François Walthéry

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François Walthéry
François Walthéry (2010)

François Walthéry (* 17. Januar 1946 in Agenteau bei Lüttich, Belgien) ist ein belgischer Comiczeichner.

François Walthéry veröffentlichte seine erste Comicreihe "Pip et Compagnie" bereits im Alter von 16 Jahren in der Wochenzeitschrift Junior. Ein Jahr später bewarb er sich vergeblich beim bekannten Magazin Spirou. Mehr Erfolg hatte er beim Studio des Zeichners Peyo, wo er bald für die Dekors bei den Schlümpfen und Johann und Pfiffikus zuständig war. Hier verinnerlichte er die frankobelgische École Marcinelle bis ins Detail, sodass man ihm 1963 die Nachfolge Wills bei der Serie "Jacky et Celestin" übertrug.

Nach der Ableistung seines Militärdienstes (in Deutschland) übernahm er von Peyo die zeichnerische Gestaltung der Serie Benni Bärenstark. In der kommenden Zeit entwickelte Walthéry gemeinsam mit den Textern Roland Goossens und Yvan Delporte die Figur der Stewardess Natascha, mit der er seit 1970 rund 20 erfolgreiche Alben gestaltete. Sie wurde seine mit Abstand bekannteste Schöpfung. In Deutschland erschien die lupenreine Funny-Serie zunächst unter dem Titel "Katja" bei Kauka bis der Bastei Verlag sie 1984 unter dem Titel "Natascha" (französisch: Natacha) veröffentlichte. Danach erschienen deutsche Ausgaben bei Feest, Carlsen und aktuell seit 2004 bei Salleck-Publications. Daneben veröffentlicht Walthery zwei weitere Funny-Serien mit hübschen Heldinnen. Zum einen hat er mit dem Zeichner Dragan de Lazare und dem Texter Mythic die Krimireihe Rubine um die gleichnamige Titelheldin entwickelt, von der seit 1993 bislang dreizehn Bände erschienen sind, die auf deutsch vom Epsilon Verlag herausgegeben worden sind. Zum anderen erscheint seit 2000 die bereits 1994 mit dem Texter Fritax ersonnene Serie "Ich, die Sexbombe" (französisch Une femme dans la peau), die in Deutschland beim B & L Verlag mit bislang vier Bänden erschienen ist. Schließlich sind noch die zweibändige Serie "Der kleine Nickel" (Carlsen Verlag) und der Einzelband "Der alte Blaue" (erschienen bei Salleck-Publications) zu erwähnen.

Quellen[Bearbeiten]

  • Feige, Marcel (Hrsg.): Das kleine Comic-Lexikon, Berlin 2005