Elmidae

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Elmidae
Macronychus quadrituberculatus, Aus: G. G. Jacobson, "Die Käfer Russlands und Westeuropas" (St. Petersburg 1905-15), T. 42)

Macronychus quadrituberculatus, Aus: G. G. Jacobson, "Die Käfer Russlands und Westeuropas" (St. Petersburg 1905-15), T. 42)

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Unterordnung: Polyphaga
Überfamilie: Byrrhoidae
Familie: Elmidae
Wissenschaftlicher Name
Elmidae
Curtis, 1830
Elmis aenea
Limnius volckmari
Potamophilus acuminatus

Die Elmidae (früher auch Helmidae, von (gr.) ἕλμις [helmis, eig. helmins „Eingeweidewurm“] oder auch Limniidae) sind eine aquatisch, bzw. amphibisch lebende, weltweit verbreitete Käferfamilie der Polyphaga mit ca. 1500 Arten in etwa 140 Gattungen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Merkmale

Die Elmidae sind kleine, nicht über 8 mm große Käfer. Charakteristisch für die Elmidae ist ihre Plastron-Atmung (die meisten sind also, da sie klein sind und in sauerstoffreichem Wasser leben, nie genötigt, sich zur Oberfläche zu begeben). Das abdominale, ventrale Plastron besteht aus einer mit feinsten, hakenartigen Härchen besetzten Fläche. Die Fühler sind länger als der Kopf und am Ende etwas keulig verdickt – wodurch sich die Elmidae von den sonst sehr ähnlichen Dryopidae unterscheiden. Meist sind sie dunkel gefärbt. Alle Tarsen sind fünfgliedrig, das letzte Glied ist besonders lang. Die Zahl der Fühlerglieder schwankt von 8 bis 11. Ventral sind 5 oder 6 Hinterleibsringe zu erkennen.

Die gestreckten, bis 16 mm langen Larven sind wie die Imagines gut sklerotisiert, manche sind deutlich abgeflacht. Sie atmen durch Kiemenschläuche am Hinterleibsende, die meist ausstülp- und einziehbar und durch ein „Operculum“ geschützt sind, das ein Krallenpaar trägt und damit seine Herkunft als abdominales Extremitäten-Paar zeigt.

[Bearbeiten] Lebensweise

Sie können nicht aktiv schwimmen, sondern bewegen sich mit ihren langen Beinen und gut entwickelten Krallen auf Steinen, Wasserpflanzen und Ähnlichem langsam umher, weswegen sie im Deutschen auch „Klauenkäfer“ genannt werden. Manchmal lassen sie sich auch von der Strömung ein Stück tragen. Sie ernähren sich von Algen, Pollen und sonstigem Detritus, selten von lebenden Makrophyten. Die meisten Arten leben in strömendem Wasser, nur wenige ziehen ruhigere Gewässer vor. Einige wenige Arten leben im Bereich der Uferlinie amphibisch, andere im Wellenschlagbereich von Seen. Elmidae gelten als Zeiger-Organismen für gute Wasserqualität im Sinne des Trophiesystems.

[Bearbeiten] Entwicklung

Die Larven entwickeln sich im Wasser. Sie häuten sich 6 bis 8mal. Die Verpuppung erfolgt in der Nähe vom Ufer, da die Puppen schon Luft atmen (Tracheenatmung). Die Imagines etlicher Arten unternehmen nachts nach dem Schlupf einen Verbreitungs-Flug. Später fliegen sie aber nicht mehr (Ausnahme bildet die Gattung Lara) und die Flugmuskeln werden abgebaut. Sie pflanzen sich dann unter Wasser fort. Die Weibchen legen die Eier einzeln oder in kleinen Gruppen am Gewässergrund ab, und zwar möglichst an der Unterseite von Objekten. Die Käfer sind univoltin und leben mitunter sogar mehrere Jahre.

[Bearbeiten] Systematik

Die Elmidae wurden früher, wahrscheinlich ohne sehr nahe verwandt zu sein, mit den Dryopidae vereinigt.

Sie werden in die Überfamilie Byrrhoidae eingeordnet. Man teilt sie in zwei Unterfamilien, die Larinae und die Elminae.

Die 54 europäischen Arten der Elmidae nach "Fauna Europaea" (2007):

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Elmidae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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