Gertrude Caton-Thompson

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Gertrude Caton-Thompson (* 1. Februar 1888; † 18. April 1985) war eine britische Archäologin.

Leben[Bearbeiten]

1893 verlor Gertrude Caton-Thompson ihren Vater, dieser hinterließ ihr ein beträchtliches Vermögen. Für den Rest ihres Lebens war sie somit finanziell unabhängig. Nach ihrer schulischen Ausbildung reiste sie viel, so in der Zeit von 1906 bis 1910 durch Frankreich, Italien, Malta und die Schweiz und in den Jahren 1907 und 1911 nach Ägypten. Dabei entdeckte sie ihre Leidenschaft für längst vergangene Kulturen und die Prähistorie.

Leistungen[Bearbeiten]

1921 begann sie das Studium der prähistorischen Archäologie am University College in London, dabei lernte sie das Ehepaar Petrie kennen. Erste Grabungserfahrungen machte sie mit den Petries in Abydos, später leitete sie eigene Ausgrabungen in Fajum (1925–1928). In Simbabwe untersuchte sie 1929 die „Ruinen von Simbabwe“ im Auftrag der British Association for the Advancement of Science, weiters untersuchte sie die Oase Charga (1930–1934) und das südarabische Hadramaut (1937–1938).

Sie spezialisierte sich auf die prähistorische Zeit und widerlegte die Theorie des Dr. Hume vom Geological Survey, dass es in Ägypten keine Prähistorische Zeit gegeben habe.

Auszeichnungen & Ehrungen[Bearbeiten]

  • 1954 Burton Medaille von der Royal Asiatic Society (für Verdienste in der Erkundung und Erforschung des Orients)

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Mixed Memoirs. Gateshead 1983
  • The Simbabwe Culture: ruins and reactions. Oxford 1931
  • The Tombs and Moon Temple of Hurheida (Hadhramaut). London 1944
  • The Badarian Civilization (British School of Archaeology in Egypt 46), London 1928
  • The Desert Fayum. London 1934
  • Kharga Oasis in Prehistory. London 1952

Literatur[Bearbeiten]

  • Diane L. Holmes: Caton-Thompson, Gertrude. In: Kathryn A. Bard (Hrsg.): Encyclopedia of the Archaeology of Ancient Egypt. Routledge, London 1999, ISBN 0-415-18589-0, S. 191–192.