Glukosesirup

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Glukosesirup, fachsprachlich Glucosesirup, früher Glykosesirup[1] (andere Bezeichnungen sind: Stärkesirup, Bonbonsirup, Isoglukose, Corn Sirup, Maissirup, Maiszucker), ist eine aus Stärke durch enzymatische Aufspaltung gewonnene eingedickte Lösung, die aus Glukose (Traubenzucker) und aus Fruktose (Fruchtzucker) besteht. Ein sehr geringer Anteil an höhermolekularen Stärkebruchstücken ist auch vorhanden. Glukosesirup ist die gesetzlich geschützte Bezeichnung einer Zuckerart.

Ein ähnliches in der Lebensmittelindustrie eingesetztes Produkt ist der Invertzuckersirup, der allerdings durch Säurebehandlung oder den enzymatischen Abbau von Saccharose hergestellt wird und nicht durch Stärkeabbau wie der Glukosesirup. Durch die Spaltung von Saccharose darf dieser Sirup in Deutschland in Inhaltsstoffangaben als Zucker deklariert werden.

Bei der Herstellung fällt ein Gemisch der Monosaccharide Glukose und Fruktose an. Je nach Verwendung wird das Gemisch auch zu Lösungen mit überwiegend Glukose oder Fruktose getrennt. Eine enzymatische Umwandlung des Glukoseanteiles zu Fruktose kann auch durchgeführt werden.

Die entstehenden Sirupe unterscheiden sich hierbei durch ihre Anteile an Fruktose und Glukose und werden dementsprechend auch unterschiedlich deklariert:

  • Glukosesirup aus Glukose mit bis zu 5 % Fruktose
  • Glukose-Fruktosesirup aus Glukose mit bis zu 49 % Fruktose
  • Fruktose-Glukosesirup aus Fruktose mit bis zu 49 % Glukose
  • Fructosesirup aus Fruktose mit bis zu 5 % Glukose

Glukosesirup, Fruktosesirup und Glukose-Fruktose-Sirup werden vorwiegend in der industriellen Lebensmittelproduktion zum Süßen von Speisen und Getränken verwendet. Damit gehören diese Siruparten zu den wichtigsten Produkten der Stärkeindustrie. Die enzymatische Aufspaltung der Stärke ermöglicht, dass der normale Zucker, der aus Zuckerrohr und Zuckerrüben gewonnen wird, durch andere Süßungsmittel ersetzt werden kann. Diese Süßungsmittel werden ökonomisch günstig aus Pflanzen wie Mais (Maissirup), Kartoffeln und Weizen hergestellt. Die Produktion erfolgt heutzutage großtechnisch mit dem Prozess der Stärkeverzuckerung.

Seit ca. 2002 wird er zunehmend auch in der Bienenhaltung für die Winterfütterung eingesetzt.

Vor allem wegen ihrer Klebrigkeit werden die Siruparten zunehmend als Bindemittel bei der Herstellung von Nahrungsmitteln wie Pralinen, Schokoriegeln, süßen Frühstücksflocken und ähnlichen Produkten verwendet, da sie u. a. das Kristallisieren von Zucker verhindern. Bonbons sind aufgrund der Kristallisation ohne einen Zusatz eines derartigen Sirups nicht herstellbar bzw. nicht lagerfähig.

Im Gegensatz zu Fruktose und Saccharose ist bei Glukose die Süßkraft deutlich niedriger. Aus ökonomischen Gründen werden deshalb statt reinem Glukosesirup überwiegend die fruktosehaltigen Sirupe in der Nahrungsmittelindustrie verwendet.

Der Energiegehalt der Siruparten und der des gewöhnlichen Haushaltszuckers sind vergleichbar. Allerdings reagiert der Mensch auf Fruktose anders als auf normalen Zucker. Dieser kann wie auch die Glukose nur mit Hilfe des Insulins abgebaut werden. Näheres zu den Reaktionen der Fruktose beim Menschen unter Maissirup.

Glukosefabrikanten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Die deutsche Rechtschreibung. Dudenverlag, Mannheim 2006, ISBN 978-3-411-04014-8.

Weblinks[Bearbeiten]