Estia Eichten

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Estia Joseph Eichten (* 12. Oktober 1946 in Stillwater (Minnesota)) ist ein US-amerikanischer theoretischer Elementarteilchenphysiker, der am Fermi National Accelerator Laboratory arbeitet.

Eichten studierte am Massachusetts Institute of Technology (MIT), wo er 1968 seinen Master-Abschluss machte und 1972 bei Roman Jackiw promovierte. 1972 bis 1974 war er als Post-Doktorand am SLAC und 1974 bis 1977 an der Cornell University. 1975/76 war er am Institute for Advanced Study. Er war ab 1977 Assistant und dann Associate Professor für theoretische Physik an der Harvard University, bevor er 1982 der Theorieabteilung des Fermilab beitrat. Seit 1989 hat er dort den obersten Rang Scientist III als Wissenschaftler.

Er befasste sich unter anderem mit der Spektroskopie von Mesonen mit schweren Quarks, mit Quarkonium[1] und Modellen von Elementarteilchen und dynamischem Symmetriebruch in Technicolor-Theorien (GUT-Yang-Mills-Theorien ähnlich der Quantenchromodynamik nur mit mehr Farbfreiheitsgraden) mit Kenneth Lane.[2] Mit Chris Quigg, Kenneth Lane und Ian Hinchliffe war er 1984 Autor des einflussreichen Review-Artikels Supercollider Physics (Reviews of Modern Physics, Band 56, S. 579–707). 2011 erhielte sie dafür den Sakurai-Preis. In jüngster Zeit (2011) beschäftigt er sich mit den Möglichkeiten eines Muon-Colliders im Bereich mehrerer TeV.

1978 war er Sloan Fellow. Er ist Fellow der American Association for the Advancement of Science und der American Physical Society.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eichten, Kurt Gottfried, Toichiro Kinoshita, John Kogut, Kenneth Lane, Yan: Spectrum of charmed quark-antiquark bound states. In: Physical Review Letters. Band 34, 1975, S. 369, dieselben (ohne Kogut) Charmonium – the model. In: Physical Review. Serie D, Band 17, 1978, S. 3090
  2. Eichten, Lane: Dynamical breaking of weak interaction symmetries. In: Physics Letters B. Band 90, 1980, S. 125–130