Fritz Graebner

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Robert Fritz Graebner (* 4. März 1877 in Berlin; † 13. Juli 1934 ebenda) war ein deutscher Ethnologe.

Leben[Bearbeiten]

Nach seinem Studium der Geschichte an der Universität Marburg arbeitete er von 1899 bis 1906 am Museum für Völkerkunde in Berlin vor allem zum Regionalgebiet Ozeanien. 1906 wechselte er an das Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum. Während des Ersten Weltkrieges wurde er zu einem Kongress nach Australien eingeladen und dort bis Kriegsende interniert, wobei er während der Gefangenschaft weiter forschte. 1921 wurde er Professor an der Universität Bonn. Von 1925 bis 1928 war er der Leiter des Rautenstrauch-Joest-Museums. 1926 wurde er zum Honorarprofessor an der Universität Köln ernannt. Ein Schlaganfall im Jahre 1926 verschlechterte zunehmend seinen Gesundheitszustand, so dass er in den folgenden Jahren seinen Beruf aufgeben musste.

Er wurde 1896 Mitglied des Philologisch Historischen Vereins, der späteren Marburger Burschenschaft Rheinfranken.[1]

Wirkung[Bearbeiten]

Graebner gilt mit seiner Veröffentlichung von 1911 - Methode der Ethnologie - als Begründer der kulturhistorischen Methode in der Ethnologie. Auf ihrer Grundlage und basierend auf dem Konzept des Diffusionismus entwickelte er gemeinsam mit Bernhard Ankermann die von Leo Frobenius eingeführte Kulturkreislehre weiter.

Werke[Bearbeiten]

  • Methode der Ethnologie. Winter, Heidelberg 1911.
  • Kulturkreise und Kulturgeschichten in Ozeanien. In: Zeitschrift für Ethnologie. Band 37, 1905, S. 28–53.
  • Das Weltbild der Primitiven. Ernst Reinhardt, München 1924.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ernst Elsheimer (Hrsg.): Verzeichnis der Alten Burschenschafter nach dem Stande vom Wintersemester 1927/28. Frankfurt am Main 1928, S. 155.