Fridolin Leiber

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Die zwei Wege, Chromolithographie um 1890

Fridolin Leiber (* 1853 in Niedereschach; † 1912 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Maler.

Leben[Bearbeiten]

Der Schwarzwälder Uhrenmaler meldete sich 1881 auf eine Annonce des Frankfurter Kunstverlags Eduard Gustav May im Fachblatt Freie Künste. Er wurde daraufhin Leiter des lithografischen Ateliers und somit „Hausmaler“ der Firma.

Leibers erste Arbeiten für E. G. May waren typische Heiligendarstellungen. In der Folge verarbeitete er Motive wie die zehn „Lebensaltersstufen“ des Menschen, die sieben Stufen der „verschiedenen Stände im menschlichen Leben“, die „zwei Wege“ sowie Schutzengeldarstellungen. Einige dieser Motive gehen auf ältere, teils mittelalterliche Bildformulierungen zurück, die nach Ideen der Firmenleitung umgezeichnet und „modernisiert“ wurden.

Leiber signierte entweder mit seinem vollen Namen oder mit seinem Monogramm „F. L.“ Als populäre Wandbilddrucke fanden seine Bilder große Verbreitung.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Brückner: Kleinbürgerlicher und wohlstandsbürgerlicher Wandschmuck im 20. Jahrhundert. In Kunst und Konsum – Massenbilderforschung (=Volkskunde als historische Kulturwissenschaft 6; Veröffentlichungen zur Volkskunde und Kulturgeschichte 82). S. 407–444. Würzburg 2000
  • Wolfgang Brückner, Christa Pieske: Die Bilderfabrik. Dokumentation zur Kunst- und Sozialgeschichte der industriellen Wandschmuckherstellung zwischen 1845 und 1973 am Beispiel eines Großunternehmens. Historisches Museum Frankfurt am Main, Frankfurt 1973
  • Wolfgang Brückner: Elfenreigen – Hochzeitstraum. Die Öldruckfabrikation 1880–1940. M. DuMont Schauberg, Köln 1974, ISBN 3-7701-0762-4

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fridolin Leiber – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien