Frei Galvão

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Frei Galvão

Antônio de Sant'Ana Galvão, genannt: Frei Galvão, (* 1739 in Guaratinguetá, São Paulo; † 23. Dezember 1822 in São Paulo) war ein brasilianischer Franziskaner (OFM) und ist Heiliger der römisch-katholischen Kirche. Am 11. Mai 2007 wurde er als erster Brasilianer durch Papst Benedikt XVI. heiliggesprochen.

Antônio Galvão trat 1760 in das Franziskanerkloster in São Paulo ein. Sein ganzes Leben verbrachte er als Seelsorger in der Stadt und widmete sich besonders der Hilfe für die Armen. 1774 gründete er das Mosteiro da Luz, was unter den herrschenden politischen Strömungen (Verbot der Jesuiten, Verbot von Bauvorhaben der Kirche) nicht einfach war. 1822, dem Jahr, in dem Brasilien unabhängig wurde, starb er und wurde im Kloster Mosteiro da Luz begraben, wo sein Grab zahlreiche Pilger anzieht.

1998 wurde Antônio Galvão von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Seine Heiligsprechung durch Papst Benedikt XVI. ist die erste Heiligsprechung eines gebürtigen Brasilianers und die erste Heiligsprechung, die dieser Papst während einer Auslandsreise persönlich leitete.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Frei Galvão – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien