Dissection
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| Dissection | |
|---|---|
Dissection live 2005, im Vordergrund Jon Nödtveidt. |
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| Gründung | 1989 |
| Auflösung | 2006 |
| Genre | Death Metal, Black Metal |
| Website | http://www.dissection.se |
| Gründungsmitglieder | |
| Gesang, Gitarre | Jon Nödtveidt († 2006) |
| Bass | Peter Palmdahl (bis 1997) |
| Schlagzeug | Ole Öhman (bis 1995) |
| Letzte Besetzung vor der Auflösung | |
| Gesang, Gitarre | Jon Nödtveidt |
| Gitarre | Set Teitan |
| Schlagzeug | Tomas Asklund |
| Bass | Erik Danielsson |
| Ehemalige Mitglieder | |
| Gitarre | John Zwetsloot (1991–1994) |
| Gitarre | Johan Norman (1994–1997) |
| Bass | Brice Leclercq (2004–2005) |
| Bass | Haakon Forwald (2005) |
| Schlagzeug | Tobias Kellgren (1995–1997) |
Dissection war eine schwedische Metalband aus Strömstad. Ihre ersten Werke waren eine Mischung aus Black- und Death Metal mit unterschiedlich starken Einflüssen von Harmonie. Kurz vor der Auflösung der Band wechselte der Stil gänzlich zu einer langsamen Form von Melodic Death Metal. Treibende Kraft und einziges beständiges Mitglied der Band war Jon Nödtveidt (28. Juni 1975 – 16. August 2006).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Biografie
Dissection ging 1988 die Thrash-Metal-Band Siren’s Yell voraus, deren Besetzung bereits weitgehend dem Gründungs-Line-Up Dissections entsprach, sowie 1989 Nödtveidts und Öhmans Projekt Rabbit’s Carrot. Beide Bands wurden nach kurzer Zeit zugunsten von Dissection aufgelöst.
Nach der Veröffentlichung des vielbeachteten Demos „The Grief Prophecy“ (1990) sowie der EP „Into Infinite Obscurity“ (1991) begannen Dissection 1992 die Arbeiten am Debüt-Album „The Somberlain“. Veröffentlicht wurde es 1993 über das Label No Fashion Records als ein Tribut an Mayhem-Gitarrist und Szene-Leitfigur Øystein „Euronymous“ Aarseth, der in diesem Jahr von Varg Vikernes (Alleiniges Mitglied der Band Burzum) ermordet wurde.
Im November 1994 unterzeichneten Dissection einen Vertrag mit dem renommierten deutschen Extrem-Metal-Label Nuclear Blast, unter welchem sie ein Jahr darauf das weithin gefeierte zweite Album „Storm Of The Light’s Bane“ veröffentlichten. Im Frühjahr 1996 erschien eine Raritäten-EP mit dem Namen „Where Dead Angels Lie“. In der Folge dieser Veröffentlichungen erspielten sich Dissection auf mehreren Tourneen einen Ruf als mitreißende und intensive Liveband.
Die Karriere der Band fand im Herbst 1997 ihr vorläufiges Ende, als ihr kreativer Kopf Jon Nödtveidt wegen Beihilfe zum Mord an einem Homosexuellen zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde. Aus Teilen Dissections ging die Band Soulreaper hervor, 2004 wurde Nödtveidt auf Bewährung entlassen und stellte eine komplett neue Dissection-Besetzung auf die Beine. Deren erste Veröffentlichung war die im selben Jahr erschienene Single „Maha Kali“, die jedoch auf sehr geteilte Reaktionen stieß, da sie musikalisch mit den früheren Dissection-Veröffentlichungen kaum etwas gemein hatte, sondern sich im Bereich des gebremsten, melodischen Death Metal mit starken Heavy-Metal-Einflüssen bewegte; oft wurden Vergleiche zu Bands wie In Flames angestellt.
Das dritte Album „Reinkaos“ wurde am 30. April 2006 (Walpurgisnacht) veröffentlicht und bestätigte den fast vollständigen stilistischen Wandel, den die Single bereits hatte erahnen lassen. Die Resonanz seitens Presse und Publikum auf das Album fiel sehr kontrovers aus.
Am 23. Mai 2006 gab Jon Nödtveidt in einem Interview die Auflösung der Band bekannt, die mit einem europäischen Abschiedskonzert am 24. Juni besiegelt wurde. Für September 2006 geplante Konzerte in den USA mussten abgesagt werden, da die US-amerikanischen Behörden Nödtveidt aufgrund seiner Vergangenheit die Einreise verwehrten.
Am 18. August 2006 wurde der Tod Jon Nödtveidts bekanntgegeben; er hatte sich zwei Tage zuvor durch einen Kopfschuss das Leben genommen. Seine Leiche wurde in seiner Wohnung gefunden und lag in einem Kreis aus Kerzen zusammen mit einem nach Aussage von Bandgitarrist Set Teitan „satanischen Grimoire“. Nödtveidt wurde 31 Jahre alt.
[Bearbeiten] Ideologischer Hintergrund
Jon Nödtveidt war engagierter Satanist und „Chaos-Gnostiker“ und hat Dissection mehrfach als offizielles Sprachrohr des Misanthropisch-Luziferischen Ordens benannt, in welchem er selbst seit 1994 eine prominente Stellung einnahm. Der zeitweilige Schlagzeuger Bård „Faust“ Eithun (ehemals Emperor und Thorns) wollte Dissection in einem personellen Notstand beitreten, verließ die Band jedoch umgehend wieder aufgrund Nödtveidts radikaler Ansichten, mit welchen sich Eithun nicht arrangieren konnte.
[Bearbeiten] Diskografie
- The Grief Prophecy (1990, Demo)
- Into Infinite Obscurity (1991, EP)
- The Somberlain (1992, Demo)
- Promo ’93 (1993, Demo)
- The Somberlain (1993)
- Storm Of The Light’s Bane (1995)
- Where Dead Angels Lie (1996, EP)
- Frozen In Wacken (1997, Live-Bootleg)
- The Past Is Alive (The Early Mischief) (1998, Demo-Sammlung)
- Live Legacy (2003, Live)
- Maha Kali (2004, Single)
- Reinkaos (2006)
- Starless Aeon (2006, Single)
[Bearbeiten] Literatur
- Philip Akoto: Subversion im Black Metal - Dissection als musikalische Propaganda-Einheit des Misanthropic Luciferian Order. In: Menschenverachtende Untergrundmusik? Telos, 2006, ISBN 978-3933060211, S. 91-96
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Website
- Artikel über Nödtveidt bei laut.de
- Dissection bei Discogs (englisch)

