selbstständige geändert. --Arcudaki 13:45, 14. Mär. 2008 (CET)
[Bearbeiten] Präkariat - Falschschreibung?
Präkariat war hier bis vor Kurzem als Falschschreibung eingeordnet, jetzt als Weiterleitung zu Prekariat. Wiktionary erwähnt den Begriff Präkariat nicht, leitet aber von wikt:Präkariat zu wikt:Prekariat weiter - allerdings wurde der Redirect erst kürzlich gesetzt, und zwar mit Verweis auf die Wikipedia. Duden & Co kennen den Begriff Präkariat dagegen überhaupt nicht. Allerdings lautet hier im Artikel einer der ersten Sätze "Etymologisch sind für den deutschen Sprachbereich die Schreibweisen 'Prekariat' und 'Präkariat' gleichberechtigt akzeptabel. Vgl. lat. precarium = ein bittweises, auf Widerruf gewährtes Besitzverhältnis." Die Frage lautet jetzt also: Ist diese Aussage korrekt? Wenn ja, bedeutet die etymologische Gleichberechtigung auch tatsächlich die Gleichkorrektheit? Wenn nein, sollte Präkariat nicht wieder als Falschschreibung eingestuft werden? --YMS 19:22, 27. Aug. 2008 (CEST)

