Günter Neumann (Philologe)

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Günter Neumann (* 31. Mai 1920 in Freiberg; † 24. Januar 2005 in Würzburg), war ein deutscher Philologe (Sprachwissenschaftler), Indogermanist, Namenforscher und Autor zahlreicher sprachwissenschaftlicher Werke.

Leben[Bearbeiten]

Günter Neumann wurde als Sohn eines Berufsschullehrers am 31. Mai 1920 geboren. Im Zweiten Weltkrieg diente er mit 20 Jahren als Soldat. Während der militärisch eher ruhig verlaufenden Besatzungszeit im nördlichen Norwegen lernte er die norwegische Sprache akzentfrei.

Nach der Freilassung aus englischer Kriegsgefangenschaft begann Neumann sein Studium zunächst in Leipzig. Auf Anraten des Sprachwissenschaftlers Johannes Friedrich wechselte er jedoch an die Universität Göttingen. 1958 habilitierte er sich mit einer Arbeit über das Weiterleben hethitischen und luwischen Sprachguts in hellenistischer und römischer Zeit. Neumann wurde nacheinander an die Universität Bonn, die Universität Gießen und die Universität Würzburg berufen. In Würzburg blieb er bis zu seiner Emeritierung.

Trotz seiner schweren Krebserkrankung, die schließlich zu seinem Tod führte, beschäftigte sich Neumann auch weiterhin intensiv mit seinen Studien und stand Schülern wie anderen Indogermanisten mit Rat und Tat zur Seite.

Schriften[Bearbeiten]

Unter den insgesamt 22 Werken, bei denen Neumann federführend oder Mitautor war, sind unter anderem folgende:

  • Namenstudien zum Altgermanischen. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Ergänzungsband 59.
  • Das Lykische und seine Verwandten. In: Nachrichten der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse. Jahrgang 2004, Nr. 7.
  • Der grosse Kuros von Samos. In: Samos. Band 10.
  • System und Ausbau der hethitischen Hieroglyphenschrift. In: Nachrichten der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse. Jahrgang 1992, Nr. 4.
  • Phrygisch und Griechisch. In: Sitzungsberichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse. Band 499.
  • Die Sprachen im römischen Reich der Kaiserzeit: Kolloquium vom 8. bis 10. April 1974. In: Bonner Jahrbücher des Rheinischen Landesmuseums in Bonn im Landschaftsverband Rheinland und des Vereins von Altertumsfreunden im Rheinlande. Band 40.
  • Neufunde lykischer Inschriften seit 1901. In: Denkschriften. Band 135.
  • Hittite hieroglyphs and Luwian: new evidence for the connection. In: Nachrichten der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Philologisch-Historische Klasse. Jahrgang 1973, Nr. 6.
  • Der niedersächsische Ortsname Göttingen. In: Nachrichten der Akademie der Wissenschaften in Göttingen. Jahrgang 1962, Nr. 5.
  • Untersuchungen zum Weiterleben hethitischen und luwischen Sprachgutes in hellenistischer und römischer Zeit. 1958 und 1961.
  • Fragmente von Apollodors Kommentar zum homerischen Schiffskatalog im Lexikon des Stephanos von Byzanz. 1953.

Weblinks[Bearbeiten]