Gründerfamilie

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Eine Gründerfamilie ist die Familie der Gründer eines Industrie- und Handelsunternehmens.

Gründerfamilien sind ein wichtiges Arbeitsgebiet für Genealogie und Unternehmensgeschichte bzw. Firmengeschichte mit engerem und für Wirtschaftsgeschichte mit weiterem gesellschaftlichen Blickfeld. Bei diesen Forschungen kommt es vor allem darauf an, neben der Persönlichkeit des Gründers (siehe auch Begabung) die wirtschaftlichen und sozialen Beziehungen aufzuhellen, die z. B. für die Aufbringung des Gründungs-Kapitals wichtig sind, wofür oft eine günstige Heirat eine der Voraussetzungen war (siehe auch Heiratskreis).

Während Wolfgang Huschke[1] 1962 eine Arbeit über die Gründer von 42 Industrieunternehmen im 19. Jahrhundert in Thüringen vorgelegt hat, stehen analoge Arbeiten für andere Gebiete noch aus.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Carl Scheibler und Karl Wülfrath: Westdeutsche Ahnentafeln Bd. 1, Böhlau, Weimar, 1939
(Was man nach dem Titel und dem Erscheinungsjahr nicht vermutet: Diese zeitlos beispielhafte Arbeit enthält nicht nur Ahnentafeln, sondern eine Wirtschaftsgeschichte der bedeutendsten Gründerfamilien des Rhein-Ruhr-Raumes und ihrer wechselseitigen genealogischen Verknüpfung).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wolfgang Huschke: Forschungen über die Herkunft der thüringischen Unternehmerschicht des 19. Jahrhunderts. Verlag Lutzeyer, Baden-Baden 1962


Siehe auch: