Solingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Solingen Deutschlandkarte, Position der Stadt Solingen hervorgehoben51.1713888888897.0833333333333221Koordinaten: 51° 10′ N, 7° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Höhe: 221 m ü. NHN
Fläche: 89,45 km²
Einwohner: 155.768 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1741 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 42651–42719
Vorwahl: 0212
Kfz-Kennzeichen: SG
Gemeindeschlüssel: 05 1 22 000
Stadtgliederung: 5 Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
42651 Solingen
Webpräsenz: www.solingen.de
Oberbürgermeister: Norbert Feith (CDU)
Lage von Solingen in Nordrhein-Westfalen und im Regierungsbezirk Düsseldorf
Niederlande Belgien Niedersachsen Rheinland-Pfalz Hessen Essen Wuppertal Solingen Remscheid Hagen Ennepe-Ruhr-Kreis Bochum Dortmund Herne Gelsenkirchen Bottrop Oberhausen Mülheim an der Ruhr Duisburg Kreis Mettmann Düsseldorf Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg Mönchengladbach Krefeld Kreis Viersen Kreis Wesel Kreis Kleve Rhein-Erft-Kreis Kreis Düren Rheinisch-Bergischer Kreis Oberbergischer Kreis Kreis Recklinghausen Kreis Borken Kreis Unna Märkischer Kreis Kreis Olpe Hamm Kreis Soest Kreis Coesfeld Kreis Steinfurt Kreis Warendorf Leverkusen Köln Städteregion Aachen Bonn Rhein-Sieg-Kreis Städteregion Aachen Kreis Euskirchen Münster Kreis Siegen-Wittgenstein Hochsauerlandkreis Kreis Paderborn Kreis Gütersloh Kreis Höxter Kreis Lippe Kreis Herford Kreis Minden-Lübbecke BielefeldKarte
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Solingen ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen mit rund 160.000 Einwohnern (Stand: 30. November 2014).

Die Stadt Solingen ist das Zentrum der deutschen Klingen-, Messer- und Schneidwarenindustrie. Der Name Solingen ist als Herkunftsangabe für diese Erzeugnisse durch die Solingenverordnung geschützt. Seit dem 19. März 2012 führt Solingen den offiziellen Zusatz Klingenstadt.[2] Als Mitglied im Landschaftsverband Rheinland ist Solingen Bestandteil der Metropolregion Rhein-Ruhr.

Solingen-Mitte: Clemens-Kirche und Clemens-Galerien
Hof Mummenscheid in Solingen-Wald
Die Wupper in Höhe der Brücke am Wiesenkotten

Inhaltsverzeichnis

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Solingen liegt am Übergang des Niederbergischen in das Oberbergische Land südwestlich von Wuppertal in Nordrhein-Westfalen. Der westlichste Stadtteil Ohligs orientiert sich hin zur Rheinschiene. Der Fluss Wupper umschließt das Stadtgebiet von Osten und Süden und durchfließt den historischen Stadtteil Burg im Südosten.

Ausdehnung des Stadtgebiets[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet Solingens hat eine Größe von 89,45 km². Die größte Ost-West-Ausdehnung beträgt 15,68 Kilometer, die größte Nord-Süd-Ausdehnung 11,7 Kilometer. Der geographische Mittelpunkt der Stadt befindet sich an der Einmündung der Untengönrather in die Mangenberger Straße im Stadtteil Merscheid.

Die Stadtgrenze hat eine Gesamtlänge von 62 Kilometern, wobei die natürliche Stadtgrenze im Osten und im Süden auf einer Länge von rund 26 Kilometern der Fluss Wupper bildet, abgesehen von einem Abschnitt zwischen dem Wiesenkotten bei Müngsten und der Ortslage Glüder an der Stadtgrenze zu Leichlingen, in dem das Stadtgebiet beide Seiten des Flusses einschließt.

Der höchste Punkt im Stadtgebiet befindet sich mit 276 Metern über Normalhöhennull am ehemaligen Gräfrather Wasserturm, dem heutigen Lichtturm. Der tiefste Punkt befindet sich westlich von Götsche und südlich von Verlach in der Ohligser Heide und liegt 53 Meter über Normalhöhennull.[3]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die folgenden Städte und Kreise grenzen unmittelbar an die Stadt Solingen, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt:

DEU Wuppertal COA.svg Wuppertal und DEU Remscheid COA.svg Remscheid (beides kreisfreie Städte) sowie DEU Wermelskirchen COA.svg Wermelskirchen und DEU Leichlingen COA.svg Leichlingen (beide Rheinisch-Bergischer Kreis), DEU Langenfeld COA.svg Langenfeld, DEU Hilden COA.svg Hilden sowie DEU Haan COA.svg Haan (alle Kreis Mettmann)

Solingen liegt etwa 24 Kilometer östlich von Düsseldorf, knapp 35 Kilometer nordöstlich von Köln und annähernd 55 Kilometer südwestlich von Dortmund.

Stadtstruktur[Bearbeiten]

Die heutigen Stadtteile Gräfrath, Wald, Mitte, Höhscheid und Merscheid liegen im Wesentlichen auf fünf kleineren Höhenrücken, die von Osten nach Westen verlaufen, und einem großen Höhenrücken, dem Solinger Höhenrücken, der sich vom Süden in den Norden erstreckt und in dessen östlichem Tal die Wupper fließt. Zwischen diesen Höhenrücken befinden sich zumeist deutlich tiefer gelegene, bewaldete Bachtäler. Dies sind im Einzelnen (von Norden nach Süden) das Ittertal, das Lochbachtal, das Viehbachtal, das Nacker Bachtal, das Pilghauser Bachtal und das Weinsberger Bachtal.

Die ursprüngliche Besiedelung fand in den sogenannten Hofschaften statt, also in einer Gruppe von wenigen Häusern. Diese bildeten sich nicht selten um einen Schleifkotten, eine Mühle oder ein Hammerwerk herum, deren große Verbreitung die vielen Bäche im Bergischen Land begünstigten. Die heute noch vorhandenen Hofschaften liegen deshalb außerhalb der Hauptdurchgangsstraßen in den Bachtälern oder an der Wupper.[4]

Die heutige Großstadt entstammt dem Zusammenschluss mehrerer, kleiner und mittelgroßer Städte. Dies spiegelt sich auch in der Stadtstruktur wider. Die meisten Stadtteile haben ihr eigenes, kleinräumiges Zentrum, um das herum sie entstanden sind. Die Entwicklungsgeschichte der verschiedenen Stadtteile ist dabei mitunter sehr verschieden. So entstand der Stadtteil Gräfrath rund um das Kloster und seinen altbergischen Historischen Ortskern, während etwa Ohligs erst mit Anschluss an den Eisenbahnverkehr ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufblühte. Verbunden sind die einzelnen Stadtteile neben den Hauptdurchgangsstraßen oftmals auch durch kleinere, teils in Serpentinen geführten Straßen, die die vielen Täler durchqueren.

Traditionell gab es lange Zeit keine strikte Trennung zwischen Wohn- und Industriegebieten, so dass auch heute noch viele Fabriken inmitten von Wohngebieten zu finden sind. Erst im 20. Jahrhundert begann man, größere Flächen außerhalb der Wohnbebauung für Gewerbe und Industrie auszuweisen. Beispiele dafür sind das Gewerbe- und Industriegebiet am Dycker Feld sowie der erst im neuen Jahrtausend realisierte Businesspark Piepersberg (beide im Stadtteil Gräfrath). Der Ende des 20. Jahrhunderts durch zunehmende Deindustrialisierung einsetzende Strukturwandel hinterließ auch in Solingen seine Spuren. Einige Industriebetriebe gingen in Konkurs oder verlagerten ihren Standort, so dass zum Teil große Industrieflächen im Stadtgebiet leerstanden und -stehen. Durch diverse, beispielhafte Projekte, wie etwa der Umgestaltung des Südparks von der tristen Bahnanlage zu einem kulturellen Szenetreffpunkt ist dem Verfall in der Vergangenheit vielfach entgegengewirkt worden.[5]

Gräfrath Wald Ohligs Burg Merscheid Aufderhöhe HöhscheidSolinger Stadtbezirke
Über dieses Bild

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Das heutige Stadtgebiet von Solingen besteht aktuell aus fünf Stadtbezirken mit eigener Bezirksvertretung.[6] Der westlichste Stadtbezirk Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid ist mit einer Einwohnerzahl von über 41.500 der größte, Gräfrath im Norden ist der kleinste mit annähernd 18.700 Einwohnern.

Die fünf offiziellen Stadtbezirke sind:

Wohnviertel und Ortslagen[Bearbeiten]

Typisches Bergisches Fachwerkhaus in Burg

Innerhalb der fünf großen Stadtbezirke gibt es noch viele kleinere Wohnviertel und Ortslagen, darunter auch viele, für das Bergische Land typischen Hofschaften, mit eigenem Namen, deren Grenzen aber nicht genau festgelegt sind. Die folgende, nicht endgültige Auflistung soll einen Überblick über jene Wohngebiete geben. Sie ist alphabetisch geordnet und nach Ortsteilen gegliedert, Namenszusätze wie Unten- oder Oben- entfallen.


Aufderhöhe: Börkhaus, Gosse, Horn, Josefstal, Landwehr, Löhdorf, Rupelrath, Siebels, Steinendorf, Wiefeldick

Burg: Angerscheid, Höhrath

Gräfrath: Central, Flachsberg, Flockertsholz, Focher Dahl, Fürkeltrath, Heide, Ketzberg, Külf, Nümmen, Piepersberg, Rathland, Schieten, Zum Holz

Höhscheid: Balkhausen, Dorperhof, Glüder, Grünewald, Haasenmühle, Hästen, Katternberg, Kohlsberg, Nacken, Pfaffenberg, Pilghausen, Schaberg, Schlicken, Unnersberg, Weeg, Wippe

Merscheid: Büschberg, Dahl, Dingshaus, Fürk, Fürker Irlen, Gönrath, Limminghofen, Scheuren

Mitte: Entenpfuhl, Eick, Hasseldelle, Kannenhof, Kohlfurth, Krahenhöhe, Mangenberg, Meigen, Müngsten, Papiermühle, Scheidt, Schlagbaum, Schrodtberg, Stöcken, Stockdum, Theegarten, Vorspel, Windfeln

Ohligs: Brabant, Broßhaus, Buschfeld, Engelsberger Hof, Hackhausen, Keusenhof, Mankhaus, Maubes, Monhofer Feld, Scharrenberg, Schnittert, Wilzhaus

Widdert: Bünkenberg, Friedrichstal, Fürkelt, Meiswinkel, Rölscheid, Rüden

Wald: Bavert, Demmeltrath, Eschbach, Eigen, Fuhr, Itter, Kotzert, Lochbachtal, Rolsberg, Vogelsang, Weyer

Naturräume[Bearbeiten]

Die Waldflächen und die landwirtschaftlich genutzten Flächen machen jeweils etwa ein Viertel der Gesamtfläche Solingens aus. Hinzu kommen Wasserflächen mit einem Anteil von rund 1,5 Prozent.[7] Noch nicht eingerechnet sind dabei Freiflächen sowie Parks und Grünanlagen, auf letztere entfällt dabei ein Anteil von zusätzlich etwa 4,2 Prozent.[8] Annähernd 4000 ha des Stadtgebiets machen Landschaftsschutzgebiete aus, rund 770 ha sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen.

Den Naturschutz im Bergischen Städtedreieck zur Aufgabe gemacht hat sich die in Solingen ansässige Biologische Station Mittlere Wupper.[9]

Landschaften[Bearbeiten]

Wupperberge in Höhe der Müngstener Brücke

Abseits der dichter besiedelten Stadtgebiete gibt es eine Vielzahl von Natur- und Kulturlandschaften.[10] Bedingt durch die Topografie und die mitunter großen Höhenunterschiede im Stadtgebiet sind große, bebaute Gebiete eher selten. Immer wieder zeigen sich in Teilen bewaldete Täler, die einzelne Wohnplätze voneinander trennen.

Im westlichen Stadtteil Ohligs befindet sich mit der Ohligser Heide ein großes, teils bewaldetes, ehemaliges Heidegebiet, das neben Wald und Heide auch eine Moorlandschaft aufweist. Ein weiteres dichtes Waldgebiet befindet sich um den südöstlichen Stadtteil Burg. Entlang der Wupper sind die teils steilen Hänge der Wupperberge oftmals bewaldet, teilweise bestehen sie auch aus Felsformationen. Zahlreiche Wanderwege erschließen das Tal der Wupper von Solingen aus.

Charakteristisch sind die vielen Bachtäler Zwischen den Höhenrücken. Links und rechts der Bäche erstrecken sich zumeist dichte Wälder oder Wiesen. Kleine Brücken oder Dämme ermöglichen von Zeit zu Zeit die Querung. Größere Agrarflächen befinden sich überall im Stadtgebiet, bevorzugt sind diese allerdings um den Stadtteil Gräfrath und im Bereich Höhscheid und Widdert zu finden.

Gewässer[Bearbeiten]

Der Lochbach in Solingen-Wald

Zu den prägenden Landschaftsbestandteilen zählen auch die diversen Stand- und Fließgewässer in Solingen, auch wenn sie nur 1,4 Prozent der Gesamtfläche ausmachen. Neben dem größten Fluss, der Wupper, durchfließen unzählige kleine Bäche das Stadtgebiet, die zumeist in die Wupper oder die Itter münden und in Teilen auch unterirdisch verlaufen. Viele von ihnen fließen in stark bewaldeten Bachtälern.

Die Sengbachtalsperre bei Höhrath im Süden der Stadt versorgt weite Teile der Stadt mit Trinkwasser. Ein Beispiel für ein von der Industrie angelegtes Standgewässer ist der etwa 1,5 ha große Stielsteich, den die angrenzende Firma Kronprinz einst für industrielle Zwecke angelegte.

Geschichte[Bearbeiten]

Schloss Burg (1891)
Karte von Erich Philipp Ploennies (1715)
Die damals noch Kaiser-Wilhelm-Brücke genannte Müngstener Brücke (1912)
Brandanschlag von Solingen (1993)

Die erste Besiedelung auf heutigem Solinger Stadtgebiet fand wahrscheinlich im 8. oder 9. Jahrhundert statt. Im Jahre 965 ist in einem Dokument des Kölner Erzbischofs von einem Gut Solagon die Rede, womit Solingen gemeint sein könnte. Erste gesicherte Erwähnung fand der Ort in einem Dokument aus dem Jahre 1067.

Mitte des 12. Jahrhunderts siedelten sich die Grafen von Berg auf dem neu errichteten Schloss Burg im Tal der Wupper an und herrschten fortan von dort über das nach ihnen benannte Bergische Land. Ab Beginn des 13. Jahrhunderts ist in Solingen darüber hinaus das Klingenhandwerk nachweisbar. Erste Schleifer ließen sich an den zahlreichen Bächen im Solinger Stadtgebiet nieder. In dieser Zeit erlangte auch das Nonnenkloster in Gräfrath zu großer Berühmtheit. Die Schleifer und Härter organisierten sich bereits Anfang des 14. Jahrhunderts in Zünften und festigten so ihren Stand. Am 23. Februar 1374 erhielt Solingen die Stadtrechte.[11]

Die heutigen Stadtteile Gräfrath und Burg wurden in dieser Zeit zu Freiheiten erhoben, die Stadt Solingen Mitte des 15. Jahrhunderts durch einen Wall befestigt. 1492 und 1535 wüteten in der Stadt zwei verheerende Brände; die Pest brach in Solingen im Jahre 1614 aus. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde überdies Schloss Burg nahezu vollständig zerstört. Zwischen 1756 und 1763 zogen wiederholt Truppen durch die Stadt, aber auch durch den Siebenjährigen Krieg bedingt, wurde das Wirtschaftsleben zu dieser Zeit empfindlich gestört.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts fiel das Bergische Land an Preußen; Solingen wurde zur Kreisstadt erhoben. Nach der preußischen Städteordnung erhielten 1856 die Städte Burg, Dorp, Gräfrath, Höhscheid, Merscheid und Wald die Stadtrechte. Am 1. April 1896 wurde Solingen schließlich zur kreisfreien Stadt. Der erste Oberbürgermeister war von 1896 bis 1928 August Dicke.

1897 wurde die Müngstener Brücke, seitdem mit 107 Metern Höhe die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands, eingeweiht. Der Erste Weltkrieg von 1914 bis 1918 traf besonders die Solinger Wirtschaft schwer. Die Städte Gräfrath, Höhscheid, Ohligs, Solingen und Wald wurden am 1. August 1929 durch das Gesetz zur kommunalen Neuordnung zur Großstadt Solingen vereinigt.

Im Dritten Reich wurde das Gesetz zum Schutz des Namens Solingen verabschiedet, das den Markennamen Solingen für Schneidwaren unter Schutz stellte. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Solinger Altstadt Anfang November 1944 durch Bombenangriffe der Alliierten zum größten Teil zerstört.

Im Jahre 1993 geriet Solingen durch einen Brandanschlag, bei dem fünf türkische Mädchen und Frauen getötet wurden, weltweit in die Schlagzeilen, siehe Brandanschlag von Solingen.

Stadtname[Bearbeiten]

Herkunft und Bedeutung des Stadtnamens sind zum Teil strittig. Durch die sich im Laufe der Jahrhunderte stetig verändernde Schreibweise gibt es verschiedene Deutungsweisen. Unumstritten ist die Bedeutung des vorderen Wortteils Sol-, der auf ein feuchtes oder morastiges Gebiet hindeutet. Möglich ist diese Ableitung von dem Begriff Sulen, der die Erdbeschaffenheit als sehr matschig und schlammig beschreibt. Die Namensendung -ingen könnte ein typischerweise aus dem alemannischen Raum stammender Zusatz für Ortsbenennungen sein, ganz ohne tiefere Bedeutung.[12]

Die Schreibweise des Namens hat sich über die Jahrhunderte leicht gewandelt. Zwei verschiedene Abwandlungen sind belegt:

  • Solonchon (1067) – Solengen (1168, 1172) – Soileggen (1363, 1366, 1377) oder Soleggen (1365) – Solingen (1174)
  • (Solungun) – Solonchon (1067) – Solungen (1356, 1382) – Solingen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Wegedenkmal von 1954 zur Kennzeichnung der ehemaligen Grenze zwischen Solingen und Burg[13]

Die heutige Stadt Solingen ist das Ergebnis des Zusammenschlusses mehrerer Städte und Gemeinden über viele Jahrzehnte hinweg. Der ursprüngliche Ort Solingen erhielt im Jahre 1374 die Stadtrechte. 1889 wurde die bis dato selbstständige Stadt Dorp (Stadtrechte seit 1856) eingegliedert. 1896 wurde Solingen zur kreisfreien Stadt, der Sitz des Kreises Solingen blieb aber vorerst in Solingen.

Auf Grund des Gesetzes über die kommunale Neugliederung des rheinisch-westfälischen Industriegebietes, das am 1. August 1929 in Kraft trat, wurde die Stadt Solingen mit den Städten Gräfrath, Höhscheid, Ohligs (bis 1891 Merscheid) und Wald, die ebenfalls alle seit 1856 die Stadtrechte besaßen und dem Kreis Solingen angehörten, zu einer (neuen) kreisfreien Stadt mit dem Namen Solingen vereinigt. Mit dann etwa 140.000 Einwohnern wurde Solingen zur Großstadt.

Schließlich erfolgte im Rahmen des Düsseldorf-Gesetzes am 1. Januar 1975 die Eingliederung der vormals selbstständigen Stadt Burg an der Wupper sowie der Ortslage Strohn und des Ortsteils Höhrath. Letzterer gehörte bis dahin zur Stadt Wermelskirchen. Die Orte waren zuvor Teile des Rhein-Wupper-Kreises.[14]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerung mit Hauptwohnsitz ab 1949 (jeweils zum 31. Dezember)[15]
Jahr Einwohner
1949 146.162
1952 153.384
1955 159.951
1958 165.193
19611 171.177
1964 173.900
1967 174.492
19701 177.334
1973 177.3462
1976 171.879
1979 169.875
1982 166.484
1985 161.525
19871 159.103
1988 160.091
1991 165.499
1994 165.404
1997 164.723
2000 163.867
2003 163.391
2006 162.074
2009 159.764
20111 155.265
2012 158.596
Bevölkerungsentwicklung

Solingens Bevölkerungszahl stieg ab der Neuzeit wohl über Jahrhunderte immer nur leicht an. Erst die Industrialisierung und der damit einhergehende Urbanisierungseffekt sorgten dafür, dass die Einwohnerzahl in den Städten Mitteleuropas rasch anstieg, so auch in Solingen. Schon in den etwa 100 Jahren zwischen 1750 und 1850 hat sich Solingens Bevölkerungszahl schätzungsweise mehr als verdreifacht. Anschließend, im Zusammenhang mit dem Entstehen vieler größerer Fabriken im Stadtgebiet, verdreifachte sich diese Zahl bis 1880 noch einmal auf einen Wert von etwa 18.000 Einwohnern.

Ab dem ausgehenden 19. Jahrhundert waren es dann vor allem die Eingemeindungen, die die Einwohnerzahl der Stadt stetig wachsen ließen. Zwischen 1880 und 1885 verdoppelte sich die Bevölkerung Solingens durch die Eingemeindung der Stadt Dorp. Diese hatte zum Zeitpunkt der Eingemeindung etwa 12.000 Einwohner. Im Jahre 1910 hatte Solingen bereits mehr als 50.000 Einwohner.

Am 1. August 1929 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Solingen die Grenze von 100.000, bedingt durch den Zusammenschluss mit den Städten

  • Ohligs mit 29.768 Einwohnern (1925)
  • Wald mit 27.443 Einwohnern (1925)
  • Höhscheid mit 15.854 Einwohnern (1925)
  • Gräfrath mit 10.582 Einwohnern (1925)

Dadurch wurde die Stadt erstmals zur Großstadt. In den Nachkriegsjahren wuchs die Bevölkerung weiter kräftig. Sie erreichte im Jahre 1972 mit 177.899 Einwohnern ihren bisherigen historischen Höchststand. Im Jahre 1975 wurden ferner die Stadt Burg mit Höhrath und Strohn nach Solingen eingemeindet, was nochmal einen Anstieg der Bevölkerung zur Folge hatte. Im Zuge der Deindustrialisierung sank die Zahl in den Folgejahren wieder und war seitdem lange Zeit rückläufig. Erst seit 2011 steigt sie wieder langsam an, so dass im Jahre 2014 wieder 160.000 Menschen in Solingen lebten.

Die Tabelle unten zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter. Die Daten von 1949 bis heute in der Tabelle links sind der aktuellen Publikation der Stadtverwaltung Solingen entnommen und wurden lediglich um das Ergebnis des Zensus 2011 ergänzt. Sie zeigen die Bevölkerungsentwicklung in Drei-Jahres-Schritten.

Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die ortsanwesende Bevölkerung, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1949 auf die Bevölkerung mit Hauptwohnsitz. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Bevölkerung in ausgewählten Jahren von 1747 bis 1946
Jahr Einwohner
1747 ca. 2.000
1804 ca. 2.871
1818 ca. 4.000
3. Dezember 18461 6.127
3. Dezember 18611 10.100
3. Dezember 18641 11.800
3. Dezember 18671 13.000
1. Dezember 18711 14.040
1. Dezember 18751 15.142
1. Dezember 18801 16.900
1. Dezember 18851 18.641
1. Dezember 18901 36.540
Jahr Einwohner
2. Dezember 18951 40.843
1. Dezember 19001 45.260
1. Dezember 19051 49.018
1. Dezember 19101 50.536
1. Dezember 19161 45.720
5. Dezember 19171 47.459
8. Oktober 19191 48.912
16. Juni 19251 52.002
16. Juni 19331 140.162
17. Mai 19391 140.466
31. Dezember 1945 129.440
29. Oktober 19461 133.001
1 Volkszählungsergebnis
2 bisher höchster Einwohnerstand war 1972 mit 177.899

Religionen[Bearbeiten]

In Solingen sind aktuell etwa 30 Prozent der Bevölkerung evangelisch und etwa 28 Prozent römisch-katholisch. Der Großteil (ca. 42 Prozent) hat eine andere Konfession oder ist konfessionslos (Stand: 31. Dezember 2013).[16]

Christentum[Bearbeiten]

Die Stadt Solingen gehörte von Anfang an zum Gebiet des Erzbistums Köln beziehungsweise zu dessen Archidiakonat des Propstes von St. Kunibert, Dekanat Deutz. Die nachweisbar erste Kirche muss um das Jahr 1000 errichtet worden sein.[17]

Obwohl in Solingen unter den Grafen von Berg nach und nach die Reformation Einzug erhielt, gab es in der Stadt auch weiterhin Katholiken, deren Gemeinde ab 1658 vom Landesherrn neu dotiert wurde. 1701 erhielten sie auch wieder eine eigene Kirche. 1827 wurde Solingen Sitz eines eigenen Dekanats (heute Stadtdekanat Solingen) innerhalb des neu umschriebenen Erzbistums Köln, zu dem heute alle zwölf Pfarrgemeinden in der Stadt gehören.

Die Reformation fasste in Solingen nur Zug um Zug Fuß. 1590 entstand eine reformierte Gemeinde, die der Bergischen Synode angeschlossen wurde. Erst 1649 wurde die Pfarrkirche der Stadt den Reformierten übergeben. Lutherische Gemeindeglieder gab es seit Anfang des 17. Jahrhunderts, 1635 wurde eine lutherische Gemeinde gegründet. 1672 wurden die religiösen Verhältnisse in einem Religionsvergleich geregelt. In Gräfrath wurde 1590 ebenfalls die Reformation eingeführt. 1629 ist dort ein Konsistorium nachgewiesen und ab 1716 gab es auch einige Lutheraner. Beide Konfessionen vereinigten sich ab 1838 zu einer unierten Gemeinde. In ganz Preußen war bereits 1817 die Union zwischen lutherischen und reformierten Gemeinden eingeführt worden.

Gehörten die protestantischen Gemeindeglieder Solingens anfangs zur Kreissynode Lennep (heute ein Stadtteil von Remscheid), so wurde in Solingen 1843 eine eigene Synode eingerichtet und die Stadt Sitz eines eigenen Superintendenten. Hieraus entstand der heutige Kirchenkreis Solingen innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland, zu dem die meisten Gemeinden Solingens gehören, sofern es sich nicht um Freikirchen handelt. Lediglich die Gemeinde Burg an der Wupper gehört noch zum Kirchenkreis Lennep.

Heute gibt es in der Stadt zehn evangelische und 15 katholische Kirchengemeinden sowie eine griechisch-orthodoxe Kirche. Ferner sind verschiedene Freikirchen in Solingen ansässig, darunter mehrere Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden, (Baptisten- und Brüdergemeinden), eine Evangelisch-methodistische Kirche, die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, eine Gemeinde der Christen Ecclesia, mehrere Freie evangelische Gemeinden (FeG) und die Heilsarmee.

Weitere Religionsgemeinschaften in Solingen sind die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, die Zeugen Jehovas und die Neuapostolische Kirche.

Islam[Bearbeiten]

In Solingen gibt es sieben Moscheen[18]: Masjid ar-Rahma (Freie Moschee ohne Dachverband, Predigten in Arabisch und Deutsch), Mesjid Nur, Islamische Gemeinde Milli Görüs (IGMG), Islamisches Kulturzentrum, Solingen Camii und Ohligsen Camii (VIKZ) sowie Türkisch-Islamische Union (DITIB).

Judentum[Bearbeiten]

Zum Zeitpunkt der Machtübernahme Adolf Hitlers im Jahre 1933 gab es in Solingen 217 gläubige Juden.[19] Diesen stand neben eines jüdischen Friedhofes am Estherweg in der Solinger Nordstadt eine Synagoge an der Malteserstraße in der Stadtmitte als Gotteshaus zur Verfügung.

Die Synagoge wurde, wie viele weitere im ganzen Land, in der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 in Brand gesetzt und dadurch völlig zerstört. Es wurde nie wieder aufgebaut. Auch der jüdische Redakteur Max Leven wurde in dieser Nacht durch Mitglieder der Solinger NSDAP ermordet. Weitere Juden wurden in den Folgejahren verschleppt und in Konzentrationslagern untergebracht. Unter ihnen war auch der Solinger Industrielle Alexander Coppel. Für weitere Opfer der Nationalsozialisten, darunter viele Juden, siehe auch die Liste von NS-Opfern aus Solingen.

Der Friedhof schloss 1941, heute ist er als Baudenkmal geschützt. Seine ältester erhaltener Grabstein stammt aus dem Jahr 1820.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs sind einige der überlebenden Solinger Juden wieder in ihre Heimatstadt zurückgekehrt, darunter auch der Arzt und Schriftsteller Emil Kronenberg. Im Jahre 2002 beteiligte sich die Stadt Solingen zusammen mit Remscheid, Velbert und Wuppertal am Bau der neuen Bergischen Synagoge in Wuppertal. Die Anzahl der heute in Solingen lebenden Juden ist nicht bekannt.

Politik[Bearbeiten]

Die Bürger der Stadt Solingen konnten bereits seit 1374, dem Jahr des Erlangens der Stadtrechte, einen Rat und einen Bürgermeister wählen. Der Bürgermeister wechselte jährlich am 24. Juni. Nach dem Übergang an Preußen wurde Solingen 1816 Sitz des Landkreises Solingen, der bis Monheim reichte. 1856 wurde in Solingen die preußische Städteordnung eingeführt; 1896 wurde Solingen kreisfrei.

Bis 1914 blieb Solingen jedoch weiterhin Sitz des Kreises, erst unter Landrat Adolf Lucas wurde der Kreissitz nach Opladen verlegt. Später ging der Kreis Solingen im Rhein-Wupper-Kreis auf. An der Stadtspitze Solingens stand seit 1856 ein Oberbürgermeister, der während der Zeit der Nationalsozialisten von der NSDAP eingesetzt wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein, 1946 gefolgt von der Kommunalverfassung nach britischem Vorbild. Danach gab es einen von den Einwohnern gewählten Rat der Stadt, dessen Mitglieder man als Stadtverordnete bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung.

Im Jahre 1997 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seit 1999 direkt von den Bürgern der Stadt gewählt.

Bürgermeister und Oberbürgermeister seit 1800[Bearbeiten]

  • 1800–1801: Johann Peter Schmitz
  • 1801–1802: Johann Daniel von Recklinghausen
  • 1802–1803: Johann Daniel Eickhorn
  • 1803–1804: Johann Heinrich Poensgen
  • 1804–1805: Johann Wilhelm Eickhorn III
  • 1805–1806: Johann Peter Schmitz
  • 1806–1807: Peter Johann Abraham Schmitz
  • 1807–1808: Johann Caspar Döpper
  • 1808–1812: Karl Ludwig Goebel
  • 1812–1817: Johann Wilhelm Grah
  • 1817: Melchior Hopmann
  • 1817–1835: Karl Klönne
  • 1835–1843: Peter Müller
  • 1843: Wilhelm Grund
  • 1843–1858: Christoph Alexander Wilhelm von Keller
  • 1858–1870: Josef Lambert Tripp
  • 1870–1894: Gustav van Meenen
  • 1894–1896: Friedrich Haumann
  • 1896–1928: August Dicke (erstes Stadtoberhaupt mit dem Titel Oberbürgermeister)
  • 1928–1930: Hermann Schmidhäußler (kommissarisch)
  • 1930–1933: Josef Brisch, SPD (kommissarisch)[20]
  • 1933–1937: Helmut Otto, NSDAP
  • 1937–1945: Rudolf Brückmann, NSDAP
Norbert Feith (CDU) amtierender Oberbürgermeister von Solingen auf der Maikundgebung in Solingen am 1. Mai 2010

Oberstadtdirektoren 1946–1997[Bearbeiten]

Bezirksvertretungen[Bearbeiten]

Jeder der fünf Stadtbezirke hat eine eigene Bezirksvertretung, die aus bis zu 15 Mitgliedern besteht. Die Mitglieder dieser Vertretung nennt man Bezirksvertreter. Die Solinger Bezirksvertretungen wurden am 25. Mai 2014 von den Wahlberechtigten des Stadtbezirks gewählt. Die aktuelle Legislaturperiode für die Bezirksvertretungen beträgt (einmalig) 6 Jahre und endet am 13. September 2020. Der Vorsitzende einer Bezirksvertretung ist der Bezirksbürgermeister.[21] Die Bezirksvertretungen sind für bestimmte Aufgaben des Bezirks zuständig und haben ein Anhörrecht zu allen relevanten Angelegenheiten des Stadtbezirks.

Namen der fünf Bezirksbürgermeister

  1. Gräfrath, Udo Vogtländer (SPD)
  2. Wald, Birgit Zeier (SPD)
  3. Solingen-Mitte, Richard Schmidt (SPD)
  4. Burg/Höhscheid, Axel Birkenbeul (SPD)
  5. Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid, Marc Westkämper (CDU)

Rat der Stadt[Bearbeiten]

Wahl des Solinger Stadtrats 2014
in Prozent
 %
40
30
20
10
0
34,1 %
29,6 %
11,2 %
5,0 %
4,9 %
4,3 %
3,0 %
2,6 %
5,3 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+0,7 %p
+5,9 %p
-1,9 %p
+0,6 %p
-6,4 %p
-6,1 %p
+3,0 %p
+2,6 %p
+1,6 %p
Sitzverteilung im
Solinger Stadtrat 2014
          
Von 52 Sitzen entfallen auf:

Der Solinger Stadtrat wurde am 25. Mai 2014 gewählt und hat 52 Sitze. Die Legislaturperiode beträgt (einmalig) 6 Jahre und endet am 13. September 2020. Im Solinger Stadtrat sind aktuell elf verschiedene Parteien oder Gruppierungen vertreten. Eine klare Aufteilung in Regierungsparteien (Mehrheit) und Opposition (Minderheit) sind seit der Kommunalwahl im Mai 2014 nicht vorhanden. Politische Entscheidungen und Beschlussvorlagen werden im Rat der Stadt Solingen mit wechselnde Mehrheiten getroffen. Die Sitze der einzelnen Parteien verteilen sich wie folgt:

Wahljahr CDU SPD Grüne FDP Linke Bürgergemeinschaft
für Solingen
AfD Solingen Aktiv Freie Bürger-Union Piraten Pro NRW Gesamt
2014 17 15 6 3 3 2 2 1 1 1 1 52

Jugendstadtrat[Bearbeiten]

Zusätzlich zum Stadtrat besitzt die Stadt ein Vertretungsgremium für Jugendliche. Der Jugendstadtrat besteht aus 21 Jugendstadträten und wird alle zwei Jahre von den Jugendlichen gewählt. Er soll Probleme der Jugend aufgreifen und zu ihrer Lösung beitragen. Mit Hilfe des Stadtrates gelang es dem Jugendstadtrat zum Beispiel, die Skaterhalle Rollhaus zu verwirklichen, ein Integrationsprogramm für Migranten zu entwickeln, eine Nachtexpresslinie zur Diskothek Getaway einzurichten und ein Jugendkulturfestival zu etablieren.

Wappen[Bearbeiten]

Am 17. Juli 1935 erhielt die Stadt Solingen das Recht zum Führen des nachfolgenden Wappens. Der Entwurf stammt vom Kunstmaler und Heraldiker Wolfgang Pagenstecher.

Wappen von Solingen
Blasonierung:

„In Blau ein goldener Anker, zwei silberne, schräg gekreuzte, gestürzte Schwerter mit goldenen Griffen überdeckend und mit den Spitzen verschränkt. Auf dem oberen Schildrand eine goldene Mauerkrone mit fünf Zinnentürmen, je mit Durchlass und zwei Zinnen.“

Beschreibung:

Der Anker steht als Symbol für den Schutzheiligen der Stadt, Clemens, der der Legende nach den Märtyrertod durch Ertränken fand. Die fünf Türmchen symbolisieren nicht – wie oft fälschlicherweise angenommen – die fünf Städte, aus denen 1929 Solingen gebildet wurde, sondern geben nur an, dass Solingen eine Großstadt ist, also mehr als 100.000 Einwohner hat.

Städtepartnerschaften und Städtefreundschaften[Bearbeiten]

Solingen unterhält eine Städtepartnerschaft mit folgenden Städten:

PolenPolen Złotoryja (Goldberg) in Polen seit 1955
NiederlandeNiederlande Gouda in den Niederlanden seit 1957
FrankreichFrankreich Chalon-sur-Saône in Frankreich seit 1960
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Blyth in Großbritannien seit 1962
IsraelIsrael Ness Ziona in Israel seit 1986
SachsenSachsen Aue in Sachsen seit 1990

Solingen unterhält zudem Städtefreundschaften mit den folgenden zwei Städten:

NicaraguaNicaragua Jinotega in Nicaragua seit 1985
SenegalSenegal Thiès in Senegal seit 1990

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Worte „Meves Berns“ und „Me fecit Solingen“ weisen auf ein von Meves Berns in Solingen gefertigtes Schwert hin

Seit dem Mittelalter bildet Solingen, erkennbar schon am Beinamen Klingenstadt, das Herz der deutschen Schneidwarenindustrie. Auch heute noch macht sie mit 21 Prozent Anteil am Gesamtumsatz des produzierenden Gewerbes einen wichtigen Wirtschaftszweig aus.[22] Neben großen Messerherstellern wie etwa Zwilling, Wüsthof und Böker, haben vor allem kleine und mittelgroße Betriebe mit unter 50 Mitarbeitern ihren Sitz in Solingen. Auch der Industrieverband Schneid- und Haushaltswaren e. V. ist in Solingen beheimatet.[23]

Im Laufe der Jahrzehnte sind jedoch weitere Zweige der metall- und kunststoffverarbeitenden Industrie hinzugekommen. So haben in Solingen auch viele Zulieferer der Automobilindustrie, zum Beispiel die Kronprinz AG, ihren Firmensitz.

Die Stadt Solingen unterhält überdies ein Gründer- und Technologiezentrum auf dem Fabrikgelände des ehemaligen Unternehmens Friedrich Herder Abraham Sohn in Solingen-Höhscheid.[24] Es dient der Unterstützung in Form von Beratung und Weiterbildung von Gründern in Solingen. Die historische Dampfmaschinenhalle dient dem ARD-Format Wissen vor Acht als attraktive Kulisse.[25]

Klingenherstellung[Bearbeiten]

Neues Ortseingangsschild mit dem Schriftzug Klingenstadt

Die Waffenherstellung (hauptsächlich Schwerter) begann in Solingen bereits früh: Der erste urkundliche Nachweis über eine Klingenfertigung stammt aus dem Jahr 1363. Die zwei wesentlichen Gründe für die Ansiedelung der Klingenfabrikanten waren zum einen die reichlich vorhandenen Bäche und Flüsse, die die entscheidende Energie lieferten, und zum anderen die Nähe zur damals schon bekannten Handelsstadt Köln. Im Jahre 1401 erhielten die Härter und Schleifer in Solingen das Privileg zum Bilden einer Zunft.

Im 16. Jahrhundert folgte dann ein großer Zuzug von Messermachern in der Stadt; dieses Jahrhundert gilt zusammen mit dem darauffolgenden als Höhepunkt der Klingenherstellung in Solingen. „...me fecit Solingen“ (dt. „...aus Solingen fertigte mich“) als Kennzeichnung auf Schwertern wurde zum Synonym für hochwertige Klingen in ganz Mitteleuropa. Die Solinger Schwerter waren bei fast allen Herrscherhäusern in dieser Region gefragt und deren Qualität geschätzt.

Im Laufe der Zeit kamen weitere Produktionszweige hinzu. So wurde 1571 die Messermacherzunft gegründet, wenig später auch die der Scherenmacher. Die Herstellung der Klingen zu diesen Zwecken war aufgeteilt in die Schleifer, die in ihren Kotten an den Solinger Bächen unter Umständen zu 100 Personen zusammenarbeiteten, und die Härter sowie die Reider, die auf den Höhenrücken der Stadt in den sogenannten Hofschaften zusammenlebten und -arbeiteten.

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts bestimmte die Schneidwarenindustrie die gesamte Solinger Wirtschaft. Erst der Erste Weltkrieg setzte dem kontinuierlichen Aufschwung der Klingenfabrikation ein Ende, da die Absatzmärkte fehlten, denn die Solinger Industrie war vom Weltmarkt abgeschnitten. Daneben wirkten sich auch Arbeitslosigkeit und Kriegsdienst negativ auf die Wirtschaft aus. 1938 verabschiedeten die Nazis ein Gesetz zum Schutz des Namens Solingen.

In der Nachkriegszeit sorgte die Mechanisierung in der Solinger Schneidwarenproduktion für steigende Produktivität. Allerdings sank die Produktion in den Jahren von 1959 bis 1989 um etwa die Hälfte. 1994 trat schließlich das 1938 verabschiedete Gesetz zum Schutz des Namens Solingen außer Kraft und wurde durch die vergleichbare Solingenverordnung ersetzt.[26]

Seit der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts wurden in hunderten Kleinbetrieben Solingens Rasierklingen gefertigt. Heute sind große Marktanteile an internationale Unternehmen verloren, allen voran an Wilkinson Sword, das seinen deutschen Firmensitz in Solingen unterhält.[27]

Seit Mitte September 2012 wirbt die Stadt auf ihren Orteingangsschildern offiziell mit dem Zusatz Klingenstadt.[28] Auf diese Weise sollen Touristen auf die Bedeutung Solingens als Zentrum der deutschen Schneidwarenindustrie aufmerksam gemacht werden. Diese Tradition wird nicht nur auf den Ortsschildern gepflegt, sondern auch durch Museen in verschiedenen Stadtteilen: Deutsches Klingenmuseum in Gräfrath, Balkhauser Kotten und Wipperkotten in Höhscheid, sowie die Loos'n Maschinn [29] in Widdert und das LVR-Industriemuseum (Gesenkschmiede Hendrichs) in Merscheid.

Die größten Arbeitgeber[Bearbeiten]

Walbusch-Hauptverwaltung in Solingen-Merscheid
Zwillingswerk in Solingen-Höhscheid
Wilkinson-Firmensitz in Solingen-Mitte

(mit mindestens 150 Mitarbeitern/alphabetisch sortiert)

  • Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Solingen (über 170 Mitarbeiter)[30]
  • Die Bergische Krankenkasse (150 Mitarbeiter)
  • BIA Kunststoff & Galvanotechnik (Automobilzulieferer) (rd. 980 Mitarbeiter)[31]
  • Bong GmbH (Briefumschläge) (200 Mitarbeiter)
  • Borbet Solingen GmbH (Aluräder) (etwa 350 Mitarbeiter)
  • Brangs + Heinrich GmbH (industrielle Verpackungen) (über 170 Mitarbeiter)
  • CCL-Design (Automobilzulieferer) (rd. 150 Mitarbeiter)
  • C. Grossmann Stahlguss GmbH (rd. 200 Mitarbeiter)[32]
  • C. Rob. Hammerstein GmbH & Co. KG (Automobilzulieferer) (etwa 780 Mitarbeiter)[33]
  • General Electric Healthcare (Medizintechnische Geräte) (ca. 220 Mitarbeiter)
  • Haribo GmbH (Süßwaren) (rd. 700 Mitarbeiter)
  • IPS Industrie- und Personalservice GmbH (Arbeitnehmerüberlassung und On-Site-Management) (über 200 Mitarbeiter)
  • item Industrietechnik GmbH (etwa 130 bzw. 400 Mitarbeiter)
  • Junkerwerk Linder GmbH & Co.KG (Schaumstoffverarbeitung) (über 200 Mitarbeiter)
  • Kronprinz GmbH (Automobilzulieferer) (etwa 440 Mitarbeiter)
  • KTS (Automobilzulieferer) (etwa 330 Mitarbeiter)
  • Lebenshilfe, Ortsverband Solingen e. V. (Werkstätten für Behinderte) (rd. 720 Mitarbeiter)[34]
  • LUTZ GmbH & Co. KG (Schneidwaren) (ca. 250 Mitarbeiter)
  • Stadtverwaltung Solingen (ca. 2.600 Mitarbeiter)[35]
  • Stadt-Sparkasse Solingen (rd. 680 Mitarbeiter)[36]
  • Stadtwerke Solingen GmbH (etwa 650 Mitarbeiter)[37]
  • Städtisches Klinikum Solingen gGmbH (etwa 1.600 Mitarbeiter)
  • St.-Lukas-Klinik GmbH, Solingen-Ohligs (etwa 700 Mitarbeiter, gehört zur Kplus Gruppe)
  • Technische Betriebe Solingen (TBS) (ca. 480 Mitarbeiter)
  • VS Guss AG (Automobilzulieferer) (etwa 170 Mitarbeiter)
  • Walbusch Walter Busch GmbH & Co. KG (Versand- und Filialhandel von Mode) (ca. 800 Mitarbeiter)
  • Wilkinson Sword (Schneidwaren) (rd. 650 Mitarbeiter)[38]
  • Ed. Wüsthof Dreizackwerk KG (Schneidwaren) (etwa 300 Mitarbeiter)
  • Zwilling J. A. Henckels AG (Schneidwaren) (ca. 700 Mitarbeiter)[39]

Ehemalige Unternehmen[Bearbeiten]

Viele, zum Teil sogar weltberühmte Unternehmen prägten die Solinger Wirtschaft darüber hinaus in der Vergangenheit:[40]

Mit der Rasspe GmbH hatte in Solingen lange Zeit einer der weltweit größten Hersteller von Landmaschinenteilen seinen Firmensitz. Ende des 20. Jahrhunderts kam der Niedergang und die Belegschaft wurde drastisch reduziert. Wenig später verlagerte man den Firmensitz in das benachbarte Wermelskirchen.

Ähnlich erging es dem Haushaltswarenriesen Krups, der in den 1960er und -70er Jahren seine Blütezeit erlebte. Zeitweilig beschäftigte das Unternehmen über 3000 Menschen. Seit Konkurs der Konzernmutter Moulinex im Jahre 2001 folgte auch für Krups der Niedergang; ein Großteil der Produktionsstätten am Standort Solingen wurde abgerissen.

Auch die Ohligser Firma Bremshey gehörte zu den bedeutendsten Unternehmen der Stadt. Mit ihrem bekanntesten Produkt, dem Knirps (einem zusammenschiebbaren Regenschirm), erlangte sie weltweite Berühmtheit. Anfang der 1970er Jahre hatte das Unternehmen etwa 3000 Beschäftigte. Nach finanziellen Engpässen zu Beginn der 1980er Jahre reduzierte das Unternehmen zunächst seine Belegschaft, bevor es 1982 komplett aufgelöst wurde.[41]

Die Rheinische Türschließerfabrik, 1903 von dem Werkmeister Adolf Boge und dem Schlosser Fritz Kasten in Solingen gegründet, wurde zu einem der europäischen Marktführer für Türschlösser. Nach der Übernahme durch ein US-amerikanisches Unternehmen und dem Zusammenschluss mit Firmen aus Velbert zur BKS GmbH wurde das Unternehmen in den 1920er Jahren nach Velbert verlegt.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der 2006 eingeweihte Bahnhof Solingen Mitte
Obus in Höhscheid
Bahn

Wichtigster Kreuzungsbahnhof ist der Bahnhof in Solingen-Ohligs, der seit dem 10. Dezember 2006 den Namen Solingen Hauptbahnhof trägt.[42] Dort halten Regionalzüge RB 48 und RE 7 mit den Destinationen Wuppertal, Rheine und Münster, Köln, Bonn und Krefeld. Darüber hinaus ist der Solinger Hauptbahnhof auch Haltepunkt für die Züge des IC und des ICE. Die Stadt ist auch an das S-Bahn-Netz Rhein-Ruhr angeschlossen. Von Solingen Hauptbahnhof verkehren die Linien S 1 über Düsseldorf in Richtung Dortmund sowie S 7 über Solingen-Mitte und Remscheid nach Wuppertal.

Der frühere Hauptbahnhof nahe der Innenstadt wurde 2006 stillgelegt und durch die beiden neuen Haltepunkte Solingen Grünewald und Solingen Mitte ersetzt. Letzterer wurde aufgrund seines futuristischen Designs im Jahr 2007 mit dem Renault Traffic Future Award, einem renommierten Verkehrsarchitekturpreis, ausgezeichnet.[43] Außerdem gibt es die Station Solingen-Schaberg in unmittelbarer Nähe zur Müngstener Brücke und den S-Bahn-Halt Solingen Vogelpark im Westen der Stadt.

Oberleitungsbus
Museums-Obus des Obus-Museums
Hauptartikel: Oberleitungsbus Solingen

Solingen ist eine von drei Städten in Deutschland, die noch über ein Oberleitungsbussystem verfügen. Es umfasst die sechs Durchmesserlinien 681 bis 686 und ist mit einer Streckenlänge von 56,6 Kilometern das mit Abstand größte in Deutschland, deutlich vor den beiden anderen Netzen in Esslingen am Neckar und Eberswalde. Der Obus bedient das gesamte Stadtgebiet bis in die Randbezirke. Die längste Linie, die 683, verbindet den Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel mit dem Solinger Stadtteil Burg.

Weltweit einzigartig ist die Drehscheibe für Busse der ehemaligen Endhaltestelle Burg Brücke, die seit Verlängerung der bedienenden Linie 683 im Jahre 2009 planmäßig nicht mehr in Betrieb ist. Sie wurde durch eine Wendeschleife an der Eschbachstraße ersetzt. Die Drehscheibe selbst bleibt indes vorerst für den Museumsbetrieb bei Sonderfahrten erhalten und kommt so gelegentlich weiterhin zum Einsatz, etwa im Rahmen der Rittertour, einer regelmäßigen Touristenfahrt mit dem historischen ÜHIIIs, zumal sie erst Mitte 2004 aufwendig saniert wurde. Aus Platzmangel wurde diese, eher aus dem Bahnbetrieb bekannte Lösung, auf Kraftfahrzeuge übertragen und verwirklicht.

Die Stadtwerke Solingen verfügen derzeit (2015) über 50 einsatzfähige Gelenk-Obusse:[44]

  • 15 des Schweizer Unternehmens Hess (Baujahr 2008/09)
  • 15 des Unternehmens Berkhof (Baujahr 2001/02)
  • 20 des Unternehmens Van Hool (Baujahr 2002/03)

Hinzu kommen ein Solo- (Baujahr 1986/87) und ein Gelenk-Obus (Baujahr 1984) des Herstellers MAN. Diese historischen Obusse gehören dem Obus-Museum Solingen e. V., der im Jahre 1999 gegründet wurde und sich den Erhalt ausrangierter Fahrzeuge zur Aufgabe macht.[45] In regelmäßigen Abständen verleiht das Museum seine Oldtimer an die Stadtwerke Solingen, die diese zur Vermeidung von Standschäden im Linienverkehr einsetzt.

Den öffentlichen Personennahverkehr bedienen neben den Obuslinien dreizehn Dieselbuslinien des Verkehrsbetriebs, die allerdings vordringlich über Nebenstrecken führen. Alle Verkehrsmittel in Solingen sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr zu benutzen. Bei Fahrten in Richtung Süden (Leichlingen, Wermelskirchen, Köln) gilt seit dem 1. Februar 2005 einheitlich der Tarif des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg.

Straße
Viehbachtalstraße

Solingen ist erreichbar über die A 3 KölnOberhausen (Anschlussstelle 20, Solingen), A 46 DüsseldorfWuppertal (Anschlussstelle 30, Haan-Ost) und A 1 Köln—Dortmund (Anschlussstelle 96, Wermelskirchen). Des Weiteren führen die Bundesstraßen 229 und 224 und die Landesstraßen 67, 74, 85, 141, 141n, 157, 288, 288n, 407 und 427 durch das Stadtgebiet. Zusätzlich gibt es noch einige Kreisstraßen in Solingen.

Sämtliche Autobahn-Anschlussstellen liegen jedoch außerhalb des Stadtgebiets, was Solingen unter den deutschen Großstädten beinahe einzigartig macht; lediglich in Reutlingen besteht dieselbe Situation. Die in den 1970er Jahren geplante A 54 durch das Stadtgebiet wurde nur als vierspurige Schnellstraße L 141n (Viehbachtalstraße) zwischen dem Schlagbaum und der Ohligser Heide realisiert und besitzt keinen direkten Anschluss an das übrige Fernstraßennetz. Eine Verlängerung nach Osten über Remscheid, Radevormwald und Halver bis nach Lüdenscheid als A 54 ist längst verworfen worden. Eine Weiterführung der L 141n in die andere Richtung, hin zur A 542, ist nach heftigen Diskussionen in der Politik seit 2011 ebenfalls nicht mehr geplant.[46]

Die Planung aus dem gleichen Zeitraum für den südlichen Abschnitt der A 31 von Bottrop über Gräfrath, Oberketzberg, Stöcken, die Hassedelle und Müngsten weiter zur A 1 ist ebenfalls verworfen worden.[47]

Medien[Bearbeiten]

Printmedien[Bearbeiten]

Die älteste Solinger Tageszeitung, zugleich die mit der größten Verbreitung am Ort, ist das im Verlag B. Boll erscheinende Solinger Tageblatt; als weitere Tageszeitung erscheint die Solinger Morgenpost, eine Lokalausgabe der Rheinischen Post. Ableger des Solinger Tageblatts ist das wöchentlich erscheinende kostenlose Anzeigenblatt Das Solinger. Zudem erscheint einmal in der Woche die Solinger Wochenpost. Ende 2005 wurde erstmals der Solinger Stadtanzeiger veröffentlicht, der sich als unabhängiges Stadtmagazin versteht und einmal im Monat erscheint. Vier Mal pro Jahr erscheint überdies das lokale Kulturmagazin Engelbert, das bis zu 40.000 Leser pro Ausgabe erzielt.

15 Jahre lang erschien die Obdachlosenzeitung DIE STRASSE. Aufgrund fehlender Subventionierung musste das Projekt seinen Betrieb Ende Mai 2011 einstellen. Derzeit versuchen Solinger Medienmacher, dieses Projekt durch eine übergreifende Zusammenarbeit zu erhalten.

Onlinemedien[Bearbeiten]

Das Web-Log Solinger Bote bietet in Form einer kommunalen Onlinezeitung ein weiteres Informationsmedium. Das Projekt wurde in seiner ursprünglichen Form von einer Gruppe ehrenamtlich arbeitender Redakteure gegründet und existiert seit dem 1. Dezember 2010. Seit November 2013 ist der Solinger Bote Teil der gewerblichen Medienunternehmen der Stadt.

Rundfunk[Bearbeiten]

Seit 1992 ist in Solingen-Mitte der private Radiosender Radio RSG ansässig. Als Lokalradio und Teil der Mediengruppe Radio NRW sendet er aktuelle Nachrichten für Solingen und die Nachbarstadt Remscheid. Über den Solinger Funkturm am Zentral sendet er auf der Frequenz 94,3 MHz für das gesamte Solinger Stadtgebiet. Für die Nachbarstadt Remscheid gibt es die Frequenzen 92,2 sowie 107,9 MHz.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Amtsgericht Solingen

Solingen ist der Sitz einiger öffentlicher Einrichtungen und Gebäude. Das Amtsgericht Solingen ist eines der fünf dem Landgericht Wuppertal untergeordneten Gerichte und befindet sich unweit des Arbeitsgerichts in der Solinger Innenstadt. Letzteres ist zuständig für Rechtsstreitigkeiten in Solingen und der Nachbarstadt Wermelskirchen. Ferner befindet sich die Polizeiinspektion Solingen des Polizeipräsidiums Wuppertal im neuen Dienstgebäude an der Kölner Straße, Außenstellen der Polizei befinden sich in den Stadtbezirken. Im Stadtteil Ohligs existiert eine Geschäftsstelle der Bundesagentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.

Die Berufsfeuerwehr Solingen unterhält im Stadtgebiet drei Feuer- und Rettungswachen, am Katternberg sowie in den Stadtteilen Ohligs und Wald. Darüber hinaus bestehen acht Löscheinheiten der Freiwilligen Feuerwehr. Die gemeinsam mit der Stadt Wuppertal betriebene Feuerwehrleitstelle befindet sich in der Nachbarstadt.

Die Stadt betreibt drei Bürgerbüros als Zweigstellen der Stadtverwaltung in der Stadtmitte, dem Stadtteil Höhscheid und Ohligs. Eine Stadtbibliothek befindet sich in den Clemens-Galerien, ebenfalls in der Stadtmitte.

Medizinische Versorgung[Bearbeiten]

In Solingen befinden sich drei Kliniken, die der stationären und ambulanten medizinischen Versorgung dienen:

  • Klinikum Solingen (716 Betten), Gotenstraße

Das Klinikum Solingen ist ein Krankenhaus der Maximalversorgung und seit 1977 akademisches Lehrkrankenhaus der Universität zu Köln. Das Klinikum verfügt über 15 fachärztlich geleitete Kliniken, Institute und interdisziplinäre Zentren.

  • Sankt-Lukas-Klinik (345 Betten), Schwanenstraße

Im Jahre 1952 ist die St.-Lukas-Klinik aus der Privatklinik von Carl Fervers entstanden. Der Anfang der 1960er Jahre bezogene Neubau an der Schwanenstraße wurde seither kontinuierlich erweitert. Es verfügt über ein besonders angesehenes Schlaganfallzentrum. Die Sankt-Lukas-Klinik gehört zur 1997 gegründeten Kplus Gruppe.

  • Krankenhaus Bethanien (120 Betten), Aufderhöher Straße

Das Krankenhaus Bethanien hat sich als Fachklinik auf die Diagnostik und Behandlung sämtlicher Lungenerkrankungen spezialisiert und wird als Klinik für Pneumologie und Allergologie/Zentrum für Schlaf- und Beatmungsmedizin überregional in Anspruch genommen.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Neben 24 Grundschulen und sechs Förderschulen finden sich in Solingen auch alle weiterführenden Schulformen: eine Sekundarschule, drei Realschulen, vier Gesamtschulen, vier Gymnasien und drei Berufskollegs. Darüber hinaus sind in Solingen die Zentralfachschule der Deutschen Süßwarenwirtschaft und das Walter-Bremer-Institut beheimatet. Des Weiteren ist seit 1977 das Städtische Klinikum Solingen als Lehrkrankenhaus der Universität zu Köln zu nennen. Die Hauptschulen der Stadt Solingen stellen den Schulbetrieb nach dem Schuljahr 2018/19 ein, Neuanmeldungen für die Sekundarstufe I (Klassen 5 bis 10) sind nicht mehr möglich. Solingen ist ab dem Schuljahr 2019/20 die erste Großstadt in NRW die keine Hauptschule mehr hat.

Städtische Sekundarschule Solingen[Bearbeiten]

Seit dem Schuljahr 2013/14 existiert im Gebäude der auslaufenden Hauptschule Central die erste Sekundarschule Solingens. Die Hauptschule Central stellt den Schulbetrieb nach dem Schuljahr 2017/18 ein.

Städtische Gesamtschule Solingen[Bearbeiten]

Die Städtische Gesamtschule Solingen wurde 1982 gegründet und war somit die erste Solinger Gesamtschule. Zunächst war die Schule im Gebäude an der Elsa-Brändström-Straße untergebracht, bis die Gesamtschule zum jetzigen Standort Wupperstraße verlegt wurde. Dort startete der Unterricht am 22. August 1983 mit zwölf Klassen.

Seit 1983 ist die Schule stetig gewachsen. Den etwa 1300 Schülern und etwa 100 Lehrkräften stehen unter anderem eine Mensa, zwei moderne Sporthallen, eine Mediathek, sowie ein eigener Bereich nur für die neuen Fünftklässler zur Verfügung.

Geschwister-Scholl-Gesamtschule Ohligs[Bearbeiten]

Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule im Stadtteil Ohligs ist an zwei Standorten in der Uhlandstraße (Kl. 5–7) und der Querstraße (Kl. 8–10 und Oberstufe) untergebracht. Sie ging aus dem gleichnamigen Gymnasium hervor, das im Zuge der Errichtung der Gesamtschule aufgelöst wurde. Die Schule hat etwa 1300 Schüler (einschließlich der gymnasialen Oberstufe) und hat im Schuljahr 2009/2010 den Ganztagsbetrieb aufgenommen.

Die „Scholle“ bietet als einzige weiterführende Schule in Solingen Italienisch als zweite oder dritte Fremdsprache ab Klasse 8 an.

Friedrich-Albert-Lange-Schule[Bearbeiten]

Die Friedrich-Albert-Lange-Schule ist eine städtische Gesamtschule in Solingen-Wald. Die nach Friedrich Albert Lange benannte Schule wurde 1990 gegründet und bekam vier Jahre später ihr erstes Erweiterungsgebäude. Ein weiteres Nebengebäude entstand 1995/96 für die Schüler der Klassen 5 und 6. Ende 2001 wurde eine zweite (größere) Turnhalle eingeweiht. Ein Highlight im Schuljahr sind die überregional bekannten Walder Theatertage. Im Jahr 2007 wurde die Friedrich-Albert-Lange-Schule zu einer von fünf NRW-Sportschulen ernannt.

Städtische Gesamtschule Höhscheid[Bearbeiten]

Seit dem Schuljahr 2014/15 existiert in Höhscheid eine Gesamtschule. Mit 108 Schülern der Klasse 5 nahm sie den Schulbetrieb im Gebäude der auslaufenden Hauptschule Höhscheid auf. Die Hauptschule Höhscheid stellt den Schulbetrieb nach dem Schuljahr 2018/19 ein.[48]

Gymnasium Schwertstraße[Bearbeiten]

Gymnasium Schwertstraße

Das städtische Gymnasium Schwertstraße (GSS) liegt im Zentrum Solingens. Es wurde am 15. Oktober 1841 als „Höhere Bürgerschule“ gegründet und ist damit das älteste Solinger Gymnasium. Das während des Zweiten Weltkriegs fast komplett zerstörte Schulgebäude wurde nach dem Krieg an alter Stelle wieder aufgebaut. Heute hat das Gymnasium etwa 1.000 Schüler. Die Schule bietet einen bilingualen Zweig für Englisch und eine „Streicherklasse“ an, in der die Schüler in Kooperation mit der Solinger Musikschule Unterricht an Streichinstrumenten erhalten. Bekannte ehemalige Schüler sind unter anderem Rudolf Cronau, Walter Scheel, Michael Lesch, Johannes Schuy, Richard David Precht und Veronica Ferres.

Gymnasium August-Dicke-Schule[Bearbeiten]

August-Dicke-Schule

Die August-Dicke-Schule ist ein städtisches Gymnasium mit etwa 1000 Schülern und 74 Lehrern. Das Gebäude liegt nahe dem Stadtkern an der Schützenstraße und grenzt an die Theodor-Heuss-Schule (Städt. Realschule) an. Die Genehmigung der Regierung für die Gründung der heutigen August-Dicke-Schule wurde am 15. August 1873 erteilt. Den Namen verdankt die Schule dem Oberbürgermeister der Stadt Solingen in den Jahren 1896–1928, August Dicke, einem Ehrenbürger der Stadt Solingen, der die Entwicklung Solingens am Beginn des 20. Jahrhunderts entscheidend geprägt hat.

Anlässlich der Einweihung wurde das Schulgebäude in der Presse als „schönste Schule Westdeutschlands“ bezeichnet. Die Architektur ist Ausdruck ihrer Zeit: massiv, viergeschossig im symmetrischen und gesteigerten Aufbau mit horizontaler und rhythmischer Gliederung. Es ist einfach, sachlich und funktional, mit einer imposanten Wirkung.

1984 wurde das Schulgebäude unter Denkmalschutz gestellt.

Mit Beginn des Schuljahres 2003/2004 ist an der August-Dicke-Schule eine Klasse mit mathematisch-naturwissenschaftlichem Profil eingerichtet worden. Zusätzlich zum Unterricht erhalten die Schülerinnen und Schüler dieses Kurses ein zusätzliches naturwissenschaftliches Unterrichtsangebot in Form einer Arbeitsgemeinschaft, das ursprünglich für die Klassen 5 bis 8 verpflichtend war. Im Rahmen der Schulzeitverkürzung (G8) wurde auch der naturwissenschaftliche Zusatzunterricht verkürzt und endet inzwischen bereits nach der 7. Klasse. Er ist für die Profilschüler nach wie vor verpflichtend, aber nicht versetzungsentscheidend. In den Klassen 8 und 9 besteht im Wahlpflichtbereich die Möglichkeit der naturwissenschaftlichen Schwerpunktbildung. Mit Beginn des Schuljahres 2010/2011 ist an der August-Dicke-Schule ein weiterer Profilkurs mit künstlerisch-musischem Schwerpunkt eingerichtet worden.

Humboldtgymnasium[Bearbeiten]

Das Humboldtgymnasium, benannt nach den Brüdern Alexander und Wilhelm von Humboldt, besteht seit 1903 und liegt in Solingen-Wald an der Stadtteilgrenze zu Ohligs. Das in der Sekundarstufe I 5-zügige Gymnasium hat über 1.200 Schüler und etwa 80 Lehrer. Das Schulgebäude wurde 1978 eingeweiht und 2002 um einen Neubau erweitert. Zudem verfügt die Schule über eine eigene separate Sporthalle.

Schulzentrum Vogelsang[Bearbeiten]

Schulzentrum Vogelsang

Im Schulzentrum Vogelsang sind das Gymnasium Vogelsang und die Realschule Vogelsang untergebracht. Es liegt im Norden Solingens an der Grenze der Bezirke Gräfrath und Wald. Das 1979 fertiggestellte Gebäude ist mit etwa 1700 Schülern (etwa 1000 am Gymnasium, etwa 700 an der Realschule) der größte Schulkomplex Solingens. 1982 setzte sich der Verbund aus Realschule und Gymnasium mittels einer breiten Bürgerbewegung erfolgreich gegen die Umwandlung in eine Gesamtschule zur Wehr. Im Schuljahr 2009/10 haben die beiden Schulen, beginnend mit Klasse 5, als jeweils erste Schulen ihrer Schulform in Solingen den Ganztagsbetrieb aufgenommen.

Gymnasium Vogelsang[Bearbeiten]

Das Gymnasium Vogelsang wurde 1972 gegründet und ist damit das jüngste der vier Solinger Gymnasien. Zunächst im so genannten „Roten Esel“, dem Gebäude einer ehemaligen Volksschule aus roten Ziegelsteinen im Stadtteil Wald, und einigen anderen Dependancen untergebracht, zog die Schule 1979/80 an ihren heutigen Standort, das neugebaute Schulzentrum Vogelsang auf der namensgebenden Anhöhe.

Als einziges Solinger Gymnasium bot es seit Mitte der 1980er Jahre in Klasse 5–7 einen Montessori-Zweig mit mehreren Wochenstunden Freiarbeit an. Ein weiterer pädagogischer Schwerpunkt ist der musisch-künstlerische Bereich mit Musik, Theater und bildender Kunst, zum Beispiel Streicherklassenunterricht (Erlernen eines Streichinstruments im Musikunterricht) in Klasse 5 und 6 und Leistungskurse im Fach Kunst in der gymnasialen Oberstufe.

Realschule Vogelsang[Bearbeiten]

Die Realschule Vogelsang bietet, als einzige Realschule in Solingen, einen Montessori-Zweig (Klasse 5–10) an. Ein weiterer Schwerpunkt der Schule liegt in der Berufswahlorientierung. So unterhält die Realschule Vogelsang zahlreiche Kontakte zu weiterführenden Schulen und lokalen Unternehmern verschiedener Branchen.

Berufsfachschulen[Bearbeiten]

Technisches Berufskolleg Solingen

Technisches Berufskolleg Solingen[Bearbeiten]

Das Technische Berufskolleg Solingen geht in seinem Ursprung auf eine Planung des Großherzogtums Berg im Jahr 1807 zurück. Das Berufskolleg liegt in Solingen-Mitte und wurde 1823 als Sonntagsschule der damaligen Stadt Höhscheid gegründet. Das (neue) technische Berufskolleg wurde 1904 feierlich eingeweiht und war ein wirtschaftliches Instrument der Solinger Schneidwarenindustrie mit dem Bildungsauftrag, die Konkurrenzsituation zum Erzrivalen Sheffield auf dem Schneidwarenmarkt zu verbessern. Im Laufe der Zeit sind beachtliche Besteckentwürfe (Pott), Klingenentwürfe und flächige Gestaltungen erstellt worden. Gegenwärtig bildet das Berufskolleg unter anderem staatlich geprüfte Techniker für Industriedesign sowie Maschinen- und Galvanotechnik aus. Es hat gegenwärtig ca. 2000 Schüler, die in den Schulformen Berufsschule, Berufsfachschule und Technisches Gymnasium beschult werden. Das Technische Berufskolleg ist als Ausbildungsstätte für Galvaniseure (Oberflächenbeschichter) und Graveure bundesweit bekannt. Zudem befindet sich auf dem Grundstück die überbetriebliche Ausbildungsstätte der Solinger Maler- und Lackiererinnung.

Friedrich-List-Berufskolleg[Bearbeiten]

Das Friedrich-List-Berufskolleg ist ein kaufmännisches Berufskolleg mit Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung und befindet sich in der Solinger Innenstadt (Wohngebiet Vorspel). Es verfügt insgesamt über 70 Lehrkräfte; etwa 1300 Schülerinnen und Schüler besuchen das Berufskolleg zum Teil in Vollzeit oder als Bestandteil der dualen Ausbildung. Im Gebäude des Friedrich-List-Berufskollegs ist seit 2009 auch das Walter-Bremer-Institut ansässig, eine staatlich anerkannte Lehranstalt für pharmazeutisch-technische Assistentinnen und Assistenten (PTA).

Mildred-Scheel-Berufskolleg[Bearbeiten]

Das Mildred-Scheel-Berufskolleg mit Schwerpunkten in Sozial- und Gesundheitswesen sowie Körperpflege befindet sich in Solingen-Merscheid an der Beethovenstraße 225.

Volkshochschule[Bearbeiten]

Die Volkshochschulen und Familienbildungsstätten von Solingen und der Nachbarstadt Wuppertal haben sich zur Bergischen Volkshochschule zusammengeschlossen. Seit 2006 erscheint zweimal pro Jahr ein gemeinsames Kursprogramm für beide Städte. Neben der beruflichen wird auch eine allgemeine Ausbildung mit kulturellen, politischen, ökonomischen und linguistischen Aspekten angeboten. Zudem werden die Teilnehmer nach Wunsch auch bei Fragestellungen zur Familienbildung unterstützt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Theater und Museen[Bearbeiten]

Kunstmuseum Solingen im alten Gräfrather Rathaus

Das Theater und Konzerthaus mit Pina-Bausch-Saal, Großem und Kleinem Konzertsaal in der Stadtmitte bildet seit über 50 Jahren das Zentrum größerer kultureller Veranstaltungen in der Stadt. Es wird vom Kulturmanagement der Stadt Solingen betrieben. Darüber hinaus besteht das Kulturzentrum COBRA im Stadtteil Merscheid. Es wurde Anfang der 1980er Jahre von der Kultur-Initiative Die Provinz lebt Solingen e. V. initiiert und 1994 eröffnet. Heute bildet es einen Ort für Kultur, der neben einer großen Bühne ein regelmäßiges Kinoprogramm anbietet.[49][50]

Die beiden mittlerweile privat betriebenen Häuser Festhalle Ohligs und Walder Stadtsaal bilden die Zentren für kulturelle Veranstaltungen in Ohligs und Wald.

Das Deutsche Klingenmuseum im ehemaligen Kloster in Solingen-Gräfrath bietet neben Blankwaffen aus Solinger Produktion auch eine der größten Bestecksammlungen der Welt. In den Räumlichkeiten von Schloss Burg untergebracht befindet sich das Bergische Museum. Es führt durch das mittelalterliche Leben der Ritter und des Adels als wichtiger Bestandteil der frühen Geschichte des Bergischen Landes. Ausgestellt sind unter anderem Ritterrüstungen und Schwerter.

Blick auf das Wasserrad des Wipperkottens

Im alten Gräfrather Rathaus ist mit dem Kunstmuseum Solingen – dem ehemaligen Museum Baden – ein vielseitiges Kunstmuseum mit Städtischer Kunstsammlung, der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, der Sammlung Gerhard Schneider (Verfemte Kunst), der Exil-Literatur-Sammlung Jürgen Serkes und der Sammlung Arthur Dorp entstanden. In den Räumlichkeiten des Museums befindet sich Deutschlands erstes Zentrum für Verfolgte Künste im Aufbau.[51]

Auch die Industriegeschichte Solingens kann an verschiedenen Orten erfahren werden. Die Gesenkschmiede Hendrichs des LVR-Industriemuseums ist eine über hundert Jahre alte Scherenschlägerei und Gesenkschmiede, in der auch heute noch auf traditionelle Weise Scheren von Hand gefertigt werden. Im Schleifermuseum Balkhauser Kotten an der Wupper werden die für Solingen typischen und bedeutsamen historischen Schleifmethoden veranschaulicht. Das Kuratorium Balkhauser Kotten e. V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Kotten als heimatgeschichtliches Museum zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Museum Plagiarius im Südpark

Das Schleifermuseum im Wipperkotten zeigt die traditionelle Herstellung von Messern im letzten in Solingen erhaltenen Doppelkotten, ebenfalls an der Wupper. Loos'n Maschinn im Stadtteil Widdert stellt dagegen als ehemalige Dampfschleiferei die Arbeitsstätte der Solinger Schleifer des ausgehenden 19. Jahrhunderts dar. Als diese von der Wasserkraft auf Dampfkraft umstellten, nannten sie ihre neuen Schleifkotten Maschinnen. 1895 gab es 107 davon – einer dieser Bauten wurde mustergültig erneuert, ein Raum und ein Treppenhaus sind erhalten und werden vom Förderverein Industriemuseum Solingen e. V. unter dem Namen Loos'n Maschinn als Ausstellungsraum betrieben.

Ebenfalls erwähnenswert ist das Laurel & Hardy-Museum. Im Walder Kotten privat betrieben, setzt es das Leben und Wirken der Stars von Dick und Doof originell in Szene.

Das Museum Plagiarius, das wohl weltweit erste Museum gegen Produktpiraterie, befindet sich im Kopfbau der Güterhallen am ehemaligen Hauptbahnhof im heutigen Südpark. Es eröffnete am 1. April 2007 im Zuge der Umgestaltung des Geländes um den ehemaligen Hauptbahnhof.

Bauwerke[Bearbeiten]

Müngstener Brücke

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Solingen

Die 1890 bis 1892 errichtete St.-Clemens-Kirche mit ihren beiden Sichtbeton-Turmspitzen von Dominikus Böhm ist ein markantes Wahrzeichen der Solinger Innenstadt. Die sonstigen bedeutenden Bauwerke liegen jedoch außerhalb der im Zweiten Weltkrieg größtenteils zerstörten Innenstadt.

Das Schloss Burg ist eine wieder aufgebaute mittelalterliche Burganlage aus dem 12. Jahrhundert, die ihre historische Gründung den Grafen von Berg verdankt und lange Zeit deren Residenz war, bevor diese nach Düsseldorf übersiedelten. Seit der Zugehörigkeit zu Solingen 1975 ist sie das meistbesuchte Wahrzeichen der heutigen Stadt Solingen. Darüber hinaus befinden sich weitere, Jahrhunderte alte Schlösser, Burgen und Adelssitze im Stadtgebiet, darunter das Schloss Caspersbroich und das Wasserschloss Hackhausen, siehe dazu auch die Liste der Burgen und Schlösser in Solingen.

Überregional bekannt ist auch die Müngstener Brücke. Mit einer Höhe von 107 Metern ist sie Deutschlands höchste Stahleisenbahnbrücke. Sie verbindet Solingen mit Remscheid und überspannt dabei das Tal der Wupper. Ein weiteres Wahrzeichen der Gesamtstadt ist der historische Ortskern um den Marktplatz im Stadtteil Gräfrath sowie der zum Lichtturm umgebaute ehemalige Wasserturm, der sich ebenfalls in Gräfrath befindet.

Typische Wohnstraße mit gründerzeitlicher Bebauung in Höhscheid

Trotz schwerer Zerstörungen insbesondere der innerstädtischen Bereiche Solingens während des Zweiten Weltkriegs hat in der Stadt eine Fülle historischer Bausubstanz überlebt. Besonders Bauten aus der Zeit zwischen 1860 und dem Ersten Weltkrieg sind erhalten. Aufgrund der Kriegszerstörungen, Abrisse und baulicher Verdichtung in der Nachkriegszeit sind sie allerdings seltener in geschlossenen Ensembles anzutreffen, sondern über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Sie sind Zeugnisse der großen wirtschaftlichen Bedeutung Solingens und des gesamten bergischen Raumes als Industriestandort im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Besonders erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang die Solinger Nordstadt mit das Viertel um die Kurfürsten-, Klemens-Horn-, Cäcilien- und Sonnenstraße sowie das Viertel um den Bismarckplatz in Höhscheid.

Typisch für Solingen sind große und aufwändige Fabrikantenvillen, die schon seit der Frühindustrialisierung im beginnenden 19. Jahrhundert häufig direkt neben den Betrieben entstanden sind. Sie liegen vorzugsweise an den heute innerstädtischen Verbindungsstraßen zwischen den ehemals selbstständigen Städten und an den Ausfallstraßen. Eine große Zahl dieser Villen ist bis heute erhalten.[52] Eines der selteneren Beispiele für eine Fabrikantenvilla des 18. Jahrhunderts ist das heute als Standesamt genutzte Haus Kirschheide.

Balkhauser Kotten – Solinger Schleifkotten an der Wupper

In Solingen stehen noch viele mehrstöckige gründerzeitliche Mietshäuser, der größte Teil in den innerstädtischen Bereichen. Viele sind durch beträchtliche bauliche Veränderungen aus der Nachkriegszeit, etwa dem Einbau neuer Türen und Fenster oder in Teilen entfernter Ornamentik nicht mehr im ursprünglichen Zustand erhalten. Die historische Bausubstanz kann so vom Passanten häufig nicht erkannt und erlebt werden, die Aussagekraft vieler Denkmale ist so gemindert. Behutsame Rekonstruktionen führten jedoch beispielhaft zu einer Wiederherstellung des intendierten Erscheinungsbildes.

Vor allem in den Solinger Hofschaften finden sich vielerorts jahrhundertealte bergische Fachwerkhäuser, die aber in den meisten Fällen vielfache bauliche Veränderungen durchgemacht haben. Erwähnenswert sind aufgrund ihrer Größe und Dichte an historischem Baubestand vor allem die Hofschaften Dahl in Merscheid, Bech in Wald sowie Keusenhof und Maubes in Ohligs. Zu den Wohnhäusern gehören zudem vielerorts Kotten, Mühlen und Hämmer, die ebenfalls häufig in Fachwerkbauweise entstanden. Aufgrund des feuchten Klimas im Bergischen Land wurden die Fachwerkhäuser, besonders entlang der Höhenrücken, oftmals mit einer Schieferverkleidung versehen. Unzählige dieser so nicht unmittelbar als Fachwerkhäuser auszumachenden Gebäude stehen an den Hauptdurchgangs- und Nebenstraßen überall im Stadtgebiet.

Sonstige Sehenswürdigkeiten sind der Wipperkotten, der letzte original erhaltene (Doppel-)Schleifkotten an der Wupper (Schleiferei, Museum, Denkmal und Designerwerkstätte) sowie der Balkhauser Kotten, ein altes Zeugnis der handwerklichen Geschichte Solingens und heute ein sogenanntes Arbeitsdenkmal. Die 1903 eingeweihte Sengbachtalsperre war zum Zeitpunkt ihrer Errichtung eine der ersten Trinkwassertalsperre Deutschlands. Sie liegt im Südosten des Stadtgebiets und versorgt große Teile der Stadt mit Trinkwasser. Die Sternwarte Solingen im Stadtteil Wald bietet regelmäßig öffentliche Führungen und Vorträge an.

Das älteste Gebäude Solingens ist der mittelalterliche Turm der Walder Kirche. Der romanische Westturm aus dem 12. Jahrhundert ist als Bestandteil der Kirche Mittelpunkt und Wahrzeichen des Stadtteils Wald. Über 600 Jahre alt und damit das zweitälteste Gebäude ist die Kapelle St. Reinoldi in Rupelrath.

Regionale 2006[Bearbeiten]

Die Regionale 2006 war ein vom Land Nordrhein-Westfalen gefördertes Gemeinschaftsprojekt der Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal für die Entwicklung des Bergischen Städtedreiecks. Im Rahmen der Regionale entwickelten die drei Städte seit 2001 gemeinsame und eigene Projekte, die städtebauliche, kulturelle und wirtschaftliche Akzente für den Strukturwandel in der Region setzen. Ziel war es, die Region zu profilieren und zukunftsfähig zu machen. Ein großes Netzwerk von Sachverständigen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Institutionen der Region entstand für die Arbeit an der Regionale. Von der Regionale 2006 gingen für Solingen starke städtebauliche Impulse aus.

Forum Produktdesign: Der ehemalige denkmalgeschützte Hauptbahnhof wurde behutsam restauriert und beherbergt das Institut im neuen Südpark.

Im Jahr 2006 wurden zum Abschluss des Programms auf der Bergischen Expo '06 die Ergebnisse der Kooperation sowie die Leistungen und Qualitäten der Region präsentiert.

In Solingen wurden folgende Projekte verwirklicht:

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Schloss Burg bei der Kultursommernacht 2011
Impression vom 38. Solinger Zöppkesmarkt

In Solingen findet jedes Jahr eine Vielzahl kultureller Festivitäten statt. Die nachfolgende Auflistung stellt nur eine Auswahl der wichtigsten regelmäßigen Veranstaltungen dar, weitgehend ungenannt bleiben die zahlreichen, teilweise seit Jahrzehnten regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen diverser Vereine aus den Bereichen Hahnenköppen, Hofschaften, Siedler, Heimat, Kleingarten sowie lebendes Getier.

Alljährlich an einem Wochenende im Monat März zieht die Autoschau der örtlichen Kfz-Innung im Theater- und Konzerthaus jedes Jahr mehrere zehntausend Besucher an. Neben Autos zahlreicher Hersteller werden auch Zweiräder und zunehmend ebenfalls Elektroautos präsentiert. 2014 jährte sie sich zum 44. Mal. Die Messer-Macher-Messe im Monat Mai ist ein Fest mit Veranstaltungen rund um das Deutsche Klingenmuseum. In der Nacht zum 1. Mai findet seit neun Jahren das Walpurgisfest mit Hexenmarkt auf Schloss Burg statt. Ferner sind in diesem Monat das Marktfest auf dem historischen Marktplatz in Gräfrath und das Heimatfest der Hofschaft Nümmen bei Gräfrath Besuchermagnete. Die Walder Theatertage unter Federführung der Friedrich-Albert-Lange-Schule im Mai oder Juni sind überregional als wichtiges Theaterfestival an wechselnden Orten in der Stadt anerkannt.

Den Monat Juni prägen eine Vielzahl der sogenannten Hahnenköppenfeste in den Ortsteilen und Hofschaften. Auch das Jugendkulturfestival, einst vom Jugendstadtrat initiiert, findet im Juni statt. Ferner sind die historischen Mittelaltermärkte auf Schloss Burg zu Sommerbeginn sowie die alle zwei Jahre stattfindende Solingen-Messe erwähnenswert. Letztere dient der Präsentation vieler Solinger Unternehmen und ihrer Produkte und ist als größte Industriemesse des bergischen Städtedreiecks bekannt. Im Monat Juli steht die Bergische Kunstausstellung im Kunstmuseum Solingen (ehemals Museum Baden) auf dem Programm. Den August prägt die Echt.Scharf.Solingen.-Sommerparty in der gesamten Innenstadt. So gibt es zum Beispiel ein Bühnenprogramm auf dem Neumarkt, einen verkaufsoffenen Sonntag, ein Winzerfest auf dem Fronhof sowie viele weitere Aktionen und Stände.

Die Echt.Scharf.Solingen.-Lichternacht mit Lichtinstallationen, internationalem Aktionstheater und Akrobatik, Live-Musik und Mitternachtsshopping in der Innenstadt folgt im September. Der überregional bekannte Zöppkesmarkt, ein traditioneller Trödelmarkt im Innenstadtbereich, findet immer am zweiten Wochenende im September statt. Ebenfalls in diesem Monat steht die sogenannte Fete am Denkmol, ein Stadtteil-Straßenfest auf dem Peter-Höfer-Platz (am Denkmal) in Höhscheid, auf dem Programm. Ferner wird das Schleiferfest am historischen Wipperkotten an der Wupper gefeiert. Im Oktober gibt es das Brückenfest mit festlichen Aktivitäten rund um die Müngstener Brücke, im darunter liegenden Brückenpark und darüber hinaus. Im Dezember finden verschiedene große und kleine Weihnachtsmärkte statt. Besonders erwähnenswert sind jene auf dem historischen Marktplatz in Gräfrath und am Haus Grünewald an der Stadtgrenze zu Wuppertal.

Dürpelfest[Bearbeiten]

Das größte Straßenfest mit jährlich etwa 90.000 Besuchern ist das Dürpelfest im Stadtteil Ohligs. Das Dürpelfest ist jedes Jahr an einem Mai-Wochenende in der Fußgängerzone der Ohligser Innenstadt zu finden. An über 40 Ständen und einer Kirmes auf dem Ohligser Marktplatz wird dem Besucher ein vielfältiges Programm angeboten. Berühmt ist das Dürpelfest vor allem für Live-Musik von unterschiedlichsten Bands, die unentgeltlich vor Publikum spielen.

Mundart[Bearbeiten]

Die in Solingen gesprochene Mundart wird Solinger Platt genannt. Sie zählt zu den (west-)bergischen oder auch niederbergischen Mundarten, die zur Südniederfränkischen Dialektgruppe gehören, welche wiederum Teil der Limburgischen Dialektgruppe ist.

Das Solinger Platt gehört zum Ost-Limburgisch/Ripuarischen Übergangsgebiet. Damit ist es weder eindeutig Teil der niederdeutschen noch der mitteldeutschen Sprachgruppe, sondern teilt sich Spracheigenschaften beider Gruppen. So wird in Solingen das Wort ich als iech beziehungsweise als hochdeutsches ich ausgesprochen, was auf die mitteldeutsche Sprachgruppe hindeutet. Das Wort machen wird jedoch wie bei niederdeutschen Dialekten maken ausgesprochen.

Sonstiges[Bearbeiten]

Hapag-Frachtschiff Solingen vor Belize

Der Solinger Cow Club ist ein Verein, der sich für die Förderung von Jugendkultur und Rockmusik einsetzt. In Solingen gibt es außerdem einen Rotaract Club, die Jugendorganisation der internationalen Rotary-Bewegung.

Seit September 2011 ist das vom City-Spiel-Verlag produzierte Brettspiel „Das Solingen Quiz“ erhältlich, das Wissenswertes über die Sehenswürdigkeiten, die Geschichte und die Ortsteile von Solingen vermittelt.[53] Durch Sponsoren und Förderer wurden alle Solinger Grundschulen mit Klassensätzen des Spiels ausgestattet, damit es im dritten Schuljahr, wo das Thema „Ich entdecke meine Stadt“ auf dem Lehrplan steht, als Ergänzung zum Unterricht genutzt werden kann.

In Solingen gibt es zwei, in dichten Waldgebieten gelegene Tierparks: den Tierpark Fauna in Gräfrath und den Solinger Vogel- und Tierpark in Ohligs.

Der 1957 vom Stapel gelaufene HAPAG-Frachter Solingen war eines der Schiffe, die den Namen der Stadt trugen.

Sport[Bearbeiten]

Sportvereine[Bearbeiten]

In Solingen gibt es eine Reihe von Sportvereinen, die in den verschiedensten Sportarten tätig sind. Einige von ihnen sind sehr erfolgreich in ihrem Bereich und errangen in der Vergangenheit einige Titel. Die folgende Auflistung ist alphabetisch nach Sportarten sortiert und enthält die wichtigsten, in Solingen ansässigen Vereine, die in der jeweiligen Sportart aktiv sind. Hinzu kommen eventuelle Erfolge. Die Vereinsnamen wurden der Übersichtlichkeit halber zumeist um das Gründungsjahr sowie den Zusatz e. V. verkürzt.

American Football

Im Bereich des American Football besonders erwähnenswert ist der 2006 gegründete AFC Solingen Paladins, der seit geraumer Zeit in der Oberliga NRW spielt. Ferner gibt es die Solingen Steelers U19- und U16-Mannschaften, die jeweils in der Regionalliga vertreten sind.

American Square Dance

Das Sportart des Square Dance wird professionell vor allem von den Crossing Swords Solingen betrieben.

Automobilsport

Den Automobilsportbereich prägt der in Solingen ansässige Motorsportverein Streetgeneration.

Baseball

Logo der Alligators

Einen der bekanntesten Sportvereine der Stadt bilden die Solingen Alligators. Der erfolgreiche Baseball-Sportverein spielt in der ersten Bundesliga, wurde 2006 und 2014 Deutscher Meister sowie 2005 und 2013 Vizemeister. Überdies war er in den Jahren 2004 und 2006 Vize-Europapokalsieger.

Badminton

Im Badminton sind mehrere Solinger Vereine aktiv. Darunter der BSC/DJK Solingen, der Wald-Merscheider Turnverein die BSG-Kiesering Solingen in der Solinger Südstadt sowie der in der Regionalliga spielende STC Blau-Weiß Solingen. Letzterer gilt offiziell als zweitältester Badmintonverein Deutschlands.

Basketball

Die Sportart Basketball prägt vor allem der BG TSG/DJK Solingen. Er spielt in der zweiten Regionalliga NRW.

Billard

Im Bereich Billard aktiv ist der 1920 gegründete Sportverein SBC Solinger Billard Club.

Boule

Der Boule Club Solinger 1992 ist in der Stadt in der Sportart Boule aktiv.

Boxen

Im Bereich des Boxens erwähnenswert ist der Polizeisportverein Solingen Jahn.

Eishockey

Logo des EC Bergisch Land

In der Eishockey-Regionalliga spielend ist der Sportverein EC Bergisch Land erwähnenswert.

Eiskunstlauf

Im Bereich Eiskunstlauf aktiv ist der Solinger Turnerbund Eiskunstlauf und Eistanz.

Fechten

Mehrere Solinger Vereine beschäftigen sich professionell mit dem Fechten. Das sind im Einzelnen der Wald-Merscheider Turnverein, die Germania Solingen sowie der Solinger Turnerbund.

Fußball

Logo des ehemaligen Vereins Union Solingen

Im Bereich Fußball ist vor allem der ehemalige Sportverein 1. FC Union Solingen erwähnenswert. In seinen Spitzenzeiten spielte er in der zweiten Bundesliga. Heute noch aktiv ist im Bereich Frauenfußball der SV Eintracht Solingen. Er spielt in der Regionalliga West, seine zweite Mannschaft in der Bezirksliga. Außerdem gibt es den in der Bezirksliga spielenden VfB Solingen.

Handball

Logo des BHC

Im Handball bekannt ist vor allem der Bergische Handball-Club 06 (BHC), der 2005 aus der Fusion des LTV Wuppertal und der SG Solingen. Er spielt heute in der ersten Bundesliga. Daneben sind auch der Ohligser Turnverein 1888, der Solinger Turnerbund sowie der Wald-Merscheider Turnverein im Handball aktiv.

Kanu

Den Bereich Kanusport prägt der im Jahre 1888 gegründete Ohligser Turnverein.

Leichtathletik

In der Leichtathletik aktiv sind der 1951 gegründete Solinger Leichtathletik Club, der Solinger Turnerbund sowie der Wald-Merscheider Turnverein.

Pétanque

Die Sportart Pétanque prägt allen voran der Boule Club Solingen, der 1992 gegründet wurde.

Pool Billard

Der Verein BC Solinger Niner's beschäftigt sich professionell mit dem Pool Billard.

Radsport

Die beiden Radsportvereine Velo Solingen und RC Schwalbe 03 sind in Solingen aktiv. Sie nutzen die Radrennbahn Dorperhof.

Rugby

Im Bereich Rugby aktiv ist vor allem der Wald-Merscheider Turnverein, gegründet 1861.

Schach

Ebenfalls einer der bekanntesten Solinger Sportvereine ist der Solinger SG 1868, der im Bereich Schach aktiv ist. Er ist in der ersten Bundesliga, vielfacher Deutscher Meister sowie Europapokalsieger.

Schwimmen

In Solingen gibt es mehrere Schwimmvereine. Darunter sind der TSV Solingen Aufderhöhe, der Schwimmverein SV Solingen Süd, der SC Solingen, der Ohligser Turnverein sowie der DLRG Bezirk Solingen.

Segeln

Professionell mit Segeln beschäftigt sich der Segel-Club Solingen.

Sportschützen

In Solingen gibt es eine Vielzahl Sportschützen-Vereine. Dies sind im Einzelnen: Höhscheider Schützenverein, St. Sebastianus Schützenbruderschaft Solingen Weeg, Sportschützen Solingen Mangenberg, Schützenverein Solingen-Aufderhöhe, Merscheider Schützenverein, Tontauben und Gebrauchswaffenschießverein Solingen TUG sowie SSC Magnum Solingen.

Taekwondo

Im Bereich Taekwondo aktiv ist der Polizeisportverein Solingen Jahn.

Tauchen

Vereinsmäßig getaucht wird im Schwimmverein SV Solingen Süd sowie im TSC WASPO Bergisch Land.

Tennis

Erfolgreich und in der ersten Bundesliga im Tennis spielend ist der STC '02. Darüber hinaus gibt es den Ohligser Turnverein und den Wald-Merscheider Turnverein, die auch über eine Tennis-Sparte verfügen.

Turnen

In der Sportart Turnen aktiv sind der Ohligser Turnverein, der Solinger Turnerbund und ebenfalls der Wald-Merscheider Turnverein.

Volleyball

Im Bereich Volleyball professionell beschäftigt sind der TSG Solingen Volleys, der Ohligser Turnverein sowie der Wald-Merscheider Turnverein.

Sportveranstaltungen[Bearbeiten]

Der Gewinner der Straßenweltmeisterschaften von 1954: Louison Bobet

In der Vergangenheit waren Solingen und seine Sportstätten mehrmals Austragungsort verschiedener bedeutsamer Sportereignisse. Im Einzelnen fanden folgende Veranstaltungen in Solingen statt:

  • Am 21. und 22. August 1954 war Solingen Austragungsort der UCI-Straßen-Weltmeisterschaften. Auf dem extra dafür eingerichteten Klingenring kämpften über 200 Radfahrer in strömendem Regen um den Weltmeistertitel.
  • Das erste Länderspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft der U-15-Juniorinnen fand am 6. Mai 2003 in Solingen statt. Die deutsche Auswahl besiegte die Niederlande mit einem 1:0 im Walder Stadion.
  • Am 26. Februar 2005 fand auf einer Kunstschneerampe am historischen Marktplatz in Solingen-Gräfrath unter dem Namen Ride the Stairway die erste Snowboard- und Mountainbike-Meisterschaft statt.
  • Vom 16. bis zum 18. März 2012 wurde in Solingen die Deutsche Meisterschaft im Bogenschießen ausgetragen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Der wohl berühmteste Sohn der Stadt ist der vierte deutsche Bundespräsident Walter Scheel (* 1919). Der FDP-Politiker war ab 1961 erst Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, dann von 1969 bis 1974 Außenminister und Vizekanzler.

Als weitere Persönlichkeiten sind der langjährige Beobachter (1949–1977) der politischen Szene in Bonn, Walter Henkels (1906–1987), Telekom-Chef Timotheus Höttges (* 1962), WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn (* 1964), Schriftsteller und Philosoph Richard David Precht (* 1964), sowie die Tänzerin und Choreographin Pina Bausch (1940–2009), Schauspielerin Veronica Ferres (* 1965) und der Fußball-Nationalspieler Christoph Kramer (* 1991), der 2014 mit seiner Mannschaft Weltmeister wurde, zu nennen. Auch SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann (1906–1962) wurde in Solingen geboren.

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Der Solinger Oberbürgermeister und Initiator der Städtevereinigung August Dicke wurde am 1. April 1928 zum Ehrenbürger ernannt. Seither hat die Stadt Solingen bislang nur einer Persönlichkeit die Ehrenbürgerwürde verliehen. Es handelt sich um den ehemaligen Bundespräsidenten und gebürtigen Solinger Walter Scheel, dem diese Auszeichnung 1976 zuteilwurde.

Die Stadt vergibt jedoch weitere Auszeichnungen an Persönlichkeiten, die sich um das Wohl der Stadt verdient gemacht haben. Dabei handelt es sich um den Kulturpreis der Bürgerstiftung Solingen 600, den Ehrenring der Stadt Solingen und den Ehrenpreis der Stadt Solingen „Die Schärfste Klinge“. Diese Auszeichnungen werden in unregelmäßigen Abständen vergeben.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Solingen – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Solingen – Quellen und Volltexte
 Wikivoyage: Solingen – Reiseführer
 Wiktionary: Solingen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Literatur[Bearbeiten]

  • Preußens Städte – Denkschrift zum 100-jährigen Jubiläum der Städteordnung vom 19. November 1808; hrsg. im Auftrag des Vorstandes des Preußischen Städtetages von Heinrich Silbergleit, Berlin, 1908
  • Rheinisches Städtebuch; Band III 3. Teilband aus „Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte“ – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1956
  • Grundriss zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945, hrsg. von Walther Hubatsch, Band 7: Rheinland. Marburg an der Lahn, 1978
  • Gottlieb Heinrich – Lebenserinnerungen, Bürgermeister von Sonnborn, Vohwinkel, Wald, hrsg.von H.-J.Momberger,ISBN 978-3-940439-11-6, Wuppertal 2009
  • Cornelia Konejung, Hans Kadereit: Solinger Profile. Verlag Zinke, Schwerin 2009, ISBN 3-932746-97-X
  • Literatur zu Solingen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • J. Beese, K. Dörken: 625 Jahre Solingen – Eine Handreichung zum Stadtjubiläum, 1999

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Bergisches Land – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Bergisches Land

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 3. September 2014. (Hilfe dazu)
  2. http://www.nrw.de/landesregierung/kommunalminister-jaeger-genehmigt-die-ersten-zusatzbezeichnungen-bei-staedten-und-gemeinden-12669/ PM Innenministerium
  3. http://www2.solingen.de/C12572F800380BE5/files/InternetStadtgebiet.pdf/$file/InternetStadtgebiet.pdf Statistische Daten zum Stadtgebiet auf solingen.de, abgerufen am 22. Januar 2015 (PDF; 6 KB)
  4. http://www.solingen-internet.de/si-hgw/solingen-wie_es_wurde.htm Geschichtlicher Überblick auf der privaten Internetseite solingen-internet.de, abgerufen am 24. Januar 2015
  5. https://www2.solingen.de/C12573970062F3A0/html/5E0D2D402AC7E135C12573D0003FAC6C?opendocument&nid1=56304_29446 Projekt Südpark im Überblick auf solingen.de, abgerufen am 24. Januar 2015
  6. https://www2.solingen.de/C12572F80037DB19/html/0A73A9922FFE28CDC12573A30043C33B?opendocument Stadtbezirke auf solingen.de, abgerufen am 24- Januar 2015
  7. http://www2.solingen.de/C12572F800380BE5/files/InternetFlaechennutzung.pdf/$file/InternetFlaechennutzung.pdf Flächennutzung auf solingen.de, abgerufen am 24. Januar 2015 (PDF; 6 KB)
  8. http://www2.solingen.de/C12572F800380BE5/files/internetstadtgebietnutzungsart.pdf/$file/internetstadtgebietnutzungsart.pdf Stadtgebiet nach Nutzungsarten auf solingen.de, abgerufen am 24. Januar 2015 (PDF; 6 KB)
  9. http://www.bsmw.de/ Website der Biologischen Station auf bsmw.de, abgerufen am 24. Januar 2015
  10. http://www.solingen-natur.de/ Weitere Informationen auf solingen-natur.de, abgerufen am 24. Januar 2015
  11. http://www2.solingen.de/C12572F80037DB19/html/423A0AE7FA860F74C12574DB002BF739?openDocument Zeittafel zur Solinger Geschichte auf solingen.de, angerufen am 25. Januar 2015
  12. http://www.solingen-internet.de/si-hgw/namen.htm Weitere Informationen zur Namensherkunft auf der privaten Internetseite solingen-internet.de, abgerufen am 25. Januar 2015
  13. http://blog.tetti.de/de/content/altes-wegemal-von-1954-instandgesetzt Weitere Informationen zum Wegedenkmal auf Tettis Blog, abgerufen am 26. Januar 2015
  14.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 292.
  15. http://www2.solingen.de/C12572F800380BE5/files/InternetBevoelkerungsentwicklung.pdf/$file/InternetBevoelkerungsentwicklung.pdf Bevölkerungsentwicklung des Stadtdienstes Statistik auf solingen.de, abgerufen am 25. Januar 2015
  16. Bevölkerung nach Konfessionen in 2011 auf www.solingen.de (PDF; 11 kB)
  17. http://www2.solingen.de/C12572F80037DB19/html/423A0AE7FA860F74C12574DB002BF739?openDocument Zeittafel zur Solinger Geschichte auf solingen.de, angerufen am 25. Januar 2015
  18. moscheensuche.de. Eintragungen teilweise nicht bestätigt
  19. http://www.solingen-internet.de/si-hgw/juden.htm Hintergrundinformationen zum Judentum in Solingen auf der privaten Internetseite solingen-internet.de, abgerufen am 26. Januar 2015
  20. Demokratisch gewählter Oberbürgermeister war der Kommunist Hermann Weber, dessen Wahl jedoch vom Regierungspräsidenten in Düsseldorf, Bergemann, nicht anerkannt und stattdessen ein kommissarischer Oberbürgermeister eingesetzt wurde.
  21. Artikel der Rheinischen Post vom 15. Juli 2011
  22. http://www2.solingen.de/C12573970064706A/html/97D6EC74E9F56DE7C12574CE00316B59?opendocument&nid1=79257_76767 Informationen zum Wirtschaftsstandort auf solingen.de, abgerufen am 25. Januar 2015
  23. Link zur offiziellen Homepage das IVSH
  24. http://www.gut-sg.de/ Website des Gründer- und Technologiezentrums, abgerufen am 25. Januar 2015
  25. http://www.gut-sg.de/ueber_uns/aktuelles/pressebereich/wissenvoracht Pressebericht des GuT auf gut-sg.de, abgerufen am 25. Januar 2015
  26. J. Beese und K. Dörken: 625 Jahre Solingen – Eine Handreichung zum Stadtjubiläum, 1999
  27. http://www.zeit.de/1965/09/duell-mit-rasierklingen
  28. Link zur Presseinformation zur offiziellen Einweihung der neuen Schilder auf solingen.de
  29. http://www2.solingen.de/C12573970063EF58/0/C95ECF8752A833B8C12573A3003F7FED?OpenDocument
  30. Solinger Tageblatt vom 11. bzw. 14. Januar 2013.
  31. BIA Kunststoffe & Galvanotechnik
  32. Unternehmensporträt im Solinger Tageblatt vom 9. Juli 2013
  33. Solinger Tageblatt vom 14. Dezember 2012 und vom 23. Juli 2013 .
  34. Solinger Tageblatt, 5. Juni 2013, S. 17.
  35. Solinger Tageblatt vom 7. Juli 2012
  36. Solinger Tageblatt vom 28. Januar 2012.
  37. Solinger Tageblatt vom 22. Februar 2013 und 27. Juni 2013
  38. Unternehmensporträt im Solinger Tageblatt vom 9. Juli 2013
  39. Solinger Tageblatt vom 13. Juni 2013
  40. Industrieleichen auf solingen-internet.de
  41. Chronik der Firma Bremshey
  42. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/solingen/tor-zur-welt-aid-1.390189 Bericht der Solinger Morgenpost vom 10. Dezember 2006, abgerufen am 24. Januar 2015
  43. http://www2.solingen.de/C12573970062F3A0/html/C1BCEC629010C797C12573D8004AD761 Informationen zum Bahnhof Mitte auf solingen.de, abgerufen am 24. Januar 2015
  44. http://www.sobus.net/die-sws/ Informationen zum Obus-Betrieb auf sobus.net, abgerufen am 24. Januar 2015
  45. http://www.obus-museum-solingen.de/Verein/index.htm Geschichte des Vereins auf obus-museum-solingen.de, abgerufen am 24. Januar 2015
  46. http://www.solinger-tageblatt.de/Home/Solingen/Haan-Ost-und-Viehbach-Ausbau-ohne-Prioritaet-a498c76a-aed0-4afa-a30f-7950df663b73-ds Bericht des Solinger Tageblatts vom 23. September 2011, abgerufen am 24. Januar 2015
  47. Hintergrundinformationen der Solinger Morgenpost vom 20. April 2013, abgerufen am 21. April 2013
  48. Solinger Tageblatt vom 21. Februar 2013, abgerufen am 29. März 2013
  49. Entstehungsgeschichte COBRA
  50. Homepage COBRA
  51. http://www.focus.de/regional/solingen/kunst-solinger-zentrum-fuer-verfolgte-kuenste-startet-mit-schau-in-berlin_id_4168258.html Pressebericht Focus Online vom 29. September 2014, abgerufen am 27. Januar 2015
  52. Fahmüller, Johannes; Rogge, Ralf und Kieser, Marco: Villen in Solingen – Bürgerliche Wohnhäuser zwischen 1860 und 1950 In: Mainzer, Udo (Hrsg.): Arbeitsheft der rheinischen Denkmalpflege 74, Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2009, ISBN 978-3-88462-292-6
  53. Offizielle Webseite von „Das Solingen Quiz“