Fritz Hauser

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Dieser Artikel behandelt den Schweizer Musiker. Zum Schweizer Politiker siehe Fritz Hauser (Politiker).
Fritz Hauser mit Joëlle Léandre und dem Quartet Noir am 23. April 2006 im Schloss Weikersheim

Fritz Hauser (* 29. März 1953 in Basel) ist ein Schweizer Schlagzeuger und Komponist. Mit seinen Solo-Projekten hat er „neue Räume in der Perkussionsmusik geöffnet“ und einen wichtigen Schritt zur Entwicklung des Schlagzeugs vom Rhythmusgerät zum eigenständigen Instrument vollzogen (Kunzler).

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Hauser studierte am Konservatorium in Basel klassisches Schlagzeug. Er gehörte von 1972 bis 1980 der Artrock-Gruppe Circus an, mit der er auf internationale Tourneen ging und vier Alben aufnahm. Anschliessend arbeitete er mit der Gruppe Blue Motion, aber auch mit Ensembles im Bereich der Alten Musik und der Avantgarde.

1983 trat er erstmals mit einem abendfüllenden Solo-Programm auf (CD Solodrumming) und ging auf internationale Tournee. Es folgten weitere Solo-Programme und Projekte für Schlagzeug und Perkussion, die Hauser weltweit zur Aufführung bringt. Er entwickelte spartenübergreifende Arbeiten mit der Tänzerin/Choreografin Anna Huber und mit dem Architekten Boa Baumann. Es entstanden Kompositionen für Schlagzeugensembles und -solisten, Klanginstallationen in der Therme Vals, im Castel Burio, im Architekturmuseum Basel, sowie Filme, Radiohörspiele und Lesungen. Hauser wurde auch durch spektakuläre Freiluft-Grossprojekte bekannt.

Auf dem Gebiet der improvisierten Musik spielt er mit zahlreichen Musikerinnen und Musikern zusammen wie Urs Leimgruber, Joëlle Léandre, Marilyn Crispell, Christy Doran, Pauline Oliveros, Lauren Newton, Joe McPhee, Franz Koglmann, Patrick Demenga oder Bob Becker. Im Bereich Perkussion arbeitet und konzertiert er seit dem «Stockholm International Percussion Event» 1998 mit verschiedenen Perkussionssolisten und -ensembles auf der ganzen Welt: Kroumata, Steven Schick, Keiko Abe, Vanessa Tomlinson, Synergy Percussion, Michael Askill, Speak Percussion, Nexus.

Hauser erhielt für sein Hörspiel Steinschlag 1990 den Hörspielpreis der Stiftung Radio Basel und 1998 für sein Hörspiel Fantasia Zolliologica. 2012 wurde er mit dem Kulturpreis der Stadt Basel ausgezeichnet.

Literatur[Bearbeiten]

Film[Bearbeiten]

  • Erich Busslinger: Fritz Hauser – Klangwerker. Dokumentarfilm. 61 Min. Schweiz, 2011.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fakten dazu bei Swiss Films, abgerufen am 10. September 2012.

Weblinks[Bearbeiten]