Grüezi

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Grüezi ['ɡryːətsʰi] ist die üblichste höfliche Grussformel in Teilen der deutschsprachigen Schweiz. In einigen Dialekten existieren auch Varianten wie „Grüessech“ oder „Griezi“. Das Wort entstand durch eine Verkürzung des früheren „Ich grüsse Sie“ bzw. im Falle von „Grüessech“ „Ich grüsse Euch“. Grüe = Grüsse plus zi = Sie. Mit der Zeit wurde das „Ich“ von „Ich grüsse Sie“ weggelassen.

[Bearbeiten] Gebrauch

Grüezi wird gegenüber unbekannten Personen sowie als Höflichkeitsform benutzt. Es wird ausschliesslich zur Begrüssung, niemals aber beim Abschied verwendet. Für Personen, die man duzt, wird Grüezi ebenfalls nicht verwendet. Stattdessen werden entweder «Grüessdi» (Berndeutsch), aber auch «Hoi», «Hallo», «Ciao», «Salü» (von frz. salut) oder ähnliche Formen benutzt. Ist der Nachname der begrüssten Person bekannt, wird oft mit «Grüezi Herr/Frau Muster» gegrüsst. Wenn nicht, kann auch «Grüezi wohl» gesagt werden.

Grüezi ist zeitunabhängig, d. h. man kann es den ganzen Tag benutzen. In Briefen wird diese Grussformel selten benutzt.

Im deutschen Teil des Kantons Wallis (Oberwallis) wird «Grüezi» auch als Schimpfwort für die übrigen Deutschschweizer benutzt; im Walliserdeutsch bezeichnet man diese als «Grüezini». Als Grussformel im Wallis nutzt man «Tag wohl Herr/Frau Muster».

Im Allgäu wird Grüezi, zumeist in der Form „Grüezina“, nur zur Anrede von mehreren unbekannten Personen genutzt. Gegenüber einer einzelnen Person wird normalerweise „Tag wohl“ oder das bairische „Servus“ verwendet. Im vertrauteren Umfeld ist „Grüessdi“ und „Grüessuib“ üblich.

[Bearbeiten] Weblinks

Wiktionary Wiktionary: grüezi – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
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