Eldridge R. Johnson

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Eldridge R. Johnson (* 6. Februar 1867 in Wilmington, Delaware; † 15. November 1945 in Moorestown, New Jersey) war ein US-amerikanischer Mechaniker und Unternehmer aus Camden City. Er war um 1900 stark an der von Emil Berliner vorangetriebenen Entwicklung des Grammophons und des Schallplatten-Systems beteiligt.

Johnson wurde von Berliner erstmals bemüht, als es um die Entwicklung und Serienfertigung eines passenden Federwerks für seine Grammophon-Geräte ging. Die Markteinführung erfolgte 1896. Die Neuerungen verhalfen der Produktsparte zu einer enormen Umsatzsteigerung.

Johnson gründete die Firma Victor Talking Machine Company, die nach dem Plattenlabel auch als Victor Records bekannt war. Eines seiner Geräte trug den Namen Victrola. Das Unternehmen ging zu einem späteren Zeitpunkt an RCA. Der Namensbestandteil Victor findet sich noch heute im japanischen Unternehmensnamen von JVC als Kürzel.

Als es zum Bruch zwischen Berliner und seinem Vertriebsmann Frank Seaman wegen einer heimlich von diesem aufgebauten Konkurrenzproduktion von Plagiaten unter der Produktbezeichnung Zonophon kam, die Berliner nach Wunsch von Seaman der Produktion von Johnson hätte vorziehen sollen, ergaben sich intensive juristische Auseinandersetzungen in die teils auch Johnson mit hinein gezogen wurde.

Schlussendlich konnte der Seiten-Einsteiger Seaman über seine Anwälte eine relativ weitgehende Aufhebung diverser Markenrechte von Berliner durchsetzen. Berliner zog sich um 1900 aus den USA zurück und übertrug zugleich zahlreiche Rechte an Johnson, der diese noch mehrere Jahrzehnte im Rahmen seiner Unternehmungen als Produkte und Marken auf einem phasenweise durchaus mit Wachstum gesegneten Markt weiterführte.

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