Doula

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Eine Doula (von altgriechisch δούλη (doulê) „Dienerin“, „Sklavin“, „Magd“) ist eine Frau, die einer werdenden Mutter vor, während und nach der Geburt als emotionale und physische Begleiterin zur Seite steht. Sie versteht sich als Schwangerschafts-, Geburts- und Wochenbettbegleiterin. Sie kümmert sich um die Frau, entlastet den Partner und hilft ihm, mit der Situation zurechtzukommen. Voraussetzung für diesen Beruf ist, dass eine angehende Doula selbst zumindest ein Kind geboren hat. In Deutschland und Österreich ist diese Berufsgruppe noch nicht sehr bekannt, in der Schweiz hat sich der Bekanntheitsgrad in den letzten Jahren vergrößert.

Die praktische Unterstützung von Eltern und Neugeborenen nach der Geburt einschließlich der Versorgung der Geschwisterkinder ist eher Teil der häuslichen Wöchnerinnen- und Säuglingspflege. Im Vergleich dazu befasst sich eine Doula mehr mit emotionalen Geschehnissen vor und unmittelbar nach der Geburt.

Doula-Vereinigungen weltweit[Bearbeiten]

Der Verein „DONA International“ ist die größte und älteste Doula-Vereinigung weltweit. Sie hat zurzeit mehr als 7000 Geburts- und Wochenbett-Doulas und besteht seit 1992. In der Schweiz gibt es den „Verband Doula CH“, gegründet im Jahr 2006. In Österreich haben sich Doulas ebenfalls 2006 zu dem Verein „DiA-Doulas in Austria“ zusammengeschlossen. 2008 wurde in Freisbach der deutsche Doula-Verband „Doulas in Deutschland e.V.“ ins Leben gerufen.

Ausbildung[Bearbeiten]

In Deutschland gibt es eine Doula-Ausbildung in Kooperation mit Doulas in Deutschland e.V. und DONA International. Die GfG, Gesellschaft für Geburtsvorbereitung - Familienbildung und Frauengesundheit e.V., bietet ebenfalls eine Weiterbildung zur GfG-Doula an.

In Österreich bietet das Eltern-Kind-Zentrum Graz seit 2005 jährlich das "österreichische Doulatraining" an.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]