Erniedrigte und Beleidigte

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Erniedrigte und Beleidigte (Originaltitel: rus.: Униженные и оскорбленные) war der erste Roman, den der russische Schriftsteller Fjodor Michailowitsch Dostojewski nach seiner achtjährigen Verbannung nach Sibirien 1861 in der St. Petersburger Monatsschrift Wremja veröffentlichte. Der Roman handelt von den vergeblichen Liebesbeziehungen in einer gesellschaftlichen Hierarchie, die von differenzierten sozialen Interessen bestimmt ist.

Die Großstadtmisere von Sankt Petersburg ist Schauplatz der Handlung. Der Roman schildert die fiktive Geschichte des Schriftstellers Iwan Petrowitsch, der mit seinem Debüt großen Erfolg hatte, nun aber, vom Leben enttäuscht, erniedrigt und beleidigt, im Krankenhaus die Liebeserfahrungen seines letzten Lebensjahres erzählt, gelegentlich banal und ganz und gar sentimental, dennoch stilistisch exzellent.

Handlung[Bearbeiten]

Iwan Petrowitsch, genannt Wanja, der Erzähler, liebt selbstlos seine Jugendgefährtin Natalja, die ein intimes Verhältnis mit Aljoscha, dem Sohn des Fürsten Pjotr Alexandrowitsch Walkowski hat. Dieser, ein skrupelloser Aristokrat, trachtet danach, Katerina Fjodorowna (genannt Katja) als Schwiegertochter zu haben, um sich an der Mitgift zu bereichern. Wanja sorgt sich um das arme Waisenkind Nelly, das bei der Familie des Gutsverwalters Ichmenew wohnt und deren leiblicher Vater der gutsherrliche Fürst Walkowski ist - was dieser zu verheimlichen sucht. Nelly stirbt todkrank an „Nervenfieber“. Natalja verlässt Aljoscha, der nach dem Willen des Vaters die reiche Katja zur Gattin wählt, und schließlich nehmen Wanja und Natascha für immer Abschied voneinander.

Bühnenadaption[Bearbeiten]

Zitat[Bearbeiten]

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„Je stärker und bedeutender die menschliche Großmut ist, desto mehr an widerwärtigstem Egoismus steckt darin.“

Fürst Pjotr Alexandrowitsch Walkowski

„Dieses immer erneute Aufwühlen eines Schmerzes und das Sich-Weiden daran war mir durchaus verständlich; ist es doch ein Genuss vieler Beleidigter und Gekränkter, die vom Schicksal gebeutelt und sich der Ungerechtigkeit ihres Schicksals bewusst sind.“

Erzähler Iwan Petrowitsch

Literatur[Bearbeiten]

  • Fjodor Dostojewski: Onkelchens Traum. Drei Romane, München: Piper (2000). ISBN 978-3492104050