Potsdam

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Potsdam
Potsdam
Deutschlandkarte, Position der Stadt Potsdam hervorgehoben
52.39583333333313.06138888888932Koordinaten: 52° 24′ N, 13° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Höhe: 32 m ü. NHN
Fläche: 187,27 km²
Einwohner: 159.456 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 851 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 14467–14482
Vorwahlen: 0331 (Kerngebiet),
033208 (Fahrland, Marquardt, Satzkorn),
033201 (Groß Glienicke)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: P
Gemeindeschlüssel: 12 0 54 000
Stadtgliederung: 9 Ortsteile[2]
Adresse der
Stadtverwaltung:
Friedrich-Ebert-Straße 79/81
14469 Potsdam
Webpräsenz: www.potsdam.de
Oberbürgermeister: Jann Jakobs (SPD)
Lage der Stadt Potsdam in Brandenburg
Berlin Polen Freistaat Sachsen Freistaat Thüringen Sachsen-Anhalt Niedersachsen Mecklenburg-Vorpommern Frankfurt (Oder) Cottbus Potsdam Brandenburg an der Havel Landkreis Prignitz Landkreis Ostprignitz-Ruppin Landkreis Oberhavel Landkreis Uckermark Landkreis Barnim Landkreis Havelland Landkreis Potsdam-Mittelmark Landkreis Märkisch-Oderland Landkreis Teltow-Fläming Landkreis Dahme-Spreewald Landkreis Oder-Spree Landkreis Elbe-Elster Landkreis Oberspreewald-Lausitz Landkreis Spree-NeißeKarte
Über dieses Bild
Offizielles Logo der Landeshauptstadt Potsdam
Luftbild Potsdam: Im Vordergrund der Telegrafenberg mit dem Astrophysikalischen Institut Potsdam, dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, dem Deutschen GeoForschungsZentrum und der Außenstelle des Alfred-Wegener-Instituts, mittig der Landtag von Brandenburg und der Hauptbahnhof mit Potsdam Center Nord, halblinks das Zentrum der Stadt mit dem Alten Markt.
Schloss Sanssouci, Wahrzeichen von Potsdam

Potsdam ist eine kreisfreie Stadt und mit rund 160.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt und Hauptstadt des Landes Brandenburg. Sie liegt unmittelbar südwestlich von Berlin.

Die Stadt ist vor allem bekannt für ihr historisches Vermächtnis als ehemalige Residenzstadt der Könige von Preußen mit den zahlreichen und einzigartigen Schloss- und Parkanlagen. Die Kulturlandschaften wurden 1990 von der UNESCO als größtes Ensemble der deutschen Welterbestätten in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit aufgenommen.[3] Zudem ist die Stadt bekannt für das traditionsreiche Filmstudio Babelsberg, das eines der führenden Zentren der Film- und Fernsehproduktion in Europa ist. Es verfügt über große Kapazitäten an moderner Ausstattung und entwickelt sich zunehmend als Produktionsstätte für internationale Filmprojekte.[4]

Potsdam entwickelte sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem Wissenschaftszentrum. Heute sind drei öffentliche Hochschulen und mehr als 30 Forschungsinstitute in der Stadt ansässig. Rund 15 Prozent der Einwohner sind Studenten.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Der Templiner See im Süden Potsdams mit Blick nach Nordosten auf das Stadtzentrum

Potsdam befindet sich südwestlich von Berlin am Mittellauf der Havel in einer eiszeitlich geprägten Wald- und Seenlandschaft. Diese ist charakterisiert durch den Wechsel von breiten Talniederungen und Moränenhügeln, wie dem südlich gelegenen Saarmunder Endmoränenbogen. Die höchste Erhebung im Stadtgebiet ist der Kleine Ravensberg mit 114,2 Metern. Die tiefste Stelle ist der mittlere Wasserspiegel der Havelgewässer mit 29 m ü. NN. Das Stadtgebiet besteht heute zu rund 75 Prozent aus Grün-, Wasser- und Landwirtschaftsfläche, 25 Prozent sind bebaut.[5]

Insgesamt befinden sich über 20 Gewässer in Potsdam. Im urbanen Zentrum sind dies unter anderem der Heilige See, der Aradosee, der Templiner See, der Tiefe See und der Griebnitzsee. In den ländlich geprägten Außenbereichen befinden sich unter anderem der Sacrower See, der Lehnitzsee, der Groß Glienicker See, der Fahrlander See und der Weiße See.

Zu den Gewässern gehören neben der Potsdamer Havel, die viele der Seen verbindet, der Sacrow-Paretzer-Kanal, der Teltowkanal, die Nuthe und die Wublitz. Die Potsdamer Havel fließt am Strandbad Babelsberg bei 29,4 m ü. NN. Ablagerungen der Nuthe bildeten früher Teile der Freundschaftsinsel.

Region[Bearbeiten]

Potsdam liegt innerhalb der Agglomeration Berlin und hat so ein Einzugsgebiet von rund viereinhalb Millionen Einwohnern. Es gehört damit auch der europäischen Metropolregion Berlin/Brandenburg an, deren Außengrenze mit der des Bundeslands Brandenburg identisch ist.

Folgende Städte und Gemeinden grenzen im Uhrzeigersinn, beginnend im Nordosten, an Potsdam:

Berlin sowie Stahnsdorf, Nuthetal, Michendorf, Schwielowsee (Geltow, Caputh, Ferch) und Werder (Havel) (alle Landkreis Potsdam-Mittelmark) sowie Ketzin, Wustermark und Dallgow-Döberitz im Landkreis Havelland.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Übersichtskarte Potsdams

Gemäß Hauptsatzung[2] der Stadt Potsdam gliedert sich die Stadt offiziell in neun Ortsteile. Für statistische Zwecke ist Potsdam in 8 Stadtbezirke unterteilt, die sich wiederum in 34 Stadtteile[6] und 84 statistische Bezirke unterteilen.

Es wird heute unterschieden zwischen den älteren Stadtteilen Innenstadt (oder Altstadt), Westliche und Nördliche Vorstadt, Potsdam-Nord, Potsdam-Süd, Babelsberg sowie Drewitz, Stern und Kirchsteigfeld mit weiteren Unterteilungen.[7] Nach 1990 erfolgten weitere Eingemeindungen, vergleiche den entsprechenden Abschnitt über den geschichtlichen Verlauf der Eingemeindungen. Die seitdem eingegliederten Gemeinden Eiche, Fahrland, Golm, Groß Glienicke, Grube, Marquardt, Neu Fahrland, Satzkorn und Uetz-Paaren wurden 2003 zu Ortsteilen mit eigenen, von der Bevölkerung gewählten Ortsbeiräten und einem Ortsbürgermeister. Die neuen Ortsteile liegen im Wesentlichen im Norden der Stadt. Zu Potsdam gehören 56 Ortsteile, Gemeindeteile und sonstige Siedlungsplätze.

Stadtteile im Norden Stadtteile im Süden Ortsteile

Klima[Bearbeiten]

In Potsdam herrscht ein gemäßigtes Klima, das sowohl von Norden und Westen her vom atlantischen Klima als auch vom kontinentalen Klima aus Osten beeinflusst wird. Wetterextreme wie Stürme, starker Hagel oder starke Schneefälle sind selten. Der Temperaturverlauf entspricht ungefähr dem bundesdeutschen Durchschnitt. Die jahreszeitlichen Temperaturschwankungen sind geringer als im üblichen kontinentalen Klima, aber höher als im ausgeglicheneren Meeresklima der Küstenregionen. Die Niederschlagsmenge ist mit einer Jahressumme von 590 Millimetern relativ gering. So liegt diese zum Beispiel in Barcelona ebenfalls bei 590 Millimetern, in München hingegen bei etwa 1000 Millimetern.

Die Klimaforschung ist seit etwa 1874 auf dem Telegrafenberg in Potsdam ansässig. Das Institut für Klimafolgenforschung prognostiziert im Rahmen der globalen Erwärmung eine Zunahme der durchschnittlichen Temperaturen und eine weitere Abnahme des Niederschlages für die nächsten Jahrzehnte in der Region Brandenburg.

Potsdam
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
44
 
2
-3
 
 
38
 
4
-3
 
 
38
 
8
0
 
 
44
 
14
3
 
 
56
 
19
8
 
 
69
 
22
12
 
 
52
 
24
13
 
 
60
 
23
13
 
 
46
 
19
10
 
 
36
 
14
6
 
 
47
 
7
2
 
 
55
 
3
-2
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Potsdam
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 1,7 3,5 8,1 13,5 19,1 22,4 23,6 23,4 19,2 13,7 7,1 3,0 Ø 13,2
Min. Temperatur (°C) −3,4 −2,7 0,0 3,4 8,0 11,5 13,0 12,7 9,8 6,0 1,7 −1,7 Ø 4,9
Niederschlag (mm) 44 38 38 44 56 69 52 60 46 36 47 55 Σ 585
Sonnenstunden (h/d) 1,5 2,4 4,0 5,4 7,3 7,5 7,5 7,1 5,2 3,7 1,7 1,3 Ø 4,6
Regentage (d) 17 15 12 13 12 12 14 14 12 14 16 15 Σ 166
Luftfeuchtigkeit (%) 88 84 77 71 69 71 71 73 79 84 86 89 Ø 78,5
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
1,7
−3,4
3,5
−2,7
8,1
0,0
13,5
3,4
19,1
8,0
22,4
11,5
23,6
13,0
23,4
12,7
19,2
9,8
13,7
6,0
7,1
1,7
3,0
−1,7
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
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c
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a
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44
38
38
44
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46
36
47
55
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte Potsdams

Gründung im Mittelalter[Bearbeiten]

Schenkungsurkunde aus dem Jahr 993
10-DM-Jubiläumsmünze „1000 Jahre Potsdam“ von 1993. Entwurf: Erich Ott

Das Stadtgebiet war wahrscheinlich seit der frühen Bronzezeit besiedelt. Nach den Völkerwanderungen errichtete im 7. Jahrhundert der slawische Stamm der Heveller gegenüber der Einmündung der Nuthe eine Burganlage an der Havel. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte in einer Schenkungsurkunde des Kaisers Otto III. des Heiligen Römischen Reiches an das Stift Quedlinburg als Poztupimi am 3. Juli 993. Die Bedeutung der Region beruhte auf der Beherrschung des Havelübergangs. Der Name leitet sich möglicherweise von den slawischen Wörtern ‚pod‘ (bei) und ‚dubimi‘ (Eiche) ab, welche mit unter den Eichen übersetzt werden können.[8] Bis heute heißt die Stadt auf sorbisch ‚Podstupim‘, was „Vorstufe“ oder „Vorposten“ bedeutet. Diese Wortbedeutung gilt nach heutigem Kenntnisstand auch als die gesicherte Etymologie des Stadtnamens.

Im Jahr 1157 eroberte Albrecht der Bär die Stadt und gründete die Mark Brandenburg. Durch Albrecht kamen Teile der ehemaligen Nordmark als Mark Brandenburg auch faktisch zum Heiligen Römischen Reich. Potsdam war der südöstliche Eckpfeiler der Mark bis zum Ende des 12. Jahrhunderts. Am Havelübergang wurde eine deutsche steinerne Turmburg erbaut. Im Jahr 1317 wurde die Stadt erstmals als Burg und vor allem Stadt urkundlich unter dem Namen Postamp erwähnt. 1345 erhielt Potsdam das Stadtrecht und blieb die nächsten Jahrhunderte ein kleiner städtischer Marktflecken.[9] Von 1416 an bis zum Ende des Ersten Weltkrieges und dem damit verbundenen Untergang der Monarchie in Deutschland verblieb Potsdam im Besitz der Hohenzollern. Der verheerende Dreißigjährige Krieg und zwei Großbrände verwüsteten die Stadt.

Residenzstadt und starker Aufschwung[Bearbeiten]

Das Edikt von Potsdam 1685 ermöglichte ein schnelles Bevölkerungswachstum nach dem Dreißigjährigen Krieg

Mit dem kurmärkischen Landtag 1653, auf dem der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm die Macht des Landadels einschränkte, begann die absolutistische Zeit in Brandenburg. Seine Regierungszeit war eine der einflussreichsten in der Geschichte Potsdams. Er kaufte die einzelnen verpfändeten Stadtgebiete zusammen und entschloss sich, die Stadt zu seiner zweiten Residenz neben Berlin auszubauen. Mit dem Ausbau des Stadtschlosses und der Verschönerung der Umgebung entstand ab 1660 ein Entwicklungsschub.

Erst mit Hilfe des Toleranzediktes von Potsdam im Jahr 1685 konnten aufgrund steigender Immigration die Landstriche neu bevölkert werden. Vor allem die verfolgten, protestantischen Hugenotten aus Frankreich flohen in den Schutz der brandenburgischen Gebiete. Etwa 20.000 Menschen folgten dem Angebot und verhalfen der Wirtschaft mit ihrem Fachwissen zum Aufschwung.

Der aufgeklärte Monarch Friedrich der Große prägte das Schicksal der Residenzstadt Potsdam.

Unter dem Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. wurde die Stadt ein wichtiger Garnisonsstandort. Dies führte zu einem starken Anwachsen der Einwohnerzahl und erforderte den Bau neuer Wohnquartiere als erste und zweite Stadterweiterung. Weiterhin ordnete er auch den Bau der Garnisonkirche, der Kirche St. Nikolai und der Heilig-Geist-Kirche an, die fortan das Stadtbild prägten. Im neugeschaffenen Militärwaisenhaus in der Breiten Str. wurden Kinder Militärangehöriger verpflegt, unterrichtet und später ausgebildet.

Sein Sohn Friedrich II. der Große schätzte die Gedanken der Aufklärung und reformierte den preußischen Staat. Er entschied sich endgültig, Potsdam auch vom Stadtbild her zur Residenzstadt zu machen und veranlasste daraufhin massive Umbauten am Aussehen von Straßen und Plätzen. So wurden unter anderem der Alte Markt komplett neu gestaltet und die Bürgerhäuser erhielten neue Barockfassaden. Friedrich II. ließ auch den späteren Park Sanssouci umgestalten. Ab 1745 entstand hier sein Sommersitz, das Schloss Sanssouci. Später folgte dann noch das Neue Palais. Das Stadtschloss und der Lustgarten in der Stadtmitte wurden zu seinem Wintersitz gestaltet, besonders hervorzuheben war hier die Leistung des Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff.

Im Oktober 1806 erreichte Napoleon mit seinen Truppen die Stadt Potsdam. Die nachhaltige Wirkung der Besatzungszeit führte zu Reformen im Staatswesen. Napoleon besuchte das Grab Friedrichs des Großen in der Gruft der Garnisonkirche. Nach dem Ende der napoleonischen Besatzung entwickelte Friedrich Wilhelm III. die Stadt ab 1815 zu einem Verwaltungszentrum. Es siedelten sich zahlreiche Regierungsbeamte in Potsdam an. 1838 ging mit der Strecke Potsdam-Berlin die erste Eisenbahnlinie Preußens in Betrieb.

Die zunehmenden Spannungen des Vormärzes entluden sich in der Märzrevolution von 1848. Das Volk kämpfte auf den Barrikaden in Berlin für eine liberale Verfassung. Im März siedelte der König Friedrich Wilhelm IV. in die vermeintlich ruhigere Nachbarstadt Potsdam um. Als sich meuternde Soldaten vor dem Neuen Palais versammelten und versuchten, gefangene Kameraden zu befreien, wurde der Aufstand schnell von preußischen Elitetruppen niedergeschlagen.[10] Nach den Wirren der unvollendeten Revolution war die Restauration der alten Machtverhältnisse das vorherrschende Ziel. Es wurden zahlreiche ambitionierte Bauprojekte vorangetrieben, so auch die Nikolaikirche und die katholische Kirche St. Peter und Paul. Seit 1911 hatte Potsdam einen Luftschiffhafen an der Pirschheide, im selben Jahr wurde das Filmstudio Babelsberg gegründet.

Im Jahr 1914 unterzeichnete der letzte preußische König und deutsche Kaiser Wilhelm II. im Neuen Palais die Kriegserklärung gegen die Entente-Mächte.[11] Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs endete auch die Ära der Monarchie mit der Novemberrevolution und Wilhelm II. floh 1918 in die Niederlande. Die Stadt Potsdam verlor damit ihren Status als Residenzstadt endgültig.

Weimarer Republik und Nationalsozialismus[Bearbeiten]

5-Reichsmark-Münze von 1934 mit der Garnisonkirche und dem Datum des Tages von Potsdam

Der verlorene Erste Weltkrieg verschärfte das Elend in Deutschland. Das umfangreiche Eigentum der Hohenzollern ging zum größten Teil in Staatseigentum über. Die Zeit während und nach dem Ersten Weltkrieg war gekennzeichnet durch zahlreiche Auseinandersetzungen zwischen den politischen und paramilitärischen Kräften im Staat.

Zu Beginn der Zeit des Nationalsozialismus fand am 21. März 1933 der Tag von Potsdam statt. Bei dem inszenierten Staatsakt reichte der greise Reichspräsident Paul von Hindenburg dem neuen Reichskanzler Adolf Hitler die Hand. Dies sollte als symbolische Geste für ein Bündnis der alten Ordnung mit dem Nationalsozialismus verstanden werden. Die konstituierende Sitzung des Reichstags fand ohne die Sozialdemokraten und Kommunisten in der Potsdamer Garnisonkirche statt, da das Berliner Reichstagsgebäude aufgrund des Brandschadens nicht zur Verfügung stand. Das Ereignis wurde landesweit im Rundfunk übertragen.

Das Stadtzentrum Potsdams wurde in der letzten Phase des Zweiten Weltkrieges, am 14. April 1945, durch einen alliierten Bombenangriff beschädigt (Luftangriff auf Potsdam). Besonders betroffen war das Gebiet zwischen der Havel, dem Alten Markt und dem Bassinplatz. Das Stadtschloss, der Lange Stall und die Garnisonkirche brannten vollkommen nieder. Ähnlich beschädigt wurden auch weite Teile der nordöstlichen Vorstadt in der Nähe der Glienicker Brücke. Weitgehend erhalten blieb jedoch das Gebiet um den Neuen Markt, sowie das Holländische Viertel und die nördlichen Teile der Altstadt. In den Kämpfen der letzten Kriegstage wurden weitere Gebäude beschädigt, so die Heiligen-Geist-Kirche und das Alte Rathaus. Am 27. April 1945 wurde Potsdam durch die Rote Armee eingenommen.

Besatzungszeit und deutsche Teilung[Bearbeiten]

Im Schloss Cecilienhof, dem Wohnsitz des letzten deutschen Kronprinzen Wilhelm von Preußen, fand vom 17. Juli bis zum 2. August 1945 die Potsdamer Konferenz der Siegermächte USA, Vereinigtes Königreich und Sowjetunion statt. Die Konferenz endete mit dem Potsdamer Abkommen, welches die deutsche Besatzung in vier Zonen besiegelte.

Mit der Gründung der DDR wurde Potsdam von 1952 bis 1990 zum Verwaltungssitz des neugegründeten Bezirkes Potsdam. Die sozialistische Regierung hatte ein gespaltenes Verhältnis zum Erbe Preußens. Einerseits erkannte man die kulturellen und künstlerischen Leistungen an, andererseits meinte man in zahlreichen Bauwerken einen Ausdruck des Militarismus zu erkennen. 1951 wurde die Pädagogische Hochschule Karl Liebknecht gegründet, aus der später die Universität Potsdam hervorging. Aufgrund des Wohnungsmangels wurden vor allem im Süden der Stadt neue Stadtviertel, wie der Schlaatz, Waldstadt II und Drewitz errichtet.

Die Glienicker Brücke diente im geteilten Deutschland zum Austausch der Spione.

1949 wurde Ost-Berlin zur Hauptstadt der DDR erklärt. Mit dem Mauerbau verlor Potsdam 1961 seinen direkten Anschluss zum Nachbarn West-Berlin. Damit wurde die Berliner Mauer auch in Potsdam zur Grenze zwischen Ost und West. Bemerkenswert ist die kleine westliche Exklave Steinstücken, die isoliert in Babelsberg verblieb. Der Übergang an der Glienicker Brücke wurde während des Kalten Krieges zum Austausch von Spionen genutzt.

Nach der deutschen Teilung[Bearbeiten]

Mit der Wiedergründung des Landes Brandenburg nach der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 wurde Potsdam dessen Landeshauptstadt. Seither existieren verschiedene Initiativen zur Rekonstruktion mehrerer zerstörter Bauwerke in der Innenstadt, so beispielsweise der Garnisonkirche.

Im Jahre 1990 wurden weite Teile der Potsdamer Kulturlandschaft zum UNESCO-Welterbe ernannt. 1993 konnte die Stadt dann ihr tausendjähriges Bestehen feiern und war im Jahre 2001 unter dem Motto „Gartenkunst zwischen gestern und morgen“ Gastgeber der Bundesgartenschau. Zu diesem Anlass wurde in der Yorckstraße das erste, etwa 300 m lange Teilstück des in den 1960er Jahren zugeschütteten Stadtkanals wieder freigelegt. 2004 erhielt die Stadt die Goldmedaille beim Bundeswettbewerb Unsere Stadt blüht auf und war einige Jahre darauf, neben 16 weiteren Städten, Kandidat zur „Kulturhauptstadt Europas 2010“.

Militärgeschichte[Bearbeiten]

Potsdam hatte stets eine ausgeprägte, aber wechselhafte militärische Vergangenheit. Die militärischen Befehlshaber waren zahlreich: von der preußischen über die kaiserliche Armee, Reichswehr, Wehrmacht, Roter Armee bis zur NVA und nun zur Bundeswehr.

Als Residenz der preußischen Könige wurde die Stadt schnell zur Garnisonsstadt ausgebaut. Militärische Anlagen dominierten lange Zeit das Stadtbild und die Struktur der Bevölkerung, so dass der liberale Freidenker Alexander von Humboldt die Stadt 1854 als „öde Kasernenstadt[12] bezeichnete. Bekannt wurden die Langen Kerls, die preußischen Gardesoldaten mit überdurchschnittlicher Körpergröße.

1945 übernahmen die Rote Armee und später die Nationale Volksarmee die Mehrzahl der Kasernen. Bis 1991 war Potsdam zudem Standort der 34. Artilleriedivision der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland. Nach der Wiedervereinigung war eine Armee in der bisherigen Größe nicht mehr erforderlich. Die zahlreichen, zum großen Teil historisch und architektonisch bedeutenden, Kasernen und Militäranlagen werden seitdem einer neuen Nutzung zugeführt. Beispielsweise entstand der Volkspark Potsdam im Rahmen der Bundesgartenschau 2001 auf einem ehemals militärisch genutzten Gelände in Potsdam-Bornstedt, die Garde-Ulanen Kaserne 1 am Luisenplatz wurde zum Sitz der Sparkasse, in der Garde-Ulanen Kaserne 3 befindet sich eine Schule und die Rote Kaserne wird zur Wohn- und Gewerbenutzung umgebaut.

Seit Juli 2001 befindet sich das Einsatzführungskommando der Bundeswehr im Wildpark Potsdam, gehört jedoch dem Ortsteil Geltow / Gemeindeteil Wildpark-West der Gemeinde Schwielowsee an. Es ist das Führungskommando für alle Auslandseinsätze der Bundeswehr, auch in Kombination mit anderen Nationen. Von hier werden die Einsätze der ISAF, EUFOR, KFOR, OEF Marine, UNIFIL und die deutsche Beteiligung an Missionen der UN auf operativer Ebene geführt.[13]

Gemeindeverband – Ein- und Ausgliederungen[Bearbeiten]

Historische Stadtansicht von Potsdam aus dem 18. Jahrhundert

Das Stadtgebiet Potsdams war bis Ende des 19. Jahrhunderts noch relativ klein. Zur Stadt Potsdam zählten außer der Innenstadt nur die Teltower, Brandenburger, Berliner, Jäger- und Nauener Vorstadt. Durch das Anwachsen der Bevölkerung und Bebauung musste das Stadtgebiet mehrmals erweitert werden. Dies geschah in mehreren Abschnitten mit der Eingliederung von benachbarten Rittergütern beziehungsweise Teilen davon. Damit wuchs das Stadtgebiet von 893 ha im Jahre 1836 auf 1350 ha im Jahre 1905. 1928 wurde der Park von Sanssouci mit den Schlössern sowie ein großer Teil der Insel Tornow (später Hermannswerder) sowie sechs Gutsbezirke mit Brauhaus- und Telegrafenberg in das Stadtgebiet eingegliedert. Danach betrug die Stadtfläche 3.206 Hektar. 1935 wurden Bornim, Bornstedt, Eiche und Nedlitz eingemeindet, 1939 folgten die Industriestadt Babelsberg und weitere Dörfer. 1952 wurden die meisten dieser Gemeinden im Rahmen der Gebietsreform der DDR wieder selbständig.[14] Im Oktober 2003 erreichte das Stadtgebiet nach zwei neuen Eingemeindungsprozessen im Rahmen der landesweiten Kreisgebietsreform seine heutige Ausdehnung.[15] Dabei wurde die Fläche Potsdams allein durch die Eingemeindungen von 2003 um 60 % vergrößert, die Einwohnerzahl jedoch nur um 12 %.[16]

Übersicht

Hinweis: Die nicht mehr zu Potsdam gehörenden Orte werden kursiv dargestellt.

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Babelsberg 1. April 1939
Bergholz-Rehbrücke 1. April 1939
25. Juli 1952
26. Oktober 2003
Eingemeindung nach Potsdam,
Ausgliederung aus Potsdam,
Eingemeindung nach Nuthetal
Bornim 1. August 1935
Bornstedt 1. August 1935
Drewitz 1. April 1939
Eiche 1. August 1935
25. Juli 1952
1. Januar 1962
6. Dezember 1993
Eingemeindung nach Potsdam,
Umgliederung nach Eiche-Golm,
Ausgliederung aus Eiche-Golm,
Eingemeindung nach Potsdam
Fahrland 1. April 1939
25. Juli 1952
26. Oktober 2003
Eingemeindung nach Potsdam,
Ausgliederung aus Potsdam,
Eingemeindung nach Potsdam
Geltow 1. April 1939
25. Juli 1952
31. Dezember 2002
Eingemeindung nach Potsdam,
Ausgliederung aus Potsdam,
Eingemeindung nach Schwielowsee
Golm 1. April 1939
25. Juli 1952
1. Januar 1962
26. Oktober 2003
Eingemeindung nach Potsdam,
Umgliederung nach Eiche-Golm,
Ausgliederung aus Eiche-Golm,
Eingemeindung nach Potsdam
Groß Glienicke 1945
26. Oktober 2003
Ausgliederung des Ostteils der eigenständigen Gemeinde nach Berlin,
Eingemeindung des verbliebenen Teils nach Potsdam
Grube 1. April 1939
25. Juli 1952
25. Juli 1952
6. Dezember 1993
Eingemeindung nach Potsdam,
Ausgliederung aus Potsdam,
Eingliederung von Nattwerder und Schlänitzsee,
Eingemeindung nach Potsdam
Kartzow 14. März 1974 Eingemeindung nach Fahrland
Krampnitz 1. April 1939
25. Juli 1952
15. April 1957
Eingemeindung nach Potsdam,
Ausgliederung aus Potsdam,
Eingemeindung nach Fahrland
Marquardt 26. Oktober 2003
Nattwerder 1. April 1939
25. Juli 1952
25. Juli 1952
Eingemeindung nach Potsdam,
Ausgliederung aus Potsdam,
Eingliederung nach Grube
Nedlitz 1. August 1935
Neubabelsberg 1. April 1938 Zusammenschluss mit Nowawes zu Babelsberg
Neuendorf 1. April 1907 Eingemeindung nach Nowawes
Neu Fahrland 1. April 1939
25. Juli 1952
26. Oktober 2003
Eingemeindung nach Potsdam,
Ausgliederung aus Potsdam,
Eingemeindung nach Potsdam
Nowawes 1. April 1938 Zusammenschluss mit Neubabelsberg zu Babelsberg
Paaren 1. Januar 1961 Zusammenschluss mit Uetz zu Uetz-Paaren
Plantagenhaus, Gutsbezirk 1. April 1926
Potsdam-Gut, Gutsbezirk 1. April 1926
Sacrow 1. April 1939
Satzkorn 26. Oktober 2003
Schlänitzsee 1. April 1939
25. Juli 1952
25. Juli 1952
Eingemeindung nach Potsdam,
Ausgliederung aus Potsdam,
Eingliederung nach Grube
Tornow, Gutsbezirk 1. April 1926
Uetz 1. Januar 1961 Zusammenschluss mit Paaren zu Uetz-Paaren
Uetz-Paaren 26. Oktober 2003
Wilhelmshorst 1. Juli 1950
25. Juli 1952
26. Oktober 2003
Eingemeindung nach Potsdam,
Ausgliederung aus Potsdam,
Eingemeindung nach Michendorf

Bevölkerungsentwicklung und Demografie[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung 1820–2008

Die Stadt Potsdam blieb seit der Ersterwähnung 993 bis in die frühe Neuzeit eine kleine Stadt mit geringer und relativ konstanter Einwohnerzahl. Aufgrund der Verwüstungen und der Hungersnöte des Dreißigjährigen Krieges fiel die Einwohnerzahl auf einen Tiefpunkt von 700 im Jahr 1660. Nach der Entwicklung als brandenburgische Residenzstadt stieg die Einwohnerzahl deutlich an. Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert verdreifachte sich die Bevölkerung bis 1900 auf 60.000. Am 1. April 1939 wurde Potsdam durch die Eingemeindung der ca. 30.000 Einwohner zählenden Stadt Babelsberg und anderer Orte zur Großstadt. Während des Zweiten Weltkrieges sank die Einwohnerzahl, in den folgenden Jahren stieg sie jedoch wieder an. Seit der Wiedervereinigung fiel die Bevölkerungszahl zunächst bis 1999 um 13.000 Personen auf 129.000. Seit 2000 wächst die Zahl der Einwohner der Stadt wieder beständig durch Zuzug und auf Grund zahlreicher Eingemeindungen, seit 2003 zählt die Stadt durchschnittlich 1500 neue Einwohner pro Jahr.[17] Mit einer relativ hohen Geburtenrate und einer niedrigen Sterberate hatte Potsdam im Jahr 2004 das höchste natürliche Bevölkerungswachstum aller Landeshauptstädte. Am 13. Februar 2008 begrüßte der Potsdamer Oberbürgermeister den 150.000sten Einwohner. Die Stadtverwaltung Potsdam prognostiziert 164.500 Einwohner für das Jahr 2020.[18] In einer weiteren Prognose ist eine Bevölkerung von über 180.000 Einwohner im Jahr 2030 genannt.[19]

Heute sind neben den Einwohnern mit Hauptwohnsitz zusätzlich rund 7000 Menschen mit Nebenwohnsitz gemeldet.[17] Mit durchschnittlich 41,2 Jahren hat Potsdam nach Mainz mit 41,0 Jahren und Kiel mit 41,1 Jahren die drittjüngste Bevölkerung unter den deutschen Landeshauptstädten. Der Anteil der ausländischen Bevölkerung in Potsdam stagniert seit Jahren um 4,6 Prozent. Am 31. Dezember 2012 lebten in der Stadt 7275 Ausländer.[20] Insbesondere Personen aus Ost- und Ostmitteleuropa befinden sich unter den Ausländern.[21]

Religionsgemeinschaften[Bearbeiten]

Christentum[Bearbeiten]

Die evangelische Nikolaikirche am Alten Markt[veraltet]

Die Geschichte des Christentums in der Stadt Potsdam ist geprägt von einem Nebeneinander der Glaubensgemeinschaften. Die Stadt Potsdam gehörte anfangs zur christlichen Propstei Spandau des 949 gegründeten Bistums Brandenburg. Im Jahr 1541 führte der Kurfürst von Brandenburg die Reformation ein, die Stadt war damit über Jahrhunderte eine überwiegend protestantisch geprägte Stadt. Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis, jedoch gehörten Herrscher und Hof seit 1613 der reformierten Kirche an. Ab 1723 gab es eine Französisch-Reformierte Gemeinde, die 1753 die Französische Kirche erhielt.

Die evangelische Französische Kirche

1817 wurden die beiden evangelischen Konfessionen innerhalb Preußens zur Unierten Kirche zur Evangelischen Kirche in Preußen vereinigt, dabei machten die lutherische Gemeinde und die reformierte Gemeinde an Potsdams Garnisonkirche den Anfang. Das Oberhaupt (summus episcopus) war der König von Preußen als Landesherrliches Kirchenregiment. Nach weiteren Namensänderungen 1846 und 1875 nannte sich die Landeskirche ab 1922 Evangelische Kirche der Altpreußischen Union, deren märkische Kirchenprovinz sich 1947 als Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg verselbständigte. 2004 fusionierte diese Kirche mit der Evangelischen Kirche der schlesischen Oberlausitz, die ebenfalls aus einer altpreußischen Kirchenprovinz hervorgegangen war, zur Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Die evangelischen Kirchengemeinden Potsdams gehören heute zum Kirchenkreis Potsdam, dessen Sitz (Superintendentur) sich ebenfalls in Potsdam befindet. Seit dem 1. Januar 2010 gibt es den – aus dem bisherigen Sprengel Neuruppin umbenannten – Sprengel Potsdam, der das nordwestliche Gebiet der Landeskirche umfasst und seinen Sitz – wie auch schon der Sprengel Neuruppin – in der Landeshauptstadt hat. An der Spitze steht seit 2010 Generalsuperintendentin Heilgard Asmus.

Als Reaktion auf die Vereinigung der lutherischen und reformierten Kirchen zur unierten Kirche setzte sich in der Evangelisch-Lutherischen Kirche Preußens die ursprüngliche lutherische Kirche in Preußen fort, welche sich jedoch erst 1841 nach langer Verfolgungszeit seitens der unierten evangelischen Landeskirche und des preußischen Staates konstituieren konnte. Diese Kirchengemeinde gehört heute zum Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche.

Neben den landeskirchlichen Gemeinden gibt es mehrere Freikirchen, wie die Herrnhuter Brüdergemeine.

Da Potsdam Garnisonsstadt war, gab es zahlreiche katholische Soldaten. 1868 entstand die katholische Kirche St. Peter und Paul. 1821 wurde die Fürstbischöfliche Delegatur Berlin-Brandenburg-Pommern errichtet. 1930 wurde das Bistum Berlin als Suffraganbistum von Breslau errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebiet der Kirchenprovinz Breslau getrennt und damit exemt, es unterstand direkt dem Papst. Im Zuge der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten wurde 1994 das Bistum Berlin zum Erzbistum Berlin erhoben, zu dem heute die beiden Pfarrgemeinden Potsdams gehören.

Die russisch-orthodoxe Alexander-Newski-Gedächtniskirche

Die russisch-orthodoxe Kirchengemeinde entstand in Potsdam nach 1716 durch Schenkungen Russischer Riesen von Peter dem Großen an Friedrich Wilhelm I. für dessen Lieblingsregiment der „Langen Kerle“. Der König ließ 1734 den nördlichen Kopfbau des Langen Stalls als turmlose Garnisonkirche für die inzwischen 300 Gemeindemitglieder einweihen. Sie existierte, immer weiter zusammenschmelzend, bis 1809. Das nicht mehr benutze Kirchengebäude hatte Friedrich II. 1755 in ein „Comödienhaus“ umbauen lassen.[22] Mit der Errichtung der Kolonie Alexandrowka in Potsdam kam es zur Neugründung einer russisch-orthodoxe Gemeinde um die Alexander-Newski-Gedächtniskirche. Sie gehört zur Berliner Diözese des Moskauer Patriarchats und umfasst heute etwa 1000 Gläubige.[23]

Der Anteil der Christen verringerte sich während der Zeit der DDR erheblich (siehe dazu Christen und Kirche in der DDR). Aktuell leben in Potsdam mehr als 30.000 Christen verschiedener Konfessionen, dies entspricht 20 Prozent der Bevölkerung. Davon gehören etwa 25.000 den 22 evangelischen und rund 5.000 den beiden katholischen Gemeinden der Stadt an. Die verschiedenen freien Kirchengemeinschaften zählen zusammen ebenfalls mehrere Tausend Gläubige.[24]

Judentum[Bearbeiten]

In Potsdam gibt es zwei jüdische Gemeinden. Eine wird vom Zentralrat der Juden in Deutschland vertreten und hat heute etwa 400 Mitglieder. Die zweite Gemeinde ist vom Zentralrat unabhängig und nennt sich Gemeinde gesetzestreuer Juden. Zudem ist Potsdam Sitz des liberalen Abraham-Geiger-Kollegs, des bislang einzigen Rabbinerseminars im Deutschland der Nachkriegszeit. Die Alte Synagoge in Potsdam wurde während der Pogrome der Reichspogromnacht 1938 geplündert. Endgültig zerstört wurde das Gebäude aufgrund der Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg. Seitdem gibt es keine Synagoge mehr in Potsdam, ein Neubau wird diskutiert (Stand 2007).[25] Im Rahmen der Neugestaltung der Potsdamer Mitte gilt als voraussichtlicher Errichtungsstandort die Schloßstraße Nummer 1, an dessen Stelle sich bis zum Frühjahr 2011 noch ein Bürohaus befand.

Weitere[Bearbeiten]

Die 1841 errichtete „Moschee“ von Potsdam ist tatsächlich ein profanes Dampfmaschinenhaus.

Aktuelle Zahlen der in Potsdam lebenden Muslime, Buddhisten oder der Angehörigen weiterer Glaubensbekanntnisse liegen nicht vor. Eine muslimische Gemeinde existiert seit 1998.[26] Historisch war Preußen sehr tolerant in religiösen Angelegenheiten. Der preußische König Friedrich der Große erklärte 1740: „alle Religionen Seindt gleich und guht, wan nuhr die leute, so sie profesieren [öffentlich bekennen], Erliche leute seindt, und wen Türken und Heiden Kähmen und Wolten das Landt Pöplieren [bevölkern], so wollen wier sie Mosqueen und Kirchen bauen.“[27] Zwar baute Friedrich später keine Moscheen, jedoch hatte sein Vater Friedrich Wilhelm I. schon im Jahr 1739 ein Zimmer des Militärwaisenhauses als Gebetssaal für 22 moslemische „Lange Kerle“ und damit die erste Moschee auf deutschem Boden einrichten lassen. Die Soldaten, über deren weiteres Schicksal nichts bekannt ist, waren türkische Kriegsgefangene des Herzogs Ernst Johann Biron von Kurland, die er Friedrich Wilhelm zum Geschenk gemacht hatte.[28]

Heute gehören fast 80 Prozent der Bevölkerung keiner Religion an.

Politik[Bearbeiten]

Die Stadt Potsdam tritt offiziell unter der Bezeichnung „Landeshauptstadt Potsdam“ auf.[2]

Verwaltungsgeschichte[Bearbeiten]

An der Spitze der Stadt stand seit 1345 ein Consul beziehungsweise ab 1450 ein Bürgermeister. Ein Stadtrat ist ab 1465 nachweisbar. Im 16. Jahrhundert und im 17. Jahrhundert hatte der Rat vier bis fünf Mitglieder, darunter auch den Bürgermeister. Später hatte der jeweilige Landesherr einen starken Einfluss auf die Stadtverwaltung. Ab 1722 gab es für die Altstadt und die Neustadt einen Magistrat, an der Spitze stand ein Stadtdirektor. 1809 wurde Potsdam eine kreisfreie Stadt mit einem Oberbürgermeister an der Spitze sowie mit einer Stadtverordnetenversammlung als gewähltem Gremium. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde diese aufgelöst und der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bildete die sowjetische Besatzungsmacht den Rat der Stadt mit einem Oberbürgermeister neu. Der Rat wurde durch eine Einheitsliste der Nationalen Front in unfreien Wahlen bestimmt.

Stadtverwaltung[Bearbeiten]

Die Potsdamer Stadtverwaltung hat ihren Sitz im Stadthaus in der Friedrich-Ebert-Straße. Der Oberbürgermeister und die Stadtverordnetenversammlung werden alle fünf Jahre bei den Kommunalwahlen gewählt.

Oberbürgermeister von Potsdam ist Jann Jakobs.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Stadt Potsdam wurde am 27. April 1994 genehmigt.

Wappen von Potsdam
Blasonierung:

„In Gold ein linkssehender, schwarzbewehrter golden gerauteter roter Adler. Den oberen Schildrand ziert eine gewölbte fünfzinnige rote Mauerkrone.[2][29]

Beschreibung:

Das Wappen Potsdams zeigt eine stilisierte Variante des Märkischen Adlers auf einem goldenen Schild. Der Märkische Adler und das Wappen stammen aus dem 12. Jahrhundert. Der Adler trat erstmals im Standbildsiegel des Askaniers Ottos I. von 1170 auf, dem Sohn Albrechts des Bären. Der Adler zeigt sich freischwebend von vorn mit ausgebreiteten Schwingen und nach links blickend. Er ist in der Farbe Rot gehalten, schwarz bewehrt und rot gezungt. Der Wappenschild wird gekrönt von einer gewölbten, fünfzinnigen, roten Mauerkrone. Die Flagge der Stadt Potsdam ist Rot-Gelb mit dem Wappen in der Mitte.

Die heutige Wappendarstellung geht auf einen Entwurf des Direktors der Fachhochschule für Werbung und Gestaltung Berlin mit Außenstelle in Potsdam, Werner Nerlich, von 1957 zurück. Die älteste erhaltene Abbildung des Adlers als Potsdamer Wappentier stammt von 1450 auf einem Siegel der Stadt. Seit 1660 darf Potsdam als Residenzstadt den roten märkischen Adler, vorher auf silbernem Grund dargestellt, auf goldenem Grund zeigen. Ab 1753 ist die heutige Farbgebung bekannt. Das Symbol des Märkischen Adlers ist weit verbreitet. Er ist Bestandteil vieler Gemeinde- und Städtewappen auf dem Gebiet der ehemaligen Mark Brandenburg. Ein Beispiel für eine Verdrängung durch ein anderes Wappentier zeigen die Siegel- und Wappenbilder Berlins von 1280 bis 1935.

Flagge[Bearbeiten]

Flagge von Potsdam

Die Flagge der Stadt Potsdam ist „zweistreifig Rot-Gelb mit dem in der Mitte aufgelegten Wappen“.[2]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Potsdam ist aus seiner Vergangenheit heraus eine international geprägte Stadt, dies zeigt sich auch in der Vielfalt der Städtepartnerschaften. Es lassen sich stets Gemeinsamkeiten in der Historie, Architektur oder Bedeutung zu den Partnerstädten entdecken. Bemerkenswert bereits zur damaligen Zeit war die Partnerschaft zur bundesdeutschen Regierungsstadt Bonn seit 1988, noch während der Zeit der deutschen Teilung. Potsdam unterhält Partnerschaften mit den folgenden sieben Städten:[30]

PolenPolen Opole Polen 1973
FrankreichFrankreich Bobigny Frankreich 1974
FinnlandFinnland Jyväskylä Finnland 1985
DeutschlandDeutschland Bonn Nordrhein-Westfalen, Deutschland 1988
ItalienItalien Perugia Italien 1990
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sioux Falls South Dakota, Vereinigte Staaten 1990
SchweizSchweiz Luzern Schweiz 2002

Kommunale Themen[Bearbeiten]

Die Gestaltung des Stadtbildes, insbesondere der Wiederaufbau der historischen Mitte wird seit 1990 vielschichtig diskutiert. Kontroversen gibt es dabei besonders um den Wiederaufbau der Garnisonkirche, die zukünftige Nutzung des Lustgartenareals und seit 2014 auch um eine als "Louvre" bezeichnete Planung einer unterirdischen Ladenpassage[31] entlang eines Teils des Stadtkanals.

Nachdem an verschiedenen Messpunkten in der Stadt die zulässigen Grenzwerte für Feinstaub mehrfach überschritten wurden, wurde über mehrere Jahre diskutiert, das gesamte Potsdamer Stadtgebiet zu einer Umweltzone zu erklären, das Fahrverbote für ältere Kraftfahrzeuge bedeuten würde. Da dies nach Ansicht der Stadtverwaltung wegen des damit verbundenen Umleitungsverkehrs zu insgesamt höheren Gesamtemissionen führen würde, wurde die EU-Umweltbehörde um Aufschub bis 2015 gebeten. Stattdessen sollen verkehrslenkende Maßnahmen zu einer Reduzierung der Emissionen führen.[32] So sollen mit der am 17. April 2012 eingeführten Umweltorientierten Verkehrssteuerung Grenzwertüberschreitungen bei Stickstoffdioxid und Feinstaub vermieden werden.[33]

Land Brandenburg[Bearbeiten]

Blick aus dem Hafen auf den Landtag Brandenburg und die Nikolaikirche

Potsdam ist als brandenburgische Hauptstadt Sitz des Landtags, der Landesregierung und des Ministerpräsidenten, die in der Staatskanzlei ihren Sitz haben, und der Ministerien.

Der Landtag hatte seinen Sitz im Gebäude der ehemaligen königlichen Kriegsschule auf dem Brauhausberg. Das Erscheinungsbild und die vormalige Nutzung des Gebäudes als Sitz der SED-Bezirksleitung brachten ihm den Beinamen Kreml ein. Da das Gebäude den Ansprüchen an ein modernes Parlament nicht mehr genügt, beschloss der Landtag einen Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Stadtschlosses am Alten Markt. Nachdem der Moderator Günther Jauch 2002 mit dem Neubau des Fortunaportals ein erstes Zeichen gesetzt hatte, beschloss die Stadtverordnetenversammlung 2005 nach Bürgerbefragung und kontroverser Debatte den Wiederaufbau. Seit 2010 wurde das Stadtschloss mit einer originalgetreuen Fassade, die der Milliardär und SAP-Gründer Hasso Plattner gespendet hat, wieder aufgebaut. Am 21. Januar 2014 wurde der Landtag in dem vom Architekten Peter Kulka entworfenen historisierenden Neubau offiziell eröffnet.[34][35]

Die Staatskanzlei befindet sich in der Heinrich-Mann-Allee 107.

Das Landesverfassungsgericht befindet sich in der Jägerallee 9–12.

Wirtschaft, Wissenschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Wirtschaft der Stadt Potsdam konnte sich seit der Wiedervereinigung vergleichsweise positiv entwickeln. Die Arbeitslosenquote ist niedriger als im Durchschnitt der neuen Bundesländer bei rund zehn Prozent. Die durchschnittlichen, verfügbaren Einkommen in Potsdam sind die höchsten unter den Großstädten der neuen Bundesländer, dicht danach folgen Jena und Dresden[36] (Stand: 2005). Die Gewerbesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2005 mehr als 44 Millionen Euro und liegen damit auf einem vergleichbaren Niveau mit der Stadt Heidelberg.[37] Der kommunale Schuldenstand ist mit nur 260 Euro pro Einwohner (allerdings ohne Eigenbetriebe) einer der geringsten in ganz Deutschland.[37]

Wissenschaftspark Potsdam-Golm (AEI)

Diese günstige Entwicklung kann auf mehrere Faktoren zurückgeführt werden. Vor allem war die Wirtschaft der DDR in Potsdam eher an Verwaltung, Dienstleistung und Entwicklung orientiert und weniger an Produktion. Damit wurde der abrupte Strukturwandel bzw. -bruch nach der Wiedervereinigung wesentlich erleichtert im Vergleich zu anderen Städten mit hohen Industrieanteilen. Der historische Standort als Forschungszentrum erleichtert zusätzlich die Anpassung an die Erfordernisse einer modernen Marktwirtschaft mit höheren Ausbildungsniveaus. Der Wirtschaftsstandort ist einer von 15 Regionalen Wachstumskernen im Land Brandenburg. Dadurch werden ausgewählte zukunftsorientierte Branchen gefördert. Zudem ist die geografische Lage im „Speckgürtel“ von Berlin attraktiv, der Anschluss an Infrastruktur wie Autobahn und Flughafen ist entsprechend gut ausgebaut.

Industrie und Gewerbe[Bearbeiten]

Forschungsnahe Unternehmen haben sich aufgrund der Vielzahl der Forschungsinstitute in und um Potsdam angesiedelt. Die Region Potsdam ist laut der Untersuchungen der Boston Consulting Group, A. T. Kearney und BioCom der führende Biotech-Standort in Deutschland. Sie kann auf eine dynamische Entwicklung verweisen und zählt mit insgesamt 160 Unternehmen und 3.200 direkt Beschäftigten zu den bedeutendsten Biotechnologiestandorten in Europa. Insgesamt beschäftigt die Biotechnologiebranche mit ihren verbundenen Organisationen rund 12.000 Menschen in der Region.[38]

Zu den größeren privaten Einzelinvestoren der letzten Jahre zählt unter anderem die Firma Oracle, die im Jahr 2001 eine Zweigniederlassung in Potsdam eröffnete. Direkt daneben entstand eine von weltweit drei VW-Designzentralen. Das Konsortium Toll Collect hat einen Standort in Potsdam. Die Firma Katjes errichtete 2006 am Produktionsstandort Babelsberg eine „gläserne Bonbonfabrik“.[39] Größter privater Investor ist Hasso Plattner, der mit über 200 Mio. Euro ein High-Tech-Zentrum in Form des HPI finanzierte.[40]

Wissenschaft und Forschung[Bearbeiten]

Der repräsentative Hauptstandort der Universität Potsdam, die Communs am Neuen Palais

Potsdam ist eine Universitätsstadt mit drei öffentlichen Hochschulen. Insgesamt sind etwa 24.000 Studierende in den Hochschulen eingetragen – dies entspricht rund 15 Prozent der Einwohner der Stadt Potsdam.[17] Fast ein Drittel der Einwohner hat einen Hochschul- oder Fachschulabschluss, der Anteil der Universitätsabsolventen beträgt 17 Prozent und übersteigt damit deutlich den Bundesdurchschnitt von 9 Prozent.[40]

Die Universität Potsdam wurde 1991 als Universität des Landes Brandenburg gegründet. Vorgängereinrichtung war die 1948 gegründete Brandenburgische Landeshochschule, die Anfang der 1950er Jahre in die Pädagogische Hochschule Karl Liebknecht, eine der größten der DDR, überführt wurde. Die Universität ist auf die drei Hauptstandorte Am Neuen Palais, Golm und Griebnitzsee verteilt.[41] Im Wintersemester zwischen 2010 und 2011 besuchten 20.760 Studenten die Universität.[42] Am privaten Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik kann man einen Bachelor- oder Masterabschluss für Softwaresystemtechnik (bzw. neuerdings IT Systems Engineering) erwerben. Diese Abschlüsse werden ebenfalls von der Universität Potsdam verliehen.

Der 1921 errichtete Einsteinturm des Astrophysikalischen Instituts diente der experimentellen Bestätigung der Relativitätstheorie.

Die Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf“ ist die älteste und größte Medienhochschule Deutschlands und seit 2014 Universität.[43] Sie wurde 1954 als Deutsche Hochschule für Filmkunst gegründet und trug seit 1985 den Namen Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“. Der Campus der Universität befindet sich auf dem Gelände des Filmstudios Babelsberg und wird aktuell von etwa 600 Studenten besucht. An der Hochschule werden die jährlichen Sehsüchte, ein internationales Studentenfilmfestival, organisiert.

Die Fachhochschule Potsdam ist eine junge Hochschule, die im Zuge der Umstrukturierung des ostdeutschen Hochschulsystems in Trägerschaft des Landes Brandenburg gegründet wurde. In ihr ging die vormalige Potsdamer Außenstelle der DDR-Fachhochschule für Werbung und Gestaltung Berlin auf. Die Fachhochschule Potsdam wird von etwa 2600 Studenten besucht.

Neben den staatlichen gab und gibt es auch private Hochschulen in Potsdam. Die Fachhochschule University of Management and Communication war eine international ausgerichtete, wissenschaftliche Hochschule in Potsdam, die staatlich anerkannt war. Seit 2009 existiert die Fachhochschule für Sport und Management Potsdam in der Stadt. Die BSP Business School Berlin Potsdam wurde ebenfalls 2009 gegründet, zog 2012 jedoch ins benachbarte Berlin.

Die Stadt Potsdam hat sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem Forschungsstandort entwickelt. Das wissenschaftliche Potenzial erstreckt sich heute auf mehr als 30 Forschungseinrichtungen in den Bereichen Geist und Gesellschaft, Geo und Umwelt, Bio und Leben sowie Physik und Chemie, darunter drei Max-Planck-Institute und zwei Fraunhofer-Institute.[44] Viele der Institute sind an die Universität Potsdam angegliedert. Zu den Forschungsinstituten zählen unter anderem das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung, das Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, das Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie, das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut), das Geoforschungszentrum Potsdam, das Leibniz-Institut für Astrophysik, das Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien, das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, das Deutsche Institut für Ernährungsforschung in Bergholz-Rehbrücke (Ortsteil der Gemeinde Nuthetal) und das Zentrum für Zeithistorische Forschung am Neuen Markt. Die Stadt Potsdam ist zugleich „Korporativ Förderndes Mitglied“ der Max-Planck-Gesellschaft.[45]

Medien[Bearbeiten]

Das Studio Babelsberg ist das älteste Großfilmstudio der Welt

Das 1911 gegründete Filmstudio Babelsberg in Babelsberg ist das älteste Großfilmstudio der Welt und gleichzeitig das flächenmäßig größte Filmstudio in Europa. Es ist vor allem bekannt für seine legendären Filme der Anfangszeit wie Metropolis und Der Blaue Engel. Heute ist das Filmstudio Babelsberg eines der führenden Zentren für Produktionen von Film und Fernsehen. Die Anzahl der Hollywood-Babelsberg-Koproduktionen steigt stetig. In der so genannten Medienstadt Babelsberg befindet sich neben der Studio Babelsberg AG auch der Filmpark Babelsberg, ein Themenpark, der den Besuchern mit der Studiotour über das Gelände, sowie mit Ausstellungen, Stuntshows, Kulissen und Requisiten aus zahlreichen bekannten Produktionen die Welt des Films näher bringt.

In Potsdam erscheinen als Tageszeitung die Potsdamer Neuesten Nachrichten, die Märkische Allgemeine mit Potsdamer Regionalteil und die Regionalausgabe der Zeitung Der Tagesspiegel.

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg sendet vom Standort Potsdam-Babelsberg. Dort werden unter anderem Radiosender Antenne Brandenburg, Radio Fritz und Radio Eins und den TV-Sendungen Brandenburg aktuell und zibb produziert. Außerdem gibt es in Potsdam den lokalen Fernsehsender PotsdamTV sowie den Lokalradiosender Radio Potsdam 89,2 MHz.

Seit 1997 erscheint monatlich das Magazin events, das Veranstaltungen und Gastronomietipps enthält. Seit 2004 gibt es das monatlich erscheinende Familienmagazin PotsKids!, seit 2010 das Monatsmagazin friedrich.

Verkehr[Bearbeiten]

Wasserstraßen in Potsdam

Potsdam ist im Westen und Süden durch den Berliner Ring der A 10 mit dem Autobahndreieck Potsdam und im Osten durch die A 115 (im Berliner Stadtgebiet auch als AVUS bezeichnet) an das Bundesautobahnnetz angeschlossen.

Mehrere Bundesstraßen verlaufen durch das Stadtgebiet, so die B 1, B 2 und B 273. Die Stadt liegt an der deutsch-niederländischen Ferienstraße Oranier-Route.

Die Potsdam mit den Bundesstraßen B 101, B 96 und B 179 verbindende Landesstraße L 40 erschließt das südliche Berliner Umland über Stahnsdorf, Teltow, Mahlow, Schönefeld nach Berlin (Treptow-Köpenick) und trägt im Potsdamer Stadtgebiet die Bezeichnung Nuthe-Schnellstraße.

Potsdam wird tangiert von der Unteren Havel-Wasserstraße. Sie ist die wichtigste Ost-West-Verbindung auf der Wasserstraße zwischen der Oder Berlin und der Elbe. Der Hafen an der Langen Brücke in Potsdam wird von den Schiffen des Unternehmens Schiffahrt in Potsdam, der Haveldampfschiffahrt und Gastliegern von Unternehmen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern genutzt. In der Alten Fahrt der Havel an der Freundschaftsinsel gibt es Anleger für den privaten Wassersport.

Hauptbahnhof mit S-Bahn- und Regionalbahnzügen

Von der Stadt aus führen Bahnlinien in die Richtungen Berlin, Flughafen Berlin-Schönefeld, Jüterbog, Dessau, Brandenburg an der Havel, Wustermark, Hennigsdorf und Frankfurt (Oder). Die Berlin-Potsdamer Eisenbahn war die erste Eisenbahnstrecke Preußens und wird deshalb auch Stammbahn genannt. Sie schuf eine Verbindung zwischen den Städten Berlin, Zehlendorf und Potsdam. 1845 wurde die Strecke als Bahnstrecke Berlin–Magdeburg bis nach Magdeburg fortgeführt. Die Berlin-Blankenheimer Eisenbahn (Wetzlarer Bahn) Richtung Dessau berührt das Stadtgebiet im Osten mit dem Bahnhof Potsdam Medienstadt Babelsberg.

Eisenbahnbetrieblich ist Potsdam jedoch kein eigenständiger Knotenpunkt, stattdessen gehören seine Bahnanlagen zum Eisenbahnkomplex Berlin, dem Berliner Außenring. Zu diesen Bahnhöfen gehören der Bahnhof Potsdam Pirschheide, Bahnhof Golm und Bahnhof Marquardt, sowie der südlich von Potsdam gelegene Rangierbahnhof Seddin.

Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen außer der S-Bahn Berlin verschiedene Straßenbahn- und Stadtbuslinien der Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH (ViP). Die Havelbus Verkehrsgesellschaft mbH betreibt mit mehr als 200 Regiobussen die Linien von Potsdam aus in den Landkreis Potsdam-Mittelmark, den Landkreis Havelland sowie gemeinsam mit der VG Teltow-Fläming in den Landkreis Teltow-Fläming. Alle Linien sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) zu benutzen.

Potsdam ist über den etwa 25 Kilometer entfernten Flughafen Berlin-Tegel und den rund 40 Kilometer entfernten Flughafen Schönefeld an den internationalen Flugverkehr angeschlossen.

Stadtentwicklung[Bearbeiten]

Nachdem in den 1990er Jahren in Potsdam überwiegend vorhandene Bausubstanz saniert wurde, werden seitdem nun verstärkt auch Neubau- und Wiedererrichtungsprojekte durchgeführt. Das neue Theater konnte 2006 bezogen werden, die Stadtentwicklungsgebiete am Bornstedter Feld und in der Speicherstadt befinden sich im Bau und ein neues Schwimmbad in Planung. Am Alten Markt wurde das Stadtschloss als Sitz des Brandenburgischen Landtags wiedererrichtet, gegenüber soll bis Ende 2016Vorlage:Zukunft/In 2 Jahren der Palast Barberini wieder aufgebaut werden. Mittelfristig ist man bestrebt auch den Stadtkanal wieder freizulegen und die Garnisonkirche neu aufzubauen.

Tourismus[Bearbeiten]

Der Tourismus stellt für die Landeshauptstadt Potsdam eine wichtige wirtschaftliche Größe dar und so wurde insbesondere in den letzten Jahren eine moderne touristische Infrastruktur geschaffen. Rund drei Millionen Touristen besuchten die Stadt Potsdam im Jahr 2005. Im Jahr 2006 übernachteten etwa 800.000 Besucher in Potsdam, dies entspricht einer Steigerung um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.[46] Die Zahl der Ankünfte der Gäste in der Landeshauptstadt hat sich seit 1991 fast vervierfacht und die der ausländischen Gäste verdoppelt. Die durchschnittliche Dauer eines Besuches beträgt 2,3 Tage und ist damit eine der höchsten der Landeshauptstädte. 20 Hotels in unterschiedlichen Komfortklassen, zehn Garni-Hotels, fünf Pensionen, zwei Erholungs- und Ferienheime sowie zwei Jugendherbergen bieten ca. 5000 Betten.[47] Die meisten Hotels wurden in den letzten Jahren neu gebaut oder vollständig saniert und bieten Tagungsräume und modernes Tagungsequipment. Zum Vergleich: Berlin mit 15 Millionen und Heidelberg mit 830.000 Übernachtungen im Jahr 2005.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Potsdam ist Sitz folgender Einrichtungen und Institutionen beziehungsweise Körperschaften des öffentlichen Rechts:

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Welterbe[Bearbeiten]

Schloss Sanssouci im Stil des Rokoko mit Weinbergterrassen

Bereits 1990 wurde die gesamte Potsdamer Kulturlandschaft auf gemeinsamen Antrag beider deutscher Staaten zum UNESCO-Welterbe erklärt. Seitdem gehören die Parkanlagen Sanssouci, Neuer Garten, Babelsberg, Glienicke und die Pfaueninsel mit ihren Schlössern sowie seit 1992 Schloss und Park Sacrow mit der Heilandskirche zum Weltkulturerbe. 1999 wurde das Potsdamer Welterbe um 14 Denkmalbereiche erweitert, darunter Schloss und Park Lindstedt, die Russische Kolonie Alexandrowka, das Belvedere auf dem Pfingstberg, der Kaiserbahnhof und die Sternwarte am Babelsberger Park. Insgesamt erstreckt sich das Welterbe auf rund 500 ha Parkanlagen mit 150 Gebäuden aus der Zeit von 1730 bis 1916. Die Berlin-Potsdamer Kulturlandschaft ist damit die größte der deutschen Welterbestätten.

Das Ensemble erfüllt die Ansprüche gemäß den Kriterien I., II. und IV. der UNESCO. Es ist zuerst eine einzigartige künstlerische Leistung, ein Meisterwerk des schöpferischen Geistes (I). Es hat beträchtlichen Einfluss auf die Entwicklung der Architektur, des Städtebaus und der Landschaftsgestaltung ausgeübt (II). Zudem ist es ein herausragendes Beispiel von architektonischen Ensembles oder einer Landschaft, die bedeutsame Abschnitte in der menschlichen Geschichte darstellen (IV).[48]

Schlösser und Gärten[Bearbeiten]

Hauptartikel: Schlösser in Potsdam
Das barocke Neue Palais ist das größte Schloss Potsdams.

Potsdam ist heute vor allem bekannt als Stadt der Schlösser und Gärten. Die Berlin-Potsdamer Kulturlandschaft umfasst fast 20 Schlösser oder Palais. Die prominenteste Sehenswürdigkeit und gleichzeitig das Wahrzeichen der Stadt ist das Schloss Sanssouci mit seinen umliegenden Parkanlagen. Nach eigenen Skizzen ließ der preußische König Friedrich der Große in den Jahren 1745–1747 ein kleines Sommerschloss im Stil des Rokoko errichten. Die Lage des Sommersitzes im Südwesten der Residenzstadt Berlin erinnert an die Funktion von Versailles im Verhältnis zu Paris.

Das Neue Palais im westlichen Teil des Parks Sanssouci (Luftbild 2008)

Das Neue Palais ist das größte Schloss der Stadt Potsdam. Es befindet sich am westlichen Ende des Parks Sanssouci. Der Bau wurde 1763 nach Beendigung des Siebenjährigen Krieges durch Friedrich den Großen begonnen und bereits 1769 fertiggestellt. Es gilt als letzte bedeutende Schlossanlage des preußischen Barocks. Friedrich plante es allein zu Repräsentationszwecken. Über 200 Räume, vier Festsäle und ein Rokokotheater standen bereit. Über 400 Statuen aus der antiken Götterwelt schmücken die Fassade und die Dachbalustrade. Aufgrund der Größe und der reichen Verzierungen bezeichnete Friedrich die Anlage als „fanfaronnade“, was so viel bedeutet wie Prahlerei oder Angeberei.

Das Orangerieschloss auf dem Höhenzug zwischen Klausberg und Schloss Sanssouci ließ der „Romantiker auf dem Thron“, Friedrich Wilhelm IV. in den Jahren von 1851 bis 1864 erbauen. Die Errichtung des Orangerieschlosses stand in Verbindung mit der Planung einer Triumphstraße. Am Triumphtor sollte die Prachtstraße beginnen und am Belvedere auf dem Klausberg enden. Höhenunterschiede sollten durch Viadukte ausgeglichen werden. Wegen der politischen Unruhen der Märzrevolution und der fehlenden finanziellen Mittel wurde das gigantische Projekt jedoch nie vollendet. Das Orangerieschloss wurde mit einer Frontlänge von 300 Metern im Stil der italienischen Renaissance errichtet, nach dem architektonischen Vorbild der Villa Medici in Rom und der Uffizien in Florenz.

Im Potsdamer Neuen Garten, dicht am Ufer des Heiligen Sees, ließ Friedrich Wilhelm II. in den Jahren 1787–1792 das Marmorpalais errichten. Die Architekten Carl von Gontard und ab 1789 Carl Gotthard Langhans schufen ein Schlossgebäude im Stil des Frühklassizismus. Das aus rotem Backstein errichtete Marmorpalais ist ein zweigeschossiges Gebäude mit quadratischem Grundriss. Wegen der schönen Aussicht wurde auf das flache Dach des kubischen Baukörpers ein Rundtempel gesetzt. Als Blickfang dient unter anderem das weiße Schloss auf der Pfaueninsel.[49]

Neben den Schlössern verfügt Potsdam heute über sieben Parklandschaften. Die bekannteste Gartenanlage ist der Park Sanssouci. Auf Anweisung Friedrichs des Großen wurde der Wüste Berg 1744 durch die Anlage von Weinterrassen kultiviert. Durch die Ausweitung nach Westen, bildete sich bis zum Neuen Palais eine schnurgerade circa 2,5 Kilometer lange Hauptallee. Die Sehenswürdigkeiten im Park Sanssouci sind zahlreich. Neben Schlossgebäuden, Pavillons, Tempeln und Skulpturen befindet sich auch der Botanische Garten auf dem Areal, sowie die Historische Mühle, um die sich eine Legende spannt.

Das Belvedere auf dem Klausberg, nördlich des Parks Sanssouci

Der Neue Garten entstand ab 1787. Er sollte dem Zeitgeist entsprechend ein gartenarchitektonisch modernes Bild wiedergeben und sich von den Formen des barocken Parks Sanssouci abheben. Der freien Natur nachgebildet, betonte man in der Gestaltung den landschaftlichen Charakter. Die Bäume und Pflanzen sollten ungeschnitten in freier Wuchsform natürlich erscheinen. Die bekanntesten Gebäude sind das Schloss Cecilienhof und das Marmorpalais, aber auch eine kleine Pyramide, eine Sphinx am Ägyptischen Portal der Orangerie und ein Obelisk sind zu entdecken.

Blick aus dem Park Babelsberg zur Großen Neugierde in Berlin

Peter Joseph Lenné und Fürst Hermann von Pückler-Muskau gestalteten den Park Babelsberg. Das zur Havel abfallende, hügelige Gelände wurde ab 1833 in eine Parklandschaft umgewandelt. Neben den zwei Schlössern im Park bietet der 46 Meter hohe Flatowturm eine Aussicht über die Stadt. Den tiefsten Einschnitt erfuhr der Park durch den Bau der Berliner Mauer 1961. Das Grenzgebiet durfte nicht betreten werden und verwilderte, heute ist es wieder kultiviert und zugängig. In dem Park befindet sich ein Campus der Universität Potsdam.

Die Freundschaftsinsel liegt im Zentrum der Stadt. Ihren Namen erhielt die Insel vor rund 150 Jahren von einem dort gelegenen Gasthaus. Auf Anregung Karl Foersters entstand 1938–1940 hier der Karl-Foerster-Garten, der erste Schau- und Sichtungsgarten für winterharte Blütenstauden, Farne und Gräser. Der älteste Garten der Stadt Potsdam ist der Lustgarten, den der Große Kurfürst 1660 vor dem ehemaligen Stadtschloss anlegen ließ. Im Rahmen der Bundesgartenschau 2001 wurde er in moderner Form wieder hergerichtet. Der Wildpark Potsdam gilt als „Lennés vergessener Garten“.[50] Er wurde 1843 eingerichtet und ist über 875 Hektar groß. Erreichbar ist er über die Bahnstation Potsdam Park Sanssouci, bekannt durch den Kaiserbahnhof. Der Volkspark Potsdam ist der neueste Park in der Stadt. Er wurde zur Bundesgartenschau 2001 auf einem ehemaligen militärisch genutzten Gelände in Potsdam-Bornstedt angelegt. Die dort errichtete Biosphäre ist eine Tropenhalle mit rund 20.000 Gewächsen.

Viertel und Plätze[Bearbeiten]

Seit dem Ausbau als Residenzstadt ist Potsdam eine europäisch geprägte Stadt. Dies spiegelt sich auch in der Kultur und Architektur wider. Neben zahlreichen Baustilen aus unterschiedlichen Epochen finden sich auch Wohnhäuser nach dem Vorbild holländischer und russischer Bauweise, die für ehemalige Siedler errichtet wurden. Dem Zeitgeist entsprachen exotische Gebäude wie unter anderem das Chinesische Haus aus dem 18. Jahrhundert oder die Schweizerhäuser in Klein Glienicke aus dem 19. Jahrhundert. Im norwegischen Stil wurde die Matrosenstation Kongsnæs errichtet (1945 größtenteils zerstört) und im englischen Landhausstil das Schloss Cecilienhof im Neuen Garten. Obwohl die Stadt eine über eintausendjährige Geschichte hat, sind keine Bauten aus dem Mittelalter erhalten. Die jeweiligen Regenten zeigten mit ihren ambitionierten Bauvorhaben ihre Vorliebe für Kultur und technische Leistungsfähigkeit.

Holländisches Viertel

Um holländische Handwerker nach Potsdam zu locken, ließ der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. zwischen 1733 und 1740 das Holländische Viertel errichten. Der zu den ersten Siedlern gehörende Baumeister Jan Boumann bekam die Leitung übertragen. Das zentral gelegene und in sich geschlossene Quartier besteht aus 134 Häusern aus rotem Ziegelstein, die durch zwei Straßen in vier Blöcke aufgeteilt werden. Das Viertel wird durch das Nauener Tor und die Peter-und-Paul-Kirche begrenzt.

Im Norden der Stadt entstand in den Jahren 1826/1827 die Russische Kolonie Alexandrowka für die letzten zwölf russischen Sänger eines Chores. Peter Joseph Lenné gab der Anlage die Form eines Hippodroms mit eingelegtem Andreaskreuz. Durch die verwandtschaftlichen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Häusern Hohenzollern und Romanow wurde die Kolonie als Denkmal der Erinnerung nach dem 1825 verstorbenen Zar Alexander I. benannt. Die Siedlung besteht aus insgesamt dreizehn Fachwerkhäusern. Die Außenwände der freistehenden ein- und zweigeschossigen Giebelhäuser sind mit halbrunden Baumstämmen verkleidet und erinnern an russische Blockhäuser. Die für die Kolonisten erbaute russisch-orthodoxe Alexander-Newski-Gedächtniskirche steht in der Nähe auf dem Kapellenberg.

Das Weberviertel Nowawes im heutigen Babelsberg mit der Friedrichskirche in seiner Mitte, ließ Friedrich der Große 1751 für böhmische Protestanten errichten. Friedrich II. gewährte den Glaubensflüchtlingen Steuer- und Religionsfreiheit. Die meist fünfachsigen Weberhäuser wurden von je zwei Familien bewohnt. Der König gab die Anweisung Nussbäume zu pflanzen, um das Holz für die Produktion von Gewehren zu nutzen. Ab 1780 pflanzte die Forstverwaltung Maulbeerbäume für die Seidenraupenzucht.

Winteransicht des Alten Markts[veraltet]

Der Alte Markt ist das historische Zentrum der Stadt. Hier wurden einst die Bauten des Stadtschlosses mit Marstall und Lustgarten, der Nikolaikirche, des Alten Rathauses und des Palasts Barberini errichtet. Während der DDR-Zeit entstanden hier zusätzlich das heutige Hotel Mercure als Hochhaus und die Fachhochschule Potsdam. Das zerstörte Stadtschloss hinterließ in dieser Zeit eine große Stadtlücke, die durch dessen Wiederaufbau aber wieder geschlossen wurde. Die Wiedererrichtung von Palast Barberini und Humboldt Quartier ist bis 2016Vorlage:Zukunft/In 2 Jahren vorgesehen.

Der versteckte Neue Markt

Der Neue Markt aus dem 17. und 18. Jahrhundert ist einer der besterhaltenen Barockplätze Europas.[51] In seiner Mitte errichtete Jan Boumann die Ratswaage. Im Südwesten des Platzes steht der ehemalige Kutschstall, in dem sich heute das Haus der Brandenburg-Preußischen Geschichte befindet. Das Kabinetthaus am Neuen Markt 1 war ein Stadtpalais. In ihm wurden der spätere König Friedrich Wilhelm III. und Wilhelm von Humboldt geboren.[52] Heute befinden sich in den Gebäuden am Neuen Markt eine Reihe kultureller und wissenschaftlicher Einrichtungen. Der Neue Markt liegt versteckt hinter Häuserreihen.

Der Luisenplatz verbindet die Fußgängerzone der Brandenburger Straße mit der Allee zum Eingang des Parks Sanssouci am Grünen Gitter. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Luisenplatz durch Peter Joseph Lenné gärtnerisch gestaltet und mit einem Brunnenbecken mit Fontäne in der Mitte versehen. Die Gartenanlage wich in den 1930er Jahren einem Umbau zum Parkplatz und der damit verbundenen Pflasterung. Zwischen dem Luisenplatz und der Brandenburger Straße steht seit 1770 das kleine Brandenburger Tor.

Stadttore[Bearbeiten]

Blick auf das neogotische Nauener Tor
Das ehemalige Teltower Tor
Jägertor, stadtauswärts

Als Garnisonstadt verfügte Potsdam über eine Stadtmauer, die aber nicht der Befestigung diente, sondern vor allem die Desertion der Soldaten und den Warenschmuggel verhindern sollte. Die Stadtmauer verband die Stadttore, von denen heute noch drei erhalten sind: das Brandenburger Tor, das Nauener Tor und das Jägertor. Die Grenze der sogenannten Accise- und Desertations-Communikation wurde erst im Jahr 1718 unter Friedrich Wilhelm I. erbaut. Heute sind nur wenige Reste der Stadtmauern erhalten. Drei Stadttore sind nicht mehr erhalten. Das Teltower Tor stand an der südöstlichen Seite der Langen Brücke. Das ehemalige Berliner Tor wurde 1945 fast völlig zerstört, erhalten blieb nur eine Seitenwand. Vom Neustädter Tor ist nur noch ein einzelner Obelisk erhalten geblieben.

Das Brandenburger Tor, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen berliner Wahrzeichen, wurde 1770 errichtet. Nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges wurde das ursprüngliche Tor abgetragen und durch einen monumentalen Neubau als Zeichen des Sieges ersetzt. Als Vorbild diente auf Anweisung Friedrichs II. unter anderem der Konstantinsbogen in Rom.[53] Das Tor hat zwei Baumeister und daher auch zwei Gesichter. Carl von Gontard entwarf die Stadtseite, sein Schüler Georg Christian Unger übernahm die Feldseite.

Das älteste erhalten gebliebene Tor ist das Jägertor. Es wurde 1733 errichtet und bildete einen der Ausgänge nach Norden. Seinen Namen erhielt es nach dem vor der Stadt liegenden kurfürstlichen Jägerhof. Architrav und Bekrönung bestehen aus Sandstein, während die rustizierten Pfeiler aus verputztem Ziegelmauerwerk errichtet wurden.

Das wesentlich größere Nauener Tor stammt aus dem Jahr 1755 und entstand auf direkte Anordnung Friedrichs II.. Ob dieser damit eines der ersten Beispiele der von England ausgehenden Neogotik auf dem europäischen Kontinent schaffen, oder an „sein“ Schloss Rheinsberg erinnern wollte, ist unklar. Der Platz vor dem Nauener Tor ist heute mit vielen Cafés, Restaurants und Bars ein Treffpunkt der Potsdamer und deren Gäste. Direkt hindurch führt eine Straßenbahnlinie.

Gemäldesammlungen[Bearbeiten]

Der ungläubige Thomas von Caravaggio

Die Stadt Potsdam verfügt über eine Vielfalt an Bildender Kunst in Form von Gemälden und Skulpturen. Die Hauptwerke sind in den Schlössern oder Museen zu besichtigen. Die Gemälde verteilen sich vor allem auf die Bildergalerie.

Die Bildergalerie wurde auf Wunsch des Königs Friedrich II. in den Jahren 1755 bis 1764 erbaut. Sie befindet sich östlich des Schlosses Sanssouci und ist der älteste erhaltene freistehende fürstliche Museumsbau in Deutschland. Der Galeriesaal ist prachtvoll gestaltet mit reich vergoldeter Ornamentik an der leicht gewölbten Decke. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf Gemälden des Barock, des Manierismus und der Renaissance. Berühmte italienische und flämische Maler wie Peter Paul Rubens, Anthonis van Dyck, Antoine Watteau und Caravaggio sind mit ihren Werken vertreten. Teile der Ausstellung wurden 1830 nach Berlin zur Eröffnung des Alten Museums übergeben. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Gemälde 1942 nach Schloss Rheinsberg gebracht. Erst 1958 kam ein großer Teil der von der Sowjetunion konfiszierten Gemälde zurück nach Deutschland. Eine Reihe verblieb bis heute als Beutekunst in russischen Sammlungen oder ist verschollen.

Auf einem Gelände am Jungfernsee plant der Milliardär und SAP-Gründer Hasso Plattner den Bau eines modernen Kunstmuseums mit Werken von Gerhard Richter, Bernhard Heisig und Arno Rink. Um den zunächst geplanten Bau in der Stadtmitte anstelle des Mercure-Hotels aus DDR-Zeiten gab es 2012 eine breite Kontroverse.

Kultur und Sport[Bearbeiten]

Kulturhistorie[Bearbeiten]

Aus der Zeit der ersten Besiedelung bis zum Ende des Mittelalters sind nur wenige kulturelle Spuren erhalten geblieben. Bei Ausgrabungen am Alten Markt wurden die Reste einer slawischen Burg und weniger Häuser gefunden. Auch nach der deutschen Eroberung blieb Potsdam eine kleine Stadt mit lokalem Handwerk und Kunst. Ein kultureller Aufschwung ging einher mit dem Aufbau als zweite Residenzstadt durch den Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm ab dem 17. Jahrhundert. Zu den ältesten erhaltenen Gebäuden zählt deshalb der Marstall des Stadtschlosses aus dem Jahr 1669.

Die Tafelrunde in Sanssouci. Friedrich lauscht Voltaire (Ölgemälde von Adolph Menzel, 1850)

Die Zuwanderung der verfolgten, französischen Hugenotten durch das Edikt von Potsdam förderte ab 1685 die kulturelle Entfaltung in Brandenburg und Preußen. Die französische Kultur war unter anderem auf dem Gebiet der Literatur und der Architektur weit entwickelt. In der Stadt Potsdam wurde ein französisches Viertel errichtet, das aber im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Erhalten blieb die Französische Kirche, welche heute die älteste erhaltene Kirche im historischen Stadtgebiet von Potsdam ist. Zu den einflussreichen Nachfahren der Hugenotten zählen unter anderem der Schriftsteller Theodor Fontane, der Baumeister Carl von Gontard und der derzeitige Verteidigungsminister Thomas de Maizière.

Potsdam entwickelte sich neben Berlin zu einem kulturellen Zentrum in Preußen. Friedrich der Große schätzte die Gedanken der Aufklärung und förderte die Wissenschaft und Kunst. So beendete er als erster in Europa die Zensur für nichtpolitische Teile der Zeitungen: „Gazetten, wenn sie interessant sein sollen, dürfen nicht geniert werden!“.[54] Der bedeutende Philosoph der Aufklärung Voltaire wurde auf Wunsch des Königs 1750 an den Hof von Sanssouci eingeladen. Er trat das gut dotierte Amt eines Königlichen Kammerherrn an und wurde wie ein hochrangiger Gast behandelt. Jedoch kühlte sich nach zwei Jahren die Beziehung zu Friedrich ab und der Philosoph verließ Preußen 1757.

In der Zeit des Nationalsozialismus erlebte Potsdam einen Bauboom, und Hans Friedrichs ließ zahlreiche Siedlungen und Kasernen errichten.

Öffentliche Kunst in der DDR zeigte den technischen Fortschritt

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Potsdam ein Zentrum der Kultur und Wissenschaft der DDR. Die Regierung der DDR wollte allen Bürgern Zugang zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben ermöglichen und laut Programm die Kinder und Jugendliche zu allseitig gebildeten humanistisch und international orientierten, friedliebenden „sozialistischen Persönlichkeiten“ erziehen. Das Kulturleben in der UdSSR und die Kultur der Arbeiter der Vorkriegszeit sollte in vielen Bereichen als Vorbild dienen, so dass die historischen Gebäude und Traditionen vernachlässigt wurden. Da in allen Bereichen der Gesellschaft Ausbeutung und Profitstreben beendet werden sollte, wurde eine Non-Profit-Kultur angestrebt, welche den breiten Zugang für alle Gesellschaftsschichten erleichterte.

Aus der UFA wurde 1946 die DEFA.

In der Realität wurde die Freiheit des Andersdenkenden mit Zensur und Gewalt im Ansatz zerstört. Dies zeigt sich vor allem in der Filmproduktion, die sich bereits ab der Zeit des Nationalsozialismus linientreu geben musste. Das Filmstudio Babelsberg war eines der Filmzentren im Dritten Reich und das Filmzentrum der DDR als Deutsche Film AG, kurz DEFA. Je nach Machthaber wurden Propagandafilme gedreht, aber auch anspruchsvolle Unterhaltung, wie der Film Spur der Steine mit Manfred Krug von 1966 zeigt. Die allzu realistische Darstellung des Lebens wurde zensiert „aufgrund von falschen politischen Positionen seines Regisseurs auch künstlerisch ganz schwach sei, eben ein Machwerk in jeder Beziehung“,[55] so der damalige Kultusminister Klaus Gysi.

Insgesamt entstanden mehr als 700 Spielfilme und 160 Kinderfilme in der Zeit der DDR.[56] Der Film Jakob der Lügner wurde als einziger Film der DEFA für einen Oscar nominiert. Heute widmen sich die Filmstudios vor allem internationalen Produktionen oder nationalen Fernsehsendungen.

Nach der Wiedervereinigung 1990 entwickelte sich das kulturelle Leben in Potsdam sprunghaft voran, auch die direkte Nähe zur Kulturmetropole Berlin wirkt sich belebend aus. Das zunehmende Interesse an der Vergangenheit führte zu zahlreichen Wiederaufbauprogrammen, bei denen sich auch der Wahl-Potsdamer Günther Jauch engagierte. Die Museenlandschaft und die kulturellen Institutionen in Potsdam entwickeln sich damit stets weiter.

Theater[Bearbeiten]

Das neue Hans-Otto-Theater wurde im September 2006 fertiggestellt und eingeweiht. Es löste damit das vorherige Provisorium am Alten Markt ab. Im Rahmen des Festakts wurde in Anwesenheit des Bundespräsidenten Horst Köhler auf die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung des neuen Theaterstandorts für die Stadt Potsdam hingewiesen. Das Ensemble spielt nun in der Schiffbauergasse am Ufer des Tiefen Sees, in der im frühen 19. Jahrhundert John B. Humphreys seine Raddampfer baute und die sich heute zum kulturellen Zentrum der Stadt entwickelt. Zu den weiteren Einrichtungen zählen die fabrik Potsdam, das T-Werk, der Kunstraum Potsdam, die Schinkelhalle und das Waschhaus.[57] Das T-Werk ist ein internationales Theater- und Theaterpädagogikzentrum, seit dem Jahr 1997 arbeitet es mit eigenen Ensembles an Inszenierungen und Produktionen.

Das historische Theater im Neuen Palais wird zu den schönsten noch erhaltenen Theaterräumen des 18. Jahrhunderts gerechnet. Es nimmt die beiden oberen Stockwerke des gesamten Südflügels ein. Die Farben rot und weiß dominieren, geschmückt von goldfarbenen Hermen und Ornamentik. Die Sitzreihen sind im Halbrund, ähnlich der eines antiken Amphitheaters angeordnet. Eine spezielle Königsloge findet sich nicht, Friedrich der Große verzichtete auf sie und wohnte den Aufführungen in der dritten Parkettreihe bei. Da der König die deutsche Kunst gering schätzte, wurden hauptsächlich italienische und französische Künstler engagiert. Die alte Bühnentechnik ist nicht mehr vorhanden. Bis in die heutige Zeit finden Vorstellungen in dem Rokokotheater statt.

Museen und Gedenkstätten[Bearbeiten]

Das Filmmuseum Potsdam zeigt regelmäßig klassische Filme.

Die Stadt verfügt über eine Vielzahl an Museen mit einer Bandbreite an Thematiken.[58] Die Gedenkstätten beleuchten die jüngere deutsche Geschichte oder die traditionellen internationalen Beziehungen Potsdams. Neben den bestehenden Museumshäusern erweiterten in den letzten Jahren einige Neugründungen die Museumslandschaft. Dazu zählt das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, das im August 2003 gegründet wurde.[59] Das 1981 gegründete Filmmuseum Potsdam im Marstall am Alten Markt zeigt die Entwicklung der Filmgeschichte mit Betonung auf den historischen Standort der Filmstudios in Babelsberg.

Die Gedenkstätte im KGB-Gefängnis

Weitere Museen umfassen die Gedenkstätte zum 20. Juli 1944 und die Gedenkstätte Lindenstraße 54/55 im ehemaligen Untersuchungsgefängnis der DDR-Staatssicherheit (MfS) mitten im Zentrum der Stadt. Auf dem Hof der weitgehend originalgetreu erhaltenen Untersuchungshaftanstalt des MfS ist seit einigen Jahren eine Plastik von Wieland Förster aufgestellt. Das Jan-Bouman-Haus präsentiert die Geschichte und Architektur des Holländischen Viertels. Am Park Sanssouci befindet sich das Mühlenmuseum in der Historischen Mühle, mit mühlenkundlicher Ausstellung und praktischer Darstellung des Mahlvorgangs. Die Gedenk- und Begegnungsstätte im ehemaligen KGB-Gefängnis Potsdam dokumentiert die Geschichte des KGB im besetzten Nachkriegsdeutschland.[60]

Die Nowaweser Weberstube im Weberviertel zeigt die wechselhafte Geschichte der Weberkolonie Nowawes im heutigen Stadtteil Babelsberg. Früher standen im S-Bahn-Unterwerk Griebnitzsee große Transformatoren und Gleichrichter, die den Strom für die S-Bahn lieferten, heute ist hier das S-Bahn-Museum eingerichtet. Das Museum dokumentiert die bisherige Entwicklung der S-Bahn in Ost und West.

Das Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte am Alten Markt bietet eine Dauerausstellung zur Stadtgeschichte sowie Sonderausstellungen. Es befindet sich im Alten Rathaus, das durch ein modernes Gebäude mit dem Knobelsdorffhaus verbunden ist.[61]

Das Naturkundemuseum Potsdam hat mehr als 220.000 Objekte zur Tierwelt Brandenburgs zusammengetragen. Das Museum ist im ehemaligen Ständehaus der Zauche, untergebracht. Es wurde 1770 nach Plänen von Georg Christian Unger erbaut und gehört zu einem Ensemble mit dem Großen Militärwaisenhaus in der Innenstadt. Im Jahr 1945 wurde es durch Bomben- und Artilleriebeschuss beschädigt und später rekonstruiert.

Seit April 2008 hat Potsdams erstes Museum für moderne Kunst, das museum FLUXUS+ geöffnet. Es liegt direkt am Tiefen See in Potsdams neuem Theater-Kultur- und Wissenschaftsstandort, der Schiffbauergasse. Werke namhafter Künstler, wie Wolf Vostell, Emmett Williams, Christo, Niki de Saint-Phalle und vieler weiterer sind hier zu betrachten.

Auf dem rbb-Gelände in Babelsberg befindet sich ein Standort des Deutschen Rundfunkarchivs (DRA).

Sport[Bearbeiten]

Der Olympiastützpunkt Potsdam ist eine sportart- und länderübergreifende Beratungs- und Betreuungseinrichtung für den Spitzen- und Nachwuchsleistungssport in Verbindung mit der Sportschule „Friedrich Ludwig Jahn“. Die Schule trägt den offiziellen Titel Eliteschule des Sports seit Dezember 2006, der vom Deutschen Olympischen Sportbund verliehen wurde. Die Schule und der Olympiastützpunkt liegen unmittelbar am Ufer des Templiner Sees. Hier ist auch die Potsdamer Rudergesellschaft ansässig.

Turbine Potsdam im Finale des UEFA-Pokals 2005 in Potsdam

Im Fußball spielt der 1. FFC Turbine Potsdam eine dominierende Rolle in der Frauen-Bundesliga. 2004, 2006 und in den Jahren 2009 bis 2012 wurde Turbine Potsdam sechsmal Deutscher Meister, zudem konnte der DFB-Pokal 2004, 2005 und 2006 gewonnen werden. Im Jahr 2005 wurde der UEFA Women’s Cup in Potsdam durch einen Sieg gegen Djurgårdens IF/Älvsjö Stockholm gewonnen. 2010 wurde Turbine der erste Gewinner der neu eingeführten UEFA Women’s Champions League. Der Herren-Traditionsverein SV Babelsberg 03 spielt derzeit in der Regionalliga Nordost (vierte Liga).

Der Kanu-Club Potsdam zählt zu den erfolgreichsten Kanurennsportvereinen der Welt und hat bereits zahlreiche Olympiasieger und Weltmeister hervorgebracht.

Darüber hinaus sind in Potsdam rund 130 Sportvereine mit insgesamt fast 20.000 Mitgliedern ansässig:

  • Im Volleyball spielt der SC Potsdam in der ersten Bundesliga der Frauen.
  • Im Handball spielt der VfL Potsdam in der dritten Liga.
  • Im Wasserball spielt der OSC Potsdam in der ersten Bundesliga.
  • Im Rugby spielt der USV Potsdam in der ersten Bundesliga.
  • Im Judo kämpft der UJKC Potsdam bei den Herren und bei den Damen jeweils in der ersten Bundesliga.
  • Im Gewichtheben hebt der AC Potsdam in der zweiten Bundesliga.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Die bekannteste Veranstaltung ist die alljährliche Potsdamer Schlössernacht, die in den verschiedenen Schlössern und Parks stattfindet. Diese öffnen zur abendlichen Stunde ihre Tore und bieten Einblicke in die Räumlichkeiten. Die Karten werden jedes Jahr auf 33.000 Stück begrenzt, um die Schlossanlagen zu schonen und sind aufgrund höherer Nachfrage innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Ein mitternächtliches Feuerwerk beendet regelmäßig die Veranstaltung. Die Einnahmen werden zur Sanierung der Bauwerke genutzt.

Zudem finden die jährlichen Sehsüchte statt, ein internationales Studentenfilmfestival, das von der Filmhochschule Potsdam geleitet wird. Darüber hinaus haben sich zahlreiche weitere Veranstaltungen etablieren können, wie die Potsdamer Tanztage oder das Theaterfestival UNIDRAM.

M100 Sanssouci Colloquium ist ein jährliches internationales Medientreffen in den Schlössern und Gärten der Stadt.

Freizeit, Musik und Nachtleben[Bearbeiten]

Der Fanfarenzug Potsdam vor Sanssouci

Der SG Fanfarenzug Potsdam e. V. ist ein Fanfarenorchester aus Brandenburg, das auf dem Gebiet der reinen Naturfanfarenmusik aufgrund seiner zahlreichen Auszeichnungen international bekannt wurde. Der Fanfarenzug zieht regelmäßig musizierend durch Potsdam.

Es gibt mehrere Orchester in Potsdam: die Kammerakademie Potsdam (bestehend aus dem Ensemble Oriol und dem Persius-Ensemble), das Collegium musicum Potsdam, das Neue Kammerorchester Potsdam (als ein Ensemble der Musik an der Erlöserkirche), das Junge Orchester Potsdam und das Jugendsinfonieorchester. Das Deutsche Filmorchester Babelsberg ist das einzige professionelle Orchester für Filmmusik in Deutschland. Der Nikolaisaal wurde als Konzert- und Veranstaltungshaus 2000 neu eröffnet; die Kammerakademie Potsdam ist das Hausorchester des Nikolaisaals.

Bekannte, aktuelle Bands aus Potsdam sind The Ruffians, Subway to Sally und Lex Barker Experience. Jährliche musikalische Veranstaltungen finden unter anderem im Lindenpark als Ska-Festival und als Hochschulsommerfest statt. Es gibt eine hohe Dichte an Clubs und Tanzbars, etabliert haben sich der Lindenpark, das „Nachtleben“, das Palmenzelt und das Waschhaus Potsdam. Zudem liegt das Nachtleben Berlins in kurzer Distanz.

Im März 2008 eröffnete auf dem Potsdamer Telegrafenberg mit dem AbenteuerPark Potsdam der größte Kletterwald Berlin-Brandenburgs. Auf sieben Parcours mit 115 Elementen, darunter eine 200 Meter lange Seilrutsche, können Kletterer bis zu zwölf Metern hoch hinaus.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Baumeister und Landschaftskünstler[Bearbeiten]

Karl Friedrich Schinkel war ein bedeutender Baumeister in Preußen und Potsdam.

Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff war als Baumeister beeinflusst durch den französischen Barock-Klassizismus. Mit seinen Bauten schuf er die Grundlage für das friderizianische Rokoko. Er gestaltete unter anderem das Schloss Sanssouci und das Stadtschloss. Karl Friedrich Schinkel zählt zu den herausragenden Architekten der klassizistischen Architektur des 19. Jahrhunderts. Sein erster realisierter Entwurf ist der Pomonatempel auf dem Pfingstberg. Seine bedeutendsten Werke in Potsdam sind das Schloss Charlottenhof und die Nikolaikirche. Mit dem Schloss Babelsberg entwarf er ein Gebäude im Stil der englischen Neogotik. Ludwig Persius war ein Schüler und enger Mitarbeiter Schinkels und Vertreter der Schinkelschule. Charakteristisch sind seine einfache Formensprache und Elemente der Neugotik. Zu seinen Bauwerken zählen die Heilandskirche am Port von Sacrow, die Friedenskirche und das Dampfmaschinenhaus im Park Babelsberg. Sein wohl außergewöhnlichstes Gebäude ist das Dampfmaschinenhaus im Stil einer maurischen Moschee. Jan Bouman war ein holländischer Zuwanderer. Er leitete unter anderem den Bau des Holländischen Viertels, des Alten Rathauses, der Friedrichskirche in Babelsberg und zahlreicher Bürgerhäuser. Boumann war maßgeblich am Umbau des Potsdamer Stadtschlosses beteiligt.

Der Gartenkünstler Peter Joseph Lenné prägte fast ein halbes Jahrhundert die Gartenkunst in Preußen. Er gestaltete weiträumige Parkanlagen nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten mit vielfältigen Sichtachsen und wirkte in der Stadtplanung, indem er Grünanlagen für die Naherholung der Bevölkerung schuf. Lenné war Ehrenbürger der Stadt und starb 1866 in Potsdam. Fürst Hermann von Pückler-Muskau machte sich in Potsdam um die Vollendung des Parks Babelsberg verdient, dessen Gestaltung Peter Joseph Lenné begonnen hatte. Karl Foerster war ein deutscher Gärtner, Staudenzüchter und Garten-Schriftsteller. Sein Name ist verbunden mit dem Karl-Foerster-Garten in Potsdam-Bornim und der von ihm und seinem Mitarbeiter Hermann Mattern geschaffenen Freundschaftsinsel. 1950 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Berliner Humboldt-Universität und 1955 den Nationalpreis der DDR. Die Grabstätte Karl Foersters befindet sich auf dem Alten Friedhof in Bornim. Mit der Entstehung und Erhaltung der Potsdamer Gartenlandschaft beschäftigten sich zahlreiche Gartendirektoren und Hofgärtner, wie die Gartendirektoren Johann Gottlob Schulze und Ferdinand Jühlke und die Hofgärtnerfamilien Sello, Nietner und Fintelmann. Hans Kölle leitete von 1907 bis 1945 die öffentlichen Grünanlagen der Stadt, von denen er viele anlegte.

Mit Potsdam verbunden[Bearbeiten]

Zu den bekannten Persönlichkeiten, die in Potsdam geboren sind, zählen unter anderem Wilhelm von Humboldt oder Hermann von Helmholtz, der „Reichskanzler der Physik“. Aus neuerer Zeit zählen Modedesigner Wolfgang Joop, der frühere brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck, Entertainer Bürger Lars Dietrich und Moderatorin Enie van de Meiklokjes zu den bekannten Söhnen und Töchtern der Stadt.

Potsdam ist darüber hinaus Wohnort weiterer Prominenter, von denen sich einige auch privat für die Stadt engagieren. Dazu zählen neben anderen der Fernsehmoderator Günther Jauch, der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG, Mathias Döpfner, oder Schauspieler wie Christian Ulmen.

Zahlreiche Persönlichkeiten wurden zu Ehrenbürgern der Stadt Potsdam ernannt, auch orientiert am politischen Geschehen. Der preußische Naturforscher Alexander von Humboldt erhielt die Auszeichnung 1849. Peter Joseph Lenné bekam die Ehrung 1863 als großer Landschaftskünstler. In der Zeit des nationalsozialistischen Aufstiegs wurden 1933 Paul von Hindenburg und Adolf Hitler während der Feierlichkeiten zum „Tag von Potsdam“ zu Ehrenbürgern ernannt, letztem wurde dies 1990 aber wieder aberkannt. In der Zeit des Sozialismus erhielten 1959 Karl Foerster die Ehrenbürgerwürde, vor allem aufgrund seiner Verdienste um die Gestaltung der Freundschaftsinsel, und 1960 der Arbeiterdichter, Schriftsteller und Kommunist Hans Marchwitza.

Seit 2001 ist das Corps Masovia Königsberg zu Potsdam ansässig.

Trivia[Bearbeiten]

  • Es gibt mehrere Obelisken, Pyramiden und Sphinxe in der Stadt.
  • Während der Bauarbeiten zur BUGA 2001 wurde im Volkspark Potsdam ein zwei Meter hoher Leninkopf gefunden, den die Rote Armee vor ihrem Abzug auf dem Gelände vergraben hatte.[62]
  • Der Wilhelmsplatz wurde 1946 in Platz der Einheit umbenannt. Zunächst bezog sich dies auf die Einheit Deutschlands, später sollte aus politischen Gründen die Einheit der Arbeiterklasse verstanden werden, heute wieder die Deutsche Einheit.[63]
  • Die Ehrenbürgerurkunde von Peter Joseph Lenné lautete fälschlicherweise auf Peter Paul Lenné.[64]
  • Der Jumbo-Jet Potsdam, der die Deutsche Fußball-Weltmeistermannschaft von 2014 aus Brasilien zurück nach Deutschland brachte, erhielt für diesen Flug die Aufschrift Siegerflieger, Fanhansa.[65]

Zitate[Bearbeiten]

„Daz gantze eyland muß ein paradeys werden…“

Fürst Moritz von Nassau: (Berater des Großen Kurfürsten 1664)[66]

Athen und Sparta, Feldlager und Garten Epikurs, Trompeten und Violinen, Krieg und Philosophie“

Voltaire: (langjähriger Gast am Hof Sanssouci über die Gestaltung der Stadt)[67]

„Öde Kasernenstadt“

Alexander von Humboldt: (über die hohe Militärpräsenz)[12]

„Mein liebes Weibchen! Potsdam ist ein teurer Ort [..] So musst Du Dich bei meiner Rückkehr schon mehr auf mich freuen als auf das Geld.“

Wolfgang Amadeus Mozart: (1789)[68]

Literatur[Bearbeiten]

Allgemeines
  • Gustaf von Dickhuth-Harrach: Potsdam. Mit 48 Federzeichnungen und einem farbigen Umschlagbild von Otto H. Engel sowie 12 Tafeln. Velhagen & Klasing, Bielefeld und Leipzig 1925
  • Manfred Hamm/ Hans-Joachim Giersberg: Potsdam. Die Stadt, die Schlösser und die Gärten, Berlin 1993
Belletristik
Geschichte
  • Peter-Michael Hahn: Geschichte Potsdams. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Beck Verlag, München 2003, ISBN 3-406-50351-9
  • Elke Fein (u. a.): Von Potsdam nach Workuta – Das NKGB/MGB/KGB-Gefängnis Potsdam-Neuer-Garten im Spiegel der Erinnerung deutscher und russischer Häftlinge. Potsdam 2002, ISBN 3-932502-19-1
  • Bernhard R. Kroener (Hrsg.): Potsdam – Staat, Armee, Residenz in der preußisch-deutschen Militärgeschichte, (im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes hrsg. von Bernhard R. Kroener unter Mitarbeit von Heiger Ostertag), Propyläen, Frankfurt am Main / Berlin 1993, ISBN 3-549-05328-2
  • Verschiedene Autoren: Potsdamer Ge(h)schichte 1 bis 6. – Orte des 20. Jahrhunderts. be.bra-Verlag, Berlin 2005, 2006
  • Geschichte der Kriegsschule in Potsdam. Herausgegeben am Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers 1904 von A. Nicolai. Nachdruck Faksimile, Potsdam, ISBN 978-3-88372-048-7
Stadtbilder
  • Horst Drescher, Renate Kroll: Potsdam – Ansichten aus drei Jahrhunderten. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1981
  • Mandy Kasek/ Philipp Meuser: Luftbildatlas Potsdam, Einführung u. Kartenkommentar: Andras Matschenz, DOM publishers, Berlin 2011, ISBN 978-3-86922-140-3
  • Otto Zieler: Potsdam – ein Stadtbild des 18. Jahrhunderts. Verlag Weise & Co., Berlin 1913
Stadt- und Architekturführer
  • Joachim Nölte: Potsdam. Der illustrierte Stadtführer. Edition Terra, Berlin/Potsdam 2008, ISBN 978-3-9810147-6-1
  • Ingrid Bartmann-Kompa/ Aribert Kutschmar u. a.: Architekturführer DDR. Bezirk Potsdam, Berlin 1981
  • Paul Sigel, Silke Dähmlow, Frank Seehausen und Lucas Elmenhorst: Architekturführer Potsdam. Architectural Guide to Potsdam, Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2006, ISBN 3-496-01325-7.
Stadtentwicklung
  • Flyer: Potsdamer Mitte – Eine Stadt baut für ihre Zukunft. Herausgeber Landeshauptstadt Potsdam, Der Oberbürgermeister
Heimatkunde
Einzelaspekte

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Potsdam – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Potsdam – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikivoyage: Potsdam – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c d e Hauptsatzung der Landeshauptstadt Potsdam vom 4. März 2009, abgerufen am 16. April 2014.
  3. http://www.unesco-welterbe.de/de/unesco-welterbestaetten/schloesser-und-parks-von-potsdam-sanssouci
  4. Internationale Produzenten im Studio Babelsberg
  5. Statistische Grunddaten zur Landeshauptstadt Potsdam
  6. Stadtteilkatalog der Landeshauptstadt Potsdam. Landeshauptstadt Potsdam. Abgerufen am 27. November 2013.
  7. Potsdamer Wohngebiete
  8. Stephan Hormes: Atlas der wahren Namen – Etymologische Karte Europa, Kalimedia Verlag, ISBN 978-3-9810301-4-3
  9. 993 – Von Poztupimi zur Residenzstadt
  10. Militär und Bürgerwehr – Wieviel Ordnung braucht die Revolution?
  11. 1871 – Aufschwung
  12. a b Robert Hoffman – Die Entstehung einer Legende
  13. Bundeswehr aktuelle Einsätze
  14. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 1. Januar 1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  15. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  16. Potsdam ist größer geworden (Version vom 18. Oktober 2007 im Internet Archive)
  17. a b c Statistik zur Landeshauptstadt Potsdam
  18. Bevoelkerungsprognose 2006 Bevölkerungsprognose 2005 bis 2020 nach Sozialräumen der Landeshauptstadt Potsdam (PDF; 197 kB)
  19. Prognose 2010 Bevölkerungsschwund wie im Dreißigjährigen Krieg
  20. Statistische Grunddaten zur Landeshauptstadt Potsdam. Landeshauptstadt Potsdam. Abgerufen am 23. November 2013.
  21. Potsdam im Vergleich der deutschen Landeshauptstädte 2004.
  22. Hierzu Andreas Kitschke: Die Potsdamer Garnisonkirche. „Nec Soli Cedit“, Potsdamer Verlagsbuchhandlung, Potsdam 1991, ISBN 3-910196-00-4, mit Abbildung, S. 16
  23. Selbstdarstellung der Gemeinde im Internet: Gemeinde der Russisch-Orthodoxen Kirche des heiligen Alexander Newskij zu Potsdam
  24. Christliche Kirchen in Potsdam. Auf: www.potsdam.de, abgerufen am 29. April 2012
  25. Bauverein Neue Synagoge Potsdam e.V. (Version vom 12. Oktober 2007 im Internet Archive)
  26. Nach der Pressemitteilung des Rathauses Nummer 577 vom 23. September 2011
  27. In Faksimile wiedergegeben bei Herman von Petersdorff: Friedrich der Große. Ein Bild seines Lebens und seiner Zeit,, Gebrüder Paetel, Berlin 1911³, Abb. 44, S. 81
  28. Hierzu Andreas Kitschke: Die Potsdamer Garnisonkirche. „Nec Soli Cedit“, Potsdamer Verlagsbuchhandlung, Potsdam 1991, ISBN 3-910196-00-4, S. 14f., mit Nachweisen
  29. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  30. Die Partnerstädte der Landeshauptstadt Potsdam. Potsdam.de. Abgerufen am 11. September 2013.
  31. Ein Luftschloss unterm Stadtkanal? PNN, 28. Juni 2014
  32. Stadt will keine Umweltzone in Potsdam. In: Potsdamer Neueste Nachrichten. 22. September 2011, abgerufen am 28. Januar 2014.
  33. Start Umweltorientierte Verkehrssteuerung. Auf: www.potsdam.de, 29. Mai 2012
  34. Einweihung des Stadtschlosses als Brandenburger Landtag. In: Pressemitteilung des Landtags Brandenburg. 17. April 2013, abgerufen am 11. August 2013.
  35. Tina Rohowski: Bundestagspräsident Lammert hält Festrede - Brandenburger Landtag feierlich eröffnet. RBB, 21. Januar 2014, abgerufen am 28. Januar 2014.
  36. Statistik Stadt Erlangen
  37. a b Rüdiger Braun: Potsdam ist Boomtown: In der Provinz bleibt der Aufschwung aus, die Landeshauptstadt schreibt Erfolgsgeschichten. 29. November 2006, archiviert vom Original am 11. Dezember 2007, abgerufen am 28. Januar 2014.
  38. Hervorragende Entwicklungspotenziale für Biotechunternehmen. In: Potsdam.de. Archiviert vom Original am 10. August 2011, abgerufen am 28. Januar 2014.
  39. Katjes News – Katjes Outlet Store und gläserne Bonbonfabrik (Version vom 23. Februar 2007 im Internet Archive)
  40. a b Artikel im Hochschulanzeiger
  41. Karte der Universitätsstandorte – Seite bei der Universität Potsdam; Stand: 23. Dezember 2009
  42. Daten und Fakten – Seite bei der Universität Potsdam; Stand: 24. Januar 2011
  43. Home – Startseite der HFF Potsdam; Stand: 19. August 2011
  44. Forschung der Spitzenklasse – Seite bei Potsdam.de; Stand: 19. August 2011
  45. „Korporativ Fördernde Mitglieder“. Max-Planck-Gesellschaft, 26. November 2013, abgerufen am 28. Januar 2014 (PDF; 376 KB).
  46. Statistik Land Brandenburg
  47. Statistiken der Stadt Potsdam
  48. Palaces and Parks of Potsdam and Berlin
  49. Die Pufferzone des UNESCO-Welterbe in Potsdam
  50. Wildpark e.V.
  51. Sightseeing: Neuer Markt (Version vom 2. Dezember 2009 im Internet Archive)
  52. Artikel Märkische Allgemeine (Version vom 19. Juli 2011 im Internet Archive)
  53. Brandenburger Tor
  54. Uni Tübingen – Medienrecht
  55. Artikel Filmzentrale
  56. Artikel im Filmportal
  57. Schiffbauergasse
  58. Museen
  59. Haus der Brandenburg-Preußischen Geschichte – Startseite
  60. Gedenk- und Begegnungsstätte Ehemaliges KGB-Gefängnis Potsdam e.V.
  61. Das Potsdam-Museum auf der Internet-Seite der Landeshauptstadt Potsdam
  62. Bild auf flickr
  63. KLAUS ARLT – Die Straßennamen der Stadt Potsdam. Geschichte und Bedeutung (PDF; 354 kB)
  64. Der Ehrenbürgerbrief wurde irrtümlich auf den Namen „Peter Paul Lenné“ ausgestellt und wird heute im Hofgärtnermuseum des Schlosses Glienicke, Berlin, aufbewahrt.
  65. http://www.lufthansagroup.com/de/presse/meldungen/view/archive/2014/july/15/article/3088.html
  66. Lotta Wieden: Potsdam „Das Eyland muß ein Paradies werden“. In: Süddeutsche Zeitung. 23. März 2011, abgerufen am 28. Januar 2014.
  67. Zitat Voltaires in „Sorglos in Brandenburg – dank Friedrich dem Großen“
  68. Platz der Einheit, Bassinplatz und Holländisches Viertel
  69. a b Kulturhauptstadt Potsdam – Preußen, Beverly Hills und die DDR
  70. Jens Blankennagel: Die Verführerin. Mit Distanz, Witz und Fabulierfreude hat Antje Strubel einen sehr speziellen Reiseführer über das Land Brandenburg geschrieben. Rezension, in: Berliner Zeitung, Nr. 89, 16. April 2012, S. 20.
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Dieser Artikel wurde am 19. Januar 2007 in dieser Version in die Liste der exzellenten Artikel aufgenommen.