Dworki (Nowa Ruda)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dworki
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Dworki (Polen)
Dworki
Dworki
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Landkreis: Kłodzko
Gmina: Nowa Ruda
Geographische Lage: 50° 37′ N, 16° 25′ O50.61555555555616.421666666667Koordinaten: 50° 36′ 56″ N, 16° 25′ 18″ O
Höhe: 620 m n.p.m
Einwohner:
Postleitzahl: 57-451
Telefonvorwahl: (+48) 74
Kfz-Kennzeichen: DKL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: ŚwierkiNowa Ruda
Nächster int. Flughafen: Breslau

Dworki (deutsch Vierhöfe, tschechisch Čtyřy Dvory[1]) ist ein Dorf in der Landgemeinde Nowa Ruda in Polen. Es liegt sieben Kilometer nordwestlich von Nowa Ruda (Neurode) und gehört zum Powiat Kłodzki.

Geographie[Bearbeiten]

Dworki gehört geographisch zum Glatzer Kessel. Nachbarorte sind Świerki im Norden, Sośnina (Fichtig), Ludwikowice Kłodzkie und Borek (Hain) im Osten, Krajanów, Krajanówek (Klein Krainsdorf) und Sokolica im Südosten sowie Granicznik (Markgrund) und Bartnica im Nordwesten. Jenseits der Landesgrenze zu Tschechien, die westlich verläuft, liegen die grenznahen Naturschutzgebiete „Vysoká skála“ und „Pod Vysokou skálou“ sowie im Steinetal die zum Braunauer Land (Broumovsko bzw. Broumovský výběžek) gehörenden Dörfer Šonov, Rožmitál (Rosental) und Benešov (Straßenau). Nordwestlich von Dworki befindet sich der Grenzübergang Janovičky (Johannesberg).

Geschichte[Bearbeiten]

Vierhöfe ist für das Jahr 1669 urkundlich belegt. Es gehörte zum Neuroder District in der Grafschaft Glatz und war damals ein Vorwerk mit vier Häusern, das im Besitz der stillfriedschen Herrschaft Neurode war. Zusammen mit der Grafschaft Glatz, die bis 1763 unmittelbar zu Böhmen gehörte, fiel es nach dem Hubertusburger Frieden an Preußen. Im 18. und 19. Jahrhundert entwickelte es sich zu einem größeren Dorf, das 1890 eine eigene Schule erhielt.

Nach der Neugliederung Preußens gehörte Vierhöfe seit 1815 zur Provinz Schlesien, die in Landkreise aufgeteilt wurde. 1816–1853 war der Landkreis Glatz, 1854–1932 der Landkreis Neurode zuständig. Nach dessen Auflösung 1933 gehörte Vierhöfe bis 1945 wiederum zum Landkreis Glatz. Ab 1874 bildete die Landgemeinde Vierhöfe zusammen mit den Landgemeinden Beutengrund, Königswalde und Markgrund sowie den Gutsbezirken Beutengrund und Königswalde den Amtsbezirk Königswalde.[2] 1939 bestand Vierhöfe aus 427 Einwohnern.

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Vierhöfe 1945 mit dem größten Teil Schlesiens an Polen und wurde in Dworki umbenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht schon vorher geflohen war, 1946 weitgehend vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren zum Teil Heimatvertriebene aus Ostpolen. Da sie den abgelegenen Ort in der nachfolgenden Zeit größtenteils wieder verließen, ging die Einwohnerzahl deutlich zurück. 1975–1998 gehörte Dworki zur Woiwodschaft Wałbrzych.

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Güttler u. a.: Das Glatzer Land. Aktion West-Ost e.V., 1995, ISBN 3-928508-03-2, S. 55.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Marek Šebela, Jiři Fišer: České Názvy hraničních Vrchů, Sídel a vodních toků v Kladsku. In: Kladský Sborník. 5, 2003, S. 369.
  2. Amtsbezirk