Gesamtsozialversicherungsbeitrag

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Der Gesamtsozialversicherungsbeitrag umfasst die Summe der Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung (Arbeitgeberbeitrag und Arbeitnehmerbeitrag).

Arbeitgeberpflichten[Bearbeiten]

Der Beitragseinzug ist in den §§ 28d bis § 28n Viertes Buch Sozialgesetzbuch geregelt. Der Arbeitgeber muss

  • den Gesamtsozialversicherungsbeitrag monatlich berechnen,
  • einen Beitragsnachweis erstellen
  • den Beitragsnachweis der Einzugsstelle übermitteln
  • den Beitrag an die Einzugsstelle abführen.

Einzugsstellen sind die Krankenkassen. Diese leiten die entsprechenden Beiträge an die Träger der Rentenversicherung, der Pflegeversicherung, der Krankenversicherung und an die Bundesagentur für Arbeit weiter. Die Träger der Rentenversicherung prüfen, ob die Arbeitgeber ihre Pflichten im Zusammenhang mit dem Gesamtversicherungsbeitrag erfüllen (Betriebsprüfung). Ein Arbeitgeber, der den Beitrag der Einzugsstelle vorenthält, macht sich nach § 266a Abs. 1 oder Abs. 2 StGB strafbar.

Gesamtsozialversicherungsbeitragssatz[Bearbeiten]

Der Gesamtsozialversicherungsbeitrag ergibt sich aus der Summe der Beitragssätze in der allgemeinen Rentenversicherung, in der gesetzlichen Krankenversicherung, in der gesetzlichen Pflegeversicherung und zur Arbeitsförderung. Bei einem Arbeitsentgelt in der Gleitzone (Midijob) bestimmen der Gesamtsozialversicherungsbeitragssatz und der Faktor F die Höhe des Gesamtsozialversicherungsbeitrags. Der Gesamtsozialversicherungsbeitragssatz wird für jedes Kalenderjahr vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Voraus bekanntgegeben. [1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Bekanntmachung des Gesamtsozialversicherungsbeitragssatzes und des Faktors F für das Jahr 2013 vom 22. November 2012, Bundesanzeiger vom 5. Dezember 2012