Gasfördermaximum

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Das Gasfördermaximum ist der Zeitpunkt an dem aufgrund physikalischer Faktoren die Erdgasförderung nicht mehr gesteigert werden kann. Der Zeitpunkt des Globalen Gasfördermaximums wird für den Zeitraum 2015 bis 2035 prognostiziert.[1][2]

Erdgas ist neben Erdöl und Kohle ein wichtiger fossiler Primärenergieträger. Im Gegensatz zu Erdöl und Kohle ist der Transport von Erdgas ungleich komplizierter und damit kostenintensiver. Durch die im Jahr 2005 erreichte maximale Förderrate konventionellen Erdöls werden unkonventionelle Öle aus Biomasse, Ölsanden, Tiefsee, Polargebieten, Flüssiggas (NGL), Erdgas und Kohle weiter an Bedeutung gewinnen.

Das Fördermaximum von Erdgas ist insoweit von Relevanz, da Erdgas mit am besten die immer knapper werdenden Ölprodukte (Benzin, Diesel, Kerosin und Sunfuels) substituieren kann. Einerseits mit gasbetriebenen Kraftfahrzeugen und andererseits durch die synthetische Umwandlung in Synfuels. Problematisch dabei ist die Tatsache, dass beide fossilen Brennstoffe in Summe nur kurze Zeit (4–5 Jahre) nach dem Ölfördermaximum ihr Fördermaximum erreichen. Ein extremer Preissprung wird allerdings durch das durchaus vorhandene Energiesparpotenzial, den weltweit zahlreich errichteten und geförderten Bioenergieanlagen, des noch nicht erreichten Kohlefördermaximums und einer möglichen mittelfristigen Rezession gedämpft werden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Anstich im Paradies. In: Der Spiegel. Nr. 51, 2007 (online).
  2. Studie Werner Zittel für Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH 12. Mai 2009