Domus de Janas

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Sas Concas, die Anlage Nuova Ovest
Domus Sa Figu, Ittiri
Ein Domus aus der Nekropole von Lotzorai

Domus de Janas (dt. Häuser der Feen), auch als "Necropoli ipogeica" bezeichnet, heißt eine Gattung der Felsengräber auf Sardinien, die der Ozieri-Kultur zugerechnet werden. Es gibt auf der Insel weit mehr als 1000 davon, die in Gruppen von fünf bis 40 zusammen liegen.

Gestaltung[Bearbeiten]

Die älteste Form sind kleine, etwa einen Kubikmeter große würfelförmige Kammern mit leicht gebauchten Wänden und allseits gerundeten Ecken, die in senkrechten Felsbereichen liegen. Sie wurden mit einer Platte verschlossen, die oftmals in einem regelrechten Rahmen lag. Sie sind unverziert und wenig spektakulär. Später wurden regelrechte Felsenwohnungen errichtet, bzw. durch Erweiterung geschaffen. Die mit Stierhörnern zum Teil reich verzierten Anlagen wurden bis zum Beginn der Nuraghenkultur genutzt. Einige sind mit langen Dromoi in die Flanken von Hügeln gearbeitet (Filigosa in Macomer). Eine vermutlich originale und seit der Erstbelegung ungestörte Anlage bei Iglesias Provinz Carbonia-Iglesias barg 35 Schädel, die separiert auf den übrigen Knochen lagen.

Eine Variante der Domus de Janas sind senkrechte mastabaartig in den Untergrund gearbeitete Schächte mit eiförmigen Kammern, wie sie auf der Sinis-Halbinsel bei Cuccuru S'Arriu vorkommen und als Backofengräber bezeichnet werden.

Beispiele[Bearbeiten]

Besonders sehenswerte, mitunter aber schwer erreichbare (mit s gekennzeichnete) Plätze:

Literatur[Bearbeiten]

  • Alberto Moravetti, Carlo Tozzi (Hrsg.): Sardegna. A.B.A.C.O. Ed., Forli 1995, ISBN 88-86712-01-4, (Unione Internazionale delle Scienze Preistoriche e Protostoriche: Guide archeologiche Preistoria e Protostoria in Italia 2).
  • V. Santoni, "Nota preliminare sulla tipologia delle grotticelle artificiali funerarie della Sardegna", in Archivio Storico Sardo, XXX, 1976, p. 28;

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]