Fortana

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Fortana ist eine autochthone Rotweinsorte aus Italien. Schriftlich erwähnt wurde ihr Anbau erstmals im 17. Jahrhundert in der Provinz Ferrara in der Region Emilia Romagna. Ihr Anbau wird in den Provinzen Cremona, Mantua und Sondrio der Region Lombardei sowie den Provinzen Bologna, Ferrara, Parma und Ravenna der Region Emilia Romagna empfohlen. Zugelassen ist sie ferner in den Provinzen Modena, Piacenza und Reggio nell'Emilia. Aktuell sind in Italien ca. 2.180 Hektar mit der Sorte Fortana bestockt. Die sehr spät reifende Sorte ist mäßig wuchsstark und liefert gute Erträge. Sie ist kaum anfällig gegen Rebkrankheiten und kann sich somit im feuchten Klima der Poebene halten. Der Most ergibt sehr rustikale, säuerliche Rotweine mit kräftigen Tanninen. Die Weine finden Eingang in den DOC Wein Bosco Eliceo.

Irrtümlich wurde die Sorte Fortana mit der Rebsorte Raboso Veronese verwechselt, mit der sie jedoch nicht identisch ist. Angeblich stammt sie von der Côte d´Or im Burgund, worauf die Synonyme Costa d'Oro, Uva d'Oro und Uva Francese Nera hinweisen. Sie soll ursprünglich von Renate von Frankreich (* 1510, † 1575), Tochter des französischen Königs Ludwig XII. und Gemahlin des Herzogs Ercole II. d'Este, in das Herzogtum der Familie Este importiert und in der Nähe des Schlosses von Mesola neben dem dort existierenden ausgedehnten Steineichen-Wald (Bosco Eliceo) angebaut worden sein.

Synonyme[Bearbeiten]

Albanella gentile, Brugnera, Brugnola, Brugnolera, Brungentile, Codigoro, Costa d'Oro, Dallora, Dallora Nera, Dora, Forcella, Forcellina, Fortana nero, Fruttana, Fruttano, Prugnola (= Pflaume, aufgrund der Form der Beere), Prungentile, Uva Cornetta, Uva d'Aceto (= Essigtraube), Uva d'Oro, Uva d'Oro Sgaravella, Uva d'Oro Sgravella, Uva Francese Nera.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]