Giuseppe Gené

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Giuseppe Gené

Carlo Giuseppe Gené (* 7. Dezember 1800 in Turbigo, Lombardei; † 14. Juli 1847) war ein italienischer Naturwissenschaftler und Autor.

Er wurde in Turbigo in der Lombardei geboren und studierte an der Universität von Pavia. Er publizierte eine Reihe von Arbeiten über naturwissenschaftliche Themen. Sein Schwerpunkt dabei war die Entomologie. 1828 wurde er zum Dozenten für Naturwissenschaften an der Universität ernannt. Im folgenden Jahr reiste er nach Ungarn, von wo er mit einer Sammlung von Insekten zurückkehrte. Zwischen 1833 und 1838 reiste er insgesamt vier Mal nach Sardinien, um auch dort Insekten zu sammeln.

1830 folgte Giuseppe Géne Franco Andrea Bonelli auf dem Lehrstuhl für Zoologie nach und wurde gleichzeitig Direktor des Zoologischen Museums in Turin. Heute befindet sich dort der größte Teil seiner Insektensammlung. Im Jahr 1844 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.

Die Dünnschnabelmöwe (Larus genei) ist nach ihm benannt. Giuseppe Gené ist unter anderem Erstbeschreiber des Eleonorenfalken, den er nach der sardischen Regentin Eleonora di Arborea benannte, die in der von ihr initiierten Gesetzessammlung Carta de Lógu gegen Ende des 14. Jahrhunderts auch Bestimmungen zum Schutze von Greifvögeln festschrieb.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • De quibusdam insectis Sardiniae novis aut minus cognitis. (1839)
  • Dei pregiudizi popolari intorno agli animali (1869)

Literatur[Bearbeiten]