Metal

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Metal (Begriffsklärung) aufgeführt.
Metal
Entstehungsphase: Anfang 1970er Jahre
Herkunftsort: Vereinigtes Königreich
Stilistische Vorläufer
Hard Rock
Pionierbands
Black SabbathLed ZeppelinDeep PurpleIron MaidenSaxonJudas PriestMotörhead
Genretypische Instrumente
GitarreBassSchlagzeugGesangKeyboard
Subgenres
Black MetalDeath MetalGlam MetalPower MetalNWoBHMThrash MetalSpeed MetalDoom MetalProgressive MetalGothic MetalIndustrial MetalNu MetalFolk MetalGrindcoreMetalcorePagan MetalSymphonic MetalViking MetalAlternative Metal
Tony Iommi (li.) und Ozzy Osbourne von Black Sabbath, 1973

Metal (engl. ‚Metall‘) ist eine Musikrichtung und Subkultur, entstanden aus der Rockmusik. Die Bezeichnung ist die Kurzform des Begriffs Heavy Metal[1], der heute allerdings nur noch die ursprüngliche Form dieser Musik bezeichnet. Ihre Ursprünge liegen im Bluesrock und dem Hard Rock Anfang der 1970er; sie zeichnet sich vor allem durch eine gitarren- und schlagzeugzentrierte Klangfarbe aus.

Seit den 1980er Jahren haben sich zahlreiche Substile etabliert, besondere Verbreitung fanden zum Beispiel Black Metal, Death Metal oder Power Metal. Mit zunehmender Stilvielfalt verbreiterte sich auch das Spektrum musikalischer Techniken immer weiter, die Bandbreite reicht von extrem einfach gehaltenen, meist rhythmisch sehr treibenden Liedstrukturen bis zu komplexen Kompositionen mit Parallelen zur klassischen Musik, von gutturalem Gesang bis zu opernartigen Gesangstechniken, von extrem langsamen bis zu rasant schnellen Rhythmen. Ähnlich vielfältig sind die Texte, die von reiner Fantasy über Hassorgien, Religion, Melancholie bis zur politischen Gesellschaftskritik reichen.

Zu den wichtigsten Plattformen zum Meinungsaustausch und zur Interaktion innerhalb der Szene gehören neben Konzerten, vorrangig in den Wintermonaten, vor allem Festivals - mehr als 60 davon allein im deutschsprachigen Raum[2]. Das regelmäßige Treffen und Austauschen mit Künstlern und anderen Anhängern der Musik gehört zu den prägnantesten Eigenschaften des Metal.

Dominant war lange Zeit vor allem der englische Sprachraum, später konnten auch deutsche, vor allem aber in den 1990er Jahren skandinavische Bands stilprägend werden. Heutzutage ist Metal eine internationale Musikform, neben nordamerikanischen und europäischen Bands konnten auch Bands aus Brasilien, Japan, Israel, Ägypten oder Australien internationale Erfolge erzielen.

Geschichte[Bearbeiten]

Ende 1960er – Anfang 1980er[Bearbeiten]

Die Vorläufer des Metal liegen vor allem im Bluesrock und Psychedelic Rock, hier werden oft Bands genannt wie Blue Cheer, Iron Butterfly, MC5 oder Steppenwolf. Aus diesen Strömungen heraus werden als erste richtige Heavy-Metal-Bands Led Zeppelin und Black Sabbath angeführt, die ab dem Ende der sechziger Jahre agierten.[3]

Led Zeppelin blieben dabei dem Bluesrock nahe und zeichneten sich besonders aus durch den massiven Einsatz von Lautstärke und der Verquickung eines starken Schlagzeugs, der virtuosen Gitarre Jimmy Pages und der hohen und kraftvollen Stimme von Robert Plant. Black Sabbath hingegen versuchten in ihrem Stil klassische Blues-Elemente eher zu verdrängen.[3] Sie entwarfen aus Einflüssen des Bluesrock und des Jazz eine riff-betontere Art der Musik, wie sie für den Metal charakteristisch wurde, zugleich behandelten sie in ihren Texten konsequent negative und (in der damaligen Pop- und Rock-Musik verbreitete) okkulte Themen. Am 19. November 2013 verlieh die Coventry University Tony Iommi, dem Bandleader von Black Sabbath, einen Ehrendoktor der Künste für die Erfindung des Heavy Metal.[4]

Vor allem junge britische Bands wie Iron Maiden, Judas Priest, Saxon oder Samson prägten um 1980 eine Generation von Bands, die sich von den zu dieser Zeit dominierenden Punk-Bands abheben wollten. Dazu bedienten sie sich eines Stils, der zum einen das hohe Tempo des Punk beinhaltete, zum anderen aber auch die Härte, Dynamik und Filigranität des Hard Rock von Bands wie Deep Purple in den 1970ern aufgriff. Einzelne Hard-Rock-Bands passten sich dem neuen Stil an und entwickelten sich zu Metal-Bands (in der Musikpresse als New Wave of British Heavy Metal (NWoBHM) bezeichnet), daher kommt auch das Verwechselungspotential der Stile. In dieser Zeit kann von einem eigenständigen Genre namens „Heavy Metal“ gesprochen werden.

1980er[Bearbeiten]

Metallica
Megadeth bei einem Konzert im Jahre 2005 am Sauna Open Air

Etwa ab Mitte der 1980er teilte sich der Heavy Metal in einzelne Substile auf, die alle unter dem Begriff Metal zusammengefasst wurden. Heavy Metal bezeichnet seither nur noch die ursprüngliche Form dieser Musik.

Die Band Motörhead um das einzige konstante Mitglied Lemmy Kilmister, die auf Punk-, Hard-Rock-, Blues-Rock- und Rock-’n’-Roll-Einflüsse zurückgreift, und die Band Venom mit der für damalige Maßstäbe hohen Aggressivität ihrer stark punk-beeinflussten Musik[5][6][7] und ihrem plakativen satanistischen Image[6][7] erweckten die Aufmerksamkeit der Szene und wurden Vorreiter extremerer Metal-Strömungen[8]; während Venoms Debütalbum Welcome to Hell einerseits „die Suche nach mehr Brutalität richtig ins Rollen“ brachte[8] und ihr zweites Album Black Metal einer gleichnamigen Strömung ihren Namen gab, wurde die Musik der Band gleichzeitig auch in Teilen der Szene als Lärm untalentierter Musiker empfunden[5].

1982 veröffentlichte die dänische Band Mercyful Fate ihre gleichnamige erste EP; die Band verarbeitete Einflüsse aus dem Progressive Rock[9], dem epischen Hard Rock der 1970er Jahre[10] und dem traditionellen Heavy Metal und sorgte durch ihr „gehobenes Tempo, eine aggressive Leadgitarre, packende Harmonien, rhythmisch variables Songwriting und diese düstere Atmosphäre, die Demon und Witchfinder General blass aussehen ließ“, mit ihrer EP „nach nur einem Jahr gemeinsamer semi-professioneller Demoaufnahmen für Furore“. Während Diamond seine satanischen Texte später „auf ein wesentlich höheres sprachliches Niveau bringen“ sollte, war Nuns Have No Fun „nicht weniger explizit als der frühe Venom-Stoff“.[10] Mercyful Fates Sänger King Diamond wurde darüber hinaus für seinen Gesang im Falsett und die Verwendung einer frühen Form des Corpsepaint bekannt. Die Band setzte Bühneneffekte wie die „explodierende Nonne“ am Ende von Auftritten oder das brennende Kreuz bei einem Auftritt in Amsterdam um 1983 ein; bei einem Auftritt hielt die Band auf der Bühne eine Schwarze Messe ab, für die sie das Blut ihres Managers Ole Bang nutzte.[9]

Den ursprünglichen Heavy Metal an Geschwindigkeit und Aggressivität übertreffend, entwickelten sich in den USA der vom Hardcore Punk und Bands wie Venom und Motörhead[8] beeinflusste Thrash Metal und der Speed Metal mit Bands wie Megadeth, Slayer, Metallica, Exodus oder Anthrax. Als erstes Speed- und Thrash-Metal-Album gilt Kill ’Em All von Metallica.[8] Mit ihren folgenden Alben stiegen ihre Popularität und ihr Ansehen, gleichzeitig entfernte die Band sich aber ab dem dritten Album Master of Puppets vom Thrash Metal. Ihr fünftes Album Metallica und vor allem die darauf enthaltene Ballade Nothing Else Matters verschaffte der Band außerhalb der Szene eine enorme Popularität. Metallica gelten mit ihrem ausgesprochen großen Erfolg in der öffentlichen Wahrnehmung oft als der Inbegriff des Metal selbst, obwohl sie Mitte der neunziger Jahre durch die Veröffentlichung zweier dem Alternative-Genre zuzuordnender Alben viele bisherige Fans aus der Metal-Szene verloren. Einen weiteren Klassiker des aggressiven Thrash Metal schufen Slayer mit Reign in Blood, das als einer der Höhepunkte des Genres gilt[8]. Durch ihr Kokettieren mit Okkultismus und teilweise auch Nazisymbolen erhöhten sie auch die Messlatte für Provokationen deutlich.

In Europa entwickelte sich in den 1980er Jahren vor allem in Deutschland eine relativ umfangreiche Szene, wobei sich Hamburg und das Ruhrgebiet als kulturelle Zentren etablieren konnten. Kreator, Destruction und Sodom sind beispielsweise die bekanntesten Vertreter des deutschen Thrash Metal, welcher zunächst unabhängig vom US-amerikanischen entstand[8] und sich gegenüber dem meist glatter produzierten Metal aus Amerika durch seine größere Rauheit auszeichnete. Auf der anderen Seite begründeten Helloween, Blind Guardian und Gamma Ray den europäischen Power Metal. Ebenfalls melodiöser klingt der vom britischen Progressive Rock beeinflusste Progressive Metal, begründet von den US-amerikanischen Bands WatchTower, Fates Warning und Queensrÿche. Aufgrund ihrer wegweisenden Alben To mega therion (1985) und Into the Pandemonium (1987) werden die Schweizer Celtic Frost – deren stilistische Entwicklung von einer Thrash-Metal-Grundlage ausging – im Rückblick mitunter als erste „Avantgarde-Metal“-Band betrachtet, inspirierten mit ihren Experimenten jedoch – neben vielen anderen Bands – insbesondere auch die schwedischen Symphonic-Metal-Vorreiter Therion.

Parallel zum aggressiven Thrash Metal und Speed Metal etablierte sich in den 1980ern von den USA aus der Glam Metal (auch abwertend Hair Metal, Poser Metal oder Cock Rock genannt). Er übernahm musikalische Elemente des Metal und verknüpfte sie mit dem Auftreten und Image des Glam Rock. Die bekanntesten Vertreter dieser Richtung sind Alice Cooper, Poison, Mötley Crüe sowie Bon Jovi. Die Musikrichtung dominierte die Mainstream-Charts bis zum Aufkommen des Grunge Anfang der 1990er, unter dessen Popularität auch die des Metal allgemein litt[8].

Aus dem Thrash Metal entwickelte sich wenig später der Death Metal mit Bands wie Paul Speckmanns Bands Master und Death Strike, Possessed, die Band Death des als „Godfather of Death Metal“[11] geltenden Chuck Schuldiner, Morbid Angel und Autopsy, deren Musik noch aggressivere Züge trug. Ende der 1980er vermischte die Szene, die den Thrash Metal bis auf wenige Bands wie Slayer verdrängte[12], sich mit der aus dem Punk entstandenen Grindcore-Szene, als Musiker aus Metal-Bands Mitglieder von Grindcore-Bands wurden bzw. selber Grindcore-Bands gründeten und so ihre musikalischen Einflüsse aus dieser Musikrichtung einbrachten, und bestehende Grindcore-Bands Elemente aus anderen Stilen in ihre Musik einbrachten und umgekehrt die von ihnen behandelten gesellschaftsbezogenen Themen in den Death Metal, der sich mit ursprünglich todesbezogenen Themen beschäftigte.

In Lateinamerika wurden Bands wie Sepultura, Sarcófago, Vulcano oder Krisiun aus Brasilien bedeutende Vertreter des extremen Metal. In Osteuropa entstand noch zu Zeiten des Eisernen Vorhangs eine Metal-Szene mit den Schwerpunkten Thrash Metal (Kat, Kruiz, Shah), Death-/Thrash Metal (Vader, Krabathor) und Black Metal (Root, Törr, Master’s Hammer, früher Behemoth).

Ab 1990[Bearbeiten]

Als zu Anfang der 1990er die Ära des Hairspray Metal im Zuge der Grunge-Welle schnell endete, hatten auch die anderen Metal-Stile den Zenit ihres Erfolges überschritten. Angesichts des Rückzuges des Metal in den Untergrund titelte das Rock-Hard-Magazin sogar: „Ist der Metal tot?“. Der Mainstream wurde von nun an von Pop, Techno, Contemporary R&B und Hip-Hop dominiert. Im Untergrund setzte jedoch gleichzeitig eine Stilexplosion ein, wobei sich die skandinavische Metal-Szene als dominierend erwies.

Als Gegenbewegung zum populär werdenden Death Metal und in Anlehnung an ältere Bands wie Celtic Frost und Bathory bildete sich ab den späten 1980er Jahren eine internationale Untergrund-Szene. Aufmerksamkeit erregte dabei insbesondere die Black-Metal-Szene Norwegens, die sich ab 1991, nach dem Suizid des Mayhem-Sängers Per Yngve „Dead“ Ohlin, um Mayhems Gitarristen Øystein „Euronymous“ Aarseth und dessen Schallplattenladen Helvete formierte.[13] Der theistische Satanist Euronymous prägte das Gedankengut des Black Metal entscheidend[14] und gilt daher als „Vater“ der Bewegung, mit Bands wie Darkthrone, Immortal, Emperor und Burzum, und Initiator der sogenannten „zweiten Welle des Black Metal“. Anfang bis Mitte der 1990er erlangte diese Szene öffentliche Aufmerksamkeit vor allem aufgrund von Kirchenbrandstiftungen, mit denen Varg Vikernes von Burzum gegenüber der Zeitung Bergens Tidende prahlte[15], und extremen Interview-Aussagen. Als Ende der damaligen Szene wird die Ermordung Euronymous’ durch Vikernes angesehen, der sich vom Satanismus ab- und einer rechtsextremen Auslegung des Neuheidentums zuwandte. Im Mainstream erlangte von den norwegischen Black-Metal-Bands trotz der Kommerzialisierung ihrer bekanntesten Vertreter ab Mitte der 1990er Jahre[16] nur Dimmu Borgir eine gewisse Bekanntheit – wie auch Cradle of Filth aus England wird sie vom Untergrund jedoch als „untrue“ angesehen, da sie sich dabei stilistisch und ideologisch vom traditionellen Black Metal entfernte. Diese Bands werden daher dem Dark Metal zugeordnet.

Weitere durch die Black-Metal-Bewegung hervorgegangene Strömungen sind der Pagan Metal und der Viking Metal. Den Grundstein dafür legte die schwedische Band Bathory mit ihren Alben Blood Fire Death, Hammerheart und Twilight of the Gods, auf denen sie Elemente klassischer Musik und skandinavischer Folklore in ihre Musik integrierte. Vor allem die Frühwerke der bedeutenderen Bands dieser Strömungen sind oft „rauer, primitiver und schnörkelloser“[17] als ihre späteren Aufnahmen und damit den Black-Metal-Wurzeln näher, wohingegen ein anderer Teil sich stärker am Folk Metal orientiert. Die ersten Pagan-/Viking- und Folk-Metal-Alben entstanden jedoch unabhängig voneinander, weshalb Fenriz von Darkthrone Bathorys Alben explizit vom Folk Metal abgrenzt.[18] Das erste Folk-Metal-Album war The Wayward Sons of Mother Earth, das 1991 veröffentlichte Debütalbum von Skyclad aus Newcastle, das Thrash Metal mit Einflüssen von Bands wie New Model Army oder Thin Lizzy kombinierte und erstmals im Metal die Fiddle als Leadinstrument einsetzte. Beide Stile gewannen – zusammen mit dem vom Folk Metal nur schwer abgrenzbaren Mittelalter-Rock – seit Mitte der 1990er immer mehr an Popularität. Die vermutlich bekanntesten Vertreter sind neben den genannten Bands Cruachan, Finntroll, Korpiklaani, Elvenking, Eluveitie, In Extremo und Subway To Sally.

Anfang der 1990er nahm in Schweden die New Wave of Swedish Death Metal ihren Anfang. Während Dismember oder Entombed eine betont raue Variante des Death Metal popularisierten, verwendeten Hypocrisy vermehrt melodischere Passagen. In Göteborg entstand ausgelöst von At the Gates die sogenannte Göteborger Schule, der Melodic Death Metal, der die Brutalität des Death Metal mit den melodischen Elementen der NWoBHM verband. Bands wie In Flames und Dark Tranquillity verhalfen diesem Stil zum europaweiten Durchbruch.

Durch die Vermischung von Thrash Metal, Industrial Metal und Hardcore Punk mit den elektronischen Musikrichtungen Noise, Gabber und Drum and Bass entwickelte Atari Teenage Riot mitte der 1990er die Musikrichtung Digital Hardcore, die mit linksradikalen Texten für Furore (nicht nur) in der Metalszene sorgte.

Die Gothic-Kultur hatte in den 1990ern eine große Relevanz für diese gesamte Subkultur entwickelt. Einige Bands wie beispielsweise Paradise Lost übernahmen Merkmale des Gothic Rock in den Metal und führten so den Gothic Metal neu in die Szene ein.

Nergal (Adam Darski) und Seth (Patryk Sztyber) von Behemoth, 2007

Wichtig war ab den 1990er Jahren für die deutsche Metal-Szene das Plattenlabel Nuclear Blast, das trotz aller „Ausverkaufs“-Vorwürfe einerseits viele bereits erfolgreiche Bands der europäischen Szene unter Vertrag nahm, andererseits aber auch ein glückliches Händchen bei der „Entdeckung“ erfolgversprechender neuer Bands wie Children of Bodom bewies.

1993 initiierte die Band Earth mit ihrem Album Earth 2: Special Low-Frequency Version die Entstehung des Drone Doom.[19] Die bekanntesten Vertreter dieser Stilrichtung sind heute die 1998 gegründeten, amerikanischen Sunn O))).

In der zweiten Hälfte der 1990er Jahre entstand auch der Symphonic Metal, der orchestrale Elemente einsetzt, mit Bands wie Nightwish, deren ehemalige Sängerin Tarja Turunen ausgebildete Sopranistin ist und diesem Gesangsstil zum Erfolg in der Metal-Szene verhalf, und Within Temptation.

Während der Metal in Europa – Deutschland stellt mit dem Wacken Open Air das wichtigste Festival der Szene – lebendig blieb, sah sich die nordamerikanische Szene mit einer Stagnation konfrontiert, auch wenn Bands wie Manowar, Megadeth oder Slayer eine unverändert große weltweite Popularität genossen.

Das sollte neben verschiedenen als Crossover betitelten Bands wie den sehr erfolgreichen Faith No More der Grundstein für den Nu Metal sein. Jene Musikrichtung, ausgehend von den USA, gestaltete sich zu einem prägenden Trend der ausgehenden 1990er. Hauptsächlich losgetreten von Bands wie Korn, Deftones und Limp Bizkit und später durch Slipknot und Linkin Park weitergeführt, konnte man sich gegenüber der dominierenden Black Music sogar in den Charts behaupten. In der – von nun als „klassisch“ oder „traditionell“ wahrgenommen – bisherigen Metal-Szene beäugte man den Erfolg dieser Musik allerdings tendenziell skeptisch, da sie kaum Bezüge zur alten Metal-Szene hatte, ihre Einflüsse eher vom Hardcore und Hip-Hop stammten und sie ein deutlich kommerzielles Potential aufwies.

Ab 2002 ließen die Verkaufszahlen der meisten Nu-Metal-Bands dann stark nach[20], während in einem Prozess, der an den Cock-Rock-/Grunge-Umschwung zehn Jahre zuvor erinnerte, ausgehend von der Hardcore-Szene der Metalcore an Bedeutung gewann. Diese New Wave of American Heavy Metal, angeführt von Bands wie zum Beispiel Killswitch Engage oder Chimaira, vermengte Einflüsse des Hardcore mit klassischem Metal, besonders dem aggressiven Thrash Metal der Marke Slayer oder dem schwedischen Melodic Death Metal.

Musikalische Merkmale[Bearbeiten]

Metal kann als Austreibung des Blues aus dem Rock definiert werden.[21] Musikalisch zeigt der Metal sowohl Einflüsse aus der klassischen[22][23] als auch der Unterhaltungsmusik, wobei deren Anteile in den einzelnen Subgenres variieren und der Metal bis auf eine kurze erfolgreiche Phase um das Jahr 1987 nicht als populäre Musik definierbar ist[24]. Neben der Musik geben viele Künstler aber auch ihren Albencovern und ihren Shows ein Augenmerk, so dass den Metal auch eine visuelle Komponente prägt.

Instrumentierung[Bearbeiten]

Metal wird nur selten von Einzelkünstlern, sondern primär von Bands vorgetragen. Die Standardbesetzung bilden hier Schlagzeug (oft mit Doublebassdrum), E-Bass, Rhythmusgitarre (auf welche teilweise verzichtet wird), Leadgitarre und Gesang, welcher manchmal auch von einem der Instrumentalisten übernommen wird. In einigen Subgenres werden außerdem beispielsweise Keyboards bzw. Synthesizer eingesetzt, allerdings selten als Lead-Instrument. Auch andere Instrumente werden häufig eingesetzt, so sind zum Beispiel Flöten oder Geige bzw. Fiddle oft das Lead-Instrument im Folk Metal.

Die E-Gitarren spielen im Metal eine Schlüsselrolle. Hohe Verstärkung, Verzerrung, ein Equalizer, der die Höhen sowie die tieferen Bässe betont, und auch einige andere elektronische Effekte gelten als obligatorisch, und schaffen eine insgesamt druckvolle Klangfarbe. Für den druckvollen Klang besitzen die Gitarren i.d.R. Humbucker. Vereinzelt verwenden Bands siebensaitige Gitarren, darunter Morbid Angel, Dream Theater und Korn. Es kommen aber auch Bands vor, welche auf Gitarren verzichten und stattdessen verzerrte Bässe wie eine Gitarre verwenden, eine Band ist die griechische Black-Metal-Band Necromantia, die u.a. einen achtsaitigen Bass benutzt. Gitarrensoli sind in den meisten Substilen des Metal ebenfalls eine Selbstverständlichkeit. Oft verwendete Techniken sind hier Sweep Picking und Tapping, und im Allgemeinen spielt Virtuosität in Form hoher Spielgeschwindigkeit eine wichtige Rolle.

Der Gesang reicht in den einzelnen Metal-Stilen von klarem Gesang in den traditionelleren Metal-Stilen über Sprechgesang (größtenteils im Nu Metal) bis hin zu verzerrtem Gekrächze und gutturalem Gesang (Growling, Shouting und Screaming) im Black oder Death Metal. Vor allem bei letzteren Stilen ist es oft schwer, die Texte zu verstehen. Der cleane, d. h. saubere, Gesang ist nicht selten sehr hoch (vor allem beim Power Metal) bis teilweise sogar zum Falsett.

Melodik und Harmonik[Bearbeiten]

Beispiel eines typischen Metal-Riffs mit äolischer Progression in I-VI-VII (Am-F-G): Das Haupt-Riff von Judas Priests Breaking the Law. Hörbeispiel?/i

Ein Merkmal des traditionellen Metal, der das Genre von anderen der Rockmusik entstammenden Musikstilen unterscheidet, sind modale Skalen, auch bekannt als Kirchentonleitern – beispielsweise verwenden Metallica sehr häufig den phrygischen Modus. Insbesondere der Äolische Modus und andere Molltonarten dominieren viele Lieder.[25] Konkret zeigt sich das in Chordprogression wie I-VI –VII, I VII-(VI) oder I-VI –IV- VII oder manchmal I- minor V-I, z. B. Judas PriestBreaking the Law (Haupt-Riff: I- VI-VII), Iron MaidenHallowed Be Thy Name (Hauptrhythmusmuster: I- VI-VII), AcceptPrincess of the Dawn (Haupt-Riff: I- VI-VII)

Neben modalen Skalen fließen oft auch andere Tonleitern in die Soli und Melodien ein. So spielen viele klassisch inspirierte Gitarristen in Harmonisch Moll (beispielsweise Yngwie Malmsteen oder Uli Jon Roth[26]). Ebenfalls sehr beliebt sind die Pentatonik und auch die Bluestonleiter. Einige Gitarristen benutzen die Tonleitern in melodischen Licks über modalen Akkorden, z. B. Tony Iommi[27], Ritchie Blackmore[28], K. K. Downing[29], Glenn Tipton[30] und Wolf Hoffmann[25]. Obwohl ein sehr simples System, setzen Gitarristen wie Zakk Wylde und Angus Young die Pentatonik in vielfältiger Weise ein. Es ist erwähnenswert, dass Metal vom Hard Rock insbesondere dadurch unterschieden wird, anstelle der Blues-Skala besagte andere Tonleitern zu verwenden.

Beispiel einer harmonischen Progression mit Tritonus(G-C#): Das Haupt-Riff des Liedes Black Sabbath.

Ein harmonisches Markenzeichen vieler Metal-Stile ist der Gebrauch spannungsreicher Tonbeziehungen, wie z. B. der Chromatik oder – wie viele Musiker und Experten herausgestellt haben – des Tritonus.[31][32] Letzteres dissonante Intervall wurde in der mittelalterlichen Musik strikt vermieden. Es wurde von Mönchen als Diabolus in musica (lat. ‚Teufel in der Musik‘) bezeichnet, da es dem Hörer im Allgemeinen einen „bedrückenden“, „erschreckenden“ oder „bösen“ Klang suggeriert, weswegen Künstler es in Riffs und Soli ausgiebig nutzen.

Metal benutzt extensiv den Orgelpunkt als harmonische Basis. Ein Orgelpunkt ist eine anhaltende oder rhythmisch wiederholte Note, typischerweise im tieferen Tonbereich, über welcher in einem anderen Tonbereich eine oder mehrere freie Harmonien gespielt wird. Metal-Riffs bauen häufig auf einer persistent wiederholten Note auf, die auf den unteren Saiten der Gitarre oder des Basses gespielt wird (meistens E-, A-, oder D-Saiten). Anders ausgedrückt: Eine bestimmte Bassnote wird andauernd wiederholt, während einige unterschiedliche Akkorde gespielt werden, die diese Bassnote normalerweise nicht enthalten würden. Z. B. das Eröffnungsriff von Judas Priests You’ve Got Another Thing Comin' – hier spielt eine Gitarre den Orgelpunkt in F#, während die andere die Akkorde spielt. Im Black Metal wird der Orgelpunkt vorzugsweise vom Bass, seltener von der Gitarre selbst gespielt.

Ein harmonisches Genremerkmal bilden Powerchords. Sie bestehen aus einer Basisnote und einer reinen Quinte, zuzüglich der Basisnote eine Oktave höher. Manchmal werden auch andere Powerchords mit einem anderen Intervall statt der traditionellen reinen Quinte verwendet,[33] z. B. mit der reinen Quarte, der kleinen oder großen Terz, der verminderten Quinte oder der kleinen Sexte.

Rhythmus und Tempo[Bearbeiten]

Wechselnde Taktarten in Metallicas Titel One – Der Titel beginnt mit einer gezupften Akustikgitarre im 4/4-Takt und geht über den 2/4-Takt und den 3/4-Takt in Powerchords im 6/4-Takt über, um dann wieder in den 3/4-Takt zu wechseln.

Im Metal wird hauptsächlich der 4/4-Takt verwendet, andere Taktarten sind aber keinesfalls ausgeschlossen. So wechselt der Takt in Metallicas Lied One (siehe Noten und *Speaker Icon.svg) mehrere Male. Metal-Balladen stehen nicht selten im 6/8-Takt, nicht zuletzt weil dieser Takt sich gut für Akkordzerlegung (Arpeggi) eignet (siehe Nothing Else Matters von Metallica).

Häufig (vor allem im Death-Metal- und im Progressive-Metal-Bereich) macht man von vielen komplexen Tempo- und Taktartwechseln Gebrauch, um mehr Abwechslung in die Musik zu bringen. Auf diese Weise wirken die Lieder manchmal (gewollt) uneingängig.

Ein bestimmendes Merkmal des Metal sind Staccatorhythmen, häufig durch Palm Muting (das teilweise Abdämpfen der Saiten mit der Schlaghand) realisiert. Die rhythmischen Figuren des Metal sind typischerweise relativ lang.

Die Länge und der Aufbau eines Metal-Stücks kann stark variieren und hängt von Genre ab; Grindcore-beeinflusste Bands schreiben eher kürzere Titel, die mitunter kürzer sind als eine Minute, die Band Napalm Death hält mit dem knapp über eine Sekunde langen Lied You Suffer den Rekord des kürzesten Lieds der Welt. Im Bereich von Progressive Metal, Doom Metal, Post Metal, Black Metal und Pagan Metal sind Lieder anzutreffen, welche über eine halbe Stunde andauern und aus sich langsam aufbauenden Passagen bestehen. Ein Beispiel dafür ist das Album Viides Luku – Hävitetty der Band Moonsorrow, welches zwei etwa halbstündige Stücke beinhaltet. Die Alben der japanischen Doom-Band Corrupted enthalten regelmässig über 30 Minuten lange, gelegentlich auch nur einen einzigen, über 70 Minuten langen Titel. Weitere Bands mit über 20 Minuten langen Liedern sind die Progressive-Metal-Band Dream Theater sowie die Ein-Mann-Band Paysage D’Hiver, das extremen Metal mit langen Ambient-Passagen verbindet.

Stilarten[Bearbeiten]

Substile[Bearbeiten]

Ein Schema der verschiedenen Metal-Genres und ihre Verknüpfungen

Die Unterscheidung verschiedener Substile stellt heute einen wichtigen Aspekt des Szenelebens dar. Während einerseits viele Fans sich ein komplexes Schema von Genre ausarbeiten, kritisieren andere Fans derartige Kategorisierungsversuche als sinnlos und einschränkend.[34]

Dem ursprünglichen Heavy Metal – vor allem dem der NWoBHM – ist heute der Power Metal am nächsten. Vor allem ältere Metal-Anhänger zählen noch den Hard Rock selbst zum Heavy Metal, da letzterer sich aus diesem entwickelt hatte, was die Abgrenzung beider Genres anfangs erschwerte. Massenkompabilität erreichte aus diesem Bereich besonders der Glam Metal, der eher dem Hard Rock als dem Metal zuzuordnen ist.

Der Speed Metal und der Thrash Metal gehen von diesem Bereich fließend über in das weite Feld des Extreme Metal. Wichtig sind dort der Death Metal und der Black Metal, gelegentlich wird auch der Doom Metal dazu gezählt.

Es existieren zahlreiche weitere Substile – z. B. Progressive Metal, Folk Metal – und die Übergänge sind untereinander meist fließend. Beispiele für Übergänge zu anderen Musikarten sind der Gothic Metal, der Industrial Metal, der Nu Metal, der Folk-, Pagan- und Viking Metal, der Grind- und der Metalcore.

Eric Adams, Sänger der True-Metal-Band Manowar, 2002

Während es einerseits ein starkes Gemeinschaftsgefühl unter den Metal-Fans gibt, herrschen besonders zwischen den fanatischeren Anhängern einzelner Richtungen oft Animositäten. Die Strömungen definieren sich in vielen Fällen nicht nur rein musikalisch, sondern hinter ihnen stehen nicht selten auch eigene Subszenen im Metal. In einigen Fällen wird die Ideologie sogar als einziges Kriterium zur Unterscheidung verwendet, so zum Beispiel beim christlichen Metal, der sich ausschließlich über den christlichen Hintergrund seiner Texte definiert, aber in musikalischer Hinsicht praktisch das ganze Spektrum der Metal-Substile abdeckt. So werden Bands mit typischem, nordisch inspiriertem Black-Metal-Klang, aber christlichen Texten, aufgrund der satanistischen Prägung des Black Metal als mit diesem Begriff unvereinbar gesehen und deshalb auch als „Unblack Metal“ bezeichnet. Ähnlich sind auch Richtungen wie True Metal und Viking Metal entschieden durch ihr Gedankengut bestimmt. Besonders umstritten innerhalb der Metal-Szene sind der Glam Metal[35] und der Nu Metal[35], da diese mehr am Mainstream orientiert sind als die meisten anderen Stile des Metal. Insbesondere True-Metal-Bands wie Manowar stehen diesen Substilen sehr ablehnend gegenüber und bezeichnen sie abwertend als False Metal sowie deren Anhänger als Poser. Andererseits sind Vertreter des musikalisch von anderen Substilen nicht klar abgrenzbaren True Metal immer wieder dem Vorwurf der Selbstüberschätzung ausgesetzt, da sie für sich beanspruchen würden, die „wahren Metalheads bzw. Metaller“ zu sein und sich somit nach Auffassung von Kritikern der Lächerlichkeit preisgäben.

Rezeption[Bearbeiten]

Innere Rezeption[Bearbeiten]

Slayer live im Jahre 2007; v.l.n.r: Jeff Hanneman, Tom Araya und Kerry King

In den Augen der Fans zeichnet sich die Musik vor allem durch ihre Intensität und Authentizität aus. Erstere Eigenschaft lässt sich vor allem mit ihrer Lautstärke, ihrem straffen Rhythmus, der oft hohen Geschwindigkeit, ihrem Spiel von Dissonanz und Konsonanz sowie ggf. anderen Elementen wie Komplexität und Virtuosität begründen[24]. Der Hang zum Authentischen zieht sich durch die gesamte Subkultur und drückt sich unter anderem in dem Anspruch an die Musiker aus, dass sie ihre Musik selber schreiben und sich nicht durch kurzlebige Trends beeinflussen lassen. Zwischen den Bands und Fans bestehen trotz klarer Grenzen enge Verbindungen, was auch als Merkmal der Folk-Musik gilt, weshalb auch die Existenz eines folkloristischen Ideals im Metal oder sogar die Einordnung des Metal als Folk-Musik (über den Folk Metal hinaus) diskutiert werden.[24] Im Gegensatz zum kurzlebigen Pop, in dem den jeweils neuesten Liedern gegenüber älteren Priorität eingeräumt wird, zeigt sich im Metal ein starkes musikalisches Traditionsbewusstsein[24] sowohl im Aufgreifen von Folk- und klassischer Musik[24][23] als auch hinsichtlich der Klassiker der jeweiligen Subgenres. Fällt eine Band unter Verdacht, „kommerziell“ zu sein (wofür insbesondere bei extremeren Substilen häufig bereits geringer kommerzieller Erfolg ausreicht), so betrachten das oft nicht wenige Metal-Fans als „Verrat“ am Metal.

Verhältnis zu anderen Subkulturen[Bearbeiten]

Charles Hedger, Gitarrist bei Cradle of Filth, auf dem Metalmania Festival 2005

In den Anfangstagen des Metals wurde das Genre selbst innerhalb der noch deutlich weniger als heute ausdifferenzierten Rockkultur als geringwertig angesehen. Noch bis in die 1990er Jahre charakterisierte das in Deutschland einflussreiche „Rock-Lexikon“ von Barry Graves und Siegfried Schmidt-Joos (Heavy) Metal als „extrem verstärkten, bombastischen Rocksound, der vor allen Dingen weiße, junge Männer aus niederen Bildungsschichten mit Sexualängsten anzog“ und attestierte dem Genre einen „ohnehin limitierten musikalischen Gehalt.“[36]

In der Szene ist häufig eine Abneigung gegenüber „nicht handgemachter“ Musik verbreitet. So halten Hip-Hopper in der Metal-Szene häufig als Feindbild her, ihre musikalischen Vorlieben werden als niveaulos oder oberflächlich angesehen. Die teilweise vorgenommene Stereotypisierung der Hip-Hopper zu aggressiven, wenig intelligenten Proleten wird von vielen Webseiten auf satirische Art und Weise bis ins Extrem geführt, von vielen Metal-Anhängern aber als intolerant abgelehnt. Andererseits kommt es immer wieder auch zu Kollaborationen mit Musikern aus anderen Bereichen, wie z.B. aus dem Hip-Hop, besonders im Crossover (Anthrax) oder im Nu Metal (Korn, Limp Bizkit).

Aufgrund sich teilweise überschneidender Hörgewohnheiten treten Metal-Fans beispielsweise auf Festivals und Konzerten häufig in Kontakt zu Goths, Punks, Rockern, Fans härterer elektronischer Musik, Hardcore-Fans oder anderen Vertretern des alternativen Spektrums der Musik. Zu musikorientierten Subkulturen außerhalb des alternativen Spektrums existieren grundsätzlich keine besonders gefärbten Kontakte.

Verhältnis zur Öffentlichkeit[Bearbeiten]

Dimmu Borgir 2005 auf dem Tuska-Festival

Während einige Bands aus dem Metal-Bereich und – abhängig von Trends und dem jeweiligen Zeitgeist – auch ganze Sparten in der Öffentlichkeit Gehör finden und ihre Musik von einem breiten Publikum konsumiert wird, wird der Metal auch mit vielen Vorurteilen verbunden.

Kritische Blicke von Außenstehenden werden durch vielerlei Faktoren ausgelöst. Ein gewisses Unwissen zeigt sich beispielsweise darin, dass manche Menschen einen Metaller nicht von einem Punk oder Goth unterscheiden können. Die oftmals langen Haare wurden als feminin und bei Männern als obskur aufgefasst, da in Europa moderne Männer grundsätzlich Kurzhaarfrisuren trügen. Die Toleranz ist allerdings seit den 1960ern generell größer geworden.

Ähnlich wie gewaltthematisierende Filme, Comics oder Computerspiele wird auch Metal manchmal als jugendgefährdend eingestuft. Dabei wird davon ausgegangen, dass der Metal mit seiner Tendenz zur Thematisierung von konfliktreichen Aspekten des Lebens negative Auswirkungen auf die Psyche von Jugendlichen haben kann. Das geht teilweise soweit, dass Metal für Suizide oder Amokläufe von Jugendlichen verantwortlich gemacht wird. Mehrfach standen so schon Bands wie Marilyn Manson oder Slipknot am Pranger.

Besonders in den 1960ern tendierte man dazu, Rockmusik generell als verdummenden, primitiven Krach zu bezeichnen, welcher sich schädigend auf die Moral der Hörer auswirken würde. Während diese Einstellung aus dem Alltag weitestgehend verschwunden ist, lebt sie als übertriebenes Klischee weiterhin fort, beispielsweise in den Zeichentrickfiguren Beavis and Butt-Head.

Ein populärer Mythos sind die sogenannten Rückwärtsbotschaften. Angeblich wurden in Metal-Titeln rückwärts aufgenommene Tonbotschaften versteckt, die den Hörer unterbewusst beeinflussen würden. Die Existenz solcher versteckter Botschaften wurde jedoch bis heute nicht nachgewiesen, die Wirkung als Methode mentaler Beeinflussung sogar durch wissenschaftliche Studien widerlegt. Allerdings machen sich einige Bands diesen Mythos zu eigen und platzieren absichtlich rückwärts gesprochene Nachrichten auf ihren Alben.

Weiterhin existent ist die Vorstellung, in der Metal-Szene bestehe ein Hang zum Satanismus. Dieser oder andere Formen des Okkultismus spielen in den meisten Sparten keine ernsthafte Rolle, sie dienen in der Regel allenfalls zur bewussten Provokation[37][38][39][40] und Rebellion und der Betonung der eigenen Freiheit[38][40], wenngleich viele Metal-Fans tendenziell eher kirchenkritisch eingestellt sind bzw. Religion ablehnen. Eine ernsthafte Beschäftigung mit dem philosophischen sowie religiösen Satanismus ist beinahe ausschließlich im Black Metal auffindbar, bei dem ein religiöser Hintergrund als allgemein gegeben anzusehen ist[41][42].

Die „Pommesgabel“ bei einem Konzert

Ein in sehr weite Bereiche der Populärkultur eingegangener Teil der Metal-Kultur ist hingegen die im deutschen Sprachraum meist Pommesgabel oder Frittenstecher genannte Mano cornuta. Dieser Handgruß wurde durch Konzerte von Ronnie James Dio populär und wurde auch in anderen Bereichen der Rockmusik bekannt. Die Pommesgabel als Begrüßung ist allerdings in der Szene umstritten und wird oft Posern zugeschrieben, die sich damit als Metaller zeigen wollen. Es gibt Quellen, die aussagen, dass die Pommesgabel den Kopf des Satans darstellen soll. Bei Konzerten wird sie im Takt gezeigt. Oft ist das mit Headbangen verbunden.

Einige Metal-Bands können sich über Jahre hinweg eines hohen Bekanntheits- und Beliebtheitsgrades erfreuen. Beispiele dafür sind Black Sabbath, Iron Maiden, Metallica, Megadeth, Judas Priest, Slayer oder Manowar. Allgemein hat die Bedeutung des Metal im kommerziellen Mainstream aber im Laufe der Zeit geschwankt. Während in den 1970ern die New Wave of British Heavy Metal kommerzielle Erfolge hatte, war in den 1980ern vor allem der so genannte Glam Metal ein extrem dominanter Bestandteil der Musikcharts. Obwohl dieser von Teilen der Szene als kommerziell abgelehnt wurde, prägte er seinerzeit dennoch das Bild des Metal als einen auf sexuellen Exzentrismus fokussierten, oberflächlichen Musikstil. Nachdem dieser seine Massenpopularität verloren hatte, spielte im Mainstream der Metal nur noch ein sehr geringe Rolle. Kommerziell erfolgreich wurde Metal auf breiterer Basis erst wieder Mitte der 1990er durch die Vertreter des Nu Metal.

In Norwegen ist der Black Metal mit seiner Kultur und seinen Akteuren sogar ein fester Begriff und findet breites Interesse in den Medien. Die meisten Menschen dort kennen Bands wie Darkthrone oder Emperor zumindest vom Namen her, das Osloer Inferno Metal Festival Norway wurde im Fernsehen übertragen.

Kultur[Bearbeiten]

Während zahlreiche Bands allgemein bekannt sind und den Musikstil Metal auch einem sehr großen Publikum zugänglich gemacht haben, sind viele Stilrichtungen des Metal reiner Untergrund, dort ist Metal nicht nur eine musikalische Kunstform, sondern zugleich auch Selbstausdruck dahinter stehender Subkulturen, ihres Gedankengutes und ihrer Ideale. Nicht nur musikalisch finden diese Ausdruck, sondern z.B. auch in verschiedenen Kleidungsstilen, erwähnenswert sind hier sicher Band-Shirts[43].

Politische Ansichten[Bearbeiten]

Mille Petrozza, Sänger von Kreator, auf einem Konzert 2005 in Mailand

Die politische Gesinnung innerhalb der Szene weicht nicht allgemein von der der übrigen Gesellschaft ab. Generell definiert sich die Szene nicht als politisch, Teile davon setzen sich jedoch kritisch mit Gesellschaftsordnungen und politischen Kontexten auseinander.

Einige Bands vertreten explizit linke politische Ansätze, beispielsweise Napalm Death, Misery Index, Dying Fetus, Heaven Shall Burn, Carcass und Kreator. Auf der anderen Seite findet sich in Teilen der Szene auch ein Hang zum Rechtsextremismus, insbesondere im National Socialist Black Metal (NSBM), der in den 1990er Jahren aus einem Teil der Black-Metal-Szene entstand, sich teilweise von dieser isolierte und enge Kontakte zum Rechtsrock-Milieu pflegt. Bekannte Vertreter dieser Strömung sind u. a. Graveland und Absurd.

Daneben gibt es in der Ästhetik des Metal auch eine Tradition des Umgangs mit heidnischer, völkischer bis hin zu rechtsextremer Symbolik, auch ohne einen rechtsextremistischen Hintergrund.

Auftreten[Bearbeiten]

Metal-Fans mit Kutten

In der Szene lassen sich bestimmte Präferenzen in Bezug auf Kleidung und Styling beobachten, die je nach Subgenre und Zeit stark variieren können.

Lange Haare sind nach wie vor, insbesondere im traditionellen Bereich der Metal-Szene, weit verbreitet. Typische Kleidungsstücke sind darüber hinaus vor allem T-Shirts mit Schriftzug, Album-Cover oder Symbolik einer Band als Aufdruck, wodurch man seine subkulturelle Zugehörigkeit zu erkennen gibt.[44] Traditionell von Bedeutung war die ab 1980 von englischen Rocker-Clubs in die Metal-Szene übernommene[45] Kutte, eine Jeans- oder Lederweste, auf der Metal-Fans diverse Aufnäher anbringen, um ihre musikalischen Präferenzen und andere Einstellungen deutlich zu machen. Vor allem im Power Metal trifft man auf enge, schwarze Lederkleidung. Diese wurde in den 1980ern in der Szene durch Judas-Priest-Sänger Rob Halford populär, der diesen Stil wiederum der Rocker-[43] und BDSM-Szene entnommen hatte[43][46], mit dem Auftreten der Band die Grenzen zum Homoerotizismus überschritt[47] und sich als erster Metal-Sänger öffentlich zu seiner Homosexualität bekannte.

Im Bereich Schmuck ist Silberschmuck in Form von Ketten, Ringen und Ohrringen beliebt, vor allem jedoch Leder- und Nietenschmuck, wie Gürtel, Armband oder Halsband.

Visualisierungen[Bearbeiten]

Bühnenaufbau von Iron Maiden mit Eddie im Hintergrund

Typisch für viele Metal-Genres ist die große Rolle, die die optische Präsentation des musikalischen Materials spielt. Die Cover und Beihefte sind relativ oft mit komplexen Zeichnungen zur Untermalung der Thematik bzw. der Atmosphäre auf optischer Ebene gestaltet. Auf den Covers wird meist auf Bilder der jeweiligen Band verzichtet. Dagegen besitzen manche Gruppen eigene Maskottchen, denen eine zentrale Position auf dem Plattencover zukommt. Das bekannteste Beispiel ist der Zombie Eddie von Iron Maiden, aber auch andere Bands wie Motörhead (Snaggletooth), Megadeth (Vic Rattlehead) oder Running Wild (Adrian) verwenden zur Visualisierung die immer gleichen Figuren. Im Gegensatz dazu sind beispielsweise im Pop-Bereich mehrheitlich Fotoaufnahmen der Künstler auf den CD-Covers anzutreffen.

Das seit ihren Anfangstagen bis heute kaum veränderte Logo Megadeths

Ein weiterer für den Metal typischer Aspekt ist die Art der Darstellung der Bandnamen auf Plattencovern und Merchandising-Artikeln. So stellen viele Bands ihren Namen in einer leicht voneinander abzugrenzenden Art dar und behalten diese Darstellung über die Jahre bei. Vorwiegend im Death- und Black Metal finden sich auch bis zur Unleserlichkeit verzierte Schriftzüge von Bandnamen, die teils nur noch von „Eingeweihten“ entziffert werden können.

Szenemedien[Bearbeiten]

Die Bandbreite an Printmedien ist im Metal im Vergleich zu anderen Szenen relativ umfangreich. Einer der Vorreiter war seit 1980 das niederländische Blatt Aardschok das als erste Publikation ausschließlich über Metal berichtete (wobei dieser nicht vom Hard Rock abgegrenzt wurde)[48], seit 1981 erschien in englischer Sprache Kerrang!. Neben den beiden größten deutschsprachigen Publikationen, der ursprünglich eher auf traditionellen Metal ausgerichteten Zeitschrift Rock Hard und dem Metal Hammer gibt es noch zahlreiche kleinere Zeitschriften, wie Metal Heart, Heavy, das Eternity Magazine, oder auch die auf extremere Spielarten spezialisierte Zeitschrift Legacy. Außerdem widmen sich einige Fans dem Vertrieb eigener Fanzines. Diese zählen neben Konzerten[49][50], Festivals[51] und Tape-Trading[49] zu den wichtigen Kommunikationswegen unter Metallern[49].

In den 1980er und 1990er Jahren gab es auch Fernsehsendungen, die sich mit dem Metal beschäftigten, dazu gehörten u. a. Hard 'n Heavy (musicbox/Tele 5, 1983-1991), moderiert von Annette Hopfenmüller, MOSH (RTL Plus, 1988-1989), moderiert von Sabina Classen (Holy Moses) und Götz Kühnemund, Metalla (VIVA, 1993-1998), moderiert von Ralph Krieger, Adam Turtle und Markus Kavka, und Virus (VIVA2, 1998-1999).

International wurde vor allem die Sendung Headbangers Ball populär. Sie wurde in den USA (MTV, 1987-1995), moderiert von Kevin Seal (1987-1988), Adam Curry (1988-1990) und Riki Rachtman (1990-1995), und parallel dazu in Europa (MTV Europe, 1990-1997), moderiert von Kristiane Backer (1990) und Vanessa Warwick (1991-1997), ausgestrahlt.

Seither sind spezifische Heavy-Metal-Sendungen im Fernsehen sehr selten anzutreffen. Als eine der letzten Sendungen wurde das unmoderierte Hell’s Kitchen auf VIVA abgesetzt, das in halbstündiger Laufzeit Videoclips präsentierte. Videos werden gegenwärtig auf label-eigenen DVDs vertrieben, als Beilage der obengenannten Zeitschriften oder vor allem über Label-Kanäle und Band-Profile bei Videoplattformen wie YouTube oder MySpace veröffentlicht. In diesem Zusammenhang tragen auch Online-Magazine zur Verbreitung der Videos bei. Das Internet konnte sich mit Online-Magazinen wie Powermetal.de, Vampster oder metal.de und -Communitys (Foren, etc.) als weiteres wichtiges Kommunikationsmedium etablieren. In Regionen, wo es mitunter keine Live-Auftritte gibt, kommt Aufnahmen und anderen Kommunikationswegen eine zentrale Bedeutung zu.[49]

Internationalität[Bearbeiten]

Heavy Metal entstand ursprünglich im britischen Raum, der bis in die frühen 1980er Jahre auch dominanter Teil der Subkultur blieb. Mit dem Aufkommen des Thrash Metal in der ersten Hälfte der 1980er, der größtenteils von US-amerikanischen und deutschen Bands geprägt wurde, änderte sich das. Mit der folgenden Stilexplosion der 1980er Jahre wurde besonders Skandinavien bedeutend für die Weiterentwicklung der verschiedenen Metal-Stile, aber auch in anderen Regionen der Welt begannen sich eigenständige Metal-Szenen zu entwickeln. Mit Blick auf die Extreme-Metal-Szene resümierte Keith Kahn-Harris zur Struktur der Metal-Szene: „Die Szene ist global, enthält darin aber quasi-autonome lokale Szenen in den meisten Ländern der Welt.“[52]. Heute ist Metal ein Phänomen geworden, das in fast allen Ländern der Welt beheimatet ist, die Online-Datenbank Encyclopaedia Metallum weist Metal-Bands in über 130 Ländern nach, darunter Ländern wie Botswana, Kuba, Grönland, Iran, Myanmar, Madagaskar und Pakistan.[53]

Nordafrika und Naher Osten[Bearbeiten]

In Nordafrika sowie dem Nahen Osten finden sich überall Metal-Szenen. In muslimisch geprägten Gesellschaften stehen sie unter mehr oder weniger starkem Druck, der von allgemeinem gesellschaftlichen Misstrauen bis zu staatlichen Einschränkungen und Sanktionen reicht. Dabei sind es insbesondere aus satanistischen Topoi des Metal abgeleitete Verdächtigungen, die vor dem Hintergrund religiösen Konservatismus der Mehrheitsgesellschaft zu Konflikten führen.

In Marokko begann sich Mitte der 1990er eine Metal-Szene zu entwickeln, Pioniere wie Immortal Spirit verbanden Metal und heimische Musik. Anfang der 2000er war Metal dann eine verbreitete Jugendbewegung. 2003 wurden dann 14 Metal-Musiker und -Fans unter dem Vorwurf, zu einem „internationalen Kult der Teufelsanbetung“ beizutragen, zu Gefängnisstrafen verurteilt. Die Verurteilung führte zu Protesten sowie einem Metal-Konzert vor dem Parlamentsgebäude. Aus der Auseinandersetzung ging die Metal-Bewegung Marokkos gestärkt hervor, wenige Jahre später wurde die rein weibliche Thrash-Metal-Band Mystik Moods in den königlichen Palast eingeladen. Die Affäre wurde im 2007 in Marokko erfolgreichen und international beachteten Film Les Anges de Satan verfilmt.[54]

Auch in Ägypten konstituierte sich in den 1990ern – von Anfang an unter gesellschaftlichem Druck – eine Metal-Szene. Als Zeitungen 1997 Konzertfotos mit umgedrehten Kreuzen zeigten, wurden über 100 Jugendliche als Teufelsanbeter verhaftet. Eine gesellschaftliche Solidarisierung wie in Marokko blieb aber aus, das öffentliche Bild von Metalheads bestimmten Zeitungen, die sie beschrieben als „tätowierte, teufelsanbetende Jugendliche, die Orgien abhielten, Katzen häuteten und ihre Namen mit Rattenblut“ an Wände schrieben[55]. Unter dem Druck von Öffentlichkeit und Regierung kollabierte die Szene, Musiker gaben auf und lang blieb die Metal-Szene eingeschüchtert. Erst langsam wuchs sie im neuen Jahrtausend wieder. Musikalisch stach zu dieser Zeit besonders die als „beste Death-Metal-Band Ägyptens, wenn nicht des Mittleren Ostens und Nordafrikas“[56] gelobte Band Scarab (vormals Hatesuffocation) heraus.[57]

Ähnlich wie in Ägypten verlief die Entwicklung im Libanon. Seit dem Libanesischen Bürgerkrieg hatte sich in der kulturell liberalen Hauptstadt Beirut eine Metal-Szene formiert, von den Behörden als politisch verstanden, misstrauisch beäugt und schikaniert. Als sich 1997 ein Metalhead und Sohn eines Armeegenerals das Leben nahm, löste das eine Verfolgungswelle bis hin zu Verhaftungen aus, Tonträger von Bands wie Nirvana und Metallica wurden zeitweise verboten. Nur langsam kam die Szene wieder in Gang, neben gemäßigten Pop-Metal-/Hard-Rock-Bands wie Blend und The Kordz entstand aus ihren Reihen auch eine der erfolgreichsten arabischen Extreme-Metal-Bands, die Death Metal-Band Oath to Vanquish.[58]

Von vornherein nur unter strengen Einschränkungen kann Metal in extrem religiösen Gesellschaften die Saudi-Arabien oder dem Iran gelebt werden. Aus Saudi-Arabien wurden Verhöre wegen des Tragens langer Haare und Arreste wegen des Tragens von Slayer-T-Shirts berichtet, bei Konzerten im Iran werden Stücke ausschließlich instrumental gespielt, um so einen konfrontativen Eindruck zu vermeiden.[59]

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • Dietmar Elflein: Schwermetallanalysen – Die musikalische Sprache des Heavy Metal, Bielefeld, transcript, 2010.
  • Bettina Roccor: Heavy Metal: Die Bands. Die Fans. Die Gegner. C. H. Beck, München 1998, ISBN 978-3406420733
  • Ian Christe: Höllenlärm. Die komplette, schonungslose, einzigartige Geschichte des Heavy Metal. Hannibal Verlag, Höfen 2004, ISBN 978-3854454021
  • Reto Wehrli: Verteufelter Heavy Metal. Telos Verlag, Münster/Westf. 2001, ISBN 3-933060-04-4.
  • Holger Schmenk und Christian Krumm: Kumpels in Kutten. Heavy Metal im Ruhrgebiet. Verlag Henselowsky & Boschmann, Bottrop 2010, ISBN 978-3-942094-02-3.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Metal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tom Dalzell / Terry Victor: "The Concise New Partridge Dictionary of Slang and Unconventional English", Routledge, New York 2008, S. 328. ISBN 0-203-96211-7
  2. Disctopia Metal Webzine: Metal Festivals in Deutschland, Österreich und der Schweiz 2013
  3. a b William Phillips, Brian Cogan: Encyclopedia of heavy metal music, 2009, S.3-8, ISBN 978-0-313-34800-6
  4. Graham „Gruhamed“ Hartmann: Black Sabbath's Tony Iommi Receives Honorary Doctorate. Loudwire, 22. November 2013, abgerufen am 9. Mai 2014 (englisch).
  5. a b „“Our music was born on the back of the Punk explosion in England,” states Abaddon, “if you drew back Venom’s influences I guess you’d find bands like Deep Purple and the Sex Pistols, Led Zeppelin and Black Sabbath.” Thus it was not surprising that an array of their early fans were drawn from areas beyond the standard Metal crowd (many of whom considered Venom pointlessly offensive and untalented noise-makers).“ Michael Moynihan, Didrik Søderlind: Lords of Chaos, First Edition, Feral House 1998, ISBN 0-922915-48-2, S. 10f
  6. a b „Besides pioneering a dirtier sound than any other extant Punk or Metal band in Europe, Venom’s notoriety was doubly assured with their elaborate endorsement of Satanism to a degree which would have caused wet dreams for medieval inquisitors. Given the level of blasphemy they made their trademark, it is not surprising the band could be embraced as panacea for the soul by kids brought up in stifling Christian environments, and looking for any possible way out.“ Michael Moynihan, Didrik Søderlind: Lords of Chaos, First Edition, Feral House 1998, ISBN 0-922915-48-2, S. 12
  7. a b „Venom took the stripped-down, punk-influenced metal of Motörhead, distorted it even further, and added Satanic themes and imagery. Sharing Kiss’ love of over-the-top stage shows and irate parents, Venom crafted an image for themselves as leather clad, heavy metal devil worshipers. This image was an inspiration to later black metal insofar as it attempted to become the embodiment of everything frightened parents groups erroneously accused Led Zeppelin and Kiss of being. They rightly assumed that if vague rumors of Satanism could sell records, unapologetic celebration of Satanism could sell even more. Venom’s Satanism was largely a promotional technique and, in spite of how they would be interpreted by certain excitable young Norwegians, they never pretended to adhere to any literal type of Satanism.“ Benjamin Hedge Olson: I AM THE BLACK WIZARDS: MULTIPLICITY, MYSTICISM AND IDENTITY IN BLACK METAL MUSIC AND CULTURE. Bowling Green State University, Mai 2008, S. 14
  8. a b c d e f g Jan Fleckhaus, Christof Leim: Der Ursprung der Härte. In Metal Hammer, Nr. 3, 2008, S. 34-41
  9. a b Götz Kühnemund: A History of Horror. In Rock Hard, Nr. 282, November 2010, S.20-27
  10. a b Björn Thorsten Jaschinski: Seziertisch. In Rock Hard, Nr. 282, November 2010, S.28
  11. Sympathies
  12. Michael Moynihan, Didrik Søderlind: Lords of Chaos, First Edition, Feral House 1998, ISBN 0-922915-48-2, S. 29
  13. „The opening of the record store Helvete happened a few months after [Dead’s suicide]. That’s the creation of the whole Norwegian Black Metal scene—it’s connected with that shop, the influence Euronymous had on the young customers in the shop, and how he convinced them of what was real and not real in this world. A lot of the guys in Immortal and Dark Throne [sic!] were all into normal Death Metal and Euronymous showed them what Black Metal was really like, how things should be, and they followed him. Looking at the first Dark Throne album compared to the second, you can see Euronymous’ influence on the second one, A Blaze in the Northern Sky. That’s the first Norwegian Black Metal album after Deathcrush which was really big and an influence on the rest of the scene. […] The whole Norwegian scene is based on Euronymous and his testimony from his shop. […] He was always telling what he thought, following his own instincts to the true Black Metal stuff like corpsepaint and spikes, worshipping death and being extreme.“ Michael Moynihan, Didrik Søderlind: Lords of Chaos, First Edition, Feral House 1998, ISBN 0-922915-48-2, S. 39
  14. „Euronymous, his band Mayhem and other key figures in the scene would transform Venom’s quasi-Satanic stage theatrics into a form of cultural expression unique from other forms of metal or Satanism. The early Nordic scene often suggested that they had no interest in making the world a better place or alleviating suffering; on the contrary, they asserted a desire to increase human suffering. Euronymous was the central figure involved in the formation of the Norwegian black metal scene. He established the look, sound and philosophy of the Norwegian scene and black metal as it exists today would not have existed without Euronymous.“ Benjamin Hedge Olson: I AM THE BLACK WIZARDS: MULTIPLICITY, MYSTICISM AND IDENTITY IN BLACK METAL MUSIC AND CULTURE. Bowling Green State University, Mai 2008, S. 27
  15. Michael Moynihan, Didrik Søderlind: Lords of Chaos, First Edition, Feral House 1998, ISBN 0-922915-48-2, S. 92f
  16. Wolf-Rüdiger Mühlmann: War Black Metal: Die Extremsten der Extremen. Was bleibt, ist Schutt und Asche. In Rock Hard, Nr. 279, S. 71
  17. Keith Stevens: THE METAL OBSERVER - Review - MORRIGAN - Welcome To Samhain
  18. BurnYourEars Webzine: Darkthrone - Interview mit dem Metal-Missionar, Drummer und Nicht-Musiker Fenriz
  19. Robert Müller, Matthias Weckmann: Extreme Ausschläger. In Metal Hammer, Sonderheft Nr. 1/2012: History of Metal, S. 37
  20. Joe D’Angelo, Heather Parry: Nu Metal Meltdown
  21.  Patrick Rösing: „Metal ist die Austreibung des Blues aus dem Rock“. Interview mit Dietmar Elflein von Patrick Rösing. In: Festival Today. 2011, Nr. 1, Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, Flensburg 4. August 2011, S. 20 (https://www.radio-exodus.de/file/content/971-WOA_04082011.pdf, abgerufen am 6. Februar 2014).
  22. „Manowars Gitarrist Karl Logan begründete die Entscheidung, Nessun Dorma einzuspielen, mit den engen Verbindungen zwischen beiden Genres: „We […] just wanted to show the relationship between [classical music, Anm. d. Verf.] and heavy metal because the music of that song is definitely, undeniably powerful. Again, it’s just another side of the band and it’s a reminder that heavy metal is about melody and memorable melodic moments, not just percussion […].““ Michael Custodis: Klassische Musik heute. Eine Spurensuche in der Rockmusik. 2009 transcript Verlag, S. 38
  23. a b „What metal bands did do was draw material from classical music, like Manowar’s “Flight of the Bumblebee” and “William Tell,” Ritchie Blackmore/Rainbow’s excerptions from Beethoven’s Ninth, and Accept’s “Metal Heart/Für Elise,” but as Weinstein asserts, these were not acknowledgements of metal’s musical past. Rather they were used as proclamations of virtuosity (Weinstein 1998, 143, also Walser 1993, chapter 3). Interestingly, the compositional authenticity of folk metal has not yet been criticized, though many bands use similar techniques to those of Led Zeppelin, only drawing from older sources. Otyg’s Daniel Fredriksson has suggested to me that this is because folk tunes are seen as “the definition of authenticity.” He adds that “someone who plays a folk tune isn’t seen as ripping off someone else, he or she is granted being a part of a chain of tradition, of the ‘soul of nature’” (Fredriksson, pc).“ Aaron Patrick Mulvany: "REAWAKENING PRIDE ONCE LOST": INDIGENEITY AND EUROPEAN FOLK METAL. Masterarbeit. Middletown, Connecticut: Wesleyan University, 2000, S. 50
  24. a b c d e Aaron Patrick Mulvany: "REAWAKENING PRIDE ONCE LOST": INDIGENEITY AND EUROPEAN FOLK METAL. Masterarbeit. Middletown, Connecticut: Wesleyan University, 2000, S. 11-16
  25. a b „All Aeolian and classical influence in Hard Rock and Metal can be traced back to Ritchie Blackmore (and to some extent Uli Roth).“ HeadDino: Wolf Hoffmann. Dinosaur Rock Guitar. Online abgerufen am 22. April 2011
  26. Dinosaur David B: Uli Jon Roth. Dinosaur Rock Guitar. Online abgerufen am 6. Mai 2011
  27. HeadDino: Tony Iommi. Dinosaur Rock Guitar. Online abgerufen am 6. Mai 2011
  28. HeadDino: Ritchie Blackmore. Dinosaur Rock Guitar. Online abgerufen am 6. Mai 2011
  29. HeadDino: KK Downing. Dinosaur Rock Guitar. Online abgerufen am 6. Mai 2011
  30. HeadDino: Glenn Tipton. Dinosaur Rock Guitar. Online abgerufen am 6. Mai 2011
  31. Wolf Marshall, „Power Lord-Climbing chords, evil tritones, giant callhouses“ Guitar Legends, April 1997, S. 29
  32. Sam Dunn: Metal: A Headbanger's Journey. Warner Home Video (2006). Online abgerufen am 19. März 2007
  33. "Shaping Up and Riffing Out- Using major and minor power chords to add colour to your parts" Guitar Legends, April 1997, S. 97
  34. Rachendrachen: DAS METAL-UTENSIL DES MONATS: ´Wenn du nicht weißt, was es ist, nenn´ es Progmetal!´
  35. a b Michael Custodis: Klassische Musik heute. Eine Spurensuche in der Rockmusik. 2009 transcript Verlag, S. 39
  36. Barry Graves, Siegfried Schmidt-Joos: Das neue Rock-Lexikon. Bd. 2, ISBN 9783499163210, S. 913
  37. „[King] Diamond represents one of the only performers of the ’80s Satanic Metal who was more than just a poseur using a devilish image for shock value.“ Michael Moynihan, Didrik Søderlind: Lords of Chaos, First Edition, Feral House 1998, ISBN 0-922915-48-2, S. 15f
  38. a b Benjamin Hedge Olson: I AM THE BLACK WIZARDS: MULTIPLICITY, MYSTICISM AND IDENTITY IN BLACK METAL MUSIC AND CULTURE. Bowling Green State University, Mai 2008, S. 13
  39. „Slayer also reveled in Satanic imagery more than any other North American band of their time. However, like Venom, Slayer’s Satanism was almost exclusively for show and provocation. Singer Tom Araya is, in fact, a professed Catholic and his explanations of his musical forays into Satanism are confusing at best.“ Benjamin Hedge Olson: I AM THE BLACK WIZARDS: MULTIPLICITY, MYSTICISM AND IDENTITY IN BLACK METAL MUSIC AND CULTURE. Bowling Green State University, Mai 2008, S. 17
  40. a b Benjamin Hedge Olson: I AM THE BLACK WIZARDS: MULTIPLICITY, MYSTICISM AND IDENTITY IN BLACK METAL MUSIC AND CULTURE. Bowling Green State University, Mai 2008, S. 25
  41. Benjamin Hedge Olson: I AM THE BLACK WIZARDS: MULTIPLICITY, MYSTICISM AND IDENTITY IN BLACK METAL MUSIC AND CULTURE. Bowling Green State University, Mai 2008, S. 37f
  42. Benjamin Hedge Olson: I AM THE BLACK WIZARDS: MULTIPLICITY, MYSTICISM AND IDENTITY IN BLACK METAL MUSIC AND CULTURE. Bowling Green State University, Mai 2008, S. 40ff
  43. a b c scskowron: On the Role of Clothing Styles In The Development of Metal - Part I
  44. him: Das T-Shirt
  45. Marc Halupczok: Zwischen Tod und Wiedergeburt. In Metal Hammer, Sonderheft Nr. 1/2012: History of Metal, S. 24
  46. Frank Thiessies: Das Ende einer Ära. In Metal Hammer, Sonderheft Nr. 1/2012: History of Metal, S. 15
  47. „By the closing years of the ’80s, cutting edge Metal groups had absorbed influences from both the bombastic “New Wave of British Heavy Metal,” with ultra-masculine bands like Saxon and Judas Priest (the latter so much so they often crossed over the line of homoeroticism, with singer Rob Halford’s leatherman get-ups), and the burgeoning Hardcore scene, with its lack of pretentiousness and gritty depictions of reality.“ Michael Moynihan, Didrik Søderlind: Lords of Chaos, First Edition, Feral House 1998, ISBN 0-922915-48-2, S. 24
  48. Marc Halupczok: Eine Szene wächst. In Metal Hammer, Sonderheft Nr. 1/2012: History of Metal, S. 20
  49. a b c d Aaron Patrick Mulvany: “REAWAKENING PRIDE ONCE LOST”: INDIGENEITY AND EUROPEAN FOLK METAL. Wesleyan University, Middletown, Connecticut, Mai 2000, S. 17f
  50. him: Das Live-Konzert
  51. him: Das Open Air
  52. „The scene is global, but contains quasi-autonomous local scenes within it in most countries of the world.“ Keith Kahn-Harris: "I hate this fucking country": Dealing with the Global and the Local in the Israeli Extreme Metal Scene In Richard Young (Hrsg.) Critical Studies, Music Popular Culture Identities., 2002, S. 122
  53. Encyclopaedia Metallum: The Metal Archives - Browse by country, Zugriff am 22. April 2011
  54. Mark LeVine: Heavy Metal Islam: Rock, Resistance, and the Struggle for the Soul of Islam, 2008, ISBN 0-307-35339-7, location 286-787 (Kindle Edition)
  55. „tattooed, devil-worshipping youths holding orgies, skinning cats, and writing their names in rats blood on the palaces walls“ zitiert nach: Mark LeVine: Heavy Metal Islam: Rock, Resistance, and the Struggle for the Soul of Islam, 2008, ISBN 0-307-35339-7, location 884 (Kindle Edition)
  56. „the best death-metal band in Egypt, if not the Middle East and North Africa“ zitiert nach: Mark LeVine: Heavy Metal Islam: Rock, Resistance, and the Struggle for the Soul of Islam, 2008, ISBN 0-307-35339-7, location 797 (Kindle Edition)
  57. Mark LeVine: Heavy Metal Islam: Rock, Resistance, and the Struggle for the Soul of Islam, 2008, ISBN 0-307-35339-7, location 789-1394 (Kindle Edition)
  58. Mark LeVine: Heavy Metal Islam: Rock, Resistance, and the Struggle for the Soul of Islam, 2008, ISBN 0-307-35339-7, location 1835-2325 (Kindle Edition)
  59. Sam Dunn, Scot McFadyen (Regie und Produktion):Global Metal, Dokumentationsfilm, 2008, ab 1:13