Franz Wilhelm Oligschläger

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Denkmal Oligschlägers in Pattscheid

Franz Wilhelm Oligschläger, richtig wohl Ohligschläger, (* 16. April 1809 in Pattscheid; † 10. August 1877 in Solingen), war ein deutscher Geschichtsschreiber, Botaniker und Apotheker aus dem Bergischen Land.

Oligschläger (wie er sich im Gegensatz zu amtlichen Dokumenten ohne „h“ selbst schrieb) entstammte einer einfachen Landarbeiterfamilie, fand jedoch in dem Pfarrer Johannes Löh einen Förderer seiner Begabung und Fürsprecher, was ihm ermöglichte, im August 1828 ein Studium der „Chrirurgie“ an der damals noch jungen Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn aufzunehmen. Trotz Studienerfolges verließ er die Universität vorzeitig und kehrte in seine Heimat zurück. Dort erwarb er sich einen Ruf als Spezialist für medizinisch nutzbare Pflanzen. Später wandte er sich der Geschichte seiner bergischen Heimat zu. Er versuchte sich als Buchdrucker und Buchhändler und gründete mehrere Zeitungen, scheiterte jedoch jeweils.

1852 wanderte Oligschläger in die USA aus und war zunächst aushilfsweise als Apotheker und „Druggist“ tätig. Von 1855 bis 1856 betrieb er in Williamsburg (heute Brooklyn, New York City) eine Praxis als Arzt, Wundarzt und Geburtshelfer. Zwischen 1858 und 1868 wechselte er noch mehrmals den Wohnort zwischen dem Bergischen Land und Übersee, ehe er sich endgültig wieder in seiner Heimat niederließ. Dort gründete er 1871 den heute noch existenten „Nagelsbaumer Leseverein“. 1872 zog er nach Solingen, wo er eine Anstellung im städtischen Archiv fand. Das dort von ihm 1873 verfasste Repertorium der älteren Papiere des Solinger Rathauses wird immer noch als lokalgeschichtliche Quelle herangezogen.

Heute ziert Oligschlägers Denkmal den kleinen Park in Pattscheid. Sein Nachlass wird im Stadtarchiv Leverkusen aufbewahrt.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nachweis des Nachlasses Oligschläger im Stadtarchiv Leverkusen auf der Homepage des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen

Literatur[Bearbeiten]

  • Fritz Hinrichs: F. W. Oligschläger. Eine Erinnerungs- und Besinnungsschrift. (= Bücher der Bergischen Heimat, Band 4.) Solingen 1927.

Weblinks[Bearbeiten]