Gary Allen

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Gary Allen (* 2. August 1936; † 29. November 1986 in Long Beach, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Journalist und Aktivist konservativer Organisationen. International bekannt wurde er 1972 durch sein Buch None Dare Call It Conspiracy (deutsch Die Insider), in dem er eine Verschwörungstheorie entwarf.

Leben[Bearbeiten]

Allen studierte Geschichte an der Stanford University und der California State University. Er war zeitweise Sprecher der konservativen John Birch Society und schrieb für das Magazin Conservative Digest. 1963/64 verfasste er Reden für den rassistisch geprägten Wahlkampf von George Wallace in Alabama, in den 1980er Jahren schrieb er Reden für eine konservative, christlich-fundamentalistische Kampagne des texanischen Unternehmers Nelson Bunker Hunt.[1]

„Die Insider“[Bearbeiten]

In dem Buch None Dare Call It Conspiracy (deutsch Die Insider), das 1971 (nach anderen Angaben 1972) erschien, entwarf er eine sehr weitreichende Verschwörungstheorie: Eine geheime, international organisierte Freimaurer-Organisation, in der deutschen Version "die Insider" genannt, bringe schon seit dem 19. Jahrhundert über die Zentralbanken die Politik der USA und anderer Staaten bis hin zur Sowjetunion unter ihre Kontrolle, um eine geheime Weltherrschaft zu errichten.

Das Grundmuster dieser Theorie geht auf Augustin Barruel zurück. Über die Werke der britischen Faschistin Nesta Webster fand die Theorie Eingang in die politische Propaganda der John Birch Society.

Schriften[Bearbeiten]

  • mit den Redakteuren des Verlags: Communist revolution in the streets. Mit einem Vorwort von W. Cleon Skousen. Western Islands, Boston 1967.
  • Richard Nixon: the man behind the mask. Western Islands, Boston 1971.
  • Nixon’s palace guard. Western Islands, Boston 1971.
  • None dare call it conspiracy. Concord Press, Rossmoor, Calif. 1972.
  • mit Larry Abraham: None dare call it conspiracy. Concord Press, Rossmoor, Calif. 1973.
  • Kissinger : the secret side of the Secretary of State. ’76 Press, Seal Beach, Calif. 1976. ISBN 0-89245-002-9.
  • Jimmy Carter, Jimmy Carter. ’76 Press, Seal Beach, Calif. 1976. ISBN 0-89245-006-1.
  • The Rockefeller file. Mit einem Vorwort von Larry McDonald. ’76 Press, Seal Beach, Calif. 1976. ISBN 0-89245-001-0.
  • Tax target, Washington. Mit einem Vorwort von Howard Jarvis. ’76 Press, Seal Beach, Calif. 1978. ISBN 0-89245-014-2.
  • (Illustrator:) My first words from A to Z. Platt & Munk, New York 1988. ISBN 0-448-19084-2.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nachruf in der New York Times, 2. Dezember 1986