Kanton Wallis

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Staat Wallis
État du Valais
Wappen
Wappen
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kürzel/Kontrollschild: VS
Amtssprache: Französisch (60 %),
Deutsch (30 %)
Hauptort: Sitten
Beitritt zum Bund: 1815
Kantonshymne: Walliserhymne
Fläche: 5224 km²
Website: www.vs.ch
Bevölkerung
Einwohner: 321'732[1] (31. Dezember 2012)
Dichte: 61 Einw. pro km²
Ausländeranteil: 22,0 %[2] (August 2013)
Arbeitslosenquote: 4,2 %[3] (November 2013)
Lage des Kantons in der Schweiz
Lage des Kantons in der Schweiz
Karte des Kantons
Karte des Kantons
Gemeinden des Kantons
Gemeinden des Kantons

Das Wallis [ˈvalɪs] (französisch Valais [valɛ], italienisch Vallese, rätoromanisch Vallais, arpitanisch Valês), amtlich Staat Wallis und État du Valais, ist ein französisch- und deutschsprachiger Kanton im Südwesten der Schweiz. Der Hauptort ist Sitten. Wie der grösste Schweizer Kanton Graubünden liegt das Wallis als drittgrösster Kanton vollständig im Gebiet der Alpen.

Geographie[Bearbeiten]

Lage und Landschaft[Bearbeiten]

Blick ins Tal der Rhone von Martigny aus

Das Wallis besteht (mit Ausnahme eines kleinen Gebiets jenseits des Simplonpasses) aus dem Tal der Rhone (Rotten) vom Rhonegletscher bis zum Genfersee und den Seitentälern. Im Norden liegen die Berner und Waadtländer Alpen, im Süden die Walliser Alpen mit den höchsten Bergen der Schweiz (Mischabel- und Monte-Rosa-Massiv). Die höchsten Berge der Walliser Alpen sind die Dufourspitze mit 4'634 m ü. M. (höchster Berg der Schweiz), Dom 4'545 m ü. M. (höchster ganz auf Schweizer Staatsgebiet liegender Berg), Liskamm 4'527 m ü. M., Weisshorn 4'505 m ü. M., Täschhorn 4'490 m ü. M. und das Matterhorn 4'478 m ü. M.. Mit dem Aletschgletscher, dem Gornergletscher und dem Walliser Fieschergletscher befinden sich im Wallis die drei grössten Gletscher der Alpen.[4]

Durch den Schutz der umliegenden Berge ist das Haupttal des oberen Wallis, aber auch das untere Vispertal ausgesprochen trocken und warm mit einem Steppenklima. Die Wasserversorgung wird vielerorts durch schon im Mittelalter angelegte Wasserleitungen, sogenannte Suonen oder Bissen, gewährleistet.[5]

Der höchste Punkt des Wallis ist die Dufourspitze mit 4'634 m ü. M., sie ist gleichzeitig der höchste Berg der Schweiz. Der tiefste Punkt liegt bei 372 m ü. M. am Genfersee.

Wichtige Seitentäler[Bearbeiten]

Die wichtigsten Seitentäler sind nördlich der Rhone das Fieschertal, Lötschental und Dalatal. Südlich der Rhone liegen das Binntal, Nanztal, Saastal, Mattertal, Turtmanntal, Val d’Anniviers (Eifischtal), Val d’Hérens (Eringertal), Val de Bagnes (Baniental), Val d’Entremont und Val d’Illiez.

Städte und Orte[Bearbeiten]

Kantonshauptstadt Sitten mit Weinbergen

Im Kanton Wallis gab es am 31. Dezember 2012 fünf Gemeinden mit mehr als 10'000 Einwohnern, die bevölkerungsreichste Gemeinde ist Sitten mit 31'207 Einwohnern. Monthey hat 16'880, Martigny 16'897, Siders 15'945 und Brig-Glis 12'728 Einwohner. Bedeutende Zentren des Wallis sind Sitten (Hauptort), Brig, Martigny, Monthey, Naters, Saint-Maurice, Siders und Visp.

Bezirke mit Hauptort[Bearbeiten]

Bezirke des Wallis

Das Wallis besitzt 14 Bezirke. Sie sind aus den 13 Zehnden hervorgegangen, welche auf dem Kantonswappen durch 13 Sterne repräsentiert werden. Die Bezirke Westlich Raron und Östlich Raron bildeten gemeinsam einen Zehnden.[6]

Bezirk Einwohner Hauptort
Goms (frz. Conches) 4629 Münster
Östlich Raron (frz. Rarogne oriental) 10'826
(einschl. Bezirk Westlich Raron)
Mörel-Filet
Brig (frz. Brigue) 25'583 Brig-Glis
Visp (frz. Viège) 28'238 Visp
Westlich Raron (frz. Rarogne occidental) 10'826
(einschl. Bezirk Östlich Raron)
Raron
Leuk (frz. Loèche) 12'320 Leuk
Sierre (dt. Siders) 47'198 Sierre (dt. Siders)
Sion (dt. Sitten) 43'759 Sion (dt. Sitten)
Conthey (dt. Gundis) 25'377 Conthey (dt. Gundis)
Hérens (dt. Ering) 10'623 Evolène
Entremont 14'517 Sembrancher
Martigny (dt. Martinach) 43'453 Martigny (dt. Martinach)
Saint-Maurice (dt. Sankt Moritz) 12'931 Saint-Maurice (dt. Sankt Moritz)
Monthey 42'278 Monthey

Klima[Bearbeiten]

Mit Suonen wurde früher die Wasserversorgung im trockenen Rhonetal sichergestellt.

Das Wallis weist ein besonders trockenes Klima auf mit nur 500 bis 600 Millimeter Niederschlag pro Jahr: Kalte Winter, trockene Sommer, starke Temperaturunterschiede und klare Luft. Grund dafür ist seine Lage zwischen den Gebirgsmassiven der Walliser Alpen im Süden und der Berner Alpen im Norden, die beide bis auf über 4000 Meter reichen und einen Grossteil der Niederschläge abfangen, die von Norden oder vom Mittelmeer her gegen die Alpen strömen. Das Unterwallis gehört zu den trockensten Tälern Europas. Das Steppenklima hat auch starken Einfluss auf die Vegetation, so dass nebst Reben auch Kakteen gedeihen.[5][7][8][9]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Sprachen[Bearbeiten]

Östlich von Siders, im Oberwallis wird Deutsch bzw. Walliserdeutsch, ein höchstalemannischer Dialekt, gesprochen. Westlich von Sierre im Unterwallis spricht man Französisch bzw. teilweise noch frankoprovenzalische Mundart. Die Sprachgrenze bildet nördlich der Rhone der kleine Bach Raspille zwischen Sierre und Salgesch. Südlich der Rhone wird die Sprachgrenze durch den Pfynwald markiert. Kantonale Amtssprachen sind Französisch und Deutsch, kommunale Amtssprache entweder Französisch oder Deutsch.[10] Bei der Volkszählung 2000 lag der Anteil der Französisch sprechenden Bevölkerung bei 62,8 Prozent, Deutsch sprachen 28,4 Prozent. Italienisch wurde von 2,2 Prozent gesprochen, Rätoromanisch und andere rund 6,6 Prozent.[11]

Religionen[Bearbeiten]

Die römisch-katholische und die evangelisch-reformierte Kirche sind beide öffentlich-rechtlich anerkannt, daneben können auch andere Religionsgemeinschaften anerkannt werden.[12] Im Jahr 2000 waren 81,2 Prozent der Bevölkerung katholischen Glaubens, 6,3 Prozent waren evangelisch, anderen Religionen gehörten 4,3 Prozent der Bevölkerung an und 8,2 waren nicht religiös.[13]

Abwanderung[Bearbeiten]

Viele Menschen aus den Alpenkantonen zieht es, zumindest vorübergehend, in die städtischen Ballungszentren des schweizerischen Mittellandes. Auch das Wallis ist von dieser Wanderungsbewegung betroffen. Jedes Jahr verlassen zahlreiche, vorwiegend junge Leute das Tal, um woanders zu arbeiten oder an einer Universität, Berufsschule oder in einem Lehrbetrieb eine Ausbildung zu absolvieren. Die meisten von ihnen tun dies, weil die Möglichkeiten dazu im Wallis beschränkt sind. Sie finden keine ihnen entsprechende Anstellung oder die angestrebte Ausbildung wird nicht angeboten. Teilweise besitzen die ausserhalb lebenden Walliser eigene Ferienhäuser, die sie zum Wandern oder Skifahren aufsuchen. Ein Teil der Ausgewanderten kehrt nach ein paar Jahren oder dem Abschluss ihrer Ausbildung wieder ins Wallis zurück. Gerade für Hochschulabgänger ist es oft schwierig, im Wallis eine ihrer Ausbildung entsprechende Stelle zu finden. Erhebungen von 2004 zufolge arbeiten tatsächlich rund zwei von drei Wallisern mit einer höheren Ausbildung nach deren Abschluss nicht im Heimatkanton. Damit verliert dieser jährlich viele hochqualifizierte Arbeitskräfte und es geht ihm Kapital verloren (Braindrain). Der Kanton investiert jedes Jahr rund 50 Millionen Schweizer Franken in die höhere Ausbildung von Personen, die später ausserhalb des Kantons arbeiten und leben.[14][15][16]

Verfassung und Politik[Bearbeiten]

Die gegenwärtige Kantonsverfassung[17] datiert mit zahlreichen Änderungen auf 1907.

Die Kantonshymne ist die Walliserhymne.

Legislative[Bearbeiten]

Gesetzgebende Behörde ist der Grosse Rat (Grand Conseil) mit 130 vom Volk fest auf vier Jahre gewählten Abgeordneten und 130 Stellvertretern (Suppleanten). Bei den Wahlen erreichten die Parteien folgende Sitzzahlen:

Partei 2001 2005 2009 2013 Sitzverteilung 2013
Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) 61 58 54 49 Sitzverteilung des Grossen Rats 2013
Christlichsoziale Volkspartei Oberwallis (CSPO) 14 15 14 12
FDP.Die Liberalen (FDP) 28 28
Freisinnig-Demokratische Partei (FDP) 32 28
Liberale Partei der Schweiz (PLV) 3 2
Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP) 18 21 17 15
Schweizerische Volkspartei (SVP) 1 6 12 21
Christlich-soziale Partei (CSP) 0 0 3 3
Grüne Partei der Schweiz (GPS) 0 0 2 2
Parteilose 1 0 0 0

Vom Grossen Rat erlassene Gesetze unterliegen der Volksabstimmung. Das Volk hat überdies das Recht, mittels Volksinitiative selbst Verfassungs- und Gesetzesänderungen vorzuschlagen; nötig sind hierzu 8000 Unterschriften.

Exekutive[Bearbeiten]

Die oberste Vollziehungs- und Verwaltungsbehörde ist der aus fünf Mitgliedern bestehende Staatsrat (Conseil d’État). Die Wahl erfolgt direkt durch das Volk im Majorzsystem (Mehrheitswahl) auf vier Jahre. Die drei verfassungsmässigen Regionen (Ober-, Mittel- und Unterwallis) haben Anrecht auf mindestens einen Sitz im Staatsrat. Die Bezirksklausel verhindert die doppelte Vertretung eines Bezirkes im Staatsrat. Der Staatskanzler, die Regierungsstatthalter sowie die Regierungsstatthalter-Stellvertreter werden durch den Staatsrat ernannt.

Amtszeit 2013–2017
Staatsrat Partei Region Departement
Maurice Tornay, Präsident CVP Unterwallis Departement für Finanzen und Institutionen
Jean-Michel Cina, Vizepräsident CVP Oberwallis Departement für Volkswirtschaft, Energie und Raumentwicklung
Jacques Melly CVP Mittelwallis Departement für Verkehr, Bau und Umwelt
Esther Waeber-Kalbermatten SP Oberwallis Departement für Gesundheit, Soziales und Kultur
Oskar Freysinger SVP Mittelwallis Departement für Bildung und Sicherheit

Judikative[Bearbeiten]

Oberstes kantonales Gericht ist das Kantonsgericht mit Sitz in Sitten. Es ist für Zivil- und Straffälle sowie für das Sozialversicherungsrecht und das Verwaltungsrecht zuständig. Für Zivil- und Straffälle in erster Instanz bestehen neun Bezirksgerichte. Auf Ebene der Gemeinden bestehen ein Gemeinderichteramt als Schlichtungsbehörde sowie ein Polizeigericht.

Gemeinden[Bearbeiten]

Öffentlichrechtliche Gemeindearten sind die Einwohnergemeinden, von denen es 135 gibt (2013). Sie sind die Träger der lokalen Selbstverwaltung.

Weiter gibt es die Burgergemeinden (Erteilung des Gemeindebürgerrechts und Verwaltung der burgerlichen Güter) und die römisch-katholischen sowie evangelisch-reformierten Kirchgemeinden.

Parteiensystem[Bearbeiten]

Im Kanton Wallis hat die CVP (inklusive der – der nationalen CVP angeschlossen – CSP) eine dominante Stellung inne. Sie hält im nach Proporzwahl gewählten Parlament und in der nach Majorzwahl gewählten Regierung die absolute Mehrheit, was schweizweit eine Ausnahme darstellt. Nicht nur die CVP, sondern auch die CSP, die FDP, die SP und die SVP gliedern sich in autonome deutsch- und französischsprachige Parteien.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Grande Dixence, eine der höchsten Staumauern der Welt

Stauseen[Bearbeiten]

Die Staumauer Grande Dixence am Lac des Dix ist mit einer Höhe von 285 Metern eine der höchsten der Welt und die höchste Europas. Der Stausee liegt auf einer Höhe von 2'365 m ü. M. und hat ein Fassungsvermögen von 400 Millionen Kubikmeter Wasser.[18] Die zweithöchste Staumauer der Schweiz ist die des Lac de Mauvoisin mit einer Höhe von 250 Metern. Der Lac de Tseuzier liegt in einem Talkessel das von bis zu 3.200 Meter hohen Bergen umgeben ist. Der Lac de Moiry hat eine hell-türkise Farbe und liegt an der Strecke des Race across the Alps.[19] Mit den Parc d’Attractions du Châtelard wird die Gegend um den Lac d’Émosson erschlossen, am 300 Meter höher gelegenen Lac du Vieux Émosson gibt es über 800 rund 250 Millionen Jahre alte Fussabdrücke von Dinosauriern.[20] Nördlich des Sanetschpasses wurde zwischen 1959 und 1966 der Sanetschsee aufgestaut.[21] Beim Bau des Staudamms am Mattmarksee kam es 1965 zu einem der schwersten Unglücke im schweizer Bauwesen, 88 Bauarbeiter starben als eine Gletscherzunge auf ihr Barackendorf stürzte.[22] Der Griessee an der Grenze zu Italien wird vom Griesgletscher gespeist, der Stausee Ferden wurde 1975 gebaut und hat eine Länge von einem Kilometer. Oberhalb der Massaschlucht liegt der Stausee Gibidum, welcher vom grössten Gletscher der Alpen, dem Aletschgletscher, gespeist wird.

Fremdenverkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Gletsch mit Zügen der Dampfbahn Furka-Bergstrecke

Der Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftssektor im Wallis,[23] im Goms wurde 1850 der Hotelier César Ritz geboren. Im Ort Fiesch-Eggishorn leben 968 Einwohner und es gibt über 4'000 Gästebetten, in Bellwald sind es bei 460 Einwohner 4.300 Betten. Binn liegt im Binntal, das für seine Mineralienfunde bekannt ist. Rund 200 verschiedene Mineralien wurden hier gefunden, über ein Dutzend kommen nirgends sonst vor. Im Binntal leben drei Berufsstrahler, diese leben vom Mineraliensammeln.[24] Die Kirche in Ernen ist seit 1214 urkundlich bezeugt, im Dorfkern stehen noch heute viele bis zu 500 Jahre alte Häuser.[25] In der Gemeinde Obergoms liegt die Endstation der Dampfbahn Furka-Bergstrecke, die in Realp im Kanton Uri beginnt. Sie führt über die Steffenbachbrücke nach Tiefenbach und weiter durch den Furka-Scheiteltunnel über Gletsch nach Oberwald. Der erste Teil der Bahn wurde 1992 wiedereröffnet, der letzte Teil zwischen Gletsch und Oberwald im August 2010. Das Aletschgebiet liegt im Zentrum des UNESCO-Weltnaturerbes Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch. Namensgebend ist der grösste Gletscher der Alpen, der Aletschgletscher. Am Gletscher liegt die Bettmeralp, sie kann durch zwei Luftseilbahnen erreicht werden. Da die Bettmeralp oberhalb des Rhonetals liegt, kann bei Inversionswetterlagen ein nebelgefülltes Tal vom sonnigen Hochplateau aus beobachtet werden. Die Fiescheralp liegt auf demselben Hochplateau und ist einer der drei Zugangsorte zum Skigebiet Aletscharena, welches 104 Pistenkilometer umfasst.[26] Auf dem Gebiet von Riederalp liegt der Aletschwald, ein alter Arven-Lärchenwald, direkt am Aletschgletscher. Der Wald wurde 1933 von der Naturschutzorganisation Pro Natura gepachtet und unter Schutz gestellt, die Villa Cassel in Riederalp dient heute als Informationszentrum von Pro Natura.[27]

Zermatt mit dem Matterhorn

In Brig steht das zwischen 1651 und 1671 errichtete Stockalperschloss, einer der grössten privaten Barockbauten der Schweiz. Das Schloss besitzt einen dreistöckigen Arkadenhof und drei quadratische Türme mit Zwiebelhauben, die nach den Heiligen Drei Königen Kaspar, Melchior und Balthasar benannt werden.[28] In der Gemeinde Termen liegen die Sommer- und Wintersportorte Rosswald und Blatten bei Naters. Im Sommer können Touristen auf dem Massaweg durch die 6,5 Kilometer lange Massaschlucht wandern und im Winter unter anderem auf der Belalp auf über 3'000 m ü. M. Ski fahren. Unter dem Namen Belalp Hexe werden seit 1983 jährlich verschiedene Skirennen auf der Belalp gefahren, die Hexenabfahrt ist zwölf Kilometer lang und überwindet 1'800 Höhenmeter, es nehmen rund 2'000 Teilnehmer an den Rennen teil.[29] In Birgisch und Mund VS gibt es mehrere teilweise sehr alte Suonen, diese Wasserleitungen wurden früher im trockenen Innerwallis zur Bewässerung von Feldern und Wiesen benötigt. Die Suone Wyssa oberhalb von Mund wurde erstmals 1426 erwähnt, könnte aber schon im Jahr 930 errichtet worden sein.[30] Visp ist ein kulturelles Zentrum des Oberwallis,[31] im Kulturzentrum La Poste finden regelmässig Opern, Theatervorstellungen und Konzerte statt.[32] Im Staldenrieder Weiler Gspon liegt auf rund 2000 m die GsponArena des FC Gspon, laut eigenen Angaben der höchstgelegene Fussballplatz Europas.[33] Die Einwohner von Visperterminen lebten bis in die 1990er Jahre teilweise ein Nomadenleben, im Sommer auf den Bergwiesen und im Winter im Talgrund. Die Kinnbrücke in Stalden VS wurde 1544 gebaut,[34] die Ritibrücke in Neubrück unterhalb von Stalden ähnelt der Stari most. Die Alp von Törbel ist die Moosalp, hier finden jedes Jahr im Zuge des Alpaufzuges Ringkuhkämpfe statt.[35] In Unterbäch stimmten 1957 erstmals Frauen in einer schweizer Abstimmung ab, sie durften bei der eidgenössischen Urnenabstimmung über die Ausdehnung der Zivilschutzpflicht auf die Frauen teilnehmen. Die Gemeinde führte im selben Jahr das kommunale Wahlrecht für Frauen ein, 14 Jahre vor der bundesweiten Entscheidung dass Frauen wählen dürfen.[36] Oberhalb von Grächen liegt der Riedgletscher und die Bordierhütte, von der aus der Gipfel des Balfrin bestiegen werden kann.

Der Schwarzsee im Lötschental

Zermatt ist von 38 Viertausendern umgeben,[37] darunter mit der Dufourspitze der höchste Berg der Schweiz und einer der Seven Second Summits. Das Matterhorn liegt zwischen Zermatt und Breuil-Cervinia, der von Zermatt aus begangene Hörnligrat (Nordostgrat) ist die am häufigsten begangene Aufstiegsroute und zusammen mit dem Liongrat (Südwestgrat) auch die einfachste, mit einer Schwierigkeit von III+ auf der UIAA-Skala. Durch das Saastal fliesst die Saaser Vispa, im Zentrum des Tals liegt Saas-Grund. Die Antoniuskapelle in Bidermatten steht in der Gemeinde Saas-Balen, gehört jedoch zur Pfarrei St. Bartholomäus in Saas-Grund. Das Gebetshäuslein neben der Kapelle ist aus dem Jahr 1619 und die älteste Kapelle des Saastals.[38] Saas-Fee ist ein Skiort oberhalb von Saas-Grund, auch im Sommer kann auf dem Feegletscher Ski gefahren werden. Eine Besonderheit von Saas-Fee stellt die Metro Alpin dar, eine Art U-Bahn die die Skifahrer von der Station «Felskinn» (2'980 m ü. M.) zur Station «Mittelallalin» (3'456 m ü. M.) bringt. Das südlichste der Saas-Dörfer ist Saas-Almagell, neben Tourismus spielt hier die Elektrizitätswirtschaft am Mattmarksee eine Rolle. Der See wurde 2008 komplett abgelassen, um Renovierungsarbeiten an ihm durchzuführen.[39] Das Lötschental liegt im Oberwallis und wird von der Lonza durchflossen. Der im hintersten Ende des Lötschtals gelegene Langgletscher ist die Quelle des Flusses. Das alpine Skisportzentrum im Lötschental ist die Lauchernalp, neben einem der höchsten Skigebiete der Schweiz gibt es auch den höchsten Winterwanderweg Europas auf gut 3'000 Meter Höhe.[40]

Basilique de Valère in Sitten

Im Dalatal liegt Leukerbad, den Anfang des Tals bildet die Dalaschlucht. Hier führt seit 2004 der Thermalquellen-Steg entlang, man von ihm die Thermalwasser führenden Gesteinsschichten sehen. Zwischen Leuk und Siders liegt der Pfynwald, einer der grössten Föhrenwälder der Alpen und teil des Naturparks Pfyn-Finges. Im Naturpark wachsen Orchideen und Kleine Kronwicken und es gibt sehr viele Insektenarten. Ein sieben Kilometer langer Abschnitt der Rhone fliesst durch den Park und breitet sich dort ungestört aus, mit Auwäldern, Inseln und Altarmen. Der Illgraben (ein Wildbachgerinne) trägt grosse Mengen Sedimente mit sich und hat durch mehrere Murgänge dafür gesorgt das die Rhone hier nicht kanalisiert werden konnte.[41] In der Nähe von Siders liegt das Val d’Anniviers, in dem etliche Skigebiete liegen und Walliser Trockenfleisch produziert wird.[42] Um Salgesch wird seit Ende des Zweiten Weltkriegs verstärkt Wein angebaut. In der Gemeinde Anniviers liegt Zinal, im Sommer gibt es 300 Kilometer markierte Wanderwege, im Winter stehen Langlaufloipen und Abfahrtspisten bereit. Neben 160 Kilometer Skipisten hat Crans-Montana mit dem Golf-Club Crans-sur-Sierre einen der ältesten Golfplätze der Schweiz, auf dem Platz wird jährlich das Omega European Masters ausgetragen. Das Stadtbild von Sitten ist mittelalterlich geprägt, in der Basilique de Valère steht eine der ältesten spielbaren Orgeln der Welt. Der Kern des heutigen Glockenturm der Kathedrale Unserer Lieben Frau entstand Ende des zwölften Jahrhunderts. Auf dem Gebiet von Conthey liegt der Lac de Derborence. Einer der gewaltigsten Bergstürze in der Schweiz im Frühjahr 1749 liess ihn entstehen, seit 1961 ist das Gebiet ein Naturschutzgebiet.[43]

Strassentunnel durch die Erdpyramiden

In Ardon VS befindet sich eine Schlucht der Lizerne, an der senkrechten Felswand ist eine alte Suone aufgehängt. Evolène ist der Hauptort des Val d’Hérens, durch das die Borgne fliesst. Die Haute Route führt durch Arolla, einen Ferienort am oberen Talabschluss des Val d’Hérens. An der Landstrasse nach Euseigne liegen im Val d’Hérémence die Erdpyramiden von Euseigne. Sie bestehen aus einem Material das Betonmoräne genannt wird und entstanden nach der Würmeiszeit. Ein kleiner Teil der Pyramiden wird von der Landstrasse in einem Tunnel durchbrochen. Das 4-Vallées-Skigebiet liegt auf Gebiet der Gemeinden Nendaz, Verbier, Veysonnaz, Thyon und La Tzoumaz und ist mit über 400 Pistenkilometer das grösste Skigebiet der Schweiz.[44] Das Skigebiet Portes du Soleil liegt teilweise in Frankreich und teilweise in der Schweiz, es umfasst die Skiorte Morgins, Torgon, Champéry und in Val-d’Illiez die beiden Orte Champoussin und Les Crosets. In Saint-Maurice VS liegt die Abtei Saint-Maurice, ein 515 gegründetes Kloster der Augustiner-Chorherren. Monthey ist für seinen Karneval bekannt, der 2012 zum 140. Mal veranstaltet wurde.[45] In Saint-Gingolph VS bildet der Bach Morge die Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz, auf der französischen Seite liegt Saint-Gingolph (Haute-Savoie).

Im Wallis gibt es Thermalbäder in Leukerbad (grösstes Thermalbadezentrum der Alpen), Ovronnaz, Saillon-les-Bains, Brigerbad, Val-d’Illiez sowie das Soleheilbad in Breiten bei Mörel VS.[46] Golfplätze gibt es in folgenden Orten: 18-Loch-Golfplätze in Crans-Montana, Leukerbad, Siders, Sitten und Verbier (zwei Kurse). 9-Loch-Golfplätze in Crans-Montana, Obergesteln, Zermatt und Riederalp, welcher der höchstgelegene Golfplatz Europas ist.[47][48]

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Kupferhalsziege

Am Südhang des Rhonetals herrscht im Unterwallis (flächendeckend) und im Mittelwallis (teilweise) Rebbau vor, stellenweise auch in den Seitentälern. Neben der Leitsorte Fendant wird in neuerer Zeit wieder vermehrt auf alte, ortstypische Sorten wie Humagne (weiss und rot), Petite Arvine, Amigne, Rèze oder Malvoisie zurückgegriffen.[49] In Visperterminen befindet sich der höchste Weinberg Europas, auf einer Höhe von 650 bis 1'150 m ü. M.[50] Im Val d’Anniviers wird der Gletscherwein produziert, ein oxidativer Wein aus der Rebsorte Rèze. Durch deren hoher Säurehalt wird der Wein lange gelagert um einen angenehmen Geschmack zu kriegen.[51]

Im Wallis werden in grossem Stil Früchte angebaut, etwa 95 % der Schweizer Aprikosen und die Hälfte der Birnen kommen aus dem Kanton. Die Gemüsesorten mit den grössten Anbauflächen sind in absteigender Reihenfolge Lagerkarotten, Blumenkohl, Frühkarotten und Zwiebeln. Besonders der Spargelanbau hat in den letzten zehn Jahren stark an Bedeutung gewonnen, weisser und grüner Spargel zusammen haben heute die drittgrösste Anbaufläche unter den Gemüsesorten.[52] In Mund wird seit dem Mittelalter Safran angebaut, man vermutet dass er durch Pilger oder Söldner in die Schweiz kam.[53]

In der Viehzucht geniesst neben klassischer Milchwirtschaft die Schaf- und Ziegenhaltung einen bedeutenden Stellenwert. Die hochalpinen Rahmenbedingungen werden zunehmend als Gelegenheit wahrgenommen seltenen und bedrohten Arten eine Chance zum Überleben zu bieten, zum Beispiel Walliser Schwarzhalsziege und Kupferhalsziege.[52] Allerdings bestehen zwischen Viehzucht und Artenschutz auch Konflikte, etwa im Zusammenhang mit der Wiederansiedlung des Wolfes. Dieser wandert seit den 1980er Jahren von Frankreich und Italien in den Kanton Wallis ein, durch Bauern die um ihre Tiere fürchten und die Jagdlobby ist er jedoch weiterhin stark gefährdet.[54]

Raffinerie Collombey

Industrie[Bearbeiten]

Im Wallis sind die Chemie- und pharmazeutische Industrie wichtige Arbeitgeber, etwa die Lonza Group in Visp. Die Energiewirtschaft hat durch viele Speicherkraftwerke gute Voraussetzungen.[23] Die Raffinerie Collombey ist eine von zwei Erdölraffinerien in der Schweiz und gehört dem libyschen Ölkonzern Tamoil, sie liegt in der Gemeinde Collombey-Muraz unweit der Ostspitze des Genfersees. Der Aluminiumproduzent Constellium hat Standorte in Chippis, Siders und Steg.[55]

Im Wallis wurden während des Zweiten Weltkriegs 380'000 Tonnen Anthrazitkohle abgebaut. Grosse Schieferverkommen gab es in und um Sembrancher, der Abbau endete Mitte des 20. Jahrhunderts.[56] Schon in den 1960er bis 1980er Jahren wurde im Wallis nach Uran gesucht, durch die niedrigen Weltmarktpreise waren die Minen jedoch nicht wettbewerbsfähig. Bei Martigny und Salvan-Les Marécottes werden seit 2008 erneut Erkundungen unternommen.[57]

Verkehr[Bearbeiten]

Bahn[Bearbeiten]

Zug der SBB bei Illarsaz (Gemeinde Collombey-Muraz)

Im Wallis gibt es einige Schnellzugstrecken, die Bahnhöfe von Visp und Brig sind wichtige Knotenpunkte. Der Bahnhof Brig liegt an den Strecken GenfLausanne–Mailand (Rhonetalstrecke) und Basel–Bern–Mailand, von hier aus fahren die Autozüge durch den Simplontunnel nach Iselle di Trasquera. Der Lötschberg-Basistunnel wurde 2007 in Betrieb genommen, dadurch wurde der Bahnhof Visp zum Umsteigebahnhof für die umliegenden Städte und Gemeinden. Durch den erhöhten Bahnverkehr und dazugehörige Infrastrukturprojekte hat die Bevölkerung von Visp seit der Eröffnung stark zugenommen.[58]

Weitere Strecken sind Lausanne–Simplon, Bern–Lötschberg–Simplon, MartignyOrsièresLe Châble und Saint-MauriceSaint-Gingolph.[59]

Im Wallis gibt es mehrere Schmalspurbahnen, die teilweise auch Zahnradbahnen sind. Die Matterhorn-Gotthard-Bahn besteht aus den ehemaligen Bahnen Brig-Visp-Zermatt und Furka-Oberalp. Die Furka-Oberalp-Bahn führt durch die Kantone Graubünden, Uri und Wallis über den Furkapass und den Oberalppass nach Brig, von wo die Brig-Visp-Zermatt-Bahn weiter nach Visp und zum Endhaltepunkt Zermatt fährt. Die Transports de Martigny et Régions verfügt über zwei voneinander getrennte Schienennetze, sie entstand durch die Fusion der Martigny–Châtelard-Bahn (MC) mit der Martigny-Orsières-Bahn (MO), welche nicht die gleichen Spurweiten benutzen. Die MC betreibt den Mont-Blanc Express von Martigny über Salvan VS hinauf nach Le Châtelard VS, von wo die SNCF die Strecke weiter bis nach Chamonix-Mont-Blanc betreibt. Der Saint-Bernard Express wird von der MO betrieben und ist im Gegensatz zum Mont-Blanc Express eine normalspurige Eisenbahn von Martigny über Sembrancher nach Orsières. Die Aigle–Ollon–Monthey–Champéry-Bahn ist eine meterspurige Eisenbahn, welche von Aigle VD über Ollon und Monthey nach Champéry führt. Sie ist eine der fünf Linien der Transports Publics du Chablais. Von Zermatt aus führt die Gornergratbahn hinauf zum Gornergrat, wo die Bergstation auf einer Höhe von 3'089 m ü. M. liegt. Sie ist damit nach der Jungfraubahn die zweithöchste Bergbahn Europas.[60]

Daneben gibt es 78 Postautolinien, welche Überlandverkehr und die Stadtnetze von Brig-Glis/Naters, Monthey/Collombey-Muraz, Sitten und Martigny betreiben,[61] und viele touristische Bergbahnen.[62]

Strassen[Bearbeiten]

Furka- und Grimselpassstrassen

Die Autobahn 9 führt durch die Kantone Waadt und Wallis und ist im Wallis teilweise nicht doppelspurig und richtungsgetrennt. Das Teilstück im Oberwallis zwischen Sierre und Gamsen soll voraussichtlich 2019 fertig gestellt sein.[63]

Die bekanntesten und wichtigsten Passstrassen sind von Italien aus der Simplonpass und der Grosser St. Bernhard, von Frankreich aus der Pas de Morgins und der Col de la Forclaz. Zu anderen Kantonen sind es der Nufenenpass in das Tessin, der Furkapass nach Uri und im Kanton Bern der Grimselpass und der Sanetschpass. Der Sanetschpass kann jedoch nur von der Walliser Seite her befahren werden, vom nahen Gsteig bei Gstaad im Kanton Bern aus wäre der Bau wegen des steilen Geländes zu aufwändig gewesen.[64]

Bildung[Bearbeiten]

Ab dem Alter von vier Jahren muss seit 2008 jedes Kind zwei Jahre lang den Kindergarten besuchen. Die eigentlich Schulzeit besteht aus sechs Jahren Primarschule und drei Jahren Orientierungsschule (auch Sekundarstufe I), an deren Ende bei Erfüllung der Anforderungen des Programms des letzten Pflichtschuljahres ein Abschlussdiplom erteilt wird. Wenn die neun Jahre obligatorische Schule besucht wurden, aber nicht die Anforderungen des dritten Jahres der Sekundarstufe I erfüllt wurden, wird nur eine Bestätigung des Schulabschlusses erteilt.[65]

Die Sekundarstufe II kann im Wallis als berufliche Grundbildung mit anschliessenden Berufsattest, Fähigkeitszeugnis oder Berufsmaturität absolviert werden, daneben auch als Fachmittelschule mit abschliessender Fachmaturität oder auf dem Gymnasium mit abschliessender Gymnasialer Maturität. Die Tertiärstufe umfasst Ausbildungen im Bereich der höheren Berufsbildung, höheren Fachschulen und Hochschulen.[66]

Fahne und Wappen[Bearbeiten]

Das Siegel des Kantons Wallis von 1582

Die Walliser Fahne zeigt 13 Sterne in drei vertikalen Reihen (Verteilung 4-5-4) auf rot-weissem Grund. Die rote Hälfte mit den weissen Sternen ist rechts, die fünf mittleren Sterne sind zweifarbig. Wird die Fahne an einem Fahnenmast montiert, so steht die weisse Hälfte mit den roten Sternen an der Mastseite, bildet also das Liek.[67]

Rot und Weiss (früher Rot und Silber) sind die Farben des Bischofs von Sitten. Die 13 Sterne repräsentieren die Zehnden, welches eine alte Bezeichnung für die Bezirke des Wallis ist. Die Fahne und das Wappen, damals noch ohne Sterne, gibt es wohl schon seit dem Jahr 999, als Rudolf III. das Wallis dem Bistum Sitten übergab. Urkundlich belegt ist die Fahne seit 1220. Quellen von Ende des 15. Jahrhunderts zeigen Wappen mit 6, 7, 9, 11 und 16 Sternen. Ab 1802 waren es zwölf Sterne, mit dem neuen Bezirk Conthey kam am 12. Mai 1815 der 13. und bisher letzte Stern hinzu.[68]

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte des Wallis

Um 57 v. Chr. wurde das von den Römern Vallis Poenina genannte Gebiet des heutigen Wallis erobert und zu einer römischen Provinz. Um 888 wurde es Teil des Königreichs Burgund. König Rudolf III. von Burgund übergab 999 die Grafschaft Wallis mit allen Rechten und Privilegien an den Bischof von Sitten. Ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts bis 1798 war das Wallis in sieben Zehnden eingeteilt und wurde daher auch Republik der sieben Zehnden genannt. Diese Republik setzte im 16. Jahrhundert ihre Eigenständigkeit von den Bischöfen von Sitten durch. 1802 erklärte Napoleon I. das Gebiet zur unabhängigen Republik Wallis und 1810 zum französischen Département du Simplon. 1815 trat das Wallis als 22. Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft bei.[69] Die noch heute gültige Verfassung wurde 1907 verabschiedet, seitdem wurden jedoch einige Passagen durch Volksabstimmungen geändert. Die Frauen des Kantons sind seit 1970 stimmberechtigt.[70] Im Jahr 2000 gab es starke Hochwasser an der Rhone, durch die 3. Rhonekorrektion soll dies in Zukunft vermieden werden. Das Projekt soll den Hochwasserschutz gewährleisten, der Rhone Teile ihres ursprünglichen Flussbetts zurückgeben und durch Freizeit- und Erholungsraum gesellschaftlichen Mehrwert schaffen.[71] Die Baumassnahmen finden in drei Phasen statt und werden voraussichtlich Mitte der 2030er Jahre abgeschlossen sein.[72]

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Wallis – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Wallis

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kanton Wallis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Kanton Wallis – Quellen und Volltexte
 Wiktionary: Wallis – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ständige Wohnbevölkerung im Kanton Wallis. pxweb.bfs.admin.ch, abgerufen am 12. September 2012.
  2. Bestand der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung nach Wohnkanton und Ausländergruppe Ende August 2013 (PDF; 132 kB). Bundesamt für Migration (BFM). Medienmitteilung vom 22. Oktober 2013. Abgerufen am 26. Dezember 2013.
  3. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt – November 2013 (PDF; 618 kB). Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO). Pressedokumentation vom 9. Dezember 2013. Abgerufen am 26. Dezember 2013.
  4. Die Längenänderungen im Jahr 2010. glaciology.ethz.ch, abgerufen am 12. September 2012.
  5. a b Schweizer Kanton Wallis. swiss.de, abgerufen am 12. September 2012.
  6. Anton Riva: Raron (Zenden, Bezirk) im Historischen Lexikon der Schweiz, Zugriff am 6. April 2014
  7. Das Klima der Schweiz – eine kurze Übersicht. In: MeteoSchweiz. Abgerufen am 30. Mai 2014.
  8. Klima. In: Wikiwallis. 27. Mai 2010, abgerufen am 30. Mai 2014.
  9.  Andreas Honegger: Die fetten Pflanzen, die das Wasser speichern können. In: Neue Zürcher Zeitung. 22. November 2013 (Artikel auf NZZ Online).
  10. Ein Wallis - oder doch lieber zwei? nzz.ch, abgerufen am 12. September 2012.
  11. Georges Lüdi, Iwar Werlen (Hrsg.):Sprachlandschaft in der Schweiz. Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, April 2005.
  12. Staat und Religion. migraweb.ch, abgerufen am 12. September 2012.
  13. Wohnbevölkerung nach Religion 2000. bfs.admin.ch, abgerufen am 12. September 2012.
  14. Wegziehen – Bleiben – Zurückkehren, Sion 2004. vs.ch, abgerufen am 12. September 2012.
  15. VS-link: ein vom Kanton Wallis lanciertes Projekt gegen den brain drain. vslink, abgerufen am 12. September 2012.
  16. Studie zu Lebenssituation und Sprachverhalten von Oberwalliser Migranten in Bern, Bern 2006. Institut für Sprachwissenschaft, Universität Bern, abgerufen am 12. September 2012 (PDF).
  17. Verfassung des Kantons Wallis, Die Bundesbehörden der Schweizerischen Eidgenossenschaft (admin.ch)
  18. Lac des Dix und Grande Dixence. swiss.de, abgerufen am 11. September 2012.
  19. Lac de Moiry (and Zinal). cycling-challenge.com, abgerufen am 11. September 2012.
  20. Site of dinosaur footprints. finhaut.ch, abgerufen am 11. September 2012 (englisch).
  21. Hans von Rütte: Sanetschpass im Historischen Lexikon der Schweiz, Zugriff am 6. April 2014
  22. Mattmark: Dunkle Seite der Baugeschichte. swissinfo.ch, abgerufen am 11. September 2012.
  23. a b Südschweiz - Tourismushochburg und vieles mehr. dievolkswirtschaft.ch, abgerufen am 11. September 2012.
  24. Mineralien-Eldorado Binntal. landschaftspark-binntal.ch, abgerufen am 11. September 2012.
  25. Edwin Pfaffen: Ernen im Historischen Lexikon der Schweiz, Zugriff am 6. April 2014
  26. Aletsch Arena (Riederalp, Bettmeralp, Fiesch-Eggishorn). bergfex.ch, abgerufen am 11. September 2012.
  27. Aletschwald. riederalp.ch, abgerufen am 11. September 2012.
  28. Stockalperschloss/Geschichtliches. brig.ch, abgerufen am 11. September 2012.
  29. Belalp Hexe 2010. belalphexe.ch, abgerufen am 11. September 2012 (PDF).
  30. Wyssa / Gredetschwasserleitung. suone.ch, abgerufen am 11. September 2012.
  31. Alois Grichting: Visp (Gemeinde) im Historischen Lexikon der Schweiz, Zugriff am 6. April 2014
  32. Visp - die Kulturstadt. visp.ch, abgerufen am 11. September 2012.
  33. FC Gspon: Bergdorf-EM auf 2008 müM. (23.-25. Mai 2008). fc-gspon.ch, abgerufen am 11. September 2012 (PDF; 1,7 MB).
  34. Historische Entwicklung. stalden.ch, abgerufen am 11. September 2012.
  35. Eringer Kühe. buerchen-unterbaech.ch, abgerufen am 11. September 2012.
  36. «Es ist Zeit zu handeln». Walliser Bote, abgerufen am 11. September 2012 (PDF; 510 kB).
  37. Kurzportrait der Gemeinde Zermatt. zermatt.ch, abgerufen am 11. September 2012.
  38. Saas-Grund. touristik.ch, abgerufen am 11. September 2012.
  39. Bilder von den Renovationsarbeiten am Staudamm Mattmark. panoramio.com, abgerufen am 11. September 2012.
  40. Der Aussichtsreiche: Höhen-Panoramaweg. bergfex.ch, abgerufen am 11. September 2012.
  41. Wilde Rhone. pfyn-finges.ch, abgerufen am 11. September 2012.
  42. Die Produzenten von Walliser Trockenfleisch. trockenfleischwallis.ch, abgerufen am 11. September 2012.
  43. Maurice Terrettaz: Derborence im Historischen Lexikon der Schweiz, Zugriff am 6. April 2014
  44. 4 Vallées. bergfex.ch, abgerufen am 11. September 2012.
  45. Prince 2012. carnavaldemonthey.com, abgerufen am 11. September 2012 (französisch).
  46. Thermalbäder und Wellness im Kanton Wallis. swisstherme.ch, abgerufen am 11. September 2012.
  47. Hauptseite. Walliser Golf Verband, abgerufen am 11. September 2012.
  48. Golf Club Riederalp. Walliser Golf Verband, abgerufen am 11. September 2012.
  49. Walliser Weine und Rebsorten. walliserweine.ch, abgerufen am 11. September 2012.
  50. Höchster Weinberg Europas. heidadorf.ch, abgerufen am 11. September 2012.
  51. Gletscherwein. Kulinarisches Erbe der Schweiz, abgerufen am 11. September 2012.
  52. a b "Der Gesundheitszustand der Walliser Landwirtschaft". Kanton Wallis, abgerufen am 11. September 2012 (PDF; 9,9 MB).
  53. Wie kam der Safran nach Mund? mund.ch, abgerufen am 11. September 2012.
  54. Wolf im Ständerat: Schritt zurück in die Vergangenheit. gruppe-wolf.ch, abgerufen am 11. September 2012.
  55. Trotz Milliardenauftrag: Der Aluminium-Hersteller Constellium streicht im Wallis 120 Stellen. drs.ch, abgerufen am 11. September 2012.
  56. Arme Böden - Reiches Land. 20min.ch, abgerufen am 11. September 2012.
  57. Kanadier suchen im Wallis nach Uran. tagesanzeiger.ch, abgerufen am 11. September 2012.
  58. Die NEAT und der neue Bahnhof Visp. skos.ch, abgerufen am 11. September 2012 (PDF; 7,5 MB).
  59. Die SBB in Zahlen und Fakten 2011. sbb.ch, abgerufen am 11. September 2012 (PDF; 4,8 MB).
  60. Die Gornergratbahn. zermattportal.de, abgerufen am 12. September 2012.
  61. Porträt Wallis. postauto.ch, abgerufen am 12. September 2012.
  62. Bergbahnenverzeichnis. panorama-alpen.de, abgerufen am 12. September 2012.
  63. Baustellen, die herausfordern. a9-vs.ch, abgerufen am 12. September 2012 (PDF; 387 kB).
  64. Gsteig – Sanetschpass – Sion. gstaad.ch, abgerufen am 12. September 2012.
  65. Einige Informationen über das obligatorische Schulsystem im Wallis. vs.ch, abgerufen am 12. September 2012 (PDF; 174 kB).
  66. Waliser Bildungssystem. vs.ch, abgerufen am 12. September 2012 (PDF).
  67. Valais/Wallis canton (Switzerland). crwflags.com, abgerufen am 12. September 2012 (englisch).
  68. Wappen der Schweiz. Heraldry of the World, abgerufen am 12. September 2012 (englisch).
  69. 1911 Encyclopædia Britannica/Valais. wikisource.org, abgerufen am 12. September 2012 (englisch).
  70. Verfassungen des Wallis. verfassungen.de, abgerufen am 12. September 2012.
  71. Sachplan 3. Rhonekorrektion. rhonevivant.ch, abgerufen am 12. September 2012 (PDF).
  72. 3. Rhonekorrektion. Bundesamt für Umwelt (BAFU), abgerufen am 12. September 2012.

46.0666666666677.6Koordinaten: 46° N, 8° O; CH1903: 612485 / 101695