Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof

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Das Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof des Julius-Kühn-Instituts liegt in Siebeldingen bei Landau in der Pfalz.

Geilweilerhof während der Mandelblüte

Die Züchtung neuer Rebsorten mit Resistenz gegen Schädlinge und andere Stressfaktoren gehört zu den Aufgaben des Instituts. Es baut das größte Sortiment von Rebsorten auf deutschem Gebiet an und führt eine Datenbank über Rebsorten. Traditionelle Neuzüchtungen sind die weißen Rebsorten Morio-Muskat, Bacchus, und Optima. Im Bereich der roten Sorten ist die Rebe Domina zu nennen.

Pilzresistente Neuzüchtungen, die seit 1970 das fokussierte Zuchtziel darstellen, sind Calandro, Felicia, Orion, Phoenix, Reberger, Regent, Sirius, Staufer und Villaris.

Geschichte [Bearbeiten]

Das Gebäude des Geilweilerhofs war ehemaliger Besitz des Klosters Eußerthal und steht heute unter Denkmalschutz. Das Institut ging aus der Reichsrebenzüchtung hervor, einem Teil des Kaiser-Wilhelm-Institut für Züchtungsforschung in Müncheberg. Bis 1970 stand das Institut unter der Leitung von Bernhard Husfeld. Er überführte nach dem Zweiten Weltkrieg die wichtigsten Zuchtstämme aus dem nun in der DDR gelegenen Müncheberg nach Siebeldingen. Erste dortige Zuchterfolge waren die Sorten Siegfried-Rebe und Aris. Auch wenn diese Sorten noch gewisse weinbauliche Unzulänglichkeiten zeigten, wiesen die angewandten Methoden den Weg für die Erfolge des Instituts.

1970 übernahm Gerhardt Alleweldt die Leitung des Instituts. Er verstärkte die Forschungstätigkeiten insbesondere auf die Resistenz gegen Pilzkrankheiten. Seit 1995 steht das Institut unter der Leitung von Reinhard Töpfer.

Literatur [Bearbeiten]

  • Walter Hillebrand, Heinz Lott und Franz Pfaff: Taschenbuch der Rebsorten. Fachverlag Fraund, Mainz 13. Auflage 2003 ISBN 3-921156-53-x

Weblinks [Bearbeiten]