Germania (Biermarke)

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Ehemalige Germania-Brauerei in Münster mit dem denkmalgeschützten Turm von ca. 1900

Der Name Germania wurde von einigen Brauereien zuzeiten des deutschen Kaiserreiches oft für Biermarken verwendet, so zum Beispiel von der

  • Bremer Germania-Brauerei C. Dressler (1954 von Holsten übernommen)
  • Germania-Brauerei Chemnitz von Max Hering – 1920 (später VEB)
  • 1898 gegründeten Germania-Brauerei (Hannover)[1]
  • Germania-Brauerei von Joseph Stauff, Köln
  • Germania-Brauerei Oschersleben, Walter Görts – 1920 (später AG, VEB bzw. GmbH)
  • Brauerei Germania in Wandsbek (1920 von Holsten übernommen)
  • Sieg-Rheinischen Germania-Brauerei in Hersel bei Bonn (mittlerweile umgebaut zum Wohnhaus)

Die heute größte chinesische Brauerei, die Tsingtao-Brauerei, wurde 1903 in der deutschen Kolonie Tsing-tau (heute Qingdao) als Germania-Brauerei gegründet.

Mittlerweile werden Biere unter dem Namen Germania als No-Name-Produkt im unteren Preissegment u.a. von der Eichbaum Mannheim gebraut.

Germania-Brauerei Münster[Bearbeiten]

Noch um 1960 gehörte Germania Brauerei F. Dieninghoff GmbH in Münster (Westfalen) mit einem Jahresausstoß von 600.000 Hektolitern zu den großen Brauereien des Bundesgebietes. Die Germania Brauerei fusionierte 1963 mit der Dortmunder Union-Brauerei. Das münsterische Unternehmen wurde als eigenständige GmbH und Betriebsstätte der Dortmunder Brauerei weitergeführt. In den 1970er Jahren bewirkten Umsatz- und Fertigungsverlagerungen zur Dortmunder Union-Brauerei Umsatzverluste bei der Germania Brauerei. Im Jahre 1984 beschloss die Konzernleitung, die Bereiche Produktion und Abfüllung im münsterischen Unternehmensteil zu schließen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heuweg-Werke, Hannover. Hannoversche Eishaus- und Waren-Einkaufsgesellschaft m.b.H., in: Paul Siedentopf (Haupt-Schriftleitung), Karl Friedrich Leonhardt (Zusammenstellung des Bildmaterials): Das Buch der alten Firmen der Stadt Hannover im Jahr 1927, Jubiläums-Verlag Walter Gerlach, Leipzig 1927, S. 91