Güira

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Dieser Artikel behandelt das lateinamerikanische Schlaginstrument. Für die Kuckucksgattung Guira siehe Guirakuckuck. Zum burkinischen Fußballspieler siehe Adama Guira.
Eine kleine Güira mit Handgriff

Die Güira [ˈgwiɾa] ist ein Schlaginstrument der lateinamerikanischen Musik.

Sie spielt vor allen Dingen in der Merengue eine zentrale Rolle. (Die traditionelle Merengue in der Besetzung mit Akkordeon, Saxophon, Güira und Tambora wird in der Dominikanischen Republik auch „Güiri güiri“ genannt.)

Die Güira ähnelt vom Aufbau und der Spielweise dem bekannteren, aus Kürbis gefertigtem Güiro, der in der kubanischen und puertorikanischen Musik eingesetzt wird, z. B. im Danzón, aber auch in den kolumbianischen Musikrichtungen Cumbia und Vallenato. Sie besteht aus einem Metallzylinder, der eine raue Oberfläche mit vielen kleinen Ausbuchtungen besitzt.

Über diese Oberfläche wird nun mit einem Eisen-Besen (Scraper) gerieben. Dadurch wird ein Klang erzeugt, den man als das karibische Pendant zum Hi-Hat auffassen kann. Die Güira weist durch die schabende Spieltechnik interessante Variationsmöglichkeiten auf. Der kurze Anschlag klingt im Prinzip ähnlich wie eine „closed Hi-hat“, der langgezogene Anschlag wie eine „open Hi-hat“.