Europäischer Zürgelbaum
| Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (bspw. Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Hilf bitte der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung. |
| Europäischer Zürgelbaum | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Europäischer Zürgelbaum (Celtis australis) |
||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
|
||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Celtis australis | ||||||||||||
| L. |
Der Europäische Zürgelbaum (Celtis australis), auch Südlicher Zürgelbaum genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Zürgelbäume (Celtis), die früher der Familie der Ulmengewächse (Ulmaceae) zugerechnet wurde, nach neueren Erkenntnissen aber zur Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae) gehört. Er wird oft unpräzise einfach „Zürgelbaum“ genannt, obwohl der Gattung Dutzende weiterer Arten angehören.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Beschreibung
Der Europäische Zürgelbaum wächst als sommergrüne Baum, der Wuchshöhen von über 20 Meter und Lebensalter von bis zu 500 Jahren erreichen kann. Die kräftigen Wurzeln geben ihm auch auf felsigem Untergrund guten Halt. Die Rinde ist glatt und grau.
Die wechselständig und zweizeilig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind gestielt. Die einfachen Blattspreiten sind eiförmig bis lanzettlich mit einer asymmetrischen, abgerundeten Spreitenbasis und einer verlängerten, gebogenen Spitze sowie einem scharf gesägten Blattrand.
Gleichzeitig mit den Laubblättern erscheinen die gelben Blüten. Die essbaren Früchte sind kirschartig, erbsengroß und gestielt, bei Reife dunkelbraun bis schwarz.
[Bearbeiten] Verbreitung
Im Mittelmeergebiet kommt der Europäische Zürgelbaum von Süd- sowie Südosteuropa (Frankreich inklusive Korsika, Portugal, Spanien inklusive der Balearen, Italien inklusive Sardinien und Sizilien, Bosnien und Herzegovina, Kroatien, Serbien, Slowenien, Montenegro, Rumänien, Bulgarien, Albanien, Mazedonien, Griechenland) über Nordafrika (Algerien, Marokko, Tunesien) bis Vorderasien (Türkei) natürlich vor. Er ist in vielen Gebieten mit Mittelmeerklima eine invasive Pflanze.[1] Der Europäische Zürgelbaum gedeiht in Wäldern, Gebüschen und auf Felsen.
[Bearbeiten] Verwendung
Der Europäische Zürgelbaum wird in Parks als Ziergehölz angepflanzt[1].
Das Holz ist hart und elastisch und eignet sich für Peitschen- und Werkzeugstiele. Die natürliche Form der jungen Äste wird für die Herstellung von Mistforken genutzt, die vor allem in der Pferdewirtschaft gern verwendet werden, da sie (im Gegensatz zu Forken aus Metall) die Haut der Tiere nicht verletzen.
Die Frucht wirkt leicht abführend. Aus dem Öl ihrer Kerne wird Lampenöl hergestellt.
Aus den eßbaren Früchten wird Marmelade hergestellt. Die Rinde wird zum Gelbfärben verwendet. [2]
[Bearbeiten] Etymologie
Der „zurgelpaum“ taucht in einem Dokument aus Südtirol aus dem Jahre 1591 auf.[3] Der Name leitet sich vielleicht von lateinisch „sorbus“ (Mehlbeerbaum) ab. Andererseits kommt auch mittelhochdeutsch „zurch“ (Kotballen) als Ursprung in Frage, was sich auf die Früchte beziehen würde.
[Bearbeiten] Siehe auch
- Zürgelbaumfalter (Libythea celtis).
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b Eintrag bei GRIN - Taxonomy for Plants.
- ↑ Datenblatt bei Plantas Utiles von Linneo.
- ↑ Otto Stolz: Die Ausbreitung des Deutschtums in Südtirol im Lichte der Urkunden. München u. a.: Oldenbourg, 1927–1934.