Gill Sans

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Gill Sans
Schriftart Gill Sans
Kategorie Sans-Serif
Typograf Eric Gill
Erstellung 1928-1930
Beispiel
Schriftbeispiel für Gill Sans
Muster der Gill Sans
Schriftschnitte der Schriftart Gill Sans

Entstehung[Bearbeiten]

Die Schriftart Gill Sans ist eine serifenlose Linear-Antiqua, die von Eric Gill zwischen 1928 und 1930 entworfen wurde. Gill Sans basiert auf Edward Johnstons (von Gill mitgestalteter) Schriftart Johnston Sans und wird wegen ihrer ruhigen Eleganz und ihrer vielseitigen Verwendbarkeit geschätzt. Eine weitere Besonderheit der Schrift ist der leichte geometrische Touch. Die Buchstabenformen und Proportionen bauen auf Renaissance-Antiqua auf.

Merkmale[Bearbeiten]

Eine Besonderheit ist, dass die 32 verschiedenen Schriftschnitte nicht systematisch aufeinander aufbauen, sondern jeweils einen eigenen Charakter haben. Kursivschriften, bei denen wie bei den Kursiven der Antiqua-Schriften einige Buchstaben handschriftähnliche Formen aufweisen, gibt es nur zu den Schriftschnitten Light und Regular.

Weitere Besonderheiten:

  • keine Serifen vorhanden
  • senkrechte Achse der Rundungen
  • Oberlängen der Kleinbuchstaben sind oft identisch mit der Versalhöhe
  • Strichstärke fast gleich (optisch linear)

Bekannt wurde sie durch die Verwendung bei der London and North Eastern Railway und später bei der British Rail.

Seit 1997 wird Gill Sans bei der BBC als Schriftart für ihr Firmenlogo und in den Logos einzelner Sendungen verwendet.

Ferner wurde eine abgewandelte Form von Gill Sans als fetter Schriftschnitt für Verkehrszeichen und Wegweiser abseits von Autobahnen in der DDR verwendet und ersetzte hier die DIN-Schrift. Auf den Autobahnen hingegen blieb die DIN-Schrift bestehen.

Durch die Auslieferung von Gill Sans mit dem Betriebssystem Mac OS X fand die Schriftart Eingang in zahlreiche Publikationen.

Weblinks[Bearbeiten]