Dithioerythrit

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Strukturformel
Struktur von Dithioerythrit
Allgemeines
Name Dithioerythrit
Andere Namen
  • 1,4-Dithioerythrit
  • Dithioerythritol
  • DTE
  • erythro-1,4-Dimercapto-2,3-butandiol
  • Clelands Reagenz (auch für DTT benutzt)
Summenformel C4H10O2S2
CAS-Nummer
  • 7634-42-6 (unspezifiziert)
  • 6892-68-8 (erythro-Form)
  • 3483-12-3 (DL-threo-Form)
  • 16096-97-2 (L-threo-Form)
  • 27565-41-9 (DL-(±)-threo-Form)
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff mit unangenehmem Geruch [1]

Eigenschaften
Molare Masse 154,25 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt
  • 40–43 °C (DL-threo-Form)[1]
  • 50–52 °C (L-threo-Form)[1]
  • 82–83 °C (erythro-Form)[1]
Löslichkeit

gut in Wasser (1500 g·l−1, 20 °C, DL-threo-Form) [1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​315​‐​319
P: 302+352​‐​305+351+338 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][1]
Gesundheitsschädlich
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze R: 22​‐​36/38
S: keine S-Sätze
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

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1,4-Dithioerythrit oder Dithioerythritol (DTE) ist eine chemische Verbindung, die sich von dem Zuckeralkohol Erythrit durch Ersatz der Sauerstoffatome in den endständigen Hydroxygruppen durch Schwefelatome ableitet. Der Dithioerythrit ist das Diastereomer von Dithiothreitol (DTT) und ist – wie auch Erythrit – stereochemisch gesehen eine meso-Verbindung. DTE ist ein gutes Reduktionsmittel und spaltet ebenfalls wie DTT Disulfidbrücken in Proteinen, weshalb es unter anderem bei der SDS-PAGE im Probenpuffer verwendet wird.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Eintrag zu CAS-Nr. 6892-68-8 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 28. März 2011 (JavaScript erforderlich).
  2. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.