Fandom

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Als Fandom (gelegentlich auch Fantum) wird die Gesamtheit der Fans eines bestimmten Phänomens, zum Beispiel eines bestimmten Autors, eines Films oder eines Genres bezeichnet. Der Begriff wird besonders oft speziell für die Fangemeinden bestimmter Werke aus dem Fantasy- oder Science-Fiction-Bereich verwendet.

Innerhalb des Fandoms werden die zugrundeliegenden Werke häufig phantasievoll weiterentwickelt. Oft ranken sich zahlreiche zusätzliche Werke um das eigentliche Hauptwerk herum und werden innerhalb des Fandoms ausgetauscht. Diese Fan-Fiction genannten Nebenwerke können Kurzgeschichten sein, können aber auch einen Umfang annehmen, der das Hauptwerk erreicht oder sogar übertrifft. Wenn es sich bei den Nebenwerken um Bilder handelt spricht man von Fan-Art.

Shipper sind Fans, die sich speziell bei den Liebesbeziehungen des Hauptwerks emotional engagieren. Organisierte, größere Versammlungen von Fans werden als Convention bezeichnet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Henry Jenkins: Textual Poachers. Television Fans and Participatory Culture. London 1992.
  • Rainer Winter: Der produktive Zuschauer. Medienaneignung als kultureller und ästhetischer Prozess. 1995.
  • Franz Rottensteiner: Science-Fiction-Literatur zwischen Außenseitertum und Bestsellerstaus. Die Subkultur des Science-Fiction-Fandoms, in: Franz Rottensteiner: Im Labor der Visionen. Anmerkungen zur phantastischen Literatur. 19 Aufsätze und Vorträge aus den Jahren 2000–2012, Verlag Dieter van Reeken, Lüneburg 2013, ISBN 978-3-940679-72-7, S. 84–98.