Einbrecher (Film)

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Dieser Artikel behandelt den Film Einbrecher von Hanns Schwarz aus dem Jahr 1930. Für andere Artikel zum Stichwort Einbrecher siehe Einbrecher.
Filmdaten
Deutscher Titel Einbrecher
Originaltitel Einbrecher
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1930
Länge 93 Minuten
Stab
Regie Hanns Schwarz
Drehbuch Robert Liebmann,
Louis Verneuil
Produktion UFA, Erich Pommer
Musik Friedrich Hollaender
Kamera Günther Rittau,
Konstantin Tschet
Schnitt Willy Zeyn junior
Besetzung

Einbrecher ist ein deutscher Spielfilm der Universum Film aus dem Jahr 1930 von Hanns Schwarz, der am 16. Dezember 1930 im Gloria-Palast (Berlin) uraufgeführt wurde. Das Genre des Films wird in der Titelsequenz als musikalische Ehekomödie angegeben.

Handlung[Bearbeiten]

Renée, die junge, attraktive Frau des älteren und reichen Puppenfabrikanten Dumontier, der selbst insbesondere sprechende Puppen erfindet, ist mit ihrer Ehe unzufrieden. Sie fühlt sich von ihrem Mann bevormundet. Gleichzeitig wird ihr von dem eleganten und charmanten, aber genauso ängstlichen und langweiligen Sérigny, der sich vor ihr gern als Held aufspielt, der Hof gemacht. Dumontier ist sich über die Lage völlig im Klaren und eröffnet Sérigny, dass er nach einem Mann für seine Frau suche, wenn er aber feststelle, dass sie ein Verhältnis haben sollte, würde er den Nebenbuhler sofort erschießen.

Nach einer Auseinandersetzung mit Dumontier nimmt Renée schließlich die Einladung Sérignys zu einem Rendez-vous in seinem Pariser Liebesnest ein. Schon bei ihrem Eintreffen wirkt sie zu Sérignys Unglück kühl und bleibt auch weiterhin distanziert. Dann taucht auch noch ein Einbrecher, Durand, auf, der ein kostbares Gemälde aus der Wohnung stehlen will. Durand ist der Typ Mann, für den Renée schwärmt. Er ist dreist, aber zielorientiert. Er ist ein Verbrecher, aber ein Gentleman. Der Einbrecher redet Renée ins Gewissen, für einen Feigling wie Sérigny doch nicht ihre Ehe aufs Spiel zu setzen, und macht Sérigny Vorwürfe, weil dieser in die Ehe eines Freundes einbreche und dessen Frau stehlen wolle, was viel schlimmer sei, als einem Unbekannten ein Gemälde zu stehlen. Nachdem der Einbrecher wieder verschwunden ist, verlässt die junge Frau ihren Verehrer in der Gewissheit, ihre Ehe gerettet zu haben.

Wenige Tage später kündigt sich bei Dumontier ein New Yorker Puppenhändler namens Hutkins an. Als dieser in Anwesenheit Renées und Sérignys eintrifft, erkennen die beiden den Einbrecher Durand. Dieser wirkt auf Renée abermals charmant, unkonventionell, dreist – kurz: überaus attraktiv, und so gelingt es ihm, sie zu einem heimlichen Treffen zu überreden. Als Dumontier bei diesem Treffen auftaucht, erschießt er den Nebenbuhler nicht, sondern gibt seine Frau aus der Einsicht, dass diese mit Durand einen Mann nach ihren Vorstellungen gefunden hat, frei.

Reaktionen auf den Film[Bearbeiten]

Einbrecher war von der UFA als neuer Sensationserfolg nach dem erfolgreichen Film Die Drei von der Tankstelle (1930) eingeplant, weshalb man viele Schauspieler dieses Filmes wieder engagierte. Von den Dreien von der Tankstelle fehlte nur Oskar Karlweis, die Hauptdarstellerin Lilian Harvey agierte wieder als die Hauptperson, Kurt Gerron ließ man wieder tanzen und Gertrud Wolle spielte dieses Mal die ernste Hortense. Mit Hanns Schwarz verpflichtete man einen Regisseur, unter dessen Regie das Traumpaar Fritsch/Harvey schon agiert hatte. Der erwartete Erfolg blieb allerdings aus.

Sonstiges[Bearbeiten]

In dem Film wirkt auch Sidney Bechet mit einem musikalischen Auftritt, der dem im Palmensaal im Haus Vaterland nachempfunden ist, mit.

Weblinks[Bearbeiten]