Duntulm Castle

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Duntulm Castle
Duntulm Castle von Süden gesehen

Duntulm Castle von Süden gesehen

Entstehungszeit: 14. Jahrhundert
Burgentyp: Höhenburg / Spornburg
Erhaltungszustand: Ruine, einsturzgefährdet
Geographische Lage 57° 41′ 3,1″ N, 6° 20′ 49,3″ W57.684205-6.3470180555556Koordinaten: 57° 41′ 3,1″ N, 6° 20′ 49,3″ W

Duntulm Castle (schottisch-gälisch: Dùn Thuilm) ist die Ruine einer mittelalterlichen Befestigung auf der Trotternish-Halbinsel auf der Insel Skye, einer Insel der Inneren Hebriden in Schottland.

Geschichte[Bearbeiten]

Duntulm Castle gehörte dem Clan MacDonald of Sleat, der im 14. Jahrhundert auf einem Basaltfelsen die Wehranlage errichteten. Unregelmäßige Außenmauern umgaben einen vierstöckigen Bergfried. Behauptungen, dass dabei ein Dun Dhaibhidh genannter eisenzeitlicher Broch überbaut wurde, konnten archäologisch nicht belegt werden.[1]

1549 wird es als "castell of Donntwyline" im Besitz von Donald Gromsone bezeichnet.

Hugh MacDonald (Uisdean Macghilleasbuig Chleirich), der Verwalter von North Uist, wurde hier gefangengehalten, nachdem 1568 der Aufstand gegen seinen Vetter Donald Gorm gescheitert war.

1618 wurde es die Residenz von Donald MacDonald (Donald Gorm Og), dem 9. Clanoberhaupt, der vorher in Dunscaith Castle ansässig war. Er hatte sich bereits 1617 gegenüber dem schottischen Kronrat vertraglich verpflichtet, die Festung in Stand zu halten ("with all convenient diligence"). In dieser Zeit erfolgten weitere Umbauten, unter anderem wurde ein zweiter Turm errichtet.

Im Jahr 1732 wurde Duntulm Castle aufgelassen; danach als Steinbruch zum Bau von Monkstadt House, der Residenz von Alexander MacDonald, verwendet.

Duntulm Castle befindet sich heute (Stand 05/2010) in einem sehr schlechten Zustand. Von den Befestigungsanlagen und Gebäuden sind nur noch Ruinen übrig; das Gelände ist derzeit gesperrt und eingezäunt. Da die Reste der Außenmauern mitsamt den Klippen ins Meer zu stürzen drohen, scheint eine erneute Öffnung der Anlage unwahrscheinlich. Die Zäune sind jedoch niedrig, und so kann man – wenn auch auf eigene Gefahr – die Ruine besuchen.

Trivia[Bearbeiten]

Eine lokale Legende erzählt von einem Kindermädchen. Sie war am tödlichen Sturz eines Kindes des Clanchief in den Klippen schuld. Zur Strafe wurde sie in einem kleinen Boot in den Atlantik ausgesetzt.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Duntulm Castle auf der Website der Royal Commission on the Ancient and Historical Monuments of Scotland
  2. Otta F. Swire: Skye. The island and its legends. Birlinn, Edinburgh 2006, ISBN 1-84158-479-7, S. 50–57.

Literatur[Bearbeiten]

  • Mary Miers: Western Seaboard. An Illustrated Architectural Guide. Rutland Press, Edinburgh 2008, ISBN 9781873190296.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Duntulm Castle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien