Gennadi Iwanowitsch Woronow

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Gennadi Iwanowitsch Woronow (russisch Геннадий Иванович Воронов; * 18. Augustjul./ 31. August 1910greg. in Rameschki in der Oblast Twer; † 1. April 1994 in Moskau) war ein sowjetischer Politiker und langjähriges Mitglied im Politbüro der KPdSU.

Leben[Bearbeiten]

Ausbildung und Aufstieg[Bearbeiten]

Woronow, studierter Ingenieur, wurde 1931 Mitglied der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) und war von 1939 bis 1948 Obkomsekretär und dann Zweiter Obkomsekretär (Gebietssekretär) und von 1948 bis Erster Obkomsekretär des Gebietes um Tschita in der Region Transbaikalien.

Es folgte sein Aufstieg in die Machtzentren der Partei: 1952 wurde er Mitglied des Zentralkomitees der KPdSU. Von 1955 bis 1957 war er Stellvertretender Minister für Landwirtschaft der UdSSR und von 1957 bis 1961 Erster Obkomsekretär von Orenburg. 1961 wurde er Erster Stellvertretender Vorsitzender des Büros des Zentralkomitees der Russischen Parteiorganisation in der RSFSR und gleichzeitig Kandidat des Präsidiums des ZK der KPdSU.

Im Zentrum der Macht[Bearbeiten]

Vom 31. Oktober 1961 bis zum 27. April 1973 war er schließlich Vollmitglied im höchsten politischen Gremium der UdSSR, dem Politbüro (1952-1966 Präsidium) der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU). Er löste damit als jüngere „Nachwuchshoffnung“ das Politbüromitglied Aristow ab, und er „säuberte“ die Führungsebenen in der Partei von „zu alten“ Funktionären. Noch galt er als Experte für die Landwirtschaft und noch unterstützte er Chruschtschow. Aber die Politik der Entstalinisierung begleitete er wie Breschnew eher schweigend. Nach der Entmachtung Chruschtschows (1964), an der er nicht beteiligt war, unterstützt er die Schwerindustrie. In der Hierarchie der mächtigen zwölf Politbüromitglieder belegte er damals einen mittleren Platz.

1961 (bis 1962) wurde er Erster Sekretär des Büros des Zentralkomitees für die Angelegenheiten der Russischen Republik (RSFSR) und 1962 Vorsitzender des Ministerrates der Russischen SFSR, also der bevölkerungsgrößten Teilrepublik.

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Tatu: Macht und Ohnmacht im Kreml, Ullstein-Verlag, 1968, 560 Seiten.
  • Merle Fainsod: Wie Russland regiert wird. Kiepenheuer-Verlag, 1965, 747 Seiten.