Dreikönigsbündnis

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Das Dreikönigsbündnis, nach dem Versammlungsort auch Erfurter Union genannt, wurde am 26. Mai 1849 zwischen Preußen, Hannover und Sachsen geschlossen. Nicht zu verwechseln ist es mit dem Dreikaiserbund und dem Vierkönigsbündnis.

Das Ziel des neu entstandenen Bündnisses bestand in der Vereinigung aller deutschen Fürsten unter Ausschluss Österreichs. Baden tritt dem Bündnis im Mai 1849 bei. König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen machte einen Beitritt von Großherzog Leopold von Baden zur Bedingung, für militärische Unterstützung im Kampf gegen die aufständischen Revolutionäre in Baden.[1] Im Sommer 1849 hatten sich außer Bayern und Württemberg alle Fürsten der Union angeschlossen. Insgesamt traten 27 Staaten dem Bündnis bei. Die Unionspolitik wurde aufgrund massiven österreichischen Drucks am 29. November 1850 mit der Olmützer Punktation aufgegeben.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gunther Mai (Hrsg.): Die Erfurter Union und das Erfurter Unionsparlament 1850. Böhlau, Köln u. a. 2000, ISBN 3-412-02300-0.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Manfred Waßner: Kleine Geschichte Baden-Württembergs. Theiss, Stuttgart 2002, ISBN 3-8062-1665-7, S. 122.