Echte Rochen
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Sternrochen (Amblyraja radiata) |
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Rajidae | ||||||||||||
| Blainville, 1816 |
Die Echten Rochen (Rajidae) sind mit 26 Gattungen und 238 Arten die größte Familie der Rochen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Verbreitung
Sie leben in allen Weltmeeren von der Arktis bis zur Antarktis. Die meisten Arten leben den gemäßigten Meeren auf Schlamm-, Sand- oder Kiesgrund. In den Tropen sind sie selten. In Polynesien, Hawaii, Mikronesien, der Karibikküste Südamerikas und in Korallenriffen fehlen sie.
[Bearbeiten] Aussehen
Die Echten Rochen haben einen rhombischen, stark abgeflachten Körper, der schlanke, stachellose Schwanz ist deutlich abgesetzt. Zu beiden Seiten des Schwanzes haben sie schwache elektrische Organe. Es gibt Arten mit spitzer und mit stumpfer Schnauze. Die Haut ist rauh mit kleinen Dornen und Höckern besetzt. Die Weibchen sind deutlich größer als die Männchen. Flachewasserarten sind auf der Unterseite hell, fast weiß. Arten aus der Tiefsee sind auf beiden Seiten dunkel. Die Tiere bewegen sich mit wellenförmigen Bewegungen ihrer übergroßen Brustflossen.
Der größte Echte Rochen ist die Tiefseeart Bathyraja hesperafricana, der an der Küste Westafrikas in Tiefen von 750 bis 2000 Metern lebt und fast 3,5 Meter lang wird. Eine der kleinsten Arten, ist mit maximal 31,3 cm Länge (Weibchen) und 29,5 cm (Männchen) der im Südatlantik vor Brasilien in Küstennähe vorkommende Rochen Psammobatis extenta.
Der bekannteste Rajide ist der Nagelrochen (Raja clavata), der an den europäischen Küsten vom Schwarzen Meer bis zur Barentssee lebt. Ebenfalls verbreitet ist der Fleckenrochen (Raja montagui). Der Glattrochen (Dipturus batis) steht mittlerweile als „critically endangered“ auf der Roten Liste der IUCN.
[Bearbeiten] Fortpflanzung
Im Gegensatz zu allen anderen Rochen, die lebendgebärend sind, legen die Echten Rochen Eier. Die hornige Eikapsel ist rechteckig, mit einem Faden an jeder Ecke. In der Kapsel sind Schlitze, durch die das Meerwasser einströmen und die Embryos mit Sauerstoff versorgen kann. Man kann an der Form der Eier die Art erkennen. Die Jungrochen schlüpfen nach 4 bis 14 Monaten.
[Bearbeiten] Arten
- Glattrochen, Dipturus batis (Linnaeus, 1758)
- Nagelrochen, Raja clavata (Linnaeus, 1758)
- Fleckenrochen, Raja montagui (Fowler, 1910)
- Sternrochen, Amblyraja radiata (Donovan, 1808)
- Spitzrochen, Dipturus oxyrinchus (Linnaeus, 1758)
- Sandrochen, Leucoraja circularis (Couch, 1838)
- Chagrinrochen, Leucoraja fullonica (Linnaeus, 1758)
- Kuckucksrochen, Leucoraja naevus (Müller & Henle, 1841)
- Mittelmeer-Sternrochen, Raja asterias (Delaroche, 1809)
- Blondrochen, Raja brachyura (Lafont, 1873)
- Kleinäugiger Rochen, Raja microocellata (Montagui, 1818)
- Spiegelrochen oder Braunrochen, Raja miraletus (Linnaeus, 1758)
- Vielfleckrochen, Raja polystigma (Regan, 1923)
- Rauhrochen, Raja radula (Delaroche, 1809)
- Marmorrochen, Raja undulata (Lacepède, 1802)
- Fyllasrochen, Rajella fyllae (Lütken, 1888)
- Bandrochen, Rostroraja alba (Lacepède, 1803)
- Afrikanischer Rochen, Raja africana (?, 1977),
- Bahamarochen, Raja bahamensis (Bigelow & Schroeder, 1965)
- Großer Rochen, Raja binoculata (Girard, 1855)
- Flossenfleckrochen, Raja cervigoni, (Bigelow & Schroeder, 1964)
- Cortez-Rochen, Raja cortezensis (McEachran & Miyake, 1988)
- Madeira-Rochen, Raja maderensis (Lowe, 1838)
- Äquator-Rochen, Raja equatorialis (Jordan & Bollman, 1890)
- Kalifornischer Rochen, Raja inornata (Jordan & Gilbert, 1881)
- Kapverdischer Rochen, Raja herwigi (Krefft, 1965)
- Koreanischer Rochen, Raja koreana (Jeong & Nakabo, 1997)
- Nasenrochen, Raja rhina (Jordan & Gilbert, 1880)
[Bearbeiten] Quellen
[Bearbeiten] Literatur
- Joseph S. Nelson: Fishes of the world, Fourth Edition, Wiley & Sons, Hoboken 2006, ISBN 978-0471250319


